Steckborn: Ostschweizer Riegelhäuser und eine Burg - Alpen

Steckborn

Am Untersee: Burg Steckborn

Am Untersee: Burg Steckborn

Ostschweizer Riegelhäuser und eine Burg

Malerische Riegelhäuser prägen die Straßenszenen des uralten Städtchens. Vom Hafen, den man durch einen versteckten Torbogen erreicht, hat man einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Halbinsel Höri, nach Radolfzell und auf das Wahrzeichen von Steckborn, die Burg. Der wuchtige Turmhof ist durch seine Lage direkt am Seeufer und seine vielen Hauben und Turmspitzen eines der beliebtesten Postkartenmotive am Untersee und beherbergt ein besuchenswertes Heimatmuseum. Steckborn ist auch Heimat des weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt gewordenen Nähmaschinenherstellers Bernina, in dessen Produktionshallen ein Museum eingerichtet ist.



Sehenswürdigkeiten Steckborn

Ermatingen

Kleinod am Untersee

Das ehemalige Fischerdorf liegt auf einer Landzunge im Untersee gegenüber der Insel Reichenau. Bekannte Villen und Schlösser sowie das Napoleonmuseum mit seiner Parkanlage laden zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Im Sommer lockt der See zum Baden; das schöne Seebad steht jedermann offen. Etwas Besonderes ist die Paritätische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die seit vielen Hundert Jahren von Protestanten und Katholiken gleichermaßen genutzt wird.

Gailingen

Erholungsort zwischen Rhein und Rauhenberg

Auf der Nordseite des Hochrheins liegt der zu Deutschland gehörende Erholungsort Gailingen am Fuß des bewaldeten Rauhenbergs. Die historische Holzbrücke über den Rhein, die auch das Wahrzeichen des Ortes ist, führt auf die Schweizer Seite. Für ein Picknick eignet sich der Rheinuferpark. Empfehlenswert ist auch ein Besuch im Jüdischen Museum, das über jüdische Kultur und Geschichte am Bodensee und am Hochrhein informiert.

Aachtopf

Größte Quelle Deutschlands

Der Aachtopf gilt als die wasserreichste Quelle Deutschlands. Sie bildet den Fluss Aach, der bei Radolfzell in den Bodensee mündet. Das Quellwasser, das dort an die Oberfläche dringt, stammt aus der Donau, die 12 Kilometer entfernt teilweise versickert, unterirdisch weiterfließt und dabei sogar die europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer unterquert. Unterhalb des Aachtopfes gibt es eine Höhle, die seit 1980 erforscht wurde. Dabei gab es 2017 einen sensationellen Fund: ein weitgehend pigmentlosen und blinden Höhlenfisch, der bisher der einzig bekannte seiner Art in Europa ist.

Altstadt von Winterthur

Größte Fußgängerzone der Schweiz

Die Altstadt von Winterthur ist die grösste zusammenhängende Fussgängerzone der Schweiz. Die Häuser, Gassen und Brunnen stammen aus dem Barock, die Stadtkirche mit ihren Zwillingstürmen ist gotisch und das prächtige Stadthaus ein Meisterwerk des Architekten Semper. Darüber hinaus ist Winterthur berümt für seine Kunstszene. Mit dem Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten und dem Kunstmuseum besitzt es zwei Kunstsammlung von Weltgeltung.

Blumeninsel Mainau

Prachtvolle Gärten im Bodensee

Wegen ihrer prachtvollen Gärten und Parks wird die 45 Hektar große Insel bei Konstanz auch „Blumeninsel“ genannt. Dazu trägt das günstige Klima bei, in dem sogar Palmen und andere tropischen Gewächse gedeihen. Im März wird die Blumensaison mit einer Orchideenschau eröffnet. Danach blühen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. Sie werden abgelöst von Rhododendren und Azaleen. Sommer ist Rosenzeit und im Herbst entwickeln die Dahlien ihre Pracht. Im ganzjährig geöffneten Schmetterlingshaus kann man bei 26 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit durch eine exotische Vegetation mit rauschenden Wasserfällen lustwandeln.

Nähere Informationen:
www.mainau.de

Donauversickerung

Wo die Donau im Erdboden verschwindet

Zwischen Immendingen und Möhringen versickert ein Teil des Donauwassers im Boden. Unterhalb der Versickerungsstellen führt die Donau merklich weniger Wasser, an manchen Tagen ist das Flussbett sogar völlig leer. Unterirdisch fließt das Wasser weiter durch löchriges Karstgestein und tritt erst 12 Kilometer südlich im Aachtopf wieder ans Tageslicht. Wie sich die Versickerung zukünftig entwickelt, ist unter Geologen umstritten. Jährlich werden 7000 Tonnen Kalk ausgespült, so dass die Kanäle immer weiter werden.. Einige Geologen rechnen damit, dass die Obere Donau völlig austrocknet. Andrere rechnen mit unterirdischen Zusammenstürzen, die das Versickern eher behindern könnten.

Hohentwiel

Aussicht vom Bodensee bis zu den Schweizer Alpen

Hoch über den Bodensee erhebt sich der Hausberg von Singen, der von einer Ruine gekrönt wird. Der 693 Meter hohe Hohentwiel bietet großartige Aussicht: Von der eindrucksvollen Festung schweift der Blick vom Bodensee über die sanften Hügel des Hegaus bis zur Gipfelkette der Schweizer Alpen. Seit 9.000 Jahren siedeln Menschen an den Hängen des vulkanischen Bergs. Bauern aus der Jungsteinzeit, Künstler aus der Bronzezeit und die Kelten haben ihre Spuren hinterlassen. Ein etwa einstündiger Spazierweg führt aus der Innenstadt von Singen zum Gipfel.

Kloster Rheinau

Märchenkirche auf einer Rheininsel

Die ehemalige Benediktinerabtei liegt märchenhaft schön auf einer Rheininsel in der Schweizer Gemeinde Rheinau. Sie wurde etwa 778 gegründet und 1862 aufgehoben. Von 1867 bis 2000 war in den Klostergebäuden eine psychiatrische Klinik untergebracht. Heute wird das frühere Klostergebäude durch die Spirituelle Weggemeinschaft genutzt. Die barocke Klosterkirche ist ein Meisterwerk des Vorarlberger Baumeisters Franz Beer. Im Sommer finden die Rheinauer Konzerte statt.

Nähere Informationen:
www.rheinauerkonzerte.ch

Mauenheim

Bioenergiedorf an ehemaligem Vulkan

Gut fünf Kilometer südlich der Donau liegt Mauenheim, das sich stolz Bioenergiedorf nennt, da es sich vollständig aus erneuerbarer Energie versorgen kann. Den Anfang machten zwei Bauern mit einer Biogasanlage. Heute gibt es ein ausgetüfteltes System, das auch im Winter genug Wärme liefert. Man kann den Besuch mit einem Spaziergang über den Höwenegg verbinden. Der nördlichste der Hegau-Vulkane war vor sieben Millionen Jahren aktiv und ist reich an Fossilien.

Zur Website:
www.bioenergiedorf-mauenheim.de.

Meersburg

Von Fischsiedlung zur Bischofsresidenz

Am Übergang zwischen Obersee und Überlinger See liegt das Städtchen zwischen Wäldern und Weinbergen. Seine Blütezeit erlebte die ehemalige Fischersiedlung als Residenz der Bischöfe von Konstanz zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert, in der das heutige Stadtbild geprägt wurde. Auch das Neue Schloss östlich des Schlossplatzes wurde für die Bischöfe errichtet. Heute beherbergt der eindrucksvolle Bau von Balthasar Neumann das Dornier-Museum. Über der Stadt erhebt sich die Meersburg. Sie gilt als ältestes Schloss Deutschlands, das durchgehend bewohnt wurde. Die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff verbrachte hier ihre letzten Lebensjahre.

Zur Website:
www.meersburg.de

Mettnau

Naturschutzgebiet auf einer Halbinsel

Die Halbinsel auf dem Stadtgebiet von Radolfzell ragt 3,5 Kilometer in den Untersee hinein. Sie wurde bereits 1926 unter Naturschutz gestellt, nachdem sich in einem zufällig aufgeschütteten Damm ein See gebildet hatte. Sein gleichbleibender Wasserspiegel bietet ideale Brutbedingungen für seltene Wasservögel. Im vorderen Bereich von Mettnau kann man kuren und kneippen, baden oder Sport treiben.

Museum Haus Dix

Atelier und Wohnhaus des Expressionisten

Bald nach der Machtübernahme der Nazis 1933 galt Otto Dix als „entarteter Künstler“und verlor seinen Lehrstuhl in Dresden. Seiner Frau Martha war es dank eine Erbschaft möglich, ein Grundstück am Untersee in Hemmenhofen mit Blick auf die Schweizer Seite zu erwerben. Die Familie ließ ein großzügiges Haus mit fast 400 Quadratmetern Grundfläche errichten, in dem Otto Dix zeitlebens wohnte und arbeitete. Heute sind das Haus und der Garten ein Museum mit einer der bedeutendsten Dix-Sammlungen weltweit.

Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Leben vor 6.000 Jahren am Bodensee

Das Freilichtmuseum mit 23 rekonstruierten Häusern aus der Steinzeit liegt direkt am Bodensee. In den nachgebauten Pfahlbauten am Rande eines Naturschutzgebietes wird die Geschichte der frühen Bauern und Händler im Voralpenland in sechs Dörfern gezeigt. Auf Stegen gelangt man in die Welt der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Bei einem Rundgang erfährt man viel über den Alltag vor 3000 bis 6000 Jahren. Wie wurde Feuer gemacht oder Mehl gemahlen? Anfassen ist nicht verboten, sondern erwünscht.

Nähere Informationen:
www.pfahlbauten.com

Radolfzell

Malerische Altstadt am Untersee

Der Gründer und Namensgeber der Stadt, Bischof Radoldus von Verona, muss ein geschäftstüchtiger Mann gewesen sein. Gegen hohe Summen erwarb er in Venedig Reliquien des Heiligen Markus, die er an einem gut zugänglichen Ort nördlich der Alpen ausstellen wollte. Die fromme Investition rechnete sich: Bald kamen etliche Pilger, um vor den Gebeinen Vergebung der Sünden zu erlangen. Das neu gegründete „Cella Ratoldi“ am Untersee florierte und erhielt bald das Stadtrecht. Der Grundstein für die malerische Altstadt wurde gelegt. Mittelpunkt von Radolfzell ist der Markt mit dem Ratoldusbrunnen. Beherrscht wird der Platz vom spätgotischen Münster.

Reichenau

Weltkulturerbe im Bodensee

Eine lange Pappelallee verbindet die Insel mit dem Festland und erlaubt einen Blick auf das Schweizer Ufer und den Gnadensee. Rechts und links der Straße erstreckt sich das Wollmatinger Ried, das größte Naturschutzgebiet auf der deutschen Seite des Bodensees. Am Ende der Allee grüßt Wanderbischoff Pirmin, der hier 724 ein bedeutendes Benediktinerkloster gründete und an die Kirchengeschichte erinnert. Nachdem man den Bruckgraben überquert hat, ist man schließlich auf der Insel, die mit über vier Quadratkilometern die größte im Bodensee ist.

Rheinfall

Wasserreichster Wasserfall Europas

Der Rheinfall von Schaffhausen ist mit 23 Metern zwar bei weitem nicht der höchste, aber der wasserreichste Wasserfall Europas. Über eine Breite von 150 Metern stürzen durchschnittlich knapp 400 Kubikmeter Wasser hinab. Er ist erst vor 15.000 Jahren entstanden, als der Rhein während der letzten Eiszeit mehrmals seinen Lauf veränderte. Auf ausgebauten Wegen erreicht man auf beiden Rheinseiten Aussichtsplattformen. Am Rheinfallbecken in Neuhausen am Rheinfall liegt das Schlösschen Wörth. Von hier aus kann man mit Ausflugsbooten dicht an den Rheinfall heranfahren und sich auch am mittleren Felsen absetzen lassen.

Zeppelin Museum

Geschichte der Luftgiganten

Friedrichhafen war der Ort, wo Graf Zeppelin Anfang des 20. Jahrhundert mit Luftschiffen experimentierte und eine Firma gründete. Das multimediale Museum auf dem ehemaligen Firmengelände enthält die weltgrößte Sammlung zur Geschichte und Technik der Luftschifffahrt – von den ersten Ballons bis zu den Giganten der Lüfte. Glanzstück der Ausstellung ist die begehbare originalgetreue Rekonstruktion der LZ 129 „Hindenburg“. Der „Luxusliner der Lüfte“ explodierte schon nach seinem Jungfernflug 1937 über den Atlantik in New Jersey.

Nähere Informationen:
www.zeppelin-museum.de

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