29.09.2010

Australienreise von Dirk & Anja Winkler

Hallo Brinka,

wir sind frisch erholt aus Australien zurückgekehrt und versuchen noch uns wieder in Deutschland einzufinden.

Die Reise war sehr schön und es hat alles prima geklappt.

Wir sind zunächst für drei Tage in Hongkong gewesen und haben uns dort die Stadt angesehen. Obwohl die Stadt eine Reise Wert ist, hat uns das Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen jenseits der 35 C dort sehr geschafft. Unser Hotel war richtig nett und unerwartet hübsch für Hongkong. Zudem konnte man sich abends im Spa oder Hotelpool auf dem Dach von der hektischen Stadt erholen. Dennoch haben wir es etwas bereut, dass wir die Zeit nicht lieber für einen längeren Aufenthalt in Australien genutzt haben.

Brisbane hat uns dann zunächst mit einem bewölkten, regnerischen Tag begrüßt. Einen Tag später haben wir dann aber einen der 330 Tage Sonnenwetter in Brisbane kennen gelernt. Die Übernachtungen und das Frühstück waren toll und wir haben uns auch schnell an die freundlichen Australier gewöhnt, die immer gerne reden, Auskunft geben und auch selber mit uns in Gespräch kommen wollten. Bisher hatten wir fast nur Hotelurlaube gehabt, so dass man diese offene Art nicht unbedingt kennt.

Schnell ging es dann weiter nach Hervey Bay, wo wir mit Mara und Rocco zwei ganz liebenswerte Gasteltern hatten, die ein wunderschönes B&B haben und deren Frühstück sicherlich das Beste war, was wir in drei Wochen kennen gelernt haben. Wie wir schnell feststellten, ist es doch manchmal sehr schwierig in Australien ein gutes Abendessen zu bekommen, insbesondere in kleineren Städten in der Nebensaison. Rocco zeigte uns hier aber mit einem selbstgekochten Risotto, was doch alles möglich ist. Das beste Risotto, das wir bisher gegessen haben. Ansonsten hatten wir den Eindruck, dass Australier lieber den ganzen Teller mit viel frittiertem Fisch, Fleisch und Pommes genießen. Das wurde einem doch manchmal etwas zuviel ;-).

Fraser Island war sehr beeindruckend. Wir haben direkt die Gelegenheit genutzt und einen Rundflug über die Insel gemacht mit Start und Landung am Strand von Fraser Island. Sehr zu empfehlen, auch wenn es kurz und nicht ganz günstig ist.

Schließlich ging es nach Yeppon, wo wir im B&B in Strandnähe für eine Nacht schliefen. Das B&B konnte leider nicht ganz das halten, was die vorherigen und kommenden B&B boten, da die Zimmer nicht sehr groß und modern waren, aber das Frühstück und die Gasteltern waren mal wieder hervorragend. Übrigens konnte mir Richard hier noch helfen, die Elektrik vom Mietwagen wieder in Gang zu bringen, da das Navigationsgerät keinen Strom bekam und Hertz hier wenig Flexibilität zeigte.

Weiter nach Airlie Beach mit einem B&B in bester Lage mit Blick auf die Marina. Peter ist ein Mann alter Schule, sehr zurückhaltend, dabei aber unglaublich freundlich und nett. Leider konnten wir sein mehrgängiges Frühstück nicht genug würdigen, da wir an beiden Tagen recht früh zu Touren aufgebrochen sind, u.a. eine kleine Segeltour durch die Whitsundays. Zweifelsohne ein Höhepunkt unserer Tour. Wir haben geschnorchelt, geschwommen, in der Sonne gebraten, lecker gegessen und das Segeln hautnah erlebt.
In Mission Beach kamen wir zum ersten Mal mit den richtigen Tropen in Kontakt. Die Luftfeuchtigkeit war spürbar angestiegen und drückend, der Ort einfach traumhaft. Ein Regenwald, der direkt in den Strand und ins hellblau, grüne Wasser übergeht, herrlich. Das B&B war ebenfalls eine Augenweide mit seiner offenen Bauweise, wenngleich auch die beiden Haustiere der Besitzer auf der Veranda, zwei ungiftige große Spinnen, Respekt einflössten.

Dann ging es schon wieder weiter nach Cow Bay im Daintree Regelwald. Nachdem wir die Fähre über den Daintree River genommen hatten, fühlten wir uns fast wie in einer anderen Welt. Dichtester Regelwald, eine kleine Straße und nur wenig Autos oder gar Menschen zu sehen. Unser B&B für die kommenden zwei Tage liegt mitten im Regelwald, hatte eine offene Bauweise, so dass die Hitze nur wenig störte und die Gasteltern waren sehr freundlich und hilfsbereit. Allerdings war es eher schwierig, Abendessen zu bekommen, nach 19.30 Uhr ist es schlicht unmöglich auf dieser Seite des Daintree Rivers. Leider ist unser Aufenthalt im Regenwald im wahrsten Sinne des Wortes in Wasser gefallen, da es ununterbrochenen Starkregen gegeben hat, so dass wir den Regenwald aus dem Auto gesehen haben und die wenigen weniger heftigen Regenfälle zu kurzen Spaziergängen genutzt haben.

Durch die Atherton Tabellands ging es dann den Weg zurück in die Nähe von Cairns. Mitten in einem Wohngebiet an den Northern Beaches von Cairns liegt hier mit dem Regenwaldhaus B&B ein Paradies umgeben von einem „Burggraben“ oder wie die Ureinwohner sagen „Billabong“. Die Gasteltern waren selber im Urlaub, aber deren Vertretung Sonja und Phil zusammen mit dem Haushund Roxy waren einfach liebenswert. Wir hatten tolles Frühstück auf der Veranda des Hauses und wurden am zweiten Abend zum Barbecue mit T-Bone Steaks und Kartoffelgratin eingeladen. Von hier aus ging es zum Great Barrier Reef. Wahnsinn, das ganze Ausmaß dieses Reefs kann man wohl nur aus der Luft wahrnehmen, aber alleine beim Schorcheln und Schwimmen bieten sich so viele Ansichten an, unglaublich.
Zu diesem B&B aber noch die Kritik: Das Froschquaken überhört man irgendwann und findet es sogar bald sehr angenehm, aber dass das B&B mitten in der Flugschneise des doch recht häufig frequentierten Flughafens von Cairns ist, macht die Nacht sehr unruhig. Dieser Punkt wäre vielleicht in den Reiseunterlagen erwähnenswert gewesen.

Nachdem der Mietwagen abgegeben war, ging es mit dem Flughafen, der ja hörbar nah lag, nach Ayers Rock oder besser Uluru. Die Landschaft wurde schon während des Fluges eine ganz andere. Hatten wir Queensland in erster Linie grüne Landschaften mit riesigen Pflanzen und vielen Vögeln, fanden wir nun roten Sand und teilweise Einöde vor. Wir waren im Outback angekommen. Nachdem 2010 aber wohl eines der feuchtesten Jahre überhaupt dort gewesen ist, war die Wüste doch grüner als man dachte und rund um den Uluru fanden sich grüne Oasen und viele Vögel. Wir hatten Glück, am Tag der Umwanderung des Uluru war es bewölkt und mit 20 C (nach einer Nacht mit weit weniger als 10 C) eher kühl, so dass uns die gefürchteten Fliegen in Ruhe ließen, ein Sonnebrand in weite Ferne gerückt ist und wir entspannt wanderten. An diesem Tag haben wir insgesamt den Uluru umwandert, sind durch das „Tal der Winde“ bei den „Olgas“ gewandert und haben abends noch das „Sounds of Silence Dinner“ mitgemacht. Es war herrlich. Wir haben soviel gesehen und so nette Menschen kennen gelernt.

Schließlich ging es zum Abschluss noch nach Sydney mit dem Flieger. Mit dem Boutique-Hotel hatten wir ein kleine schnuckelige Pension in sehr guter Lage und mit wenigen Gehminuten zur Harbour-Bridge, der Oper und dem Botanischen Garten und siehe da, es gibt doch gutes, sogar sehr gutes Essen in Australien J in den vielen kleinen Restaurants von Potts Point und Umgebung.

Sydney muss man einfach zu Fuß und mit der Fähre erkunden. Wir haben über die ganze Reise so viele Tipps von Menschen bekommen, was wir uns ansehen sollten und wie wir am Besten in Sydney reisen, dabei aber gemütlich die Stadt erkundet können. Sydney ist mit dem Rest Australiens überhaupt nicht vergleichbar, aber ein sehr schöner Schlusspunkt zum Abschluss einer fantastischen aber leider viel zu kurzen Reise.

Übrigens, mit dem glutenfreien Frühstück hat alles richtig gut geklappt. Alle waren vorbereitet und es gab eine Fülle an Lebensmitteln für mich. Aber insgesamt scheint dieses Thema, in Australien viel mehr Aufmerksamkeit zu genießen als in Deutschland. Restaurants und Supermärkte zeichnen die Produkte besser aus und bieten sehr viele Sachen dazu an.

Brinka, von mir und meiner Frau vielen lieben Dank für eine perfekt geplante Reise und dem umfassenden Service im Vorfeld. Wir haben diese B&B Reise richtig genossen und wollen die vielen Kontakte, die wir dabei gefunden haben nicht mehr missen.

Wir freuen uns schon auf unsere nächste Reise nach Neuseeland und natürlich mit Umfulana.

Liebe Grüße

Anja & Dirk



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