Kimberley Region

Heißeste Gegende Australiens Kimberley Region

Heißeste Gegende Australiens Kimberley Region

Heißeste Gegend Australiens

Die neunte Region im Bundesstaat Westaustralien liegt ganz im Norden zwischen dem Indischen Ozean und der Tanamiwüste. Die Region ist mit knapp 430.000 Quadratkilometern etwa so groß wie Deutschland und Österreich zusammen, hat allerdings nur 38.000 Einwohner, von denen die Hälfte Aborigines sind.  Das Landesinnere gilt als der heißeste Teil Australiens und sogar der gesamten südlichen Erdhälfte. Hier herrschen im Sommer feuchtheiße Tagestemperaturen mit Spitzenwerten von 40 bis 45 Grad Celsius und selbst im Winter noch – trocken-heiße, jedoch erträglichere – 30 bis 35 Grad Celsius.

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Sehenswürdigkeiten Kimberley Region


Bell Gorge

Spektakuläre Schlucht an der Gibb River Road

Die spektakuläre Schlucht an der Gibb River Road wurde in Jahrtausenden vom Bell River in den Sandstein gegraben. Unterhalb der Wasserfälle und Kaskaden bildet er große und tiefe Becken, wo man in kühlem Wasser baden kann. Vom Parkplatz aus muss man noch 20 Minuten zu Fuß gehen, bis man zur Schlucht kommt. Das gegenüberliegende Ufer am Bell Creek darf nicht betreten werden, da dort Aboriginal Land anfängt. 


Gibb River Road

Abenteuerliche Sandpiste durch die Kimberley Region

Die Fernstraße im Norden von Western Australia verbindet den Great Northern Highway im Osten mit dem Derby Highway im Westen. Er ist die direkte Verbindung zwischen Derby und Wyndham. Sie wurde 1960 gebaut, um Schlachtvieh von den entlegenen Farmen der Kimberley-Region nach Derby zu transportieren, weshalb sie ursprünglich „beef road“ genannt wurde. Der Straßenzustand hängt von den Witterungsverhältnissen ab. In der Trockenzeit von  Mai bis Oktober kann man die Strecke mit einem PKW bewältigen. Während der Regenzeit von November bis April können einzelne Abschnitte auch für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Bis heute sind nur kurze Abschnitte asphaltiert. Den größten Teil fährt man über Sandpisten. 

Route


Windjana Gorge

Echsen, Krokodile und Flughunde in dramatischer Schlucht

Die 3,5 Kilometer lange Schlucht wird vom Lennard River durchflossen. Er führt zu Regenzeit durchgängig Wasser. Während der Trockenzeit bleiben nur ein paar Teiche. Die Wände der Schlucht sind bis zu 100 Meter hoch. Der Ort war dem Aborigines heilig; sie nannten die dort waltenden Schöpfungsgeister Wandjina. Im Fluss lebt das Süßwasser-Krokodil, das sich tagsüber am schlammigen Ufer und auf den Sandbänken sonnt. Auch verschiedene Vögel, Echsen- und Schlangen sind hier ansässig. In den Eukalypten-Arten und Paperbark Trees am Flussufer hängen große Kolonien von Flughunden. Ein von Informationstafeln begleiteter Trampelpfad führt am Flussufer entlang bis zum oberen Ende der Schlucht. Da es hier immer heiß ist – auch im Winter oft weit über 30 Grad – empfiehlt es sich, die Wanderung frühmorgens zu beginnen; Naturfotografen finden abends das beste Licht an den von Westen angestrahlten Schluchtwänden.


Geikie Gorge Nationalpark

Wanderungen und Bootsfahrten durch eine artenreiche Schlucht

Der Nationalpark in der westlichen Kimberley Region kann auf einer gut ausgebauten Teerstraße vom 20 Kilometer entfernten Fitzroy Crossing auch bequem mit einem PKW erreicht werden. Die Geikie Gorge wurde vom Fitzroy River geformt, der in der Regenzeit bis zu 16 Meter (!) ansteigen kann. Der jeweilige Wasserstand hinterlässt Streifen in der Schlucht aus weichem Kalkstein, das einst ein Korallenriff war. Der Fluss wird von unberührten Wäldern gesäumt, in denen einheimische Feigen, wilde Passionsfrüchte, Süßwassermangroven und Eukalyptusbäume wachsen. Bootfahrten durch die Schlucht, die von Krokodilen und eine vielfältigen Vogelwelt bevölkert wird, werden angeboten. Mehrere kürzere Wanderwege erschließen auf drei Kilometern einen Teil der Schluchtwände und des sandigen Uferbereichs.


Kalumburo Road

Abenteuerstraße zwischen Gibb River und Honeymoon Beach

Die Kalumburo Road beginnt rund 400 Kilometer östlich von Derby und 300 Kilometer westlich von Kununurra. Die fast 300 Kilometer lange Sandpiste führt von der Gibb River Road aus direkt nach Norden und ist nur mit einem Allradantrieb passierbar. Auf dem Weg kommt man unter anderem am Mitchell River National Park, am Drysdale River, am Honeymoon Beach und an den Ruinen der Pago Mission vorbei. In der Regel wird diese Straße erst nach der Eröffnung der Gibb River Road freigegeben, da zuerst die bekannte Abenteuerstraße und hiernach die Kalumburu Road begradigt wird.


Mitchell-River-Nationalpark

Strauchlandschaft um den Mitchell River

Der fast 1.200 Quadratkilometer große Nationalpark liegt ganz im Norden der Kimberley-Region. Die Parklandschaft aus Eukayptusbäumen und dichten Sträuchern bietet Heimate für 50 verschiedene Säugetiere, 220 Vögel und 86 Reptilien, darunter das Salzwasserkrokodil und mehrere Schlangen. Durch den Park fließt der Mitchell River, der in der Nähe von Port Warrender in den Indischen Ozean mündet. Der Fluss hat sich ein Tal aus rötlichem Sandstein gegraben und stürzt am Mitchell Plateau über mehrere Wasserfälle. Der Nationalpark ist über den Mitchell Plateau Track von der Kalumburu Road aus zugänglich, jedoch nur per Allradwagen. Er gehört der Ngauwudu Management Area und von drei Aboriginal-Stämmen bewohnt.


Drysdale River Nationalpark

Unberührte Wildnis am Drysdale River

Der fast 4500 Quadratkilometer große Nationalpark in der nördlichen Kimberley Region ist weitgehend unzugänglich. Weder gibt es eine Straße, noch eine Landepiste, geschweige denn eine touristische Infrastruktur. Erreicht werden kann der Nationalpark von der Carson River Station an der Kalumburu Road. Allerdings braucht man eine Erlaubnis der Kalumburu Aborigine-Organisation, denn es gibt keine markierten Pfade. Im Park gedeihen auf Sandstein Eukalyptuswälder, Der Drysdale River ist der längste Fluss im Nationalpark und ist Lebensgrundlage für zahllose Frösche, Schildkröten und Schlangen. Knapp 600 Pflanzen sind dokumentiert, darunter viele Sumpf- und Wasserpflanzen.


Home Valley Station

Grassteppen am Fuß des Cockburn Ranges

Die Farm liegt am Pentecost River mitten im kaum besiedelten Kimberley. Lichte Wälder und Grassteppen wechseln einander ab und bieten großen Rinderherden eine ideale Umgebung. In der Ferne sieht man das Cockburn Range liegen. Die majestätische Abbruchkante aus Sandstein nimmt in der Abendsonne eine glühende Farbe an. Der Cockburn River kann in der Trockenzeit vollständig austrocknen. In der Regenzeit schwillt er stark an und ist Heimat von Salzwasserkrokodilen.


El Questro Wilderness Park

Rinderfarm und Abenteuerpark

Der Wilderness Park liegt an der Gibb River Road 100 Kilometer westlich von Kununurra. El Questro Station war ursprünglich eine riesige Rinderfarm mit vielen Jackaroos, wie man die australischen Cowboys nennt. In den letzten Jahren ist dort ein Abenteuerpark entstanden. Helikopterflüge und Buschwanderungen, Bootsfahrten und Allradtouren werden angeboten. Die heißen Quellen von Zebedee Springs sind nur vormittags zugänglich. Eine schöne Badestelle findet man in der Emma Gorge. Weil nur wenig Sonnenlicht in die Schlucht fällt, bietet der kristallklare See auch in der trocken-heißen Steppenregion wohltuende Abkühlung.


Kalumburo

Nördlichste Siedlung in Western Australia

Bis 1951 hieß der Ort Drysdale River Mission. Er geht zurück auf eine Missionstation des Benediktinerordens von 1908. Wegen Wasserknappheit verlegten die Mönche die Station 30 Jahre später an den King Edward River. Im Zweiten Weltkrieg baute die Royal Australian Air Force einen Flugplatz zur Abwehr von U-Booten, der mehrmals von den Japanern angegriffen wurde. Heute ist Kalumburo die nördlichste Siedlung im Bundsstaat Western Australia und hat etwa 400 Einwohner. Das Land gehört den Aborigine-Völkern der Wunambal und Kwini. Wer im King Edward Gorge River angelt, sollte Süßwasser-Krokodile achten. In der Umgebung findet man bedeutsame Werke der Aborigine-Kunst.


Dampier Peninsula

Aborigine-Kultur und weiße Sandstrände

Die Halbinsel nördlich von Broome und der Roebuck Bay ist vom Indischen Ozean im Westen und Norden umgeben. Im Osten grenzt sie an den King Sound.  Die Dampier-Halbinsel ist ein Zentrum der Aborigines, die die Stämme der Aborigines. Auf der Halbinsel gab es historische Camps der frühen australischen Perlenfischer und Außenstationen der Aborigines. Die weißen Sandstrände laden zum Schnorcheln, Fischen und Schwimmen ein. Dort steht auch die Sacred Heart Church, die ganz aus Muschelschalen gebaut ist.


Halls Creek

Stopover-Stadt zwischen Broome und Kununrra

Die Kleinstadt mit etwa 1.450 Einwohnern liegt in der Kimberleyregion in Western Australia zwischen Fitzroy Crossing und Warmun. Sie wurde als Bergwerk gegründet in der Nähe der einheimischen Stämme Jaru (Djar-u), Kija (gKid-ja) und Tjurabalan. Der Verwaltungsbezirk ist flächenmäßig einer der größten Australiens und damit der Welt. Auf der Verbindung zwischen den Touristenzentren Broome und Kununurra am Südrand der Kimberleys entlang ist Halls Creek eine wichtige Zwischenstation für Durchreisende. Fünf Kilomter östlich vom Ortszentrum liegt die „China Wall“, eine natürliche Granitwand mit Quarzadern. Sie ist über eine unasphaltierte Straße zu erreichen. 


Bungle Bungles

Naturwunder in der Heimat der Aboriginees

Das Naturwunder in der entlegenen Wildnis von Westaustralien ist nur mit dem Allradwagen oder per Kleinflugzeug erreichbar. Bis in die 1980iger Jahre waren die bienenkorbartigen Felsformationen nur ein paar Wissenschaftlern, örtlichen Farmern und den Aborigines bekannt. 1987 wurde das Gebiet zum Purnululu Nationalpark erklärt und 2003 in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Seit Jahrtausenden ist die Gegend Heimat der Aborigines, weshalb sich zahlreiche Felszeichnungen finden. Daneben beheimatet der Park endemische Pflanzen, die teilweise nicht einmal einen Namen haben, da sie erst kürzlich entdeckt wurden.


Kununurra

Landwirtschaftliches Zentrum mit guten Freizeitangeboten

Die 3.700-Einwohner-Stadt wurde in den 1960iger Jahren als Zentrum eines weiträumigen landwirtschaftichen Bewässerungsprojektes gegründet. Deshalb wachsen rund um Kununurra heute auf den Feldern Erdnüsse, Bohnen, Mangos, Bananen, Pawpaws, Melonen, Gurken, Zuckerrohr und Baumwolle. Inzwischen hat sich der Ort aber zum touristischen Zentrum in der Region Kimberley entwickelt. Rund 40 Kilometer südlich liegt der Argyle See, ein künstlich geschaffener Stausee mit 740 Quadratkilometern Oberfläche. Das Anglerparadies ist zugleich der größte Wasserspeicher Australiens. Trotz der Süßwasserkrokodile ist das Baden in ihm ungefährlich. Interessant ist auch der Hidden Valley National Park mit verwitterten Sandsteinformationen und Felsmalereien der Aborigines. Von Kununurra aus können verschiedenste Tagestouren in die westliche Kimberley Region und zu den Bungle Bungles gebucht werden. 




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Reisebeispiele Kimberley Region

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