Kakadu Nationalpark

Faszinierende Tierwelt: Kragenechse im Kakadu National Park

Faszinierende Tierwelt: Kragenechse im Kakadu National Park

Faszinierende Felsmalereien in dramatischer Landschaft

Der Name von Australiens größtem Nationalpark hat nichts mit dem bunten Vogel gemeinsam. Das Wort weist auf einen Stamm der Ureinwohner hin, die Gagudju. Sie bewohnen und besitzen das Gebiet 170 Kilometer östlich von Darwin und haben ihr Land an die Regierung verpachtet. 

Der 20.000 Quadratkilometer große Park im Northern Territory umfasst großartige und vielfältige Landschaften: die von den Gezeiten geprägten Mangrovensümpfen, tropische Wälder am South Alligator River, Grasebenen und Savanne auf dem Hochplateau, über dessen wild-raue Abbruchkante spektakuläre Wasserfälle in die Tiefe stürzen. 

Der Park enthält eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen an Felsmalereien der Welt – ein Hinweis darauf, wie lange die Verbindung der Ureinwohner mit diesem Gebiet währt.  Wegen seines herausragenden natürlichen und kulturellen Werts wurde er in die Liste der UNESCO als Natur- und Kulturerbe aufgenommen. 



Sehenswürdigkeiten Kakadu Nationalpark


Jim Jim Falls

Baden unterhalb der spektakulären Wasserfälle

80 km südlich von Jabiru stürzt der Jim Jin Creek, ein Nebenfluss des South Alligator Rivers,  über spektakuläre Wasserfälle 200 Meter in die Tiefe. Die Abbruchkante zieht sich über 500 Kilometer entlang der östlichen Grenze des Parks. Während der Trockenzeit ist der Wasserfall ausgetrocknet. In den Becken unterhalb der Fälle steht aber meist noch Wasser.Die Park-Ranger kontrollieren das Becken dann auf eingeschlossene Krokodile und entfernen sie, so dass gefahrlos gebadet werden kann. Dies gilt jedoch nicht für den Creek, in diesem leben auch während der Trockenzeit Krokodile. Zu erreichen ist er über eine Nebenstraße, 60 km vom Kakadu Highway aus, die nur mit Allrad-Fahrzeugen zu befahren werden. Vom Parkplatz aus führt ein Wanderweg durch den Jim Jim Creek bis zum Fallbecken. 


Pine Creek

Epizentrum eines fanatischen Goldrausches

Der Ort war bis zur Jahrtausendwende einer der Hauptorte der Minenindustrie im nördlichen Australien. Die Spuren der langen Geschichte sind heute noch bei einem Rundgang zu besichtigen. 1871 wurde Pine Creek das Epizentrum eines fanatischen Goldrausches. Um 1880 lebten über 2.000 chinesische Minenarbeiter hier. Im Zweiten Weltkrieg war Pine Creek ein bedeutender Armeestandort und nach dem Krieg wurden auch die Minen wieder geöffnet. Mineralien wie Uran, Eisenerz, Silber, Blei und Zink wurden gefunden und über 500 Bergleute lebten und arbeiteten in der Stadt. Die alten Bahngebäude in der Miller Terrace sind heute ein kleines Museum, nebenan befindet sich eine Mango Winery und in der Nähe ist der öffentliche Miners Park, in dem einige rostige Relikte aus vergangenen Goldgräberzeiten ausgestellt sind. Der Pine Creek Discovery Trail führt zum National Trust Museum oder über eine steile kleine Straße zum Miners Lookout hoch über der Stadt.


Ubirr

5.000 prähistorische Sandsteingemälde auf engstem Raum

An keinem anderen Ort der Welt existieren so viele Felszeichnungen auf so engem Raum wie in Ubirr. Die meisten der 5000 Sandsteingemälde entstanden vor 1500 Jahren. Die Figuren erzählen Geschichten von der Jagd, wie hier vom Fischen mit dem Speer. Die längste Galerie liest sich wie eine illustrierte Speisekarte: Von den Fischen und Schildkröten sind nicht nur einfach die Umrisse, sondern auch die leckeren Innereien besonders detailreich dargestellt. Eine zweite Periode, die hier zu sehen ist, zeigt Jagdszenen und Begegnungen mit „Weißen Jägern“. Mehrere Meter über dem Boden befindet sich eine Zeichnung eines Beutelwolfes. Er ist heute ausgestorben und  das größte fleischfressende Beuteltier der Neuzeit. Ein Wanderweg führt zu den Felszeichnungen.




Reisebeispiele Kakadu Nationalpark

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