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| Tintagel: König Arthurs Burg |
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Nordwestlich vom Bodmin Moor liegt Tintagel, wo angeblich die Burg des sagenhaften Königs Arthur stand. Heute finden sich dort nur noch wenige Mauerreste. Aber die Sage spiegelt viel vom Zauber der Landschaft wieder. Tatsächlich gab es im 6. Jahrhundert n. Chr. einen bretonischen Heerführer, der sich den vordringenden Angelsachsen entgegenstellte und sie in einer Schlacht besiegte. Der Rest ist Legende aus der Feder eines Mönches, der im 12. Jahrhundert Ereignisse aus dem Leben König Arthurs niederschrieb. Demnach wird er vom Zauberer Merlin erzogen, besteigt mit 15 Jahren den Thron und heiratet eine Römerin. Er unterwirft ganz Britannien, zieht aber dann mit seinem Heer gen Rom. Währenddessen macht sein Neffe zu Hause einen Aufstand gegen ihn, entführt seine Frau und reißt die Herrschaft an sich. Arthur kehrt zurück, erschlägt seinen Neffen und wird dann tödlich verwundet. Doch er stirbt nicht, sondern wird auf die geheimnisvolle Insel Avalonia entrückt. Sein sagenhaftes Schwert Excalibur verschwindet in einem See. Die Legende hat eine große Wirkungsgeschichte entfaltet. Die Parzival-Sage nimmt Teile auf, ebenso wie die Geschichte von Prinz Eisenherz. Auch die von Wagner vertonte Sage von Tristan und Isolde ist mit der König-Arthus-Legende verwoben. Die jüngste Bearbeitung des Stoffes stammt von Marion Zimmer Bradley, "Die Nebel von Avalon".
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