Shark Bay

Monkey Mia: Fütterung freilebender Delphine

Monkey Mia: Fütterung freilebender Delphine © Andrea Izzotti / Shutterstock.com

Delfine, Schildkröten und Seekühe in einer World Heritage Area

Shark Bay Marine Park war die erste Region in Westaustralien, die 1992 von der UNESCO als „World Heritage Area“ ausgewiesen wurde. In einer Bucht mit Namen Hamlin Pool befinden sich eher unspektakulär aussehende Kalkablagerungen, sogenannte Stromatolithen, die als die ältesten fossilen Lebewesen der Erde gelten. Weitaus bekannter ist Shark Bay durch die Delfine von Monkey Mia. Monkey Mia gehört zu den wenigen Strände der Erde, die von freilebenden Delfinen besucht werden. 1964 begann Alice „Nin“ Watts die vorbeiziehenden „Bottlenose-Dolphins“ zu füttern. Seitdem kommen die Tiere fast täglich an den Strand und suchen den Kontakt zu den Menschen. Meistens werden die Delfine, die oft ganz nah an die im knietiefen Wasser stehenden Zuschauer heranschwimmen, zwei Mal morgens unter der Aufsicht mehrerer Nationalparkhüter mit ein paar Fischen gefüttert. Neben Delfinen sind im türkisfarbenen Meer von Shark Bay auch noch Meeresschildkröten, Seekühe und Mantarochen zu Hause.



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Sehenswürdigkeiten Shark Bay

Blue Lagoon Pearls

Geschichte der Perlenzucht

Die Perlenzucht hat in der Shark Bay eine lange und faszinierende Geschichte, denn unsere flachen, fruchtbaren Gewässer bieten die perfekte Umgebung für die Zucht einiger der spektakulärsten Perlen. Alf Morgan begann unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Perlenfischen in Broome und gründete 1959 in Exmouth den ersten rein australischen Zuchtperlenbetrieb, den er mit seinen Söhnen führte. Richard, der ältere Sohn, blieb trotz einiger Widrigkeiten hartnäckig und entwickelte mit seinem Sohn Andrew die Monte-Bello-Inseln, die heute für die Produktion der feinsten Perlen der Welt bekannt sind. Sein Bruder Peter gründete 1993 Blue Lagoon Pearls in der Monkey Mia Shark Bay. Zunächst wurden die Perlen aus der lokalen Albina-Muschel hergestellt, 1998 wurde mit der Einrichtung einer Brutstätte in Carnarvon auf die Produktion von Black Pearl umgestellt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Qualität der schwarzen Perlen aus diesen südlichen Gebieten einzigartig in ihrer Farbe ist und einen hohen Anteil an Perlen in Edelsteinqualität aufweist.
Besucher können an der täglich stattfindenden, morgendlichen Fahrt zur Blue Lagoon Pearl Farm teilnehmen und dabei alles über die Arbeit einer Perlenfarm und die damit verbundenen Aufgaben lernen. Die gut ausgebildete Crew kennt einige erstaunliche Plätze, an denen man Schildkröten, Haie, Delfine und Rochen vor ockerfarbenen Klippen und Sanddünen sehen kann.

Francois Peron National Park

Ursprüngliche Tierwelt auf abgelegener Halbinsel

Der Nationalpark liegt ganz im Norden der lang gestreckten Peron Halbinsel in der Shark Bay. Benannt ist er nach dem französischen Zoologen Francois Peron, der 1801 und 1803 auf wissenschaftlicher Entdeckungsreise in Westaustralien war. Das in den 1990er Jahren gestartete Naturschutzprojekt „Projekt Eden“ hat sich die Halbinsellage des Nationalparks zu Nutze gemacht. Die Naturschutzbehörde ließ einen Zaun errichten, der die Halbinsel vom Festland trennt, um die vom Aussterben bedrohte einheimische Tier- und Pflanzenwelt vor eingeführten „schädlichen“ Tierarten, wie Ratten und Wildkatzen zu schützen. Der Farbkontrast zwischen den roten Sanddünen, dem blauen Meer und der Strandvegetation fasziniert nicht nur Fotografen. Mit einem Allradwagen kann man bis zur Nordspitze, dem Cape Peron, fahren. Geführte Touren zu den abgelegenen Gebieten des Nationalparks können im Informationszentrum von Denham gebucht werden.

Hamelin Pool

Älteste Fossilien der Welt

Das Marine Nature Reserve schützt seit 1990 die Gewässer und Küsten des Hamelin Pools, einer Bucht zwischen dem Festland und der Peron Peninsula. Weltbekannt ist die Stromatolithen-Kolonie, von denen es im 21 Jahrhundert nur noch ganz wenige gibt. Die blumenkohlartigen Steine gehörten zu ältesten bekannten Fossilien und liefern wichtige Hinweise darauf, wie sich das Leben vor 3,5 Milliarden Jahren von sehr einfachen zu komplexeren Formen entwickelt hat.

Shell Beach

Zehn Meter dicke Muschelschicht

Der 40 Kilometer lange „Muschelstrand“ an der Shark Bay besteht aus einer bis zu zehn Meter (!) dicken Schicht von Herzmuscheln. Über 6.000 Jahre haben Wind und Wellen die Muscheln der Art Fragum erugatum angespült. Nur auf den ersten drei bis vier Metern, die dem Meer am nächsten liegen, sind die Muscheln locker aufgeschichtet. Weiter landeinwärts sind sie zu einem zementartigen Sedimentgestein zusammengebacken, das eine Zeit lang sogar abgebaut und als Baumaterial verwendet wurde – zum Beispiel bei der Kirche in Denham.

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