Uganda

Regionen – Uganda

  1. Bwindi Impenetrable National Park

    Der Bwindi-Regenwald erstreckt sich über die Flanken des Albert Rifts, dem nördlichsten Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der Park zwischen 1160 und 2607 Höhenmetern steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe. Der Regenwald ist ursprünglich und sehr alt. Die Vegetation im Nationalpark besteht aus dichten Berg- und Regenwäldern mit undurchdringlichem Unterwuchs. Daher erhielt der Waldkomplex auch den Namen Impenetrable Forest. Dieser geschützte Lebensraum ist Heimat für eine große Population von Berggorillas, die fast die Hälfte der Weltpopulation ausmachen. Neben den Gruppenverbänden von Berggorillas leben im Park weitere Primatenarten wie Schimpansen, Guerezas, Anubis-Paviane, Diadem-, Weißnasen- und Vollbartmeerkatzen sowie mehrere nachtaktive Halbaffen.

    Undurchdringliche Heimat der Berggorillas: Bwindi Undurchdringliche Heimat der Berggorillas: Bwindi
  2. Gulu

    Die Haupstadt des gleichnamigen Distriktes ist in den letzten 30 Jahren enorm gewachsen. Während die Einwohnerzahl 1991 40.000 betrug, war sie 2013 mehr alsfünfmal so groß. Das liegt vor allem an dem ständigen Zustrom von Flüchtlingen. In Deutschland ist Gulu durch einen Song der Kölsch-Gruppe BAP bekannt geworden. Noh Gulu (nach Gulu) behandelt die Situation von Kindersoldaten, die von Rebellen zwangsrekrutiert wurden.

    Stadt der Flüchtlinge und Kindersoldaten: Gulu Stadt der Flüchtlinge und Kindersoldaten: Gulu
  3. Hoima

    Die schnell wachsende Stadt im Westen Ugandas hat 40.000 Einwohner und ist das Zentrum des Bunyoro-Stammes.

    Ugandische Provinzstadt: Hoima Ugandische Provinzstadt: Hoima
  4. Kibale Nationalpark

    Der Park im Westen Ugandas beheimatet auf einer Fläche von fast 800 km² eine ungewöhnlich große Artenvielfalt. Insgesamt 13 Primatenarten sind bekannt, die in den ausgedehnten Waldgebieten ihr wichtigstes Rückzugsgebiet haben. Neben den Schimpansen gibt es die schwarz-weißen Mantelaffen, rote Stummelaffen. Eine andere Besonderheit ist das Vorkommen von Waldelefanten. Zwischen dem Queen-Elizabeth-Park und dem Kibale Park gibt es einen Korridor, um den Wildwechsel zu ermöglichen.

  5. Kidepo Valley National Park

    Der Park im äußersten Nordosten Ugandas gehört dank seiner Abgelegenheit zu den am wenigsten besuchten Nationalparks Afrikas. Dabei hat er einiges zu bieten: Auf"knapp 1.500 Quadratkilometern Bergland wächst größtenteils offene Savanne, die von zwei Flusstälern zerschnitten ist. Eines davon hat"der namensgebende Kidepo-Fluss gegraben, der nur in der Regenzeit Wasser führt. Neben Savanne"gibt es kleinere Bergregenwälder und in den Tälern Galeriewälder. Die Tierwelt ist äußerst vielseitig: von den über 80 Säugetierarten sind 28 endemisch.

    Tierreiche Bergsavanne: Kidepo Valley National Park Tierreiche Bergsavanne: Kidepo Valley National Park
  6. Kisoro

    Die Stadt mit 11.000 Einwohnern liegt im Südwesten von Uganda im Dreiländereck von Ruanda, dem Kongo und Uganda. Die Umgebung ist außerordentlich schön: Über ihr thronen die vulkanischen Gipfel der Mufumbiro Berge, die zum Virunga Gebirge gehören und Heimat der Berggorillas sind. Die Stadt selbst ist voll bunter Märkte und zieht seit einigen Jahren zunehmend Touristen an, die zum Vulkanwandern oder Gorillatrekking kommen.

    Traumhafte Umgebung: Kisoro Traumhafte Umgebung: Kisoro
  7. Kitgum

    Die Stadt im äußersten Norden von Uganda hat heute knapp 60.000 Einwohner. Während der 1980iger Jahre war sie ein Hauptschauplatz im Flüchtlingsdrama um den Rebellenkampf der christlich fundamentalistischen Lord's Resistance Army. Touristisch hat die Stadt wenig zu bieten, so dass es nur einfache Hotels gibt.

    Trügerisches Idyll: Flüchtlingscamp bei Kitgum Trügerisches Idyll: Flüchtlingscamp bei Kitgum
  8. Kivusee

    Der zentralafrikanische See an der Grenze zwischen dem Kongo und Uganda ist fünfmal so groß wie der Bodensee und enthält zehnmal so viel Wasser. Einzigartig ist der Kiwusee insofern, als die Wassertemperatur und der Salzgehalt mit zunehmender Tiefe zunimmt. Ursache für dieses Phänomen sind vulkanische Quellen aus dem Untergrund. Hinzu kommt, dass in dieser Region keine großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen zu verzeichnen sind, eine dauerhafte Abkühlung der oberflächennahen Wasserschichten ist nicht möglich; das Absinken kälteren Oberflächenwassers in die Tiefe - und damit ein Wasseraustausch - ist dadurch weitgehend ausgeschlossen.

    Sonnenaufgang über dem Kivu-See Sonnenaufgang über dem Kivu-See
  9. Lake Bunyonyi

    Der See im Hochland an der Grenze zum Kongo gilt als einer der schönsten Afrikas. Er liegt 1.950 Meter über dem Meer, weshalb er einer das ganz wenigen Seen in Afrika ist, in denen man schwimmen kann - ohne Angst vor Bilharziose. 29 Inseln hat der See, von denen einge dicht bewaldet sind, und eine Wasseroberfläche von über 6.100 Hektar. Mit einer Tiefe von bis zu 900 Metern gilt er als zweittiefster See Afrikas.

    Zweittiefster See Afrikas: Lake Bunyonyi Zweittiefster See Afrikas: Lake Bunyonyi
  10. Lake Mutanda

    Der Südwesten von Uganda heißt auch "Little Switzerland" - wegen seiner Berge, der üppig-grünen Vegetation und der Süßwasserseen, unter denen der Lake Matunda wegen seiner Schönheit herausragt. Wanderer, Mountainbiker und Kanufahrer finden hier ideale Bedingungen. In den See ragt eine bewaldete Halbinsel hinein, die ein Paradies für Wasservögel ist: Pelikane und Ibisse sind nicht zu übersehen, aber auch der seltenere Schmalschnabellöffler und der Kronenkranich, das Wappentier Ugandas, sind heimisch.

    Paradies für Wanderer und Kanuten: Lake Matunda Paradies für Wanderer und Kanuten: Lake Matunda
  11. Lake Victoria

    Mit einer Wasseroberfläche von 68.000 km² ist der See in der ostafrikanischen Hochebene der größte Afrikas und etwa so groß wie Bayern oder Irland. Seine Zuflüsse, von denen der Kagera-Nil (Oberlauf des Nils) der bedeutendste ist, liegen im Westen. Im Norden fließt der 1.134 m.ü.M. gelegene See über den Victoria Nil ab, der in den Weißen Nil und schießlich ins Mittelmeer mündet. Weite Strecken seines Ufers, an denen heute über 30 Millionen Menschen leben, werden von Papyrussümpfen gesäumt. An den Rändern des Sees liegen zahlreiche Inseln, von denen Ukerewe Island im Südosten mit 560 km² die größte ist. Neben den dicht besiedelten gibt es noch einige unbewohnte Inseln mit hohem Wildbestand und erstaunlicher Artenvielfalt.
    Als ein ökologisches Desaster gilt die Ansiedlung des bis zu 1,80 m langen Nilbarsches in den 1960iger Jahren, der bis heute die meisten endemischen Buntbarsche ausgerottet hat. Der Fisch wird kommerziell gefangen und als Victoria-Barsch vor allem in die EU exportiert. Ein weiteres Problem ist die Wasserhyazinthe, die ebenfalls nicht natürlich vorkommt, heute aber weite Flächen überwuchert. 2005 wurde der Victoria See vom Global Nature Fund zum bedrohten See des Jahres erklärt.

    So groß wie Bayern: Victoria-See So groß wie Bayern: Victoria-See
  12. Mount Elgon Park

    Mount Elgon ist ein vor drei Millionen Jahren erloschener Vulkan auf der Grenze von Uganda und Kenia. Sein Krater hat einen Durchmesser von fast zwölf Kilometern. Mit einer Höhe von 4.321 Metern ist das Massiv das vierthöchste in Ostafrika, wo es Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs ist. Der Nationalpark rund um den Vulkan ist fast 1.400 Quadratkilometer groß und beheimatet einen vielfältigen Bergwald. In geringeren Höhen halten sich auch Büffel und Elefanten auf, daneben Waldantilopen und Waldaffen, darunter Stummelaffen und Meerkatzen.

    Stürzen vom Mount Elgon herab: Sipifälle Stürzen vom Mount Elgon herab: Sipifälle
  13. Murchison Falls

    Der größte Nationalpark von Uganda umfasst beinah 4.000 Quadratkilometer offenes Grasland und Savanne. Nachdem der Park in den 1980iger Jahren von Wilderern heimgesucht wurde, sind inzwischen wieder große Populationen von Löwen, Leoparden, Nilpferden, Büffeln und Elefanten anzutreffen, daneben zahlreiche Affen- und Antilopenarten. Ein Naturwunder im Park sind die Murchisonfälle im Westen des Parks, wo der Nil durch eine 43 Meter tiefe und sieben Meter breite Schlucht donnert.

    Paradies für Nilpferde: Murchisonfälle Paradies für Nilpferde: Murchisonfälle
  14. Queen Elizabeth Park

    Der Park im Westen Ugandas wurde 1952 gegründet und hat heute eine Größe von fast 2000 km². Im Westen liegt der Virunga Park, der bereits zum Kongo gehört; im Norden erstreckt sich das Ruwenzori-Gebirge. Offene Savanne, Regenwald, dichte Papyrus-Sümpfe und Kraterlandschaften bilden die Grundlage für eine extrem Hohe Pflanzen- und Tiervielfalt.
    Auf dem Kazinga Kanal, der den Lake Edward mit dem Lake George verbindet, kann man mit dem Boot fahren und dabei Flusspferde und Pelikane beobachten. Im Osten der Parks leben Schimpansen und weitere Primatenarten.

    Elefantenherde: im Queen Elizabeth Park Elefantenherde: im Queen Elizabeth Park
  15. Victoriasee

    Mit einer Wasseroberfläche von 68.000 km² ist der See in der ostafrikanischen Hochebene der größte Afrikas und etwa so groß wie Bayern oder Irland. Seine Zuflüsse, von denen der Kagera-Nil (Oberlauf des Nils) der bedeutendste ist, liegen im Westen. Im Norden fließt der 1.134 m.ü.M. gelegene See über den Victoria Nil ab, der in den Weißen Nil und schießlich ins Mittelmeer mündet. Weite Strecken seines Ufers, an denen heute über 30 Millionen Menschen leben, werden von Papyrussümpfen gesäumt. An den Rändern des Sees liegen zahlreiche Inseln, von denen Ukerewe Island im Südosten mit 560 km² die größte ist. Neben den dicht besiedelten gibt es noch einige unbewohnte Inseln mit hohem Wildbestand und erstaunlicher Artenvielfalt.
    Als ein ökologisches Desaster gilt die Ansiedlung des bis zu 1,80 m langen Nilbarsches in den 1960iger Jahren, der bis heute die meisten endemischen Buntbarsche ausgerottet hat. Der Fisch wird kommerziell gefangen und als Victoria-Barsch vor allem in die EU exportiert. Ein weiteres Problem ist die Wasserhyazinthe, die ebenfalls nicht natürlich vorkommt, heute aber weite Flächen überwuchert. 2005 wurde der Victoria See vom Global Nature Fund zum bedrohten See des Jahres erklärt.Als ein ökologisches Desaster gilt die Ansiedlung des Nilbarsches in den 1960iger Jahren, der bis heute die meisten endemischen Buntbarsche ausgerottet hat. Der Fisch wird kommerziell gefangen und als Victoria-Barsch vor allem in die EU exportiert. Ein weiteres Problem ist die Wasserhyazinthe, die ebenfalls nicht natürlich vorkommt, heute aber weite Flächen überwuchert. 2005 wurde der Victoria See vom Global Nature Fund zum bedrohten See des Jahres erklärt.Der Serengeti-Nationalpark ist einer der bekanntesten Nationalparks der Erde und seit 1981 Weltnaturerbe der UNESCO. Im Park leben mehr als 1,6 Millionen Pflanzenfresser und Tausende von Raubtieren. Charakteristisch für die Serengeti sind die gewaltigen Herden von Gazellen, Gnus und Zebras, die seit Jahrtausenden in Abhängigkeit von Regen und Trockenheit durch die Savanne migrieren und dabei Jahr für Jahr tausende von Kilometern zurücklegen.

    So groß wie Bayern: Victoria-See So groß wie Bayern: Victoria-See
  16. Viktoriasee

    Mit einer Wasseroberfläche von 68.000 km² ist der See in der ostafrikanischen Hochebene der größte Afrikas und etwa so groß wie Bayern oder Irland. Seine Zuflüsse, von denen der Kagera-Nil (Oberlauf des Nils) der bedeutendste ist, liegen im Westen. Im Norden fließt der 1.134 m.ü.M. gelegene See über den Victoria Nil ab, der in den Weißen Nil und schießlich ins Mittelmeer mündet. Weite Strecken seines Ufers, an denen heute über 30 Millionen Menschen leben, werden von Papyrussümpfen gesäumt. An den Rändern des Sees liegen zahlreiche Inseln, von denen Ukerewe Island im Südosten mit 560 km² die größte ist. Neben den dicht besiedelten gibt es noch einige unbewohnte Inseln mit hohem Wildbestand und erstaunlicher Artenvielfalt.
    Als ein ökologisches Desaster gilt die Ansiedlung des bis zu 1,80 m langen Nilbarsches in den 1960iger Jahren, der bis heute die meisten endemischen Buntbarsche ausgerottet hat. Der Fisch wird kommerziell gefangen und als Victoria-Barsch vor allem in die EU exportiert. Ein weiteres Problem ist die Wasserhyazinthe, die ebenfalls nicht natürlich vorkommt, heute aber weite Flächen überwuchert. 2005 wurde der Victoria See vom Global Nature Fund zum bedrohten See des Jahres erklärt.

    So groß wie Bayern: Victoria-See So groß wie Bayern: Victoria-See
  17. Volcanoes und Virunga National Park

    Die beiden Parks gehen auf den Albert Nationalpark zurück, der 1925 gegründet wurde und als ältester in Afrika gilt. Nach der Unabhängigkeit von Ruanda und dem Kongo wurde der ursprüngliche Park östlich der Zentralafrikanischen Schwelle aufgeteilt; heute sind die Zäune jedoch abgerissen, sodass die Tiere frei umherziehen können. Bekannt ist der Park als Heimat der sehr seltenen Berggorillas. Trotz des Bürgerkrieges und der Flüchtlingswellen blieb die Population seit 1994 weitgehend stabil. Neben den Berggorillas finden sich aber noch weitere seltene Tierarten im Park: 1901 wurde hier das erste Okapi entdeckt, ein der Giraffe verwandter Paarhufer, das  2008 zum ersten Mal fotografiert werden konnte. Des Weiteren gibt es noch Waldelefanten, Giraffen, verschiedene Büffel sowie mehrere endemische Vogelarten.

    Berggorillas im Volcanoes National Park Berggorillas im Volcanoes National Park
  18. Weißer Nil

    Die 100.000-Einwohner-Stadt Jinja liegt am nördlichen Ufer des Viktoriasees an der Stelle, wo der weiße Nil aus dem See austritt. Der Weiße Nil wird meistens als eigentlicher Nil angesehen. Er vereinigt sich in Karthum mit dem kleinen Bruder, dem Blauen Nil, zum längsten Fluss der Erde, der ganz Ostafrika entwässert und bei Alexandria ins Mittelmeer mündet

    Wo der Nil aus dem Viktoriasee austritt: Jinja Wo der Nil aus dem Viktoriasee austritt: Jinja