Victoria

Grampian Balconies in Victoria

Grampian Balconies in Victoria

Große Vielfalt zwischen Surferküste und Gebirge

Der mediterrane Bundesstaat im Südosten Australiens ist flächenmäßig der kleinste, ist aber mit 26 Einwohnern pro Quadratkilometer der am dichtesten bevölkerte. Von denen leben aber weit über die Hälfte in der Hauptstadt Melbourne. Im Norden Victorias liegt das Murraybecken. Die Grenze zu New South Wales bildet  der Great Dividing Range. Im Osten führt die Great Ocean Road  an der schmalen Küstenebene entlang. Das Klima ist mitteleuropäisch bis mediterran geprägt. Am Mount Buller in den australischen Alpen ist sogar Wintersport möglich. Auch wegen der Vielseitigkeit zwischen der Surferküste rund um Torquai und den Grampian Mountains mit ihren spektakulären Balconies ist der Bundestaat eines der wichtigsten Reiseziele Australiens.



Sehenswürdigkeiten Victoria


Yarra Valley

Spätburgunder, Farn- und Eukalyptuswälder

Eine knappe Stunde nordöstlich von Melbourne erheben sich die sanften Hügel des Yarra-Tals. Heute wachsen dort neben Farnen und stattlichen Eukalyptusbäumen einige der besten Spätburgunder Australiens. Etwa 70 Weingüter zählt das Tal, von kleinen Familienbetrieben bis hin zu großen Weingütern. Viele öffnen ihre Keller für Besucher oder betreiben Weinrestaurants, von den manche Gourmetstatus haben. Im Yarra Valley werden einige ausgezeichnete Spätburgunder angebaut. Im angrenzenden Buschland des Healesville Sanctuary kann man der einheimischen Tierwelt begegnen. 


Dandenong Ranges

Romantische Schluchten, Parks und Gärten

Romantische Schluchten, Parks und Gärten sind das Markenzeichen des Gebirgszugs 40 Kilometer östlich von Melbourne. Im Frühjahr verwandelt sich das Hügelland in ein Blütenmeer aus Tulpen, Freesien, Narzissen und Rhododendron. Wanderer finden ein Netz von Wegen. Vor allem der Ferntree Gully lockt Wanderer mit seinen Picknickplätzen. Der Mount Dandenong ist mit 633 Metern nicht nur der höchste Berg, auf ihm liegt auch ein beliebtes Ausflugsrestaurant mit englischem Garten. Im William Ricketts Sanctuary gibt es Keramikskulpturen mitten im Nationalpark zu entdecken. Einer historische Dampflok, der Puffing Billy, nimmt Besucher mit in den den Regenwald.


Mount Buffalo National Park

Dramatische Schluchten, Ausblicke zu den Alpen

Der Nationalpark liegt inmitten malerischer Gebirgstäler an der Great Alpine Road. Seit 1908 existiert eine Straße, die vom Tal als Nature Drive durch alle Vegetationszonen bis zum höchsten Punkt, The Horn, führt. Von Wangaratta im Nordwesten erreicht man den Park über den Ovens Highway bis Porepunkah. Kommt man von Alpine Nationalpark, passiert man den Gebirgsort Bright im Südosten des Nationalparks. Mit 31.000 Hektar umfasst der Mount Buffalo Nationalpark einen mächtigen Gebirgsstock, der sich als Plateau fast 1.000 Meter über das Umland erhebt. In das Granitmassiv haben sich steile Schluchten mit imposanten Wasserfällen eingegraben. Wanderwege führen durch die artenreise Pflanzen- und Tierwelt  zu schönen Ausblicken auf die viktorianischen Alpen. Die beste Zeit, den Park zu besuchen, ist von Oktober bis April, also von Frühling bis Herbst. In den Wintermonaten von Juni bis Oktober besteht im Park Schneekettenpflicht.


Geelong

Hafenstadt in der Port Philip Bucht

Die Hafenstadt mit 160.000 Einwohnern liegt am westlichen Ende der Port-Phillip-Bucht, rund 75 Kilometer südwestlich von Melbourne. Das Stadtzentrum liegt zwischen der Bucht und dem Barwon River. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind der Botanische Garten und das National Wool Museum. Das in einem alten Wollspeicher untergebrachte Museum erklärt die Bedeutung der Wolle in der Geschichte der Stadt. Daneben ist Geelong Ausgangspunkt zur Küste und den Stränden im westlichen Victoria.


Ninety Mile Beach

Seen, Lagunen und Sandstrände

Die langgezogene, sandige Nehrung zwischen den Gippsland-Seen und der Bass-Straße ist etwa 150 Kilometer – also 90 Meilen – lang. Der Strand besteht aus langen Sanddünen, die die verschiedenen Seen und Lagunen vom Meer trennen.Die drei größten Seen sind Lake King, Lake Victoria und Lake Wellington. Auf der Nehrung findet man einen weißen Sandstrand mit kräftiger Brandung und natürlicher Buschvegetation. Wegen der Länge des Strandes kommt es zu starken Rück- und Kreuzströmungen, die das Baden für ungeübte Schwimmer gefährlich machen. Schwimmen wird nur in Woodside und Seespray empfohlen, wo in den Sommermonaten Rettungsschwimmer eingesetzt sind. Der Ninety Mile Beach soll der drittlängste, ununterbrochene Strand der Welt nach dem Praia do Cassino an der brasilianischen Südküste und Padre Island am Golf von Mexiko in den USA sein.


Mandurang

Weingut im Umland von Bendigo

Mandurang Valley Wines ist ein bekanntes Weingut im Umland von Bendigo. 1995 wurde dort die erste Rebe gepflanzt. Heute wirde dort Riesling Sauvignon Blanc und Chardonnay angebaut, aber auch Rotweine, darunter Merlot und Shiraz. Im Keller kann man Wein verkosten. Dinner wird zusammen mit dem  Sim'R Restaurant angeboten.


Bendigo

Stadt des Goldrauschs

Die 70.000-Einwohner-Stadt 150 Kilometer nordwestlich von Melbourne wurde 1855 in der Folge eines Goldrauschs gegründet. Obwohl der Bergbau nach 100 Jahren eingestellt wurde, ist der Reichtum der Stadt bis heute sichtbar. Bis 1870 war die Stadt, die damals noch Sandhurst hieß, die wichtigste Goldlagerstätte der Welt. Viele Gebäude aus der „großen Zeit“ stehen noch, darunter auch die des deutschen Architekten Vahland. Heute ist die über 100 Jahre alte Deborah Goldmine ein Museum mit einem fast 400 Meter tiefen Schacht, zu dem man am besten mit der Straßenbahn fährt. 


Gippsland

Fruchtbare Region mit Seen und Parkanlagen

Die fruchtbare Region mit Seen und Parkanlagen erstreckt sich entlang der Südwestküste von Western Port Bay bei Melbourne bis zur Grenze von New South Wales. Kern der Region sind die Seen von Gippsland. Sie bilden die größte zusammenhängende Wasserfläche in Australien – mit 400 Quadratkilometern ein wenig kleiner als der Bodensee. Das Zentrum des Seengebietes ist Sale, ein ehemaliger Flusshafen für Raddampfer. Die ersten Anfänge der Stadt, ehemals Flooding Creek genannt, gehen auf die Zeit um 1850 zurück. Bis vor einigen Jahren war Sale einer der Hauptsitze von Esso-BHP für die Öl- und Gasförderung in der Bass Strait. Benannt ist das Gebiet übrigens nach Sir George Gipps, ein ehemaliger Gouverneur des Bundesstaates New South Wales.


East Gippsland Rail Trail

Radeln auf ehemaliger Eisenbahntrasse

Auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Bairnsdale und Orbost ist heute ein Fahrradweg angelegt. Er führt meist auf der alten Trasse, sodass kaum Höhenunterschiede zu überwinden sind. Manche Holzüberführungen sind noch gesperrt, der Radweg verläuft dann auf Nebenwegen. Der insgesamt 94 Kilometer lange Radweg führt durch Wälder und Wiesen und manchmal an Seen entlang – eine wunderbare Möglichkeit, die versteckte Schönheit von Gippsland kennenzulernen.

www.eastgippslandrailtrail.com.au


Apollo Bay

Bergregenwald und Farne an der Great Ocean Road

Der Ort mit weniger als 2000 Einwohnern ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge von Cape Otway auf landschaftlich herrlichen Pisten, die allerdings kurvenreich und nicht geteert sind. Die reichen Fanggründe vor der Küste sind die wirtschaftliche Basis des Fischereiortes. Hier führt auch die Great Ocean Road vorbei und verlässt Richtung Otway Berge die Küste, um sich durch Bergregenwald und Farnwälder zu winden. Wer von der Hauptroute abweicht, befindet sich bald in unberührter, stiller Natur.

www.visitapollobay.com


Great-Otway-Nationalpark

Einsame Strände und Regenwälder

Der über 1000 Quadratkilometer große Nationalpark an der Südküste Australiens zieht sich als langgestreckter Landstreifen von Anglesea im Osten bis fast zum Cape Otway im Westen, teilweise an der Küste entlang und teilweise durch das Hinterland. Es gibt offene Gras- und Buschflächen als Ergebnis früherer Rodungen, aber auch große, ursprüngliche Waldgebiete. In Küstennähe wachsen lichte Eukalyptuswälder. Weiter landeinwärts findet man dichten, dunklen Regenwald. Der  91 Kilometer lange Great Ocean Walk führt abseits der Straße in acht Tagen über Klippen, einsame Strände und Wälder. Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Pfades sind eingerichtet. Wer eine kürzere Wanderung sucht, kann über planvoll eingerichtete Stichpfade und Zugänge den Hauptpfad erreichen und wieder verlassen.


Great Ocean Road

Spektakuläre Küstenstraße zwischen Torquay und Allansford

Die Straße wurde in den 1920iger Jahren als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während der wirtschaftlichen Depression gebaut. Heute ist sie eine der Hauptattraktionen im Staate Victoria. Südöstlich von Geelong erschließt der heutige Highway 100 etwa 250 Kilometer Küstenlandschaft. Im Hinterland von Lorne tummeln sich zahllose Kängurus. Weiter südlich, bei Apollo Bay, verlässt die Straße die Küste und führt durch die farnbewachsenen Hänge eines Regenwaldes. Abzweigende Pisten führen in stille, unberührte Wälder. Am Port Campbell National Park locken herrliche Ausblicke auf wilde Steilküsten und von Brandung umtoste Kreideklippen. Auch die weniger besuchten Küstenabschnitte westlich von Peterborough sind empfehlenswert.


Shipwreck Coast

Schiffswracks an den Twelve Apostles

Bereits beim ersten Aussichtspunkt wird einem klar, warum die Küste diesen Namen trägt. Hohe Wellen peitschen gegen die hoch aufragenden Kalksteinfelsen. Man vermutet, dass über 700 Schiffe im Laufe der Jahrhunderte an dieser Küste gekentert sind. Heute sind diese sich ständig verändernden Felsformationen eine der bekanntesten Attraktionen der Great Ocean Road: The Twelve Apostles (von denen allerdings nur noch sieben stehen). Hier besser einen Stopp zu viel als zu wenig einlegen, denn jeder der Aussichtspunkte eröffnet eine neue Perspektive auf die zerklüftete Steilküste.


Lind-Nationalpark

Spuren des Goldrauschs im warm-gemäßigten Regenwald

Das 1.400 Hektar große Gebiet wurde 1925 zum Nationalpark erklärt. Während des victorianischen Goldrausches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch an den Bächen in diesem Gebiet Gold gewaschen. Warm-gemäßigter Regenwald mit verschiedensten Eukalyptusarten dominiert im Park. Entlang den Bächen ist Flusspfefferminze anzutreffen. Tiefrot blüht die Telopea von Oktober bis Dezember. Am Grawler Creek gibt es einen Picknickplatz. Der Euchre Valley Nature Drive ermöglicht das Durchqueren des Regenwalds mit dem Auto.


Grampians

Felsgravuren der Aborigines in wilder Bergwelt

Als 1836 Thomas Mitchell als einer der ersten Europäer in die wilde Bergwelt  nördlich von Melbourne kam, fühlte er sich an die Grampian Mountains in seiner schottischen Heimat erinnert. Zuvor war das Gebiet seit mindestens 22.000 Jahren von Aboroigines bewohnt gewesen. Heute ist wegen der landschaftlichen Schönheit des Gebirges ein Areal von 1700 Quadratkilometern zum Nationalpark erhoben  worden.  Wanderwege führen zu Wasserfällen und atemberaubenden Aussichtspunkten. Unterwegs sind Kängurus und zahlreiche Pflanzenarten zu sehen. Die spektakulären MacKenzie Falls und die Balconies-Felsformationen gehören zu den Höhepunkten des Nationalparks, in  dem auch 80 Prozent der Felsmalereien der Ureinwohner Victorias zu finden sind. Das „Living Culture Centre“ bei Halls Gap verschafft einen guten Einblick in die versteckten Künste der Aborigines.


Dinner im Royal Mail Restaurant

Zwölf-Gänge-Menü in preisgekröntem Restaurant

Das preisgekrönte Restaurant gehört einem Gourmet und Multimillionär, der seine Jugend in Dunkeld verbracht hat. Es ist in Australien so berühmt, dass Gäste sogar mit dem Hubschrauber eingeflogen werden. Der Sternekoch holt die Zutaten für das Zwölf-Gänge-Menü aus dem eigenen Kräuter- und Gemüsegarten. Dress-Code ist smart casual. Das Menü-Erlebnis kostet AUD 180,00 und die vegetarische Variante AUD 150,00 pro Person (im April 2013). 

Bitte frühzeitig über die Homepage vorbuchen.


Warrnambool

Historische Robbenfängersiedlung an der Great Ocean Road

Warrnambool liegt am westlichen Ende des bekanntesten Teils der Great Ocean Road und ist die grösste Stadt im Westen Victorias. Sie entstand, wie so viele an dieser Küste als Wal- und Robbenfängersiedlung. Nachdem die Tiere fast 150 Jahre gejagt wurden, sind sie heute zur Touristenattraktion geworden. In den australischen Wintermonaten, zwischen Juni und September, lassen sich mit etwas Glück ‚Southern Right Wales‘ von einer Aussichtsplattform vom Strand aus erspähen. Hauptattraktion der Stadt ist das Flagstaff Hill Maritime Museum & Village, ein nachgebauter Hafen aus viktorianischer Zeit mit Bauten und Schiffen jener Epoche. Port Fairy, ein idyllischer Hafenort weiter östlich, ist in einer halben Stunde mit dem Auto zu erreichen.


Murray River

Endemische Fische in Australiens größtem Fluss

Der fast 2.400 km lange Fluss ist der wasserreichste Australiens und – nach seinem Nebenfluss, dem Darling River – der zweitlängste. Er entspringt in den Snowy Mountains und fließt dann nach Westen. Auf einer langen Strecke bildet er die Grenze zwischen New South Wales und Victoria. Bei Adelaide, dessen Wasserversorgung vom Fluss abhängt, fließt der nach seinem europäischen Entdecker benannte Fluss ins südaustralische Meer. 28 endemische Fischarten leben im Fluss, darunter der Murray Dorsch, der bis zu 1,8 Meter lang wird. Ein Problem sind die europäischen Karpfen, die die einheimische Fischpopulation immer weiter zurückdrängen. Auf den fast 2.000 schiffbaren Kilometern werden Bootsfahren in historischen Raddampfern oder Flusskreuzfahrten angeboten.


Port Fairy

Historischer Fischereiort an der Great Ocean Road

Der Fischereiort westlich von Warnambool  zählt heute  2.500 Einwohner,  gehört aber zu den ältesten Siedlungen in Victoria. Bereits vor 1835 wurde er von Wal- und Robbenfängern aufgesucht. Später stieg er zu einem der bedeutendsten Häfen in Australien auf, wovon heute noch mehrere Gebäude aus dieser Zeit zeugen. Unbedingt sollte man den Pub im Historical Centre besuchen, der seine Ausschanklizenz bereits 1844 erhielt. Heute wie damals ist noch immer der Fischfang die größte Industrie am Ort, weshalb auch eine moderne Fischfangflotte im Hafen stationiert ist. Daneben ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig für diesen kleinen historischen Ort. Mehr als 50 historische Gebäude stehen unter Denkmalschutz 

www.port-fairy.com


Cooma

Tor zu den Snowy Mountains

Die Stadt mit knapp 7.000 Einwohnern liegt am Murrumbidgee River und wird im Westen von den Snowy Mountains überragt. Cooma ist Wintersportort, da die Snowy Mountains das höchste Gebirge Australiens sind. Mehrere Seen in der Gegend zeugen von mächtigen Gletschern, die während der Eiszeiten das Gebirge bedeckten. In den Snowy Mountains entspringen die Flüsse Snowy River und Murrumbidgee River, die einige der ältesten bekannten Organismen beherbergen.


Mallacoota

Ausgangspunkt für Touren in den Croajingolong-Nationalpark

Das ehemalige Fischerdorf, das sich inzwischen zu einem kleinen Ferienort entwickelt hat, ist Ausgangspunkt für Ausflüge in den Croajingolong Nationalpark. Im Informationszentrum erfährt man mehr über Wanderwege, Boots-, Kayak- und Kanutouren durch den Park. Empfehlenswert ist der sieben Kilometer lange Mallacoota Walking Track.


Croajingolong Nationalpark

Unberührte Küstenlandschaft am Gipsy Point

Der Nationalpark erstreckt sich über hundert Kilometer entlang der Südostküste; er zählt zu den schönsten des Staates Victoria und wurde von der UNESCO zum World Biosphere Reserve erklärt. Seit James Cook im Jahre 1770 die unberührte Küstenlandschaft zum ersten Mal sah, hat sie sich kaum verändert: verschwiegene Buchten, einsame Flüsse ergießen sich in weite Mündungen, felsige Landvorsprünge sind von dichtem Farnwald umgeben, wo verschiedene Vögel und Goanna-Echsen beheimatet sind. Die meisten Pisten innerhalb des Parks sind nur mit dem Geländewagen zu befahren.




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Reisebeispiele Victoria

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