Andy Mohl und Thea Rutkowsky-Mohl | Australien
Dezember 2007
Hallo Frau Hellack,
für Neuseeland konnten wir uns noch nicht festlegen, aber Australien haben wir inzwischen abgeschlossen und einen kurzen Bericht gemacht. Für die Reisezusammenstellung bedanken wir uns bei Ihnen noch herzlichst.
Viele Grüße
Andy Mohl und Thea Rutkowsky-Mohl
Reisebericht Südostaustralien
24.12.07 bis 19.1.08
Sydney-Tasmanien-Brisbane-Hervey Bay-Fraser Island-Adelaide-Kangoroo Island-Barossa Valley-Grand Ocean Road-Melbourne
Bei Sydney dachte ich immer an Sommer, Sonne und Meer.
Wir kamen leider am kältesten Tag seit 100 Jahren an,
16 Grad Höchsttemperatur, erster Weihnachtsfeiertag, die Ausis zu Hause – Kamin statt Grillparty.
Klimawechsel live, kennen wir schon aus Deutschland.
Anorak und Flies, und los. Stadterkundung, die Höhepunkte, quer durch die Stadt bis Bondi Beach, mit der Fähre nach Manly, Fischmarkt mit Shusi schon am Morgen. Die nächsten Tage wurden sommerlich, dann die Regatta, Sydney-Hobart, Hobart unser nächstes Ziel, aber nicht im Segelboot.
Ankunft in Tasmanien, ausgetrocknet statt nass, okay, wieder der Klimawechsel. Schnell nach Hobart zum Hafen, die Boote aus Sydney könnten noch im Hafen liegen, richtig, einige, im Hafen war ein richtiges Fest, unglaublich was dort geboten wurde, kulinarische Genüsse aus der ganzen Welt, dazu ein Gläschen Wein aus Tasmanien – eher Italien dachte ich nach dem zweiten Glas.
Einmal um Tasmanien rum, immer viel Benzin im Tank, vorsichtshalber, denn die Westseite ist fast menschenleer. In den Cradle Mountains wurden unsere Vorstellungen erfüllt, riesige Farne, Wombats, Kängurus im Miniformat und ein kleiner tasmanischer Teufel in der Nacht, so hatten wir uns es uns vorgestellt.
Bicheno, an der Ostküste, der B&B-Besitzer erzählt noch die Geschichte von Pinguinen unterm Haus, 10.000 Kängurus am Strand nachdem der Wald brannte, von Walen und Delphinen in der Bucht. Zur Freycinet-Halbinsel ist es nicht weit, die berühmte Wineglass Bay, ein Paradies zum Wandern mit vielen Tieren fast zum anfassen.
Zurück nach Hobart und weiter nach Brisbane, von dort zu unserem Ziel, Fraser Island, die große Sandinsel.
Von Hervey Bay haben wir eine Tour unternommen, schöne Palmen, dann dieser unberührte Strand, Süßwassersee mit Sandstrand in der Mitte, ein kleines Paradies.
Nicht zu vergessen, unser B&B, mit Reiher und Wasserschildkröten. Das Wetter, richtig tropisch, wir hatten schön geschwitzt, die letzten Tage war Dauerregen, diesmal hatten wir Glück, kein Tropfen fiel vom Himmel.
Nach diesem Kurzausflug ging es wieder zurück in den trockenen Süden, nach Adelaide und weiter auf Kangaroo Island, mit einer kleinen Propellermaschine. Kangaroo Island hat viel zu bieten, Seelöwen, Pinguine und Koalas in den Bäumen. Das Wetter, bis 39 Grad, wir hatten noch Nachholbedarf aus Sydney.
Wieder zurück nach Adelaide, pünktlich zum Schützenfest, aber dies hatten wir doch nicht besucht.
Kurz durch die Stadt und weiter ins Barossa Valley, dieses Tal mit deutscher Geschichte. Wir hatten ein kleines Haus zwischen den Weinfeldern, sehr gemütlich.
Nach dem Besuch verschiedener Weingüter hatten wir uns für den Abend mit guten Tropfen Shiraz versorgt.
Nach ein paar Tagen hieß es aufbrechen, die große Tour nach Melbourne lag noch vor uns. Robe, Port Fairy, Apollo Bay, Grand Ocean Road, die Höhepunkte. Meer, Berge mit ursprünglichen Eukalyptuswäldern und hohe Baumfarne, traumhaft schön.
Ein Höhepunkt war der Golfplatz von Angelesea, hier sprangen die Kängurus nur so rum, klar, wir wollten nicht Golf spielen, so hatten wir uns herumgeschlichen und schöne Bilder gemacht.
Ungewohnt, der zunehmende Verkehr vor Melbourne, dank Straßenverzeichnis im Mietwagen hatten wir unser B&B gefunden. Von dort sind wir mit der Straßenbahn in die City gefahren, Australien Open, das Tennisturnier zog viele Menschen in die Stadt. Sommerschlussverkauf im Januar. Freitagabend, wir hielten es wie die Ausies, ein paar Bier an der frischen Luft, bevor es hieß Abschied nehmen. Ah, das Wetter, zum Abschluss noch Regen.
Wir hatten viele schöne Eindrücke gesammelt, viel Natur erlebt, tolle Tieraufnahmen gemacht, Ausies verstehen gelernt, immer in hübschen B&Bs übernachtet und den Klimawandel auch hier erlebt. Vier Wochen Erlebnis, organisiert von Umfulana, keine Pannen, einfach perfekt.