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Melbourne - Flinders Street Station und Eureka Tower
Melbourne - Flinders Street Station und Eureka Tower – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Koala am Cape Otway
Koala am Cape Otway – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Zwölf Apostel
Zwölf Apostel – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Port Fairy - Moyne River
Port Fairy - Moyne River – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Grampians - MacKenzie Falls
Grampians - MacKenzie Falls – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Kangaroo Island - Remarkable Rocks
Kangaroo Island - Remarkable Rocks – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Am Uluru
Am Uluru – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Cape Tribulation
Cape Tribulation – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer
Sydney - Circular Quay
Sydney - Circular Quay – ©Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer

Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer | Australien

Oktober 2009

Hallo Frau Hellack,

hier nun der Bericht über unsere Australienreise vom 19.10. – 22.11.2009. Eins vorneweg, es war für uns der absolute Traumurlaub, nicht zuletzt dank der hervorragenden Organisation durch Umfulana. Wir waren ja nun als eigentlich überzeugte Gruppenreisende das erste Mal allein unterwegs und hatten ein bisschen Bedenken, gerade auch was das Fahren mit dem Mietwagen auf der „falschen“ Straßenseite betrifft, aber es hat alles bestens geklappt. Ein Lob geht auch an die Mitarbeiter von Hertz, die uns die Autos völlig unbürokratisch übergeben haben und uns noch mit Straßenkarten sowie wertvollen Tipps zur jeweiligen Strecke versorgt haben. Auch die diversen Inlandsflüge mit Qantas bzw. Regional Express nach Kangaroo Island verliefen problemlos, der Service war sehr gut. Die Unterkünfte waren, jede auf ihre Art, einzigartig. Es war immer spannend, wo man am Abend ankommen würde.

So, nun noch zu den einzelnen Stationen der Reise:

Melbourne – Villa in St. Kilda
Wir hatten ein wunderschönes Zimmer, French Room genannt. Hier konnten wir uns von der langen Anreise erholen. Margaret und vor allem Ross sind „very british“, etwas zurückhaltend, aber sehr nett und hilfsbereit. Margaret hat uns mit Tipps bzgl. Sightseeing und Trambahnbenutzung versorgt, Ross hat ein gutes Frühstück serviert. Melbourne hat uns sehr gut gefallen, man kann viel unternehmen. Wir haben dann die Stadt Richtung Geelong – Great Ocean Road verlassen. Der erste Abschnitt bis Apollo Bay ist, was die Straße an sich betrifft, der spektakulärere Teil, man fährt direkt an der Küste entlang, einfach fantastisch. Wir haben viele Stopps gemacht, auch in Anglesea die vielen Känguruhs auf dem Golfplatz besucht.

Apollo Bay – Landhaus mit Ausblick
Die Anfahrt ist etwas abenteuerlich, wir haben immer gehofft, dass wir heil um die Kurven kommen und uns kein entgegenkommendes Auto erwischt, aber es ging ja gut. Die Lage hoch oben auf dem Berg ist natürlich toll, ein fantastischer Ausblick. Auch hier hatten wir ein sehr schönes Zimmer und gutes Frühstück. Den Aufenthaltstag in Apollo Bay haben wir u.a. für einen Ausflug zum Cape Otway genutzt. Im Eukalyptuswald kurz vor dem Leuchtturm haben wir in den Bäumen viele Koalas entdeckt, unsere ersten in freier Wildbahn und das bei unserer dritten Australienreise – ein echtes Highlight.

Port Fairy – Haus am Wasser
Nach einem Tag an der Great Ocean Road mit vielen Stopps bei den Zwölf Aposteln, Loch Ard Gorge usw. sind wir abends in Port Fairy angekommen. Jill hat uns sehr herzlich empfangen, das Zimmer war zwar etwas klein aber sehr gemütlich, wie das ganze Haus. Auch hier gab es ein gutes Frühstück, am großen Tisch zusammen mit zwei anderen Paaren. Port Fairy ist ein netter kleiner Ort, der Moyne River sehr idyllisch. Leider mussten wir nach einer Übernachtung wieder weiter.

Halls Gap – Wildblumenhaus
Herzlicher Empfang durch Pauline mit Tee und Keksen. Sie hat uns gleich Tipps fürs Dinner gegeben und einen Plan mit den Restaurants gemalt sowie eine Tour für den nächsten Tag zusammengestellt. Das achteckige Zimmer ist etwas ungewöhnlich wie das ganze Haus, es hat uns aber wirklich gut gefallen. Damit, dass es etwas familiärer zugeht – der Zugang zum Zimmer liegt im Küchen-/Wohnbereich von Pauline und Graeme – hatten wir keine Probleme. Wenn wir abends zum Dinner nach Halls Gap gefahren sind, gab's auf den Wiesen am Straßenrand immer ganze Herden von Känguruhs zu sehen. Insgesamt waren die Grampians einen Abstecher wert, auch hier hätte man wieder einen Tag länger bleiben können.

Robe – B&B in Robe
Nach einem langen, aber interessanten Fahrtag Ankunft in Robe. Als erstes fallen einem die vielen schönen Rosen am Haus auf. Ann ist eine erstaunliche Frau – schon weit in den Achtzigern, wie wir später erfahren haben – und wahnsinnig nett. Auch hier war das Zimmer sehr schön ausgestattet und geräumig, ebenso das Badezimmer mit Whirlpool. Es gab leckeres Frühstück mit Räucherlachs und Rühreiern im hell und freundlich eingerichteten Frühstücksraum. Leider hatten wir auch hier nur eine Nacht.

Barossa Valley – Hideaway Cottage
Sicherlich mit die schönste Unterkunft auf der Reise. Das Cottage ist sehr geschmackvoll eingerichtet, auch die Lage ist wunderschön – mitten in den Weinbergen und an einem Teich gelegen. Leider war es sehr heiß und wir konnten den Garten nicht nutzen, es gab auch viele Mücken. Aber es hat Spaß gemacht, die Enten zu füttern. Der Wein war hervorragend, beim Shiraz haben wir zuschlagen. Leider hatten wir zu den Vermietern nur einmal per Telefon Kontakt, da man sich im Cottage zur Abwechslung selbst verpflegt. Die Zutaten für ein ausgiebiges Frühstück standen bereit. Das Barossa Valley ist landschaftlich sehr schön, hügelig mit vielen Weingütern. Überall sieht man Spuren der deutschen Siedler, Kirchen, Friedhöfe usw. In Tanunda haben wir zur Abwechslung mal die deutsche Küche genossen, die Rouladen waren sehr gut. Aber die Australier kochen auch nicht schlecht, wir haben überall hervorragend gegessen.

Kangaroo Island – Haus über der Emu Bay
Für uns der absolute Höhepunkt der Reise, was Unterkunft und Betreuung angeht, waren die Tage bei Mandy und Paul im Haus über der Emu Bay. Vom Zimmer aus hatten wir einen tollen Blick auf die Bucht. Das Zimmer war sehr geräumig und stilvoll eingerichtet, wie das ganze Haus. Wir hatten drei Übernachtungen auf der Insel gebucht und an einem Tag eine geführte Tour – sehr beeindruckend die Seal Bay mit den Seelöwen. Am zweiten Tag haben wir per Mietwagen vor allem den Flinders Chase Nationpark erkundet – wunderschön. Man hätte eigentlich noch mindestens einen weiteren Tag auf der Insel verbringen können. Die Krönung des Ganzen war aber Mandy mit ihren excellenten Kochkünsten. Was sie jeden Abend zum Dinner gezaubert hat, war besser als es in manchem Top-Restaurant sein könnte. Dazu ein leckerer Rotwein und ein Likörchen zum Dessert, eine nette Unterhaltung trotz unserer bescheidenen Englischkenntnisse, im Hintergrund leise Jazzmusik und der Blick auf die Bucht, einfach perfekt.

In Adelaide und im Yulara Resort am Uluru hatten wir gute Hotels, in Adelaide sehr zentral gelegen. Am Ayers Rock hatten wir glücklicherweise einen Mietwagen gebucht, dadurch waren wir unabhängig. Wir sind dann gleich nach der Ankunft am späten Nachmittag noch in den Nationalpark gefahren und waren dort fast allein mit dem Fels, ein unbeschreibliches Gefühl. Er ist schon sehr beeindruckend. Zu empfehlen ist auch die Sounds of Silence -Tour, Dinner unter dem Sternenhimmel in der Wüste mit Sonnenuntergang über den Olgas und Erklärung der Sterne – sehr stimmungsvoll, aber nicht ganz billig.

Cairns-Holloways Beach – Regenwaldhaus bei Cairns
Auch Vicky hat uns sehr freundlich empfangen. Das Haus liegt auf einer kleinen Insel, die beiden Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet. Das Frühstück war das beste auf der Reise – zusammen mit dem von Mandy – und wurde auf der Veranda serviert. Vicky ist sehr hilfsbereit und sorgt sich um das Wohlergehen ihrer Gäste. Einen dicken Pluspunkt bekommt sie von uns auch für das Waschen unserer Wäsche. Leider hatten wir schon den Beginn der Regenzeit erwischt – sie kam ein bisschen zu früh – und konnten am ersten Tag nicht viel unternehmen – Stadtbummel in Cairns und Didgeridookauf waren angesagt. Am zweiten Tag sind wir mit der Skyrail nach Kuranda gefahren, das sollte man unbedingt machen. Man schwebt in Gondeln über dem Regenwald, sehr eindrucksvoll.

Daintree Wilderness Lodge
Die Anreise über die schmale Straße mit vielen Kurven ist schon ein Abenteuer. Die Lodge liegt völlig versteckt im Wald und besteht aus einzelnen Bungalows, die man über Holzstege erreicht. Unser Zimmer war wieder sehr schön eingrichtet. Melissa hat uns erkärt, dass sie und James seit der Übernahme der Lodge Stück um Stück alles erneuern. Hier hatten wir wieder Halbpension, James ist ein hervorragender Koch, es ging uns gut. Die Stimmung war, vor allem am ersten Abend, als wir die einzigen Gäste waren, sehr schön. Das kleine Restaurant ist zum Regenwald hin offen, Melissa hatte überall Kerzen angezündet. Für den Aufenthaltstag hat uns James einige Tipps gegeben und wir haben das volle Programm absolviert. Unter anderem waren wir am Cape Tribulation und haben auf der Rückfahrt zwei Kasuare auf der Straße gesehen, ein absoluter Glücksfall. Am Nachmittag hat es dann angefangen, sehr heftig zu regnen, um es dezent auszudrücken. Es hat auch nicht mehr aufgehört und so haben wir den Regenwald am nächsten Tag nicht ganz ungern verlassen.

Atherton Tableland – Baumhäusern am Mount Quincan Krater
Auf die Baumhäuser waren wir sehr gespannt und wir wurden nicht enttäuscht. Wir wurden von Sandra und Simon sehr nett empfangen. Simon hat uns dann unser Haus gezeigt. Es war sehr schön eingrichtet, das Highlight war natürlich der Whirlpool mit Aussicht. Hier haben wir unser Frühstück wieder selbst gemacht, sogar Steaks standen im Kühlschrank bereit. Es hat uns sehr gut gefallen im Baumhaus, nur das Wetter war hier leider nicht so toll. Während unserer Fahrt durch das Tafelland mit Besichtigung verschiedener Wasserfälle, Seen usw. blieb es aber zumindest weitgehend trocken. Landschaftlich ist das Atherton Tableland wunderschön.

Blue Mountains – altes Herrenhaus in Leura
Nach einem Flugtag und dem Kampf mit dem Verkehr in und um Sydney sind wir relativ spät in Leura angekommen. Dank Jill's Hilfe haben wir noch einen Tisch zum Dinner in einem guten Restaurant ergattert – wenn man in Australien nach acht Uhr essen will, hat man oft Pech. Nach den feuchten Tagen in Queensland haben wir uns bei Jill und Greg in ihrem gemütlichen Haus in den Blue Moutains sehr wohlgefühlt. Wir hatten ein kuschelig eingerichtetes Zimmer und ein riesengroßes Badezimmer. Am zweiten Tag haben wir die Sehenswürdigkeiten der Blue Mountains erkundet, vor allem die Three Sisters und die Scenic World. Es war etwas anstrengend, da mal wieder sehr heiß.

Hunter Valley – Gästehaus im Hunter Valley
Eine lange Fahrt von den Blue Mountains ins Hunter Valley, und das bei 36 Grad. Da hat man keine Lust auf größere Pausen. Wir sind dann gegen 14.30 Uhr im Gästehaus angekommen, zufällig zusammen mit zwei anderen Gästen. Von einer Dame, sie hat sich uns nicht vorgestellt, wurden wir nach dem Motto „was wollt Ihr schon hier, Umfulana-Gäste kommen immer erst abends“ empfangen. Sie hat sich unter viel Jammern über die Hitze dazu durchgerungen, uns unser Zimmer zu zeigen und uns immerhin einen Tisch zum Abendessen
in einem Restaurant reserviert. Weitere Informationen über die Gegend oder das Haus, wie sonst üblich, gab es nicht, nur den Hinweis, dass es am nächsten Tag um Punkt 8.30 Uhr Frühstück gibt. Das stand dann, als wir im Frühstückspavillon ankamen, schon auf dem Tisch, von der Dame des Hauses keine Spur. Beim Abschied hat sie dann über Rücken- und Beinschmerzen geklagt und uns schnellstmöglich aus dem Haus bugsiert. Schade, die Unterkunft an sich und die Lage wären sehr schön gewesen, der Service, der sonst überall geboten wurde, fehlte aber gänzlich.

Sydney – Boutique Hotel Potts Point
Über das schnuckelige kleine Boutiquehotel und Keith, den Besitzer, wurde schon viel geschrieben. Man kann sich kaum vorstellen, dass es mitten in der Stadt Sydney so einen ruhigen und gemütlichen Ort gibt. Keith ist sehr hilfsbereit, gibt einen Empfehlungen für Unternehmungen, Restaurants etc. Das Hotel liegt relativ zentral, man kann alles zu Fuß erreichen. Zum Circular Quay braucht man ungefähr eine halbe Stunde, man geht durch den Botanischen Garten. Gut, der Rückweg nach Potts Point über die 113 Stufen ist etwas anstrengend, vor allem, wenn man vorher im Woolloomooloo-Hotel (Pub) eingekehrt ist. Sydney ist unsere absolute Traumstadt, da sind wir uns einig. Man könnte Wochen dort verbringen und hätte doch das Gefühl, nicht alles gesehen zu haben. Wir waren jeden Tag unten am Hafen, hatten dort unseren Lieblingsplatz und unser Lieblingslokal für einen Wein und einen Cappuccino und haben einfach nur die Leute beobachtet. Wir haben die Rocks erkundet und Darling Harbour, das Queen Victoria Building und die Innenstadt, waren auf dem Sydney Tower, haben die Fähre nach Manley genommen und das Strandleben beobachtet. Wir haben einen Tipp von Keith befolgt und eine Tour per Fähre und Bus nach Watsons Bay und Bondi Beach gemacht, dort die Surfer beobachtet und dabei lecker zu Mittag gegessen und sind anschließend den Cliff Walk nach Bronte Beach gegangen und und und...

Tja, das war's. Man könnte noch viel schreiben – der Bericht ist sowieso zu lang geworden. Eigentlich wollten wir bestimmte Orte in Australien nochmal sehen, es sollte unser letzter Urlaub dort sein. Aber nach diesen traumhaften Wochen haben wir beschlossen, wir müssen nochmal hin und zwar ganz sicher wieder mit Umfulana. Wir werden uns irgendwann wieder bei Ihnen melden, die Reiseroute ist schon grob geplant. Bis dorthin werden wir Umfulana mal in Europa testen, da gibt's auch viele schöne Angebote.

Also, nochmals vielen herzlichen Dank an das ganze Umfulana-Team

Erika Bogenreuther u. Wolfgang Spanheimer