Tasmanien

Wilde, ungezähmte Schönheit: Tasmanien

Wilde, ungezähmte Schönheit: Tasmanien

Australiens wilde Insel

Australiens größte Insel liegt im Südosten des Kontinents. Auf einer Fläche, die in etwa der Größe Irlands entspricht, bietet sie nahezu alles, was auch auf dem australischen Festland zu finden ist: tropische Regen- und Eukalyptuswälder, weite Grassteppen, schier endlose Sandstrände und natürlich Beuteltiere. Fast die Hälfte der Insel ist als Nationalpark geschützt, ein Viertel als Weltkulturerbe ausgewiesen. Eine halbe Million Einwohner wohnen heute auf Tasmanien, die Hälfte von ihnen in und um die Hauptstadt Hobart. Viele viktorianische Gebäude um den fjordähnlichen Hafen erinnern dort an die Kolonialzeit. Obwohl Tasmanien auf dem gleichen Breitengrad liegt wie Istanbul, Rom oder Barcelona, ist das Klima vergleichsweise etwas kühler und deutlich regenreicher.



Sehenswürdigkeiten Tasmanien


Mount Ossa

Höchster Berg Tasmaniens im UNESCO Weltnaturerbe

Der mit 1.617 Metern der höchste Berg Tasmaniens liegt im Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark. Der über 1.600 Quadratkilometer große Park gehört zum UNESCO-Welterbe. Der Berg ist relativ leicht zu erklimmen, nur am Gipfel gibt es Felsen zu überwinden. Das Wetter auf dem Berg ist sehr wechselhaft, im Winter ist es oft eisig-kalt mit stürmischem Wind und Schneefall. Schnee liegt meist von Mai bis Oktober, aber selbst in den Sommermonaten ist der Gipfel manchmal weiß. Die Sommermonate sind die beste Zeit zur Besteigung, da dann die Bedingungen weniger extrem sind. Ihre unberührte Schönheit hat die Region dem gebürtigen Österreicher Gustav Weindorfer zu verdanken, der für die Gründung des Nationalparks im Jahr 1922 sorgte. (Hin und zurück 5 Stunden, 13,6 Kilometer, auf und ab: 740 Meter)


Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark

Welterbe Tasmanische Wildnis

Der Park hat eine Größe von etwa 1612 km² und ist Teil des UNESCO-Welterbes Tasmanische Wildnis. Bergseen, Wasserfälle, Schluchten und Gebirgsketten prägen die Landschaft. Durch die Bemühungen des aus Österreich stammenden Naturforschers Gustav Weindorfer wurde das Gebiet rund um den Cradle Mountain bereits 1922 zum Nationalpark erklärt. Der 1545 Meter hohe Berg erinnert in seiner Form tatsächlich an eine Baby-Wiege (Cradle). Der Nationalpark bietet eine Vielzahl von Wandermöglichkeiten, von Halbtagestouren bis hin zum 73 Kilometer langen Overland Track, den erfahrene Wanderer in fünf bis sieben Tagen bewältigen. Er führt durch das tasmanische Hochland, vorbei an Tasmaniens höchstem Berg, dem Mount Ossa (1617 m), und weiter zum Lake St. Clair in den Süden des Nationalparks. Ausgangspunkt für Ausflüge sind die beiden Besucherzentren in Cradle Valley an der nördlichen Parkgrenze, sowie Lake St. Clair im Südosten.


Penny Royal World

Museumsdorf und Themenpark

Eine der meistbesuchten Attraktionen Tasmaniens ist die ‚Penny Royal World‘, eine Mischung aus Museumsdorf und Themenpark. Der Vergnügungspark bietet als Attraktionen eine Fahrt mit einer historischen Straßenbahn und dem Raddampfer ‚Lady Stelfox‘. Kern der Anlage sind eine wiederaufgestellte Windmühle und eine rekonstruierte Wassermühle, die bereits in den 1920er Jahren südlich, außerhalb von Launceston, ihren Dienst taten, und heute als Mühlenmuseum fungieren.


Launceston

Viktorianische Häuser, unberührte Natur

Eine der Hauptattraktionen von Launceston ist das Naturreservat der Cataract-Schlucht, in die auch eine Seilbahn führt. Die unberührte Natur der Schlucht, in der neben Vögeln auch Kaninchenkängurus, Wallabies und Nasenbeutler leben, ist in nur 15 Minuten zu Fuß von Launceston zu erreichen. Ansonsten zeichnet sich Launceston durch seine vornehmen viktorianischen Häuserzeilen aus. Im Queen Victoria Museum und in der Art Gallery befindet sich eine hervorragende Sammlung kolonialer Kunst. Relikte der Aborigines sind hier ebenfalls zu sehen. In den Bistros und Restaurants der Stadt werden Speisen vom Feinsten aufgetischt, die man mit einem erlesenen Wein aus dem benachbarten Tamar-Tal oder einem preisgekrönten James-Boag-Bier abrunden kann. Der ruhige Tamar Fluss ist außerdem ein Paradies für Wasservögel. Weiter nördlich, am Low Head kehren allabendlich kleine Pinguine (Fairy Penguins) in ihre Bauten im Gebüsch entlang der Küste heim. Das benachbarte Städtchen Longford ist nicht nur das Zentrum einer reichen landwirtschaftlichen Region, sondern mit seinen vielen historischen Gaststätten und Kirchen auch eine Hochburg kolonialer Bauwerke.


Mount-Field-Nationalpark

Wasserfälle, Baumfarne und Regenwald am Fuß von Mount Mawson

Der 160 Quadratkilometer große Nationalpark ist vor allem für die Russell Falls bekannt. Sie sind über 100 Meter hoch und fallen wie ein weißer Vorhang, wenn sie genug Wasser führen. Ein gepflasterter Weg führt vom Parkplatz aus zu den Fällen, die entsprechend bevölkert sind. Der Park zeichnet durch eine große natürliche Vielfalt aus. Neben Waldgebieten mit hohen Swamp Gums, einer Eukalyptusart, gibt es riesige Baumfarne, Regenwald und alpine Vegetation in den höher gelegenen Gebieten am Mount Mawson, der zu den sichersten Skigebieten Tasmaniens gehört. Einige der bis zu 400 Jahre alten Bäume haben eine Höhe von 90 Metern und einen Umfang von 20 Metern. Die große Mehrheit der in Tasmanien heimischen land- und baumbewohnenden Säugetierarten kommt im Nationalpark vor. 


Ben Lomond National Park

Bizarre Felsen in alpiner Heidelandschaft

Der knapp 200 Quadratkilometer große Nationalpark mit bizarren Felsen schützt Tasmaniens Gebirge. Durch die alpinen Heidelandschaften und die dichten Wälder führen mehrere Wanderwege. Insgesamt wurden bisher 222 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen. Auch die Tierwelt ist vielfältig:  Rotnackenwallaby, Wombat, Filander und Riesenkängurus werden regelmäßig beobachtet. 


Lake Gordon

Größtes Stausystem Australiens

Der Stausee im Süden von Tasmanien wurde in den 1970iger abseits aller Städte Jahren gebaut, um Elektrizität zu gewinnen. Der Bau war sehr umstritten, weil eine schöne Naturlandschaft eingestaut wurde, insbesondere der Sandstrand am früheren Lake Pedder, einem natürlichen See, der nun höher eingestaut ist. Der Lake Gordon ist über den McPartlan-Kanal mit dem Lake Pedder verbunden. Zusammen sind Lake Peddar und Lake Gordon, am Volumen gemessen, die größten Stauseen Australiens. Im Wasserkraftwerk wird ein großer Teil der Elektrizität für Tasmanien erzeugt.


Strahan

Fischerdorf aus dem Bilderbuch

Strahan ist ein bildschöner Fischerort, der am Rand der abgeschiedenen Bucht von Macquarie Harbour an der Westküste Tasmaniens liegt. Die Gegend um Strahan hat eine bunte Vergangenheit, die heute im Strahan Wharf Centre anschaulich dokumentiert ist. Wo einst die Ureinwohner Australiens lebten und zu Beginn des 19. Jahrhunderts deportierte europäische Sträflinge Schiffe bauten, können heute Besucher die endlos langen Strände der Westküste erkunden, eine Hafenrundfahrt machen, auf einer Flussfahrt dem Lauf des reizvollen Gordon Rivers folgen oder in einem guten Restaurant die kulinarischen Spezialitäten der Region genießen.


Southwest-Nationalpark

Abgeschiedene Wildnis im größten Park Tasmaniens

Der größte Nationalpark Tasmaniens bedeckt eine Fläche von über 6000 Quadratkilometern und ist damit größer als das Bundesland Hessen.  Er wurde ursprünglich 1955 unter dem Namen Lake-Pedder-Nationalpark rund um den Lake Pedder gegründet. Nach mehreren Vergrößerungen des Parks bekam er schließlich 1990 seinen heutigen Namen und wurde zum Welterbe der UNESCO erhoben. Im gesamten Park gibt es nur eine Straße, sie führt nach Strathgordon. Den Süd- und Westteil des Parks erreicht man nur zu Fuß, Boot oder aus der Luft. 


Strafkolonie Macquarie Harbour

Berüchtigtes Lager und UNESCO-Welterbe

Das berüchtigte  Gefangenenlager auf Sarah Island im Westen Tasmaniens bestand von 1822 bis 1833. Während dieser elf Jahre erhielt es den Ruf, eines der härtesten Lager zu sein. Allerdings wurden nur Sträflinge gefangen gehalten, die in anderen Straflagern straffällig geworden waren. Skorbut gehörte unter den Häftlingen zur Tagesordnung. Von den über 180 Ausbruchsversuchen misslang mehr als die Hälfte. Der bekannteste Ausbrecher war Alexander Pearce, dem sogar zweimal die Flucht gelang, wobei er beide Male seine Mitausbrecher tötete und aß. Heute ist das Lager ein Teil des UNESCO-Welterbes. Die Insel kann man von der Ortschaft Strahan aus per Fähre oder mit einem gecharterten Boot erreichen.

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Savage-River-Nationalpark

Tasmanische Teufel im Regenwald

Der 18.000 Hektar große Nationalpark wurde zum Schutz des unfragmentierten Regenwalds gegründet, weshalb es auch keine Gebäude für Besucher oder Straßen gibt. Lediglich einige Pisten führen um den Park herum und ermöglichen einen begrenzten Zugang zu diesem Ökosystem. Unberührt von menschlichen Einflüssen gibt es eine höhe Diversität einheimischer Arten, unter anderem 240 Arten von Moosen. Von den 22 Säugetierarten ist der Tasmanische Teufel der bekannteste. Er ist der größte Vertreter der Raubbeutler und nur noch in Tasmanien zu finden.


Douglas-Apsley-Nationalpark

Seltene Vögel, Schluchten und Wasserfälle

Der Nationalpark an der Ostküste von Tasmanien umfasst über 16.000 Hektar und hat ein mildes Klima. Sehenswert sind die tiefen Schluchten, die Wasserfälle, die trockenen Eukalyptuswälder, aber auch die Regen- und Hartlaubwälder und Heidelandschaften. Ein dichtes Netz von Wanderwegen ermöglicht alles vom Spaziergang bis zur mehrtägigen Trekking-Tour. Dabei kann man bemerkenswerte Vögel entdecken, von denen einige nur auf Tasmanien leben.


St. Helens

Badeort an der Bay of Fires

Der Ferienort an der Nordostküste von Tasmanien ist für seine Fischlokale und seine nördlich gelegene Badebucht, die Bay of Fires, bekannt. Ursprünglich eine Sträflingskolonie und Walfangstation, entwickelte sich der Ort zum wichtigsten Fischereihafen an der Ostküste. Die Bay of Fires steht zum Teil unter Naturschutz. Strand und Hinterland kann man auf gut bezeichneten Wanderwegen erkunden.


Maria Island

Spuren von Walfängern und Sträflingen auf malerischer Insel

Der Nationalpark liegt auf der gleichnamigen Insel vor der Küste Tasmaniens. Maria Island wurde im frühen 19. Jahrhundert von Walfängern besiedelt und danach als Strafkolonie für die Zementproduktion genutzt, wovon heute noch zahlreiche Ruinen zeugen. Ein Besuch auf der Insel lohnt sich aber vor allem wegen der sanften Buchten, der rauen Klippen und den Wäldern im Innern mit vielfältigem Pflanzen- und Tierleben.


Humbug Point Nature Recreation Area

Heidewege und Lagunenstrände

Das Areal liegt auf einer 1.600 Hektar großen Halbinsel im Nordosten Tasmaniens. Durch die ursprüngliche Heide führt der Dora Point Track zu einem Strand an der Lagune. Gegenüber liegt die St. Helens Conservation Area. Wer im Frühjahr kommt, kann sich an gelben Kolben der Banksien erfreuen, aus denen die Aborigines Wasser und Nektar gewonnen haben. Unter den vielen Vogelarten ist der große Gelbohr-Rabenkakadu besonders bemerkenswert.


Tarkine

Ungezähmte Wildnis Tasmaniens

Die Aborigines nannten den wilden Nordwesten Tasmaniens  "takayna", was die Europäer dann zu „Tarkine“ verballhornten. Heute gilt das Gebiet zwischen dem Arthur Vier im Norden und dem Pieman River im Süden als die größte Wildnis Tasmaniens, die noch nicht zum Naturpark erklärt wurde. Nirgendwo sonst in den gemäßigten Breiten gibt es einen ähnlich großen Primärregenwald. Er reicht bis ans Meer, wo die Wildbäche an einer rauen Küste münden. Mehr als 56 bedrohte Arten sind im Tarkine registriert, darunter ein Riesenkrebs, der als das größte wirbellose Tier auf Erden gilt.




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Reisebeispiele Tasmanien

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