Northern Territory

Wildnis ohne Grenzen: Northern Territory

Wildnis ohne Grenzen: Northern Territory

Letzte Wildnisregion der Erde

Das Northern Territory gehört zu den letzten großen Wildnisregionen der Erde. Weniger als 250.000 Einwohner verteilen sich auf einem Gebiet, das größer ist als Frankreich, Deutschland und Spanien zusammen. 50 Prozent der Bevölkerung lebt in Darwin. Seit rund 60.000 Jahren sind hier die Aborgines zuhause und haben das wohl älteste Musikinstrument der Menschheitsgeschichte – das Didgeridoo – erfunden wie auch den Boomerang. Im Landesinneren herrscht Wüstenklima. Die Küstenregion hingegen wird vom feucht-heißen Monsun und heftigen tropischen Wirbelstürmen bestimmt. Großartige Naturdenkmäler zwischen dem Kakadu National Park und Ayers Rock ziehen zunehmend Besucher an. 



Sehenswürdigkeiten Northern Territory


Katherine Gorge

Wildromantische Schlucht im Nitmiluk Nationalpark

Bekannt ist der Nitmiluk Nationalpark durch die zwölf Kilometer lange Katherine Gorge, die in eine Serie von 13 Schluchten unterteilt ist und über einen Zeitraum von einer Milliarden Jahren entstanden ist. Die steilen, rotbraunen Felswände kontrastieren mit weißen Eukalyptusrinden und grünen Palmfarnen. Im bis zu 100 Meter tief eingeschnittenen Flusstal gibt es auch traditionelle Felsmalereien zu sehen. Die Schlucht kann man bei einer Bootsfahrt, zu Fuß, per Hubschrauber oder am besten mit dem Kanu erkunden. Das Nitmiluk Informationszentrum befindet sich in der ersten Schlucht, die 30 Kilometer von Katherine entfernt liegt. Der Park, früher Katherine Gorge Nationalpark, wurde vor einigen Jahren, an die Aborigines zurückgegeben, die ihn in „Nitmiluk“ umbenannten, was „Ort der Zikaden“ heißt. Er wird heute gemeinsam von der Northern Territory Regierung und dem Jawoyn Stamm verwaltet. In der weiteren Umgebung von Katherine befinden sich heiße Thermalquellen und attraktive Badeplätze, wie die Edith Falls. Herausragend sind auch die Cutta Cutta Caves, die einzige öffentlich zugängliche Höhle des Northern Territory, in der auch Fledermäuse leben.


Gregory National Park

Spuren der Aborigines in markanter Bergwelt

Südlich von Timber Creek liegt der 13.000 km² große Gregory National Park in der Übergangszone zwischen der tropischen Region und dem semiariden Northern Territory. In der eindrucksvollen Landschaft mit bizarren Bergformationen und tiefen Schluchten finden sich Spuren der Aborigines-Kultur. Erreichbar ist der Nationalpark über eine nicht geteerte Straße von Timber Creek aus, die während der Regenzeit auch überflutet sein kann. Boots- und Rafting-Touren werden in Timber Creek angeboten. Baden im Fluss ist wegen der Krokodile nicht erlaubt.


Bamurru Plains

Artenreiche Tierwelt zwischen Feuchtgebiet und Savanne

Die Ebene am Rande der Mary River Foodplains gehört zu den bedeutendsten Ökosystemen Australiens. Von Feuchtgebieten bis zur Savanne gibt es eine große Vielfalt der Biosphäre, die vor allem vom tropischen Monsun bestimmt ist. Die am häufigsten zu beobachtenden Tiere sind Wallabies, Antilopenkängurus, Dingos, Salzwasserkrokodile, Wildschweine und Wasserbüffel. Andere Spezies sind erst in der Nacht zu sehen, darunter  eine große Anzahl von Reptilien, Possums, Wasserwaranen und anderen Amphibien. Flussfahrten auf dem Sampan River führen zu einer der größten Krokodilpopulationen der Welt.


Litchfield National Park

Tropische Vegetation, donnernde Wasserfälle

Das erst 1986 zum Nationalpark erklärte Gebiet ist immer noch weitaus unbekannter als sein großer Bruder, der Kakadu Park. Tropische Vegetation, Steilwände aus Sandstein, Termitenhügel und Wasserfälle prägen die Landschaft. In der regenreichen Zeit von Oktober bis Mai stürzen Wasserfälle donnernd in die Tiefe. Während der übrigen Monate sind die natürlichen Becken am Fuße der Wasserfälle beliebte Badestellen. Die bekanntesten Wasserfälle des Parks heißen Wangi, Tolmer und Florence. Buley Rockhole ist ein kristallklarer, terrassenförmiger Wasserlauf mit vielen kleineren Pools – einfach zu erreichen und ideal für eine kurze Abkühlung. Die Straßen im National Park sind gut ausgebaut, so dass die Hauptattraktionen gut zu erreichen sind. Reizvoll sind auch die Wanderwege und die abgelegenen Gebiete des Nationalparks, wie die Sandsteinformation Lost City und die Tjaynera Falls, die man nur mit einem Geländewagen erreichen kann.


Fogg Dam

Vogelparadies an Talsperre

Rund um den Fogg Dam am unteren Teil des Adelaide River wurde ein Conservation Reserve gegründet. Es liegt nur 52 km östlich von Darwin fast direkt am Arnhem Highway und viele Touristen rauschen auf dem Weg zum berühmten Kakadu National Park achtlos daran vorbei. Dabei lohnt sich ein Abstecher. Die Sumpfgebiete dieser Region haben eine große Bedeutung für die Ökologie und die örtlichen Limilngan-Wulna People, die das Reservat verwalten.
Gebaut wurde der Damm in den 1950er Jahren, um für die Bewässerung des fehlgeschlagenen Reisanbau-Projekts im Humpty Doo ein Reservoir zu bilden.
Fogg Dam kann man das ganze Jahr über besuchen, die Zufahrt ist asphaltiert. Zwischen August und November ist die beste Zeit, um hier große Scharen von Vögeln zu beobachten. Zwischen Dezember und Juli sieht man nicht solche Massen, es lassen sich aber mit einem Fernglas  immer noch viele verschiedene Spezies von Wasservögeln beobachten. Die Wasserpflanzen blühen das ganze Jahr über. An den verschiedenen Aussichtspunkten kann man mit der nötigen Geduld den ganzen Tag verbringen. Am Parkplatz selbst gibt es Toiletten und einen Picknickplatz.


Darwin

Multikulturelle Stadt mit lebendigem Hafenviertel

Die nach dem Naturforscher Charles Darwin benannte Hafenstadt ist die Hauptstadt des Northern Territory und mit knapp 100.000 Einwohnern die nördlichste Großstadt des Kontinents. Darwin wurde 1869 gegründet, 1942 durch Luftangriffe der Japaner und 1974 durch einen tropischen Wirbelsturm stark zerstört. Heute ist Darwin eine multikulturelle und fröhliche Stadt, die einen schönen Hafen, viele bunte Märkte und in der Trockenzeit allabendlich auch ein Open-Air-Kino in Strandnähe (Deckchair Cinema) zu bieten hat. Darwin gilt auch als die heißeste Stadt Australiens, als „Tor nach Südostasien“ und als Ausgangspunkt für Touren in den Litchfield oder den Kakadu Nationalpark. Wer zwei Nächte in Darwin hat, kann bei einem Ganztagesausflug zu denTiwi-Islands mehr über die Kultur der australischen Ureinwohner erfahren, die seit Tausenden von Jahren auf den beiden Darwin vorgelagerten Inseln leben. Empfehlenswert, wer sich für die Kunst der Aboriginals interessiert, ist das Readback Books in der Smith Street Mall in Darwin. Es ist eine gute und preiswerte Alternative zu den großen Galerien. Die beste Reisezeit für Darwin und das „Top End“, die nördliche Region des Northern Territory, ist von April bis Oktober; in diesen Monaten ist das tropische Klima weniger schwül, heiß und regnerisch.




Weitere Sehenswürdigkeiten Northern Territory




Reisebeispiele Northern Territory

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