Wien

Wahrzeichen von Wien: Stephansdom

Wahrzeichen von Wien: Stephansdom

Nostalgische Weltstadt mit kaiserlicher Vergangenheit

Die Stadt an der Kreuzung der Verkehrswege von der Ostsee zur Adria und von Süddeutschland in die ungarische Tiefebene ist mehr als nur die Hauptstadt des kleinen Österreich. Über Jahrhunderte war sie das Machtzentrum für das südöstliche Europa, was sich im Stadtbild des 1. Bezirks, der ehemaligen Herzogsstadt mit Hofburg und Staatsoper, widerspiegelt. Seit dem Mittelalter ist Wien Sitz der Habsburger, die bis 1806 die deutschen Kaiser und bis 1918 die Monarchen für Österreich-Ungarn gestellt haben. Heute ist die Hauptstadt des ehemaligen Vielvölkerstaats eine zugleich kosmopolitische und nostalgische Weltstadt. Sie ist immer noch das Mekka der klassischen Musik, hat die weltweit größte Musikhochschule, die berühmtesten Konzertsäle mit ungezählten Musikveranstaltungen.



Sehenswürdigkeiten Wien


Beethoven-Gedenkstätten

Auf den Spuren eines unruhigen Genies

Der Bonner Komponist muss ein unruhiger Geist gewesen sein. In seiner Wiener Zeit von 1792 bis zu seinem Tod 1827 wechselte er etwa 60 Mal seine Wohnung. Beethoven-Stätten gibt es entsprechend viele in Wien. Als die bedeutendsten gelten das Eroica-Haus in der Döblinger Hauptstraße 92, wo er 1803 seine Dritte Symphonie komponierte und das Testament-Haus in der Probusgasse 6. Dort erfuhr er, dass es taub werden würde, komponierte abgründige Sonaten und verfasste 1802 seinen letzten Willen. Zu Beethovens Grab auf dem Zentralfriedhof pilgern Bewunderer aus aller Welt.


Hofburg

Residenz der Habsburger

Über sechs Jahrhunderte, vom 13. Jahrhunderhundert bis 1918 war die Wiener Hofburg die Residenz der Habsburger. Mit dem Aufstieg des Adelsgeschlechts vom kleinen Landadel zur führenden Dynastie Europas ist die Hofburg mitgewachsen. Am Anfang stand eine kleine Burg. Zum Schluss verfügte sie über 2.500 Räume. Daneben gibt es die Winterreitschule, in der die Lipizzaner trainieren, die Nationalbibliothek mit einem kuppelgekrönten Prunksaal, das Kunsthistorische Museum und der Sitz des Bundespräsidenten. Ein großer Teil der Hofburg ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Zur Website:
www.hofburg-wien.at


Hundertwasserhaus

Kommunaler Wohnungsbau als Gesamtkunstwerk

Die kommunale Wohnanlage an der Kegelgasse 34-38 wurde von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen. Dabei setzte er sich über sämtliche Bauvorschriften der Stadt Wien hinweg. Nach vielen Konflikten mit der Baubehörde wurde auf Anweisung des österreichischen Bundeskanzlers Ende der 1970ger Jahre eine Ausnahmegenehmigung erteilt, die den Verzicht auf Symmetrie und Rechtwinkeligkeit ermöglichte. Ergebnis ist ein international bestauntes Gesamtkunstwerk. Auf den Dächern wachsen Bäume, aus Balkonen wuchert das Grün und die Wände und Böden sind krumm schief und kunterbunt. 


Prater

Auenwälder, Geisterbahnen und ein Riesenrad

Der Wiener Prater im Bezirk Leopoldstadt ist mehr als ein Vergnügungsplatz. Das sechs Quadratkilometer große Areal umfast ursprüngliche Auenlandschaften zwischen der Donau und dem Donaukanal. sowie eine weitläufige Parklandschaft. Der Vergnügungspark im engeren Sinn ist der Wurstelprater im Nordwesten. Hier mischen sich nostalgische Fahrgeschäfte, altmodische Geisterbahnen und Schießbuden mit modernen Spielsalons und Unterhaltungselektronik. Wahrzeichen des Parks ist das Riesenrad von 1896, das sich in zehn Minuten einmal dreht. Oben auf der 67 Meter hohen Eisenkonstruktion hat man einen wunderbaren Blick über den Prater und Wien.


Ringstraße

Prachtboulevard der Extraklasse

1857 wurden auf Befehl von Kaiser Franz die alten Festungsanlagen geschliffen. An ihrer Stelle entstand ein Prachtboulevard rings um das historische Wien, der an beiden Enden an der Donau mündet. Die fast 5 Kilometer lange Straße wird von öffentlichen und privaten Bauten gesäumt, die sich an Prunk, Pomp und Pathos gegenseitig zu übertreffen suchen. Dabei imitieren die Gebäude frühere Stilepochen, angefangen von der griechischen Antike über die gotischen Kathedralen bis hin zur Renaissance. 1865 wurde die Ringstraße eingeweiht. Sie gilt heute als ein Gesamtkunstwerk, welches einzigartig auf der Welt ist.


Sigmund-Freud-Museum

Wo die Psychoanalyse erfunden wurde

Das Museum befindet sich in der Berggasse 19, wo Sigmund Freud 47 Jahre gelebt und gearbeitet hat. In seinem Arbeitszimmer hat der den Großteil seiner Schriften verfasst, die aus der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken sind. Als die Familie 1891 einzog, war das Wohnhaus ein Neubau. Nach der Machtübergabe an die Nazis 1939 musste der schwer krebskranke Begründer der Psychoanalyse nach London emigrieren. Originalstücke aus Freuds Besitz sind im Museum ebenso zu sehen wie das Wartezimmer der Praxis und einige Stücke aus Freuds umfangreicher Sammlung antiker Kunstwerke, hauptsächlich kleine Statuen. Der Großteil der früheren Einrichtung mit der berühmten Couch befindet sich allerdings im heutigen Freud Museum in London, wo Anna Freud bis zu ihrem Tod 1982 wohnte.

Zur Website:
www.freud-museum.at

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Alpen Rundreisen anzeigen
Nach Oben