Tomczik, Martina und Steffen | Frankreich
Juli 2008
Sehr geehrte Frau Janisch,
wie bereits angekündigt möchten wir Ihnen einen „kurzen“ Reisebericht zukommen lassen.
Vorab erst einmal vielen Dank für die Planung unserer Urlaubsreise.
21.07.2008
Auf dem Weg zu dem Landhaus bei Reims machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Auge des Elsass „Ch. Haut de Barr ». Bei super Sicht konnten wir in luftiger Höhe bis weit ins Elsass und den Schwarzwald blicken . Nach ca. 1280 km, mal Mautautobahn und Landstraße, kamen wir pünktlich in unserem Landhaus in der Campagne an. Dort wurden wir von Frau Stephanie Plékhoff herzlichst empfangen. In französischer und englischer Sprache machten wir einen kurzen Rundgang, in dem sie uns ihr schickes Anwesen und unsere Zimmer zeigte.
Dabei äußerte sie uns gegenüber, dass wir Relaxen sollen und Urlaub haben und uns wie zu Hause fühlen können. Ihre fröhliche, freundliche, hilfsbereite Art begleitet uns während unserer ganzen Anwesendheit vor Ort.
Das Familienzimmer war echt super. Es war sehr sauber und geschmackvoll eingerichtet. Wer auf alte restaurierte und mit liebe eingerichtet Zimmer steht, kommt bei diesem Anwesen voll auf seine Kosten.
Der Blick auf die Weinberg und in die Landschaft ist von dort aus sehr reizvoll.
Bei dem Hotel handelt es sich und ein reines „Bed and Breakfast“ Hotel.
Somit machten wir uns auf den Weg nach Epernay um eine Kleinigkeit zu essen.
Ein Tipp ist die Brasserie am Kreisverkehr im Zentrum.
Vor dem ins Bett gehen machten wir noch eine Champagnerverkostung aus unserer Hausbar.
Familie Plékhoff macht einen echt guten leckeren Champagner, so dass wir unbedingt noch ein paar Fläschchen mit nach Hause nehmen mussten.
22.07.2008
Nach dem Frühstück, dass für französische Verhältnisse sehr üppig war, es gab u.a. Ei, Käse, Wurst,
machten wir in Epernay bei der Firma Moët Chandon eine Führung mit Verkostung in englischer Sprache. War sehr interessant und gewöhnungsbedürftig, aber auch hilfreich um sein Schulenglisch aufzufrischen.
Anschließend staunten wir nicht schlecht über die herrlichen Champagneranwesen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Nachmittags machten wir noch einen Abstecher nach Reims und schauten uns die Kathedrale Notre Dame an. Diese ist sehr sehenswert. Nach einem Shoppingbummel kehrten wir gegen Nachmittag in unserem Quartier wieder ein. Bei mitgebrachten Baguette, Käse, Wurst und Wein ließen wir es uns im Garten gut gehen und genossen die Ruhe und den Ausblick.
Traditionell ging der Tag mit einem guten Schluck zu Ende.
23.07.2008
Nach dem Frühstück hieß es dann auch schon wieder Abschied zu nehmen. Madam Plékhoff machte dies in ihrer unbeschreiblichen französischen Art und Weise.
Per Mautautobahn ca. 150 km und 2 Stunden Fahrzeit erreichten wir die Hauptstadt Paris.
Vor Ort empfing uns zunächst eine Mitarbeiterin von Frau Sophie Aulnette. Mit der Vielfalt unserer Sprachen checkten wir im Hotel am Louvre ein. Die Zimmer waren klein aber voll ausreichend für unsere Zwecke. Bei dem traumhaften Wetter war es wertvoll, dass die Klimaanlage funktionierte.
Mit Madam Aulnette managten wir noch den Stellplatz für die Tiefgarage.
Danach ging es in die Stadt. Die Mitarbeiterin im Reiseunternehmen „Paris Vision“ teilte uns mit, dass sämtliche Aktivitäten für den Tag ausgebucht sind. Jedenfalls konnten wir dort noch einen Ausflug für das Schloss Versailles für den nächsten Tag buchen. War für vier Leute sehr kostenintensiv aber im nachhinein sehr gut angelegtes Geld.
Hinterher ging es an die Seine um „Plan B“ umzusetzen. Auf eigene Faust kauften wir uns eine Tageskarte bei Batobus und erkundigten Paris auf dem Wasserweg.
Dabei besuchten wir den Eifelturm und die Kathedrale Notre Dame, super Bauwerke muss man unbedingt gesehen haben.
Anschließend ging es in der Innenstadt zu Fuß weiter. Am späten Abend machten wir noch eine Abschlussfahrt mit dem Wassertaxi und waren beeindruckt von dem funkelnden Eifelturm und den angestrahlten Gebäuden.
24.07.2008
Der Morgen begann mit dem Frühstück auf dem Zimmer. War gewöhnungsbedürftig aber das Frühstück war voll französisch in Ordnung. Gegen 08:45 Uhr ging es dann mit dem Reisebus zum Schloss Versailles. Bei dem Verkehr in Paris war das eine echt gute Idee. Gleichzeitig bekamen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt geboten. Nach ca. 20 Km und 40 Minuten Fahrt erreichten wir Versailles.
Die Reiseführer haben bei der Beschreibung dieses Anwesen nicht gelogen.
Per Audiogouide machten wir eine individuelle Führung.
Das prunkvolle Schloss mit altem Charme ist immer eine Besichtigung wert. Nicht zu vergessen sind die überdimensionalen Park und Wasseranlagen, diese geben dem ganzen einen würdigen Rahmen.
Sehr lästig sind die fliegenden Händler vor den Toren. Diese sind sehr aufdringlich und ausdauernd.
Nach dem wir ihnen mehrmals auf englisch mitteilten, dass wir aus Rumänien kommen und arme Leute sind, ließen sie uns in Ruhe. (Ging halt nicht anders)
Gegen 13:00 Uhr brachte uns der Reisebus wieder zurück in die City.
Dem Wunsch unserer Töchter folgend, machten wir nun Shopping.
Da Paris aber noch mehr als Shopping zu bieten hat, gingen wir noch in den Louvre. Kultur stand nun auf dem Plan. Über die Glaspyramide gelangten wir zum Haupteingang der einzelnen Museen.
Wir als „Kulturbanausen“ waren echt angetan von den jeweiligen Ausstellungen. Besonders imponierten uns die Mona Lisa und die Räumlichkeiten von Napoleon.
Den Abend ließen wir bei einem Italiener in der Innenstadt und einem Glas Rotwein ausklingen.
25.07.2008
Nach dem Frühstück (Croissant, Baguette, Marmelade, Honig, frisch gepresster Orangensaft) hieß es bereits wieder Koffer packen um ins Loire Tal zu fahren.
Der Verkehr war echt heftig und nervenaufreibend. Im Straßenverkehr hat der Franzose keine Hemmungen und die wild um herfahrenden Motorroller tragen noch ihr übriges bei.
Mit Geschick und Können sind wir ohne einen Kratzer heil aus der Stadt gekommen.
Das Ziel bei Marie-Francoise und Andre’ Seguin in Suevres erreichten wir nach ca. 170 Km und 2 Stunden Fahrzeit.
Beide Gastgeber waren nett und zuvorkommend. Unsere bescheidenden Französischkenntnisse reichten voll aus, um uns zu verständigen. Wenn nicht, dann mit Englisch oder mit dem Wörterbuch.
Die Zimmer waren traumhaft, der Garten idyllisch und bei den Temperaturen war es sehr gut, dass es dort einen Pool gab.
Nach dem wir uns erfrischt hatten machten wir einen Ausflug zum Schloss Chambord.
Erst fährt man Kilometer weit durch einen Wald und aus einem nichts taucht dann ein riesiges Schloss auf. Super Anblick und immer einen Besuch wert.
Abends machten wir es uns unter der Pergola gemütlich und ließen den Abend bei Baguette, Käse, Wurst und Rotwein ausklingen.
26.07.2008
An diesem Tag wollten wir uns noch ein paar Chateau’s ansehen. Bei der Vielfalt von ca. 600 Schlössern fällt die Auswahl recht schwer. So entschlossen wir im Familierat, uns die Chateau’s „Chateau de Chenonceau“ und „Chateau de Villandry“ zu besichtigen.
Kurzum es handelt sich hier um zwei sehenswerte Anwesen, die beide in ihrer Art ihren Reiz und Charme haben.
Das „Chateau de Chenonceau“ ist ein Wasserschloss mit einem groß gestallten Garten und einem angrenzenden Wald.
Der Hammer war aber das sich im Privatbesitz befindliche „Chateau de Villandry“.
Familie Carvallo hat sich ein richtiges Schmückstück über die Jahrzehnte geschaffen.
Spektakulär sind die verschiedenen Gärten und die Wasserläufe sowie die Aussicht vom großen Turm über die Landschaft des Loire Tal.
Die von jeder Seite aus reizvoll gestalteten Obst-, Gemüse- und Blumenbeete durch denen kleine Wege führen und dazu noch die Wasserlandschaft, lassen einfach die Zeit vergessen.
Hier kommen nicht nur Hausbesitzer und Gartenfreunde auf ihre Kosten.
Auf dem Rückweg bewunderten wir die Höhlenwohnungen und machten noch bei einigen Winzern halt.
27.07.2008
Gestärkt durch das Frühstück, nahmen wir Abschied von Frau Marie-Francoise und Herrn Andre’ Seguin. Unser nächstes Ziel war die Stadt Beaune.
Nach einem Stück Autobahn setzen wir unsere Fahrt auf der Landstraße fort. (Bourges, Nevers, Autun bis Beaune, Fahrzeit ca. 6 Stunden, 450 Km)
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir unsere Hotel Le Cep in Beaune. Schon beim Einchecken versprühte das Hotel einen gewissen Hauch von Luxus. So kümmerten sich gleich mehrer Leute um unser Gepäck bzw. brachte unseren PKW in die Tiefgarage.
Die Zimmer waren so, wie sie uns im Reiseführer beschrieben wurden. Einfach super.
Erst machten wir uns frisch und gingen anschließend in die Altstadt. Unser Ziel war das „Hospice de Beaune“ – „Hotel Dieu“.
Mit einem Reiseführer in der Hand erkundeten wir das beindruckende Gebäude.
Hinterher unternahmen wir noch einen Bummel durch den Stadtkern.
Da wir hungrig waren, wollten wir uns ein kleines Restaurant suchen. Zeitmäßig war das so 17:30 Uhr.
Unser Problem war nur, dass es nicht an Restaurants mangelte, nur diese alle erst zu einem späteren Zeitpunkt öffneten. Zurück zum Hotel, reservierte uns die freundliche Mitarbeiterin an der Rezeption, die perfekt deutsch sprach, einen Tisch im Restaurant „Gourmandin“ am Place Camot.
Nach einer kurzen Verschnaufpause auf unseren Zimmern, zogen wir gegen 19:00 Uhr noch mal los um Essen zu gehen.
Wer landestypisches Essen genießen möchte, war bei diesem Restaurant genau richtig. War ein guter Tipp. Wir aßen Tatar vom Charolais und das berühmte Bressehühnchen aus der Region.
Was uns die ganze Zeit auffiel ist, dass der Franzose spät essen geht. Er macht es dann recht ausgiebig. So musste man schon reservieren um einen Platz in einigen Restaurants zu bekommen.
Als wir gesättigt unser Hotelzimmer betraten, stellten wir fest, dass die Betten für die Nacht zurecht gemacht wurden und die Vorhänge zugezogen waren sowie das Zimmer klimatisiert war.
Toller Service.
28.07.2008
Nach einer schönen Nacht, suchten wir uns am nächsten Morgen ein kleines Cafe in der Innenstadt.
Bei einem „petit-déjeuner“ und „grand café“ genossen wir es, Leute zu beobachten.
Zum Hotel wäre zu erwähnen, dass es ein echt guter Tipp war, dort Zwischenstation zu machen und einwenig den Luxus zu genießen. Dieses Puzzleteil passte genau.
Nach dem Auschecken ging es in Richtung Elsass.
Unser Ziel war ein Landgasthof im Weinort Riquewihr. Die Etappe betrug ca. 290 Km und die Fahrzeit ca. 03:15 Stunden.
Glücklicherweise hatte das Hotel einen separaten Parkplatz.(mit Schranke und eigener Fernbedienung) Bei unserer Ankunft wimmelte es nur so von „Touris“ im Ort.
Nach dem „Check in“ erkundeten wir das Umland.
Die Zimmer waren sicherlich nicht so luxuriös wie im „Le Cep“ aber vollkommen ausreichend.
Das Bad war mit Badewanne und die Betten waren o.k. Ein Fernseher war auch im Zimmer.
So fuhren wir zurück in Richtung Cernay in die Vogesen mit dem Ziel „Grand Ballon“.
Die Fahrt war recht kurvenreich, gespickt mit einer atemberaubenden Aussicht. Schade das es zu warm war, was die Sichtweite beeinflusste. Den Schwarzwald konnten wir nur in seinen Konturen sehen, hat trotzdem ausgereicht. In einem Bergsee (Geradmer) waren wir dann noch baden.
Über Walbach, Turckheim und Ingersheim kehrten war am Abend zurück nach Riquewihr.
In einer Brasserie, gleich um die Ecke, fanden wir einen schönen Platz um den Abend ausklingen zu lassen.
29.07.2008
Gegen 09:00 Uhr frühstückten wir. Neben dem üblichen gab es hier u.a. auch Kochschinken, war mal eine Abwechslung.
Danach ging es erst zum Shoppen rund um Colmar. Anschließende fuhren wir auf die
„Ht Koenigsbourg“. Mit einwenig Glück fanden wir auch einen Parkplatz.
Die Burganlage, die ab 1900 wieder Stück für Stück neu aufgebaut wurde, war schon recht sehenswert.
Unser Ziel war es anschließend ein Weingut aufzusuchen, wo wir u.a. guten Wein bekommen.
Wir hatten die Idee unseren Omas und Opas bei einer Weinverkostung mit französischem Käse von unserer Frankreichreise zu berichten. Nach einigen versuchen, brachte uns unsere Nase zu dem Weingut Jean Becker in Riquewihr. Martine Becker, die u.a. 7 Sprachen spricht, erzählten wir von unserem Vorhaben. Sie war gleich begeistert von unserer Idee und gab uns neben leckerem Wein auch super Tipps mit auf den Weg.
Den letzten Abend in Frankreich verbrachten wir in einem kleinen Restaurant in Riquewihr.
30.07.2008
Früh hieß es Koffer packen und nach dem Frühstück musste noch das Auto beladen werden.
Gut das unserer Sharan so einen großen Kofferraum hatte. Auf unserer Rundreise hatten wir auf jeder Station einwenig Wein aus der Region eingekauft. Na ja, so hatten sich die Karton summiert.
Alles verpackt ging es noch Richtung Houssen in das dortige Shoppingcenter.
Wie Martine Becker uns rat, kauften im Cora- Markt noch Käse ein. Die Damen waren dort so nett, dass sie diesen für uns so gar einschweißten. Somit stand unserem Event zu Hause nichts mehr im Weg.
Bei Verwandten machten wir dann in Groß Rohrheim (bei Biblis/Gernsheim) noch zwei Tage Station.
Die Heimreise erfolgte dann am 01.08.2008. Nach ca. 07:00 Stunden Fahrt und insgesamt ca. 4000 Km erreichten wir sicher und wohlbehalten aber verständlicher Weise geschafft und leicht müde unseren Hof.
Fazit:
Mutigny-Champagne, Paris, Suevres im Loire Tal, Beaune im Burgund und in Riquewihr im Elsass in 10 Tagen
Eine Rundreise in 10 Tagen durch Frankreich ist sicherlich kein Erholungsurlaub, zumal es unsere ersten Frankreichreise war. Das unterstreicht u.a. der zurückgelegte Weg von ca. 4000 Kilometern mit dem PKW und die ungezählten Kilometer zu Fuß bei den Besichtigungstouren und den Shoppingaktionen unserer Töchter.
Wer gut zu Fuß ist und viele Idee hat und jede Menge sehen will, ist bei solch einer individuellen Reise genau richtig aufgehoben.
Wir bereisten die Orte Mutigny-Champagne, Paris, Suevres im Loire Tal, Beaune im Burgund und Riquewihr im Elsass. Das Wetter war uns wohlgesonnen.
Alle Landstriche mit ihren Sehenswürdigkeiten hatten ihren Reiz und beeindruckten nachhaltig.
Die vorgebuchten Hotelzimmer waren immer sauber und ordentlich.
Je nach Art und Zweck des Aufenthaltes waren die Unterkünfte für uns genau passend ausgewählt. Dank an das Team für das gute Händchen bei der Vorauswahl.
Von unserem Besichtigungsvorhaben haben wir nur ein viertel gesehen. Also nicht so viel einplanen, der Tag hat bekanntlich nur 24 Stunden.
Feststellen mussten wir, dass Frankreich auch ein sehr kostenintensives Urlaubsland ist. Paris tut sich da nicht nur mit seinem chaotischen Verkehr hervor.
Wir bevorzugten eine Mischung von Selbstversorgung (Käse, Wurst, Wein vom Bauern) und dem abendlichen Essen gehen.
Die Straßen sind in einem guten Zustand und nicht übervoll.
Anzumerken, wir standen auf der gesamten Reise nie im Stau!!
Für die Benutzung von Mautautobahnen muss man so ca. 50 Euro extra einplanen. Hier ist entspanntes fahren garantiert.
Die Spritpreise lagen bei Diesel zwischen 1,34 -1,37 €. Auf den Autobahnen bei ca. 1,58 €.
Tipp: Tankstellen an Supermärkten oder Einkaufcentern nutzen.
Die Menschen waren trotz unserer bescheidenen Französischkenntnisse durchweg freundlich.
Hervorzuheben wäre hier Madam Plékhoff.
Mit ein wenig English und Französisch, untermauert mit Charme und Witz kommt man gut durch Frankreich.
Wir Danken dem Reiseteam von Umfulana insbesondere Frau Iris Janisch für die Planung unserer
Frankreichreise und wünschen für die Zukunft immer ein glückliches Händchen und zufriedene Kunden.
Familie Tomczik
Deutschland