15.01.2010

Australienreise von Wolfgang und Vreni Hösel

Sehr geehrter Frau Hellack

Inzwischen ist es schon eine Weile her, dass wir von unserer Australienreise heimgekehrt sind. Dennoch sind die Eindrücke noch frisch in Erinnerung, nicht zuletzt wegen der Zeit die ich mit der Aufarbeitung des Fotomaterials zwischen Weihnachten und Neujahr verbracht habe.
Die Reise war von Umfulana ausgezeichnet organisiert. Die Unterkünfte waren durchwegs gut bis sehr gut. Die gewählten Reisedistanzen sowie die Ruhepausen waren angemessen. Wir genossen vor allem die Unterbringung in den Bed&Breakfast Herbergen. Die australische Freundlichkeit kommt dabei voll zum Ausdruck und lässt einem viel Zusätzliches über Land und Leute erfahren.
Unser Urlaub begann in Brisbane. Noch müde vom langen Fluge und etwas, dem europäischen Winter entsprechend, zu warm gekleidet, verbrachten wir den Tag mit einer Rundfahrt auf dem Brisbane River. Von Brisbane ging's per Mietwagen nach Hervey Bay. Die bereits von Ihnen geplante Tour auf Fraser Island gestaltete sich recht abenteuerlich. Aufgrund der langen Trockenperiode waren die Sandpisten selbst für 4x4 Fahrzeuge teilweise kaum zu bewältigen.
Über Rockhampton führte unsere Fahrt weiter nach Arlie Beach. Während wir auf unserer Reise nur wenigen Touristen begegneten und kilometerweite leere Sandstrände vorfanden, war der Ferienort zum Bersten voll mit Backpackern.
Die australischen Schüler hatten ihr Abitur abgeschlossen und tobten sich vor Beginn des Studiums noch einmal richtig aus. Eine Bootsfahrt hinaus auf die Whitsunday Islands, zusammen mit dem Schnorcheln im Korallenriff, entführte uns jedoch umgehend dem hektischen Treiben.
Von Airlie Beach ging die Reise über Mission Beach weiter nach Cairns.
Speziell in dem B&B Mission Beach hätten wir gerne eine weitere Nacht angehängt. Je weiter nördlicher wir kamen, um so tropischer wurde die Vegetation. Die dürren, wüstenartigen Steppen wurden von tropischen Regenwäldern abgelöst. Die Viehzucht wich dem Anbau von Zuckerrohr, Bananen und Tee. Ein Abstecher in die Atherton Tablelands zeigte eine Landschaft, welche nur im ersten Anschein unseren Voralpen glich, bei genauerem Hinsehen erkannte man jedoch, dass die Vegetation nicht zu vergleichen war. Besonders faszinierend war für uns eine Wanderung durch das Blätterdach des tropischen Regenwalds.
In Cairns waren wir für drei Tage im Regenwaldhaus untergebracht. Das Haus inmitten eines künstlich angelegten Sees, umgeben von der tropischen Vegetation, kann kaum noch übertroffen werden. Von Cairns aus nahmen wir die malerische Eisenbahn hinauf nach Kuranda und zurück die Seilbahn mitten durch den Regenwald.
Ein Ausflug entlang den nördlichen Stränden führte uns über Port Douglas hinauf an den Daintree River. Eine Flussfahrt zeigte uns, dass australische Krokodile nicht nur im Film vorkommen.
Von Cairns ging's weiter per Flugzeug nach Alice Springs. Nach unsrer Meinung waren die folgenden Tage in den Northern Territories der Höhepunkt der Reise. Das Outback mit seiner wüstenartigen Landschaft und Farbenpracht ist von ausnehmender Schönheit. Oft wurden wir auch an unsre Reisen in Afrika erinnert. Man hat stets das Gefühl, es müsste hinter der nächsten Ecke entweder eine Giraffe oder doch zumindest eine Antilope stehen. Dies ist natürlich in Australien nicht der Fall. Gelegentlich wird man jedoch von entlaufenen und nun wild lebenden Kamelen und Pferden überrascht. Die Reise ging, teilweise über Schotterpisten von Alice Springs, Glen Helen und Kings Canyon zum Ayers Rock. In Glen Helen wurde der übliche Übernachtungsstandard nicht ganz eingehalten. Entschädigt wurden wir jedoch durch die traumhafte Landschaft und die ausgezeichnete Küche des Restaurants. Am Abend hallten die Felsen vor dem Resort vom Heulen der auf Jagd gehenden Dingos wieder.
Über weite Strecken schienen wir absolut alleine im Outback unterwegs zu sein. Erst am Ayers Rock holte uns der Tourismus wieder ein. Jeder Australienreisende muss schliesslich den roten Monolith in der Wüste gesehen haben.
Vo hier führte uns der Flug nach Sydney. Schon während des Anflugs hatten wird eine atemberaubende Sicht auf die Stadt. Drei Tage lang zogen wir zu Fuss, mit dem Bus und der Fähre durch Sydney und Umgebung. Wir haben schon viele schöne Städte auf dieser Welt gesehen, Sydney gehört sicherlich zu den schönsten und nimmt, aufgrund der frischen Eindrücke, zurzeit wohl den ersten Platz ein.
Rückblickend bleibt eine wunderbare Reise, anderthalb Stunden Diashow und die Feststellung, dass wir eigentlich kaum Kängeruhs (zumindest lebende) gesehen haben.

Die Reise war ausgezeichnet geplant und organisiert. Wir bei künftigen Unternehmungen sicherlich wieder auf Umfulana zurückkommen. Wir möchten uns daher herzlich bei Ihnen bedanken.

Freundliche Grüsse

Wolfgang und Vreni



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