Shark Bay

Monkay Mia: Fütterung freilebender Delphine

Monkay Mia: Fütterung freilebender Delphine © Andrea Izzotti / Shutterstock.com

Delphine, Schildkröten und Seekühe in World Heritage Area

Shark Bay Marine Park war die erste Region in Westaustralien, die 1992 von der UNESCO als „World Heritage Area“ ausgewiesen wurde. In einer Bucht mit Namen Hamlin Pool befinden sich eher unspektakulär aussehende Kalkablagerungen, so genannte Stromatolithen, die als die ältesten fossilen Lebewesen der Erde gelten. Weitaus bekannter ist Shark Bay durch die Delphine von Monkey Mia. Monkey Mia gehört zu den wenigen Strände der Erde, die von freilebenden Delphinen besucht werden. 1964 begann Alice „Nin“ Watts die vorbeiziehenden „Bottlenose-Dolphins“ zu füttern. Seitdem besuchen die Tiere fast täglich den Strand am Rande der Ferienanlage und suchen den Kontakt zu den Menschen. Meistens werden die Delphine, die oft ganz nah an die im knietiefen Wasser stehenden Zuschauer heranschwimmen, zwei Mal morgens unter der Aufsicht mehrerer Nationalparkhüter mit ein paar Fischen gefüttert. Neben Delphinen sind im türkisfarbenen Meer von Shark Bay auch noch Meeresschildkröten, Seekühe und Mantarochen zu Hause.



Sehenswürdigkeiten Shark Bay


Shell Beach

10 Meter dicke Muschelschicht

Der 40 Kilometer lange „Muschelstrand“ an der Shark Bay besteht aus einer bis zu zehn Meter (!) dicken Schicht von Herzmuscheln. Über 6000 Jahre haben Wind und Wellen die Muscheln von der Art Fragum erugatum angespült. Nur auf den ersten drei bis vier Metern, die dem Meer am nächsten liegen, sind die Muscheln locker aufgeschichtet. Weiter landeinwärts sind sie zu einem zementartigen Sedimentgestein zusammengebacken, das eine Zeit lang sogar abgebaut und als Baumaterial verwendet wurde – zum Beispiel bei der Kirche in Denham.


Francois Peron National Park

Ursprüngliche Tierwelt auf abgelegener Halbinsel

Der Nationalpark liegt ganz im Norden der lang gestreckten Peron Halbinsel in der Shark Bay. Benannt ist er nach dem französischen Zoologen Francois Peron, der 1801 und 1803 auf wissenschaftlicher Entdeckungsreise in Westaustralien war. Das in den 1990er Jahren gestartete Naturschutzprojekt „Projekt Eden“ hat sich die Halbinsel-Lage des Nationalparks zu Nutze gemacht. Die Naturschutzbehörde ließ einen Zaun errichten, der die Halbinsel vom Festland trennt, um die vielen vom Aussterben bedrohten einheimische Tier- und Pflanzenwelt vor eingeführten „schädliche“ Tierarten, wie Ratten und Wildkatzen zu schützen. Der Farbkontrast zwischen den roten Sanddünen, dem blauen Meer und der Strandvegetation fasziniert nicht nur Fotografen. Mit einem Allradwagen kann man bis zur Nordspitze, dem Cape Peron, fahren. Geführte Touren zu den abgelegenen Gebieten des Nationalparks können im Informationszentrum von Denham gebucht werden.


Hamelin Pool

Älteste Fossilien der Welt

Das Marine Nature Reserve schützt seit 1990 die Gewässer und Küsten des Hamelin Pools, einer Bucht zwischen dem Festland und der Peron Peninsula. Weltbekannt ist die Stromatolithen-Kolonie, von denen es im 21 Jahrhundert nur noch ganz wenige gibt. Die blumenkohlartigen Steine gehörten zu ältesten bekannten Fossilien und liefern wichtige Hinweise darauf, wie sich das Leben vor 3,5 Milliarden Jahren von sehr einfachen zu komplexeren Formen entwickelt hat.




Reisebeispiele Shark Bay

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