South Australia

Fließt durch Südaustralien: Murray River

Fließt durch Südaustralien: Murray River

Sonne, Wein und mediterranes Klima

Der Bundesstaat South Australia reicht von der Südküste Australiens bis ins Große Artesische Becken hinein. Bei den Musgrave Ranges erreicht er mit 1440 Metern seine höchste Höhe. Die mit Abstand größte Stadt ist Adelaide mit über eine Million Einwohner. Die trockenen Landesteile im Inneren gehören den Ureinwohnern, den Aborigines. Die Bevölkerung ist stolz darauf, dass South Australia der einzige australische Bundesstaat ist, der von freien Siedlern und nicht von Sträflingen aufgebaut wurde. So haben etwa deutsche Winzer den Weinbau im Barossa Valley begründet.



Sehenswürdigkeiten South Australia


Eyre Peninsula

Wild zerklüftete Küste mit vielseitiger Tierwelt

Die wild zerklüftete Küste der Halbinsel mit ihren zahllosen herrlichen Badestränden erfreut sich aufgrund ihrer Möglichkeiten zum Segeln, Sporttauchen und Beobachten von Walen großer Beliebtheit. Von gegensätzlicher Schönheit sind die Wüstenebenen und die Wildnisgebiete der Gawler Ranges, ein beliebtes Revier für Geländewagen-Touren. Wie die Landschaft präsentiert sich auch die Tierwelt der Region vielseitig mit Vertretern wie dem Haarnasen-Wombat, Seelöwen, Robben, Seevögeln und Südlichen Glattwalen, die zum Kalben und zur Aufzucht ihres Nachwuchses in die Head of Bight ziehen.


Yorke Peninsula

Outdoorabenteuer auf großer Landzunge

Die große Landzunge an der Westküste von South Australia ist 200 Kilometer lang und 50 Kilometer breit. Als Mitte des 19. Jahrhunderts dort Kupfer entdeckt wurde, siedelten sich Bergleute aus Cornwall in Südengland an. Heute ist der Bergbau aufgegeben und die Bevölkerungsdichte ist nur noch dünn. Im Osten ist die Halbinsel besonders reizvoll. Dafür gibt es im Westen die schöneren Badestrände. Auch für einen Outdoor-Abenteurer eignet sich die Halbinsel, vor allem für Hobbyangler und Sporttaucher.


Innes-Nationalpark

Wandern in Heidelandschaften und Felsenküsten

An der Südspitze der Yorke-Halbinsel schützt der 100 Quadratkilometer große Nationalpark eine spektakuläre Küstenlanschaft mit vielfältigen Lebensräumen. Küstenheide, Strände, offenes Grasland und felsige Kliffs sind ideale Lebensräume für Emus und Fischadler, Zergpinguine und Falken. Das einst weit verbreitete Derbywallaby ist im hier mit einer stabilen Population vertreten. Vom Besucherzentrum erschließen verschiedene Wanderwege den Park und führen zu interessanten Aussichtspunkten. Von Stenhouse Bay und Cape Spencer aus kann man in den Wintermonaten Südkaper beobachten.


Mount-Remarkable-Nationalpark

Bedrohte Kängurus und Emus in einem Wildnis-Gebiet

Der Nationalpark im australischen Bundesstaat South Australia bietet Besuchern den Eindruck einer echten Wildnis, obwohl er leicht erreichbar ist. Er reicht von den Küstenebenen bis zu den Ausläufern der Flinderskette bei Wilmington. Da sich hier trockene und feuchte Regionen überlappen, trifft man auf eine große Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Bergkängurus und das westliche graue Riesenkänguru bevölkern die Eukalyptswälder. Vor allem im Frühjahr begegnet man dem Ameisenigel. Besondere Bedeutung hat der Nationalpark für die Gelbfuß-Felskängurus. Diese Art wurde fast bis zur Ausrottung gejagt. Nachdem die Jagd eingestellt wurde, haben Füchse die Art weiter dezimiert. Ein Schutzprogramm soll das Überleben der Kängurus sichern. Aufgrund der vielgestaltigen Landschaft verfügt das Gebiet auch über eine reiche Vogelwelt. Mehr als 117 einheimisch Vogelarten konnten bisher festgestellt werden. 


Clare Valley

Spitzenriesling in anmutiger Landschaft

Das Tal im Süden Australiens gehört zu den ältesten Weinbaugebieten des Kontinents. In dem gemäßigt kontinentalen Klima gedeiht gesonders gut der Riesling. Über 30 Kellereien bieten heute Direktverkauf an. Typisch australische Waldlandschaften und Weinberge wechseln einander ab, so dass die vielen Besucher Sightseeing und Weinproben miteinander verbinden. Über eine stillgelegte Eisenbahnlinie führt heute eine 35 Kilometer langer Radweg, der Riesling Trail. Rechts und links der Weges werden Weinverkostungen angeboten.


Burra

Ehemalige Bergbaustadt

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde um Burra Kupfer gefördert, erst untertage, dann im Tagebau. Das Erz wurde nach Adelaide gebracht und von dort aus verschifft. Bergarbeiter aus Cornwall, Schottland, Wales und England hatten jeweils ihre eigenen Dörfer, welche zu Burra zusammenwuchsen. Inzwischen ist der Bergbau eingestellt, aber ein paar Bergmannshütten, Schornsteine und Maschinengebäude stehen noch. Sehenswert sind das Gericht und das Gefängnis. Im ehemaligen Hauptquartier der Minengesellschaft ist heute ein Museum.


Migration Museum Adelaide

Geschichte der australischen Einwanderer

Australien ist eine multikulturelle Gesellschaft – dank ihrer Einwanderer von Litauen bis China. Das spannende Museum informiert über Einwanderungswellen, die Herkunft der Flüchtlinge und Migranten, ihre Geschichten und Schicksale sowie Einwanderungsverfahren und Eingliederung. 

www.migration.history.sa.gov.au


Adelaide

Essen und Shoppen in weltoffener Stadt

Die Hauptstadt des Bundesstaates Südaustralien liegt idyllisch zwischen den Hügeln der Mount Lofty Ranges und den geschützten Stränden am Gulf St Vincent. Großzügig angelegte Straßen mit Kolonialbauten und Parks prägen die Stadt mit einer Million Einwohner. Der Lebensstil ist weltoffen, gastfreundlich und entspannt. Besucher freuen sich beim Einkaufen und Essengehen über die relativ günstigen Preise. Zahlreiche Ausflugsziele sind leicht zu erreichen: Kangaroo Island ist in 30 Flugminuten oder in 90 Autominuten mit anschließender Fährfahrt zu erreichen. In den Adelaide Hills ist man im Auto in 30 Minuten, im Barossa Valley oder auf der Fleurieu Peninsula ist man in einer Stunde.

www.adelaidecitycouncil.com


McLaren Vale

Weinbaugebiet an der Küste südlich von Adelaide

Südlich von Adelaide erheben sich die Mount Lofty Ranges vor der Küstenebene. Dieses Gebiet gehört zu den bekanntesten Anbaugebieten Australiens und wird auch als Wine-Coast bezeichnet. In seinem Zentrum liegt das McLaren Vale mit mehr als 50 Kellereien, von denen die meisten auch für Besucher offen stehen. Einen Besuch lohnt The Barn, ein ehemaliges Kutscherhaus, in dem heute eine Galerie und ein renommiertes Lokal untergebracht sind.

www.mclarenvale.info


Adelaide Hills

Landleben mit gutem Essen und lokalen Weinen

In nur 30 Minuten fährt man von Adelaide in die Adelaide Hills, wo das Landleben lockt: ausgezeichnetes Essen, erlesene Weine, idyllische Landschaft und Unterkünfte guter Qualität. Es erwarten einen Eukalytus-Wälder, Naturschutzparks und in freier Wildbahn lebende Tiere, Gärten, Wanderwege, Weingüter, Kunst- und Handwerksgalerien sowie Antiquitätenläden. Im historischen Hahndorf, einem beliebtem Ausflugsziel, trifft man auf die Spuren deutscher Einwanderer, die sich im Jahre 1839 aus Preußen kommend hier ansiedelten und ihr Dorf nach dem Kapitän ihres Schiffes benannten.


Hahndorf

Dorf der deutschen Emigranten

Das Dorf mit rund 1.800 Einwohnern in den Adelaide Hills ist eine der ersten deutschen Siedlungen Australiens. 1838 kamen 187 preußische Lutheraner an Bord der Zebra unter dem Befehl des Kapitäns Hahn. Als er den Emigranten half, ein Stück Land zu finden, nannten sie ihr neues Dorf nach ihm. Im ersten Jahr bauten die Hahndorfer eine Kirche. Weinberge wurden angelegt, die Frauen arbeiteten als Schäferinnen. Das deutsche Erbe ist bis heute noch sichtbar. In den Bäckereien und Metzgereien kann man Brot und Wurst nach deutschen Rezepten kaufen. Sehenswert sind das Detmold House, das German Arms Hotel und die St. Michel's Lutheran Church.

hahndorfsa.org.au/


Lake-Gairdner-Nationalpark

Salzseen und heilige Orte

Der Nationalpark 440 Kilometer nordwestlich von Adelaide umfasst die Salzseen Lake Gairdner, Lake Harris und Lake Everard. Üblicherweise ist das Land dort vollkommen trocken und ohne jedes Oberflächen- und Grundwasser. Im Sommer kann es extrem heiß werden, aber im Frühjahr ist dieses Land bei Vogelbeobachtern und Botanikern beliebt. Im Park und der Umgebung lebt der Aboriginesstamm der Kokatha, die verschiedene Ort im Park als heilig betrachten und sie Zeremonien nutzen.


Fleurieu Peninsula

Küstenorte, Surfstrände, Weinregionen

Die Halbinsel stellt ein attraktives Ziel für Tagesausflüge aus Adelaide genauso wie für längere Aufenthalte dar. Auf der nur 40 Minuten südlich von Adelaide beginnenden Halbinsel erwartet Sie ein ganzes Spektrum an Erlebnissen, von Weinproben im McLaren Vale bis zum Durchstreifen von Küstenorten und Surf-Stränden bei Victor Harbor und Port Elliot. Am Cape Jervis auf der Fleurieu Peninsula dient der gleichnamige Ort als Abfahrtshafen für die Kangaroo Island-Fähre.


Ikara-Flinders-Ranges-National-Park

Die Landschaft des Nationalparks ist durch schroffe Mittelgebirgskämme, tiefe Schluchten und sonnenverbrannte Talflächen gekennzeichnet. Für die Pflanzenwelt ist die Eukalyptusart River Red Gum  typisch. 2016 wurde der Bezeichnung Flinderskette das Aboriginal-Wort Ikara vorangestellt. Der Nationalpark heißt seitdem im Englischen Ikara-Flinders Range National Park. In der Sprache der Adnyamathanha, einer Gruppe von vier Clans der Aboriginals in Südaustralien, heißt Ikara „Treffpunkt“ und ist ein alter Name für die Landschaft des Wilpena Pound, eines Gebirgskessels, der ein natürliches Amphitheater im Zentrum des Nationalparks bildet.


Flinders Ranges

Wunderbare Panoramen, grandiose Schluchten, vielfältige Tierwelt

Die Flinders Ranges gehören zu den ältesten Landschaften der Erde. Ab hier herrscht pures Outback. Von Adelaide erreicht man die nördlich der Stadt gelegene Bergkette bequem in drei Fahrstunden. Das Gebiet zeichnet sich durch atemberaubende Schönheit aus, zu der der Wilpena Pound, grandiose Schluchten, eine vielfältige Tierwelt und Kunststätten der Aborigines beitragen. Ein herrliches Revier für alle möglichen Outdoor-Aktivitäten wie Bushwalking (wie Australier das Wandern in der Natur nennen) und das Beobachten von Vögeln. Zur Belohnung für den anstrengenden Aufstieg zum St. Mary's Peak, dem höchsten Gipfel der Bergkette, präsentieren sich wunderbare Panoramen.


Coorong National Park

Meerespark mit zahllosen Fotomotiven

150 km südöstlich von Adelaide liegt der Coorong Nationalpark auf der Younghusband Halbinsel, die parallel zur Küste verläuft. In dem fast 500 Quadratkilometer großem Schutzgebiet leben seltene Vögel und Fische. Es wird durch den Süßwasser Fluss und dem salzigen Grundwasser des Meeres gespeist und sorgt für vielfältige Flora und Fauna. Fundstücke und Begräbnisstätten der Aborigines belegen menschliches Leben und die jahrtausendelange Nutzung des Gebiets. Mit dem Kajak oder zu Fuß auf den gekennzeichneten Wanderwegen kann man den Park erkunden und zahllose Motive für Fotos entdecken.


William Creek

Fünf Einwohner und ein Hotel

Die Kleinsiedlung in South Australia liegt am Oodnadatta Track, der parallel zum Stuart Highway verläuft. Obwohl die Ortschaft nur fünf Einwohner im Jahre 2002 hatte, ist sie von größerer Bedeutung für die Region. William Creek besitzt die einzige Tankstelle zwischen Marree, Coober Pedy und Oodnadatta, außerdem ein Hotel, eine Landepiste, einen Pub und einen Campingplatz. Der Pub ist für seine originelle Inneneinrichtung bekannt – viele Reisende hinterließen dort ihre Personalausweise, Studentenausweise, Führerscheine, Visitenkarten, Unterwäsche oder sonstige Kleidungsstücke, die im gesamten Pub aufgehängt wurden. 


Naracoorte-Caves-Nationalpark

Blick in die Vergangenheit

Das Gebiet um die Naracoorte Höhlen ist eine Fundgrube für Archäologen. Wegen seines Reichtums an Fossilien, die bis zu 350.000 Jahre alt sind, wurde es als UNESCO Welterbe eingestuft. Unter anderem wurde das Skelett eines Beutellöwen gefunden, der in eine der Höhlen gefallen war und nicht mehr entkommen konnte. Am Wonambi Fossil Centre gibt es ein Café. Höhlentouren werden angeboten. Mit Hilfe moderner Technik kann man das Innere der normalerweise unzugänglichen Bat Cave sehen, wo Tausende von Fledermäusen jedes Jahr brüten. 


Coober Pedy

Welthauptstadt des Opal-Abbaus

Die Ortschaft mit etwa 1.700 Einwohnern nennt sich selbst „Opal-Hauptstadt der Welt“. Etwa drei Viertel aller weißen Opale weltweit werden in der näheren Umgebung gefunden. Heute ist es verboten, innerhalb der Stadtgrenzen nach den Edelsteinen zu schürfen. Im südlichen Teil des australischen Outback gelegen, ist es Hunderte von Kilometern von der nächsten Ansiedlung entfernt. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogenannten dugouts, leben. Ursprünglich noch von Hand in die tonige Erde gegraben oder auch in den Fels gesprengt, werden diese Wohnhöhlen inzwischen von sogenannten tunneling machines binnen kürzester Zeit aus der Erde gefräst oder auch räumlich erweitert. Vor dem örtlichen Kinosaal warnt eine Aufschrift aus der Pionierzeit: „Das Mitbringen von Dynamitstangen in den Vorführraum ist strengstens untersagt!“

www.cooberpedy.net


Coonawarra

Schöne Güter, roter Wein

Das australische Weinanbaugebiet liegt 350 Kilometer südöstlich von Adelaide. Auf 5500 Hektar Rebfläche wird hauptsächlich Rotwein, vor allem der Rebsorten Cabernet Sauvignon und Shiraz, angebaut. Die ersten Reben wurden 1890 von John Riddoch, dem Gründer der Coonawarra Fruit Colony, gepflanzt. Die Besonderheit von Coonawarra sind die roten Ton-Kalkstein-Böden, auch „terra rossa“ genannt. Auf mehreren Gütern sind Weinproben möglich, unter anderem auf Rymill Coonawarra, dem Katnook Estate oder dem Wynns Coonawarra Estate.

www.coonawarra.org




Weitere Sehenswürdigkeiten South Australia




Reisebeispiele South Australia

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