Elisabeth Selinger und Nils Doll | Australien
August 2008
Liebes Umfulana Team,
Zunächst ist es für uns nach wie vor unfassbar, daß wir beim Googeln von „Australien im August“ binnen weniger Sekunden zu diesem Traumurlaub gekommen sind! Ohne irgendwelche weiteren Vergleiche anzustellen, haben wir unserem Bauchgefühl vertraut und sind bis heute in keiner Weise enttäuscht worden – im Gegenteil! Die Qualität und Besonderheit der Unterkünfte hat uns jedes mal auf´s Neue begeistert und ließ uns nach langen, anstrengenden Tagen um so schneller regenerieren....und was wir schnell herausfanden: Umfulanagäste sind gute Gäste.... denn Umfulana ist zuverlässig und bezahlt im Vorhinein. Diese Dankbarkeit unserer Gastgeber spürten wir immer wieder am warmen, herzlichen Empfang und in der liebevollen Fürsorge während unseres Aufenthaltes.
In Brisbane bei angenehmen 22 Grad und blitzeblauem Himmel (was sich die nächsten 2 Wochen auch nicht änderte) angekommen, erkundeten wir die Stadt mit einer Bootsfahrt am Fluß und plauschten im Cafe ums Eck mit Einheimischen. Erster Eindruck: sehr freundlich, sehr nett und interessiert – und die Standartantwort: no worries! erklärt, warum alle hier so entspant sind ...
Nächster Stop: Hervey Bay mit Fraser Island – Wer kann, unbedingt einen Tag dranhängen! Trotz Überfliegen der Insel in einer Kleinmaschine, der Begegnung mit einem Dingo und einem atemberaubenden Sonnenuntergang, wären wir sehr gerne noch länger geblieben..... aber die Walewatchingtour wartete am nächsten Morgen auf uns und sollte uns auch für alles entschädigen... ein Buckelwalpärchen tummelte sich nämlich ganze 30 min. um unser Boot und kam auf 20 cm „Streichelnähe“! Unglaublich! der einzige Stress: richtig gute Fotos machen oder den Augenblick genießen?!
Yeppoon war mit seinem einsamen Strand (und wir noch immer jeden Morgen um 5 Uhr wach) ein wunderschöner Platz den Sonnenaufgang zu genießen. Nach ersten bushwalks und atemberaubenden Lookouts wußten wir bereits auf der besten Reise zu sein, die wir je gemacht haben..
In Peters kleinem Paradies in Airlie Beach war es schwer, das B&B überhaupt zu verlassen. Der wunderbare Blick auf den Hafen, die weißen Kakadus in den Bäumen, der Pool und die Hängematte umringt von blühenden Tropenpflanzen wären alleine schon einen längeren Aufenthalt wert gewesen... aber die Whitsunday Islands lockten uns dann doch hinaus aufs Meer und sehen zu unserem Erstaunen übrigens tatsächlich genauso unglaublich schön und farbenintensiv aus, wie wir das von den Postkarten und Posters her kennen...
Mission Beach: Sprudeln in der Whirlpoolbadewanne nach langen Bushwalks, Erkundung zahlreicher Wasserfälle im Hinterland und ein Nachtspaziergang bei Vollmond am Strand vereinten Abenteuer und puren Wellnessluxus zu einem gelungenen Tag. Zu den Abenteuern zählt wohl auch die Begegnung mit einem Cassuary, der friedlich am Straßenrand nach Eßbarem pickte, während ein Auto nach dem anderen anhielt, um ein Foto von diesem respekteiflösenden Vogel zu ergattern. Weiter ging´s nach Daintree Manor, das B&B mitten im Regenwald. Auf der Krokodilfahrt am Fluß lernten wir „Scarface“ kennen und hörten über die grusigen Beutezüge des Krokodilmännchens (unter anderem auch 1985 zuletzt eine Frau). Cape Tribulation und der Besuch im „Regenwald-Freilichtmuseum“ auf 5 Etagen vermittelten wahres Tropenflair!
Nach einem kurzen Abstecher in die Tablelands ging´s dann nach Cairns und somit endlich hinaus zum Reef! Die Möglichkeit zum Schnuppertauchen fand ich großartig! Denn nach erster Aufregung gibt es nichts Beeindruckenderes, als Teil dieser farbenfrohen, lebendigen Unterwasserwelt zu sein...- ein Tag, den wir nie vergessen werden! Auch kaum zu vergessen war abends Marlies wunderbar zubereiteter Fisch – als ehemalige Restaurantbesitzerin und gelernte Köchin zaubert sie auf Wunsch jeden Abend Köstlichkeiten!
Nun wartete das Outback auf uns und Allice Springs zeigte uns zum ersten Mal, wie verloren, verwahrlost und traurig die Mehrheit der Aboriginies lebt.
Auf der Weiterfahrt ins Landesinnere trafen wir auf eine Menge wild lebender Tiere wie: einen Rockwallaby in der Simpsons Gap, wilden Kamelen, die unsere Fahrbahn kreuzten und Wildpferde (Brumbies), die abseits grasten – welch ein Geschenk!
Kings Canyon völig alleine im Sonnenuntergang und die Umgehung des Uluru machten uns sprachlos, still und mit Worten eigentlich kaum zu erklären... Der Abschluß in Sidney brachte uns langsam wieder zurück in unser Leben und verzauberte uns mit dem Charme des modernen, weltoffenen Australien.
Resume: The best we´ve ever had! Danke Umfulana! Sobald der Sparstrumpf wieder voll ist, geht´s an die Südküste!
Liebe Grüße aus Süddeutschland von Elisabeth Selinger und Nils Doll