Norbert Bons | Südafrika
Oktober 2008
Wir sind zu zweit in 22 Tagen von Johannesburg nach Kapstadt gefahren (insgesamt ca. 5200 KM). Dies war unsere erste, aber hoffentlich nicht die letzte Reise nach Südafrika.
Es fällt sehr schwer, die Eindrücke aus den gut drei Wochen zusammenzufassen, zu umfassend waren die Erlebnisse.
Wir haben wohl noch keinen Urlaub verbracht, der so unglaublich „Eindrucks-voll“ war. Die Reise war extrem abwechlungsreich und interessant. Sicher kein Urlaub zum reinen Ausspannen, aber das war uns natürlich im Vorfeld klar.
Besonderes hervorheben möchten wir die fast durchgängig hervorragende Unterkünfte und die zumeist herzlichen Gastgeber. Teilweise hatten wir eher das Gefühl, bei Freunden zu übernachten als eine vorgebuchte Tour zu bereisen. Begeistert waren wir auch vom Essen, mit einer Ausnahme (eine Pizzeria in Clarens) waren wir immer sehr zufrieden. Die Organisation war perfekt, alles hat reibungslos geklappt. Insgesamt sind wir wirklich begeistert, unsere Erwartungen wurde noch übertroffen.
Ein kleine Auswahl der Höhepunkte:
- Luxoriöse Unterbringung in der Safari Lodge im Sabi Sands Reservat, Tierbeobachtungen von der Terasse aus. Tolle Game Drives, unglaublich viele Tiere gesehen (natürlich auch die Big Five)
- Im B&B am Crocodile River konnten wir von der Terrasse aus den Angriff einer Gruppe Löwen auf einen Büffel beobachten (der Büffel konnte sich in den Fluß retten)
- In der Lodge im Zululand Reserve (nur zwei andere Gäste anwesend) Ausflug mit Rangerin zu frei lebendem Elefantenpärchen (Dank an Sandy!). Den Bullen „Rambo“ konnten wir dann hautnah kennen lernen und auch füttern. Frühstück mit toller Aussicht, Abendessen zu viert am offenen Lagerfeuer.
- Wunderbare, persönliche Unterbringung und tolles Essen bei Quanta im Morgentau
- Ausflug mit Vic Schütte, Besuch eines Krankenhauses, eines Kraals und einer Zauberin
- Im B&B in Graaff-Reinet durften wir in Honeymoon Suite übernachten. Ausflug zur „Owl Farm“ nach Nieu Bethesda
- Walbeobachtungen in Hermanus (kleiner Abstecher von der geplanten Route) und am Kap
- Wunderbare Dinner (konnten wir an drei Abenden genießen) mit tollem Service im „Palms“ Restaurant in Wilderness
- Kapstadt und Umgebung: Sehr nette Unterbringung bei Mina und Barry, Besuch des Tafelbergs bei idealem Wetter, tolle Restaurants, Rundfahrt mit dem offenen Stadt-Bus, Ausflüge zum Kap und Pinguinen, Shopping an der Waterfront
Noch ein paar allgemeine Hinweise:
Sicherheit:
Wir haben uns nie bedroht oder unsicher gefühlt, allerdings ist das Thema Sicherheit allgegenwärtig. Selbst in kleinen Orten ist die Polizei/Sicherheitspersonal stets präsent, fast überall sind Grundstücke/Häuser mit hohen Zäunen und Alarmanlagen gesichert und teilweise ständig bewacht.
Autofahren:
Der Linksverkehr war kein Problem, aufpassen sollte man aber insbesondere als Fußgänger!
Wir hatten einen fast neuen Hyundai Accent mit Automatik (sinnvoll!), mit dem wir auch recht zufrieden waren. Allerdings reichte der Kofferaum so gerade eben für unsere Koffer/Taschen aus.
Im Zweifelsfall lieber eine Kategorie größer wählen, das lohnt bei den langen Strecken (wir sind ca. 5200 KM gefahren) auch aus Komfortgründen.
Wir haben keinen zusätzlichen Straßenatlas gekauft, die SA Gesamtkarte und die Beschreibungen von Umfulana haben ausgereicht. Allerdings haben wir in Kapstadt ein Navi genutzt.
Teilweise haben wir längere Schotterpiste befahren. Diese sind zwar mit einem normalen PKW machbar, dort hätten wir uns aber eher ein geländetaugliches Fahrzeug gewünscht.
Einige Etappen sind schon recht lang, auf diesen haben wir mitgebrachte Hörspiele gehört.
Malaria:
Wir haben zur Prophylaxe Malarone eingenommen, leider sind dabei Nebenwirkungen aufgetreten (Ausschlag, leichte Übelkeit).
Die Einnahme war vermutlich aber ohnehin überflüssig, da zu dieser Zeit (Oktober) kaum Mücken vorhanden waren. Wir sind in den drei Wochen auch kein einziges Mal gestochen worden.
Fotografieren:
Besitzer einer Spiegelreflex-Kamera sollten beachten, dass auf den Game Drives ein Teleobjektiv zwar sinnvoll, aber häufig schon zu „lang“ ist, da machen Tiere sehr nahe sind (5m und weniger). Daher ist die Mitnahme einer zweiten Kamera ggf. sinnvoll, um dauernde Objektivwechsel zu vermeiden.