27.06.2016

Australienreise von Ulrich und Andrea

Ausführlicher Reisebericht über Down Under

Wir kommen zurück von einer unglaublich schönen und bereichernden Reise mit sehr vielen Eindrücken und Emotionen. Fast vier Wochen waren wir unterwegs in Oz, mit einem Zwischen Stopp in Dubai für 2 Nächte. Die Menschen in down under sind unwahrscheinlich freundlich, interessiert und sehr hilfsbereit. Wir haben, auch in den Großstädten wir Brisbane und Sydney, nie jemanden mit einer langen Flappe gesehen oder Menschen, die griesgrämig oder gestresst wirkten. Liegt wahrscheinlich an den Temperaturen und der vielen Sonne! Da hat man wohl eher gute Laune.
Enttäuscht und negativ überrascht hat uns, dass man über die Ureinwohner fast gar nichts groß hört oder sieht. Es gibt wahnsinnig viele verschiede Stämme fanden wir heraus und jeder lebt anders, aber im Allgemeinen wird nichts über die Aboriginals geschrieben. Es gibt ein großes Village Tjapukei, das wir auch besuchten (schön aber kommerziell, klar für die Touris) von den Einwohnern des Regenwaldes (die da aber ja nicht mehr leben dürfen), die ihr Leben allen Interessierten erzählen und vorstellen. Wirklich sehr anschaulich. Wir waren mit einem Paar komplett alleine dort und haben unzählige Fragen gestellt. Das war toll! Aber sonst hört man irgendwie nix und das war doch der Grund, warum wir nach Australien reisen wollten. Um etwas von den Ureinwohnern zu erfahren. Im Nachhinein haben wir gehört, es gibt Walking Brothers und Walking Sisters, die mit einem durch den Regenwald streifen, alles erklären und erzählen und dort alles Essbare einfangen und mitnehmen und daraus dann ein typisches Mal kochen und dies mit den Interessierten zusammen einnehmen. Das hätten wir auch gerne gemacht. Aber leider keine Zeit mehr gehabt. Auch über den Genozid an den Natives hört man überhaupt nichts. Also, wenn man was wissen will über die Aboribinals, dann muss man sich das im internet raussuchen oder Einheimische fragen, die kennen immer jemanden, der so etwas macht.
Mein Mann hat mich mit dieser Reise überrascht anlässlich unseres 10. Hochzeitstages. Er hat komplett alleine diese Reise ausgesucht und über Umfulana gebucht. Unglaublich. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an Frau Mandlmeier. Es hat – bis auf ein paar Kleinigkeiten, die ich Umfulana schon mitgeteilt hab – alles wie am Schnürchen geklappt. Prima organisiert alles. Und der Reiseführer war sehr hilfreich wie auch die tolle Tasche und die Reisebuchung mit den Vouchers in Spiralbindung.
Wir haben vor Ort jeweils die Unterkünfte über Tripadvisor bewertet. Allerdings haben wir „versucht“ dies objektiv zu tun (wobei eine Bewertung ja eigentlich immer subjektiv ist), damit nicht eigene Befindlichkeiten im Wege sind.
Ich werde aber jetzt hier für den Reisebericht alles komplett subjektiv beschreiben – was uns gefiel und was wir aus unserer Sicht nicht gut fanden und was wir empfehlen würden –aus unserer Sicht.
Wir waren vom 7. April bis zum 3. Mai unterwegs. Hier bei uns Frühling – in Oz Herbst. An der Ostküste vom Klima her super. Heiß, windig, nachts 20-25 Grad C. Hunter Valley, Blue Montains und Sydney für Frostbeulen wie mich – fröstelig schon, tagsüber 20-25 Grad C. Das ja mal ein Unterschied. In zwei Unterkünften fand ich es daher persönlich auch sehr kalt.
Aber überall, wo sonst mega viel los war, in dieser Zeit sehr ruhig und wenig Touris wurde uns überall gesagt. Wir waren in manchen Unterkünften auch ganz alleine. Das war toll!
Aber negativ für diese Zeit – Regenzeit geht bis Ende Mai! Es gibt überall diese sehr gefährlichen und tödlichen Quallen dort Marine Stingers genannt. Und schwimmen sollten man an der Ostküste keinesfalls. Es gibt Netze, die gespannt werden, innerhalb derer man dann angeblich schwimmen kann, aber: Die todbringende Würfelqualle ist durchsichtig und sehr klein und kommt auch durch die Qallennetze durch. Bei sehr bewegter See werden diese und auch andere Qallen über die Netze drüber gespült. Daher auch, wenn man einen Stinger Suit trägt (extra gegen Quallen wie ein Neoprenteil, aber dünner), sind doch Gesicht, Hände und Füße meist nicht bedeckt und der Kontakt mit den Tentakeln reicht aus. Wir waren daher nur 1 x am Great Barrier Reef schnorcheln. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, mit einem Stinger Suit. In Sydney gibt’s das alles nicht, da konnte man dann so schwimmen. Allerdings wars und dort leider zu kalt und es war auch nicht sehr sonnig sondern immer bewölkt. Im Januar war wohl total verregnet. Dann 2 Monate mega heiß und als wir kamen, gabs dann plötzlich überall wieder Regen. Wat willst machen.
Flug mit Emirates – super! Veganes Essen hatten wir bestellt – super! Viel Platz und sehr guter Servirce. Alle total nett. Alles hat reibungslos immer geklappt. Super.
Wir hatten Umfulana gebeten immer einen 2 Sitzer im Flieger zu buchen, was bei der Rückreise nicht klappte, da sich andere online auf diese Plätze eingecheckt hatten. Also bei spezieller Platzwahl der Hinweis: Immer online vorher noch einchecken, da sonst die auch bestätigten Plätze futsch sind.
Gut war, dass wir unser TomTom mitgenommen haben. Australien haben wir uns einfach über internet (kostenpflichtig) heruntergeladen. Überhaupt kein Problem. Auch hatten wir immer die neusten Autos mit riesigem Kofferraum! Super.
Ein Hinweis in eigener Sache an die vegan lebenden Menschen: Frühstück Dubai war ein Problem vegan, in down under überhaupt nicht. Ansonsten essen gehen vegan – schwierig. Es gibt einige Cafés Sydney, Brisbane, Noosa z. B. aber ein wenig Flexibilität hilft. Wir hatten die Unterkünft auch noch einmal extra persönlcih angeschrieben wegen veganem Frühstück und nur positive Rückmeldung erhalten – no worries ?
08.04. – 10.04. Dubai: "Zu Gast in einer Villa in Bastakia":
Die Unterkunft war genau wie beschrieben. Hat uns gut gefallen. Die Decken der Zimmer sehr hoch. Sonst sehr dunkel. Kleine Fenster. Aber kühl und sehr sauber. Wir hatten das Zimmer hinten im Patio mit vorne noch einem Sitzbereich draussen. Sehr schön. Sehr nett wurden wir begrüßt. Zum veganen bestellten Frühstück gabs am zweiten Morgen extra einen Salat. Aber sonst nix proteinreiches. Am 3. Morgen nicht mal das. Gut, dass ich mir vegane eingeschweißte Würstchen mitgenommen hatte. Obst und Oliven gab es aber und Hummus glaub ich auch einmal.
Dubai an sich hat mir persönlich überhaupt gar nicht gefallen und ich würd auch nie wieder dorthin fliegen. Überall nur Baustellen und Kräne. Schweine heiß und du kannst ja nicht ein luftiges Sommerkleid mit Spaghettiträgern anziehen oder etwas transparentes etc. is ja alles nicht erlaubt. Dann wirklich sehr teuer. Wir fanden Touristenabzocke. Am ersten Morgen waren wir Frühstücken, als mir morgens ankamen, somewhere am Strand in einem Restaurant und haben sage und schreibe 60 EUR bezahlt – für nix viel. Wir waren echt baff. Auch sonst am Strand die Liegen für 2 kosten 60-80 EUR! Sonst aber auch niergendwo Schatten für uns zwei Weißlinge. Shoppen interessiert uns auch nicht, wenn wir in Urlaub fahren, daher waren die Malls für uns nicht interessant und die riesen mega Gebäuden und dieser Reichtum, wenn woanders die Menschen keine Heimat haben und verhungern… ist nicht meins. Alkohol gibt’s in den Restaurants auch nicht. Nur in Hotels. Ach und das Hotel, das dem Guesthouse angeschlossen ist, ist auf keinen Fall ein 5 Sterne Hotel. Eher 3 und auch schon was abgewreggelt. Aber sehr netter Service und dort lecker ein Gin-Tonic und eine Zigarette rauchen.
Wir waren abends mal in der Altstadt um unser Hotel rum essen und das war echt schön. Vegan sogar. Auch waren wir in einem angeblichen Natuschutzgebiet auf Safarie. Allerdings brettern dort dann 30 Jeeps hintereinander über die Dünen (in der Wüste) , was aber ganz witzig ist, mit Naturschutz aber nun gar nix zu tun hat. Zwischendurch wird angehalten und man kann auf eine Düne steigen auch zum sundown. Das war romantisch. Danach kommt man in ein Camp, wo es lecker auch veganes essen und Gegrilltes gibt UND sogar Alkohol. Surprise surprise. Danach wurde dann und das find ich so toll, für 15 min komplett alles Licht ausgeschaltet, um die Sterne sich anschauen zu können, star gazing.
Nach 2 Nächten gings dann endlich weiter nach Australien, Bisbane
10.04. ganzer Tag im Flieger
11.04. – 13.04. Brisbane, "Zu Gast in einem B&B in Brisbane":
War das ein liebevoller Empfang durch Kate und wir konnten auch schon morgens das Zimmer in Beschlag nehmen. Supi. Wir hatten das Zimmer direkt am Eingang zur Veranda. Wunderschön. Sehr sauber. Vegane Kekse, Kaffee und Tee und zum 10. Hochzeitstag noch eine Flasche Oz Rotwein mit einem persönlichen Brief dazu. Unglaublich. Und was Kate dann noch alles veganes zum Frühstück aufgefahren hat. Wahnsinn. Wir wurden ja sowas von verwöhnt. Und Neill, ihr Mann auch so süß. Tolle Tipps haben wir bekommen und uns sogar noch 2 Balltet Tickets fürs Queensland Ballet gekauft am nächsten Abend. Ein Genuss für alle Sinne. Wunderschön (Shakespear: Ein Mitsommernachtstraum – so lustig interpretiert auch). Lage des B&Bs: Fußläufig zu Restaurants und auch zum Wassertaxi Alles in allem: Spitze unserer Meinung nach. Es waren auch nur wir dort. Daher sehr ruhig. Jederzeit wieder!
13.04. – 15.04. Hervey Bay, "Zu Gast im Haus am See":
Toll das Zimmer mit Blick zum See (Achtung es gibt 2 Zimmer, eins Blick See, das andere Blick Strasse auch Sunrise Suite genannt). Sharon gab uns als upgrade wegen Hochzeitstag und weil niemand sonst dort war die Sundown Suite – ein Erlebnis. Wunderschöne Terasse, alles verglast zum See hin. Morgen, bei Sonnenaufgang wird von von tausend Vogelstimmen geweckt. Einfach schön!! Die Wasserschildkröten haben wir auch gesehen. Sharon hat extra für uns roh-vegane Blissballs und Brot gemacht. Es gab Kokosnussjoghurt und alles, was man fürs Frühstück braucht. Toll. Sie hat uns sogar noch ein veganes Dhal gemacht, dass wir mit zum Ausflug zu Fraser Island nehmen konnten, denn die Vermutung wurde bestätigt: Das Essen beim Ausflug war eine grande Katastrophe. Sehr sauber war das Zimmer und schön eingerichtet. Alles zusammen: Toll ! Jederzeit wieder.
Ausflug Fraser Island – über Umfulana gebucht: Mit Hummer und einem Biologe (der kein Biologe war, aber wirklich sehr viel über die Insel wußte und erzählen konnte) gings morgens ganz früh los. Wir hatten die Premium Tour gebucht inkl. Sekt, Kaffee und Lunch und waren auch die einzigen. Das war super. Die Tour war auch wirklich Premium. Wir haben sogar wilde Dingos gesehen. Das einzige, das wirklich ganz ganz mies war, war wie schon gesagt, lunch. Obwohl wir vegan angekündigt hatten ein Jahr im Voraus. Da hätte man sich ja mal informieren können für den Preis, den so eine Tour kostet. Aber egal – ich hatte ja essen von Sharon dabei. Klar bucht man eine Tour nicht wegen des Essens, aber alles war tippi toppi und Premium Class, nur das Essen nicht. Und das paßt dann einfach nicht dazu. Aber absolut empfehlenswerter toller Ausflug. Hans (der guide) wußte wirklich alles. Irre. Und wieder Regen.. na ja watt willste machen. Wir waren abends nicht aus essen, da am ersten Abend total kaputt und müde. Wir haben immer irgendwo zum Lunch Zwischenstop gemacht und waren daher immer 2-3 Std. länger unterwegs als nur reine Fahrzeit. Am 2. Abend fings auf Fraser Island an zu gießen cats and dogs und da hatten wir keine Lust mehr raus zu gehen. Ist aber auch alles fußläufig. Toller Strand, den wir bei Abfahrt noch inspizierten mit Steg. Sehr schöne kleine Stadt.
15.04. – 16.04. Rockhampton, "Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Rockhampton":
Wie beschrieben dunkle. Aber für eine Nacht – egal. Witzig: ein Whirpool mitten im Zimmer. Sehr sauber alles. (WC extra). Daher hat es in dem Zimmer aber mega mäßig muffig gerochen. Das störte doch ziemlich. Auch war es sehr hellhörig. Die Typen über uns haben wir immer gehört. Wir hatten unten ein Zimmer direkt am Parkplatz, was bei 2 mega Koffern ganz praktisch war. Essen gehen is für veganer da nix. Wußten wir aber. Waren noch abends spät im Coles und haben uns dort was gekauft. Zum Frühstück (sehr amerikanisch) gabs die bestellte Sojamilch. Sonst nur Kellogs Kram und Ami Frühstück. Aber ok.
16.04. – 18.04. Airli Beach,- "Zu Gast in einem B&B in Airlie Beach":
Ein ganz reizendes junges Ehepaar (die Eltern des Mannes sind die Besitzer) wohnen über den Appartments und versorgen die Gäste mit allem, was sie brauchen. Das Zimmer mit tollem Ausblick auf den Pazifik. Ein Traum. Das vegane Frühstück – ein Mega Traum! Obwohl Mel nicht wußte, wie sie Tofu zubereiten muss, hat sie es gekauft und mich dann gefragt, wie sie es zubereiten muss. Toll. Zusammen mit geschmorten Pilzen und Spinat ein Gedicht. Von den mega Müsli und Soyaghurt und Obstportionen ganz zu schweigen. Der Tisch war mit Herzchen und Herzdeko passend zu unserem Urlaub dekoriert. Abends wurde von der Terrassentür dann die Mückenspirale angezündet und die Kerzen. Wir hatten ein Herz aus Rosenblättern auf dem Bett und an unserer Eingangstür hing ein Herz mit der Beschriftung: Happy 10. Anniversary Ulli and Andrea. Schön! Und genau das hat dann auch die kleinen Störfaktoren genau wieder ausgeglichen. Aufgefallen sind uns Kakerlaken, die dort rumflitzten, (die Wohnung liegt quasi im Souterrain, daher kein Wunder), an der Terrassentüre hingen einigen Spinnweben und die Toilette müffelte streng. Auch ist es sehr hellhörig. Man hört alles von der darüber liegenden Wohnung, was sehr störend ist, wenn man Ruhe braucht. Allerdings um 22 Uhr war Stille. Dies haben wir natürlich nicht bei Tripadvisor angegeben! Es war aber alles sonst sehr sauber und geräumig. Viel Platz und auch hier – wie überall – gab es genügend Handtücher, Bodylotion, zum Duschen, Seife und Shampoo. Man hätte nix mitbringen müssen. Die Appartments haben einen karibischen Style, wie wir finden. Sehr gut auch die Lage, direkt fußläufig zur „City“ und allen Pubs und Restaurants. Wir können das Sidewalk Cafe empfehlen. Schöne Unterkunft, gute Lage, sensationelle Gastgeber und wunderschöner Blick auf den Pazifik. Den Pool haben wir auch gern genutzt.
Ausflug haben wir zum Great Barrier Reef zum Schnorcheln gemacht. Das war prima. Der Vorschlag kam von Mel. Mantarey hießen die glaub ich. Allerdings REGEN wieder einmal. Man konnte nicht sooo viel sehen, da das Wasser sehr aufgewühlt war. Der Ausflug war toll – ganzer Tag unterwegs zu White Heaven Beach usw. – inkl. Abholen beim B&&B und zurück bringen und Lunch. Über das Lunch reden wir besser nicht! Alles wird gestellt: Stingersuit und Brille inkl. Alternativ gabs noch einen Ökozertifizierten Anbieter für den Ausflug, den hätten wir lieber genommen, aber dieser hatte grad geschlossen.

Und dann kam das allergeilste überhaupt:
18.04. – 21.04. Mission Beach, "Zu Gast in einem Chalet am Mission Beach" Hut EIN TRAUM
Das war die schönste Unterkunft der ganzen Reise. Auch hier waren wir komplett alleine. Der Beaches Hut quasi am Beach. Man hört das Meer rauschen und sieht es auch sogar vom Bett aus durch die geöffneten Shutter. Unglaublich schön. Morgens (Selbstverpflegung) haben wir erst mal einen Kaffee im Bett getrunken und die wunderschöne Aussicht vom Bett aus genossen. LUXUS pur. Nur Vögel zwitschern, Meeresrauschen. Sonst nix. Das entschleunigt wirklich. Da wir beide ziemlich kaputt von unserem Alltagsstress waren und auch einfach nur mal „sein“ wollten, haben wir quasi gar nix gemacht vor Ort, ausser spazieren gehen, uns über den Helmkasuar erkundigen, das Touristenzentrum aufgesucht, 20 Postkarten geschrieben, Wein getrunken (gibt’s ja auch nicht überall – surprise. Und rauchen kannste auch nicht, wo du willst.) Wir haben diese Zeit dort so was von genossen. Die Huts sind so schön eingerichtet. Mit allem, was man braucht. Tolles Bad und überall kann man den Regenwald sehen, wenn man die Shutter ganz öffnet. So irre. Der Strand ist riesig lang und breit. Aber auch hier Marine Stinger und sehr starke Strömung. Der Ort klein und schnuckelig. Postkarten Idylle in echt! Bei 5 Sterne geben wir 10! Für uns die schönste Unterkunft wo gibt! Die Helmkasuare haben wir DORT nicht gesehen, aber woanders ?
Dann direkt nach "dem Chalet" die nächste super geile Unterkunft:
21.04. – 23.04. Cape Tribulation, Daintree NP, Daintree Wilderness Lodge, Rainforest Cabin, Halbpension
Also so was Schönes und das mitten im ältesten Regenwald der Welt. 130 Mio. Jahre ist dieser Bereich des Regenwaldes alt. Unfassbar. Die Cabins sind sehr schön über Holzstege zu erreichen und liegen sternenförmig um die Rezeption und das Restaurant angerichtet. Man hat absolute Privatsphäre! Ok es ist feucht, aber das weiß man ja vorher. Und es regnet (mal wieder) Regen im Regenwald. Überall ist in die Cabins Glas eingebaut und auch hier ist man mittendrin und sieht sich immer vom Regenwald umgeben. Man hört nur die Regentropen und die Tiere. Sonst nix. Natur pur. Sirli und ihr Lebensgefährte kümmern sich hier als Pächter seit einem Jahr um alles, was anfällt. Das finden wir unglaublich. 2 Leute, die wirklich alles alleine machen, ohne jegliche Hilfe. Wahnsinn. Das vegane Frühstück war super und das Abendessen war auch ganz ganz hervorragend! Und das wieder alles mitten im Regenwald. Es gibt – logisch – daher auch viele Mücken. Dem wird man aber problemlos Herr, wenn man sich daheim schon mal z.b. mit Nobite (Chemie pur) die Klamotten einsprüht und die freien Stellen dann noch eincremt. No Problem. Diese Unterkunft auch ein absolutes Highlight unserer Reise!! Spitze.
Zwei Ausflüge haben wir dort gemacht: Coopers Creek Wanderung durch den Daintree NP und eine Bootstour durch die Mangrooven, wo es auch Leistenkrokodile gibt. Die Wanderung ist hervorzuheben unsererseits, da der Typ, der diese führt, auch schon von National Geographic gefilmt wurde für eine Dokumentation die wir echt zufällig (Wet Tropics) in der Cabin uns angeguckt haben, um noch mal zu sehen, wo wir genau dort sind und auch die anderen Highlights der Natur an der Ostküste. Zwei Stunden sind wir mitten im Regen!! (wir hatten natürlich unsere Wanderschuhe und Regenjacken dabei und schnickschnackschnuck angezogen. Trocken ?) durch den Wald spaziert und er hat uns alles genau erklärt. Toll. Wirklich sehr empfehlenswert. Er macht diesen walk auch länger 3 – 4 Std. wenn man mag. Sehr spannend.
Ein weiteres Highlight: Wir haben an beiden Morgenden die Helmkasuare beobachten können, die sich um die Cabins rumtreiben und am 2. Morgen sahen wir sogar zwei! Das war ein Gefühl. Wie damals in Südafrika bei den Game drives. Diese Geschenk, wilde, frei lebende Tiere in Ihrem Bereich beobachten zu dürfen. Unbeschreiblich. Ich hab die beiden (immer so gegen 7:30 Uhr Cabin 5) dann auf meinen Filzpantoffeln lautlos „verfolgt“ und mein Mann hat alles gefilmt. Ein Glücksgefühl ohne gleichen!

23.04. – 25.04. Cairns (Redlynch), "Zu Gast in einer Kolonialvilla bei Redlynch":
Ein großes luftiges Anwesen mit großen Zimmern, Blick nach draussen in den tollen Garten. Sehr ruhig und schön kühl im Gegensatz zu der Schwüle in Cairns. Das Bad mit dem riesen Alu Becken kam mir vor, wie in einer Großküche, etwas merkwürdig. Aber sonst auch alles sehr sauber und sehr viel Platz. Wir hatten das letzte Zimmer, am Ende des Ganges, was sehr schön war. Es ist allerdings auch wieder sehr hellhörig alles, wenn andere Gäste noch dort sind. Kim ist sehr nett und sympathisch. Allerdings so verwöhnt, wie bei den anderen Unterkünften wurden wir hier nicht. Aber das Frühstück mit Obst, Müsli und extra Soja Milch und Kaffee macht man sich selber (alles steht in der Gemeinschaftsküche) war gut. Wir haben uns an den kleinen Tisch vor unser Zimmer zum Frühstücken zurückgezogen. Das fanden wir schöner in den Garten zu schauen und den Vögeln zu lauschen und die Tagestour zu planen, als sich mit den anderen (sehr netten) Gästen zu unterhalten. Man sitzt gemeinsam an einem runden Tisch.
Ausflug: Da haben wir den Tagestour Tip von Umfulana gern angenommen und sind nach Kuranda mit der Scenic Rail wirklich sehr interessant. Es gibt eine Ausstellung über die Ureinwohner auch sehr interessant. Dann mit der Rainforest cable car noch eine Tour über die Baumwipfel des Regenwaldes (8 km!) und ein shuttle bringt einen wieder zurück zur Bahnstation, wo man eingestiegen ist. Die Tour ist nicht günstig, wir fanden aber es ist ein gutes Preis/Leistungsverhältnis und können diesen Ausflug nur empfehlen. Kuranda selber fanden wir jetzt nicht so prickelnd. Viele Geschäfte wollen viel an die Frau oder Mann bringen und viele Restaurants. Jedoch ein wenig Flair von früher ist zu spüren. Wir haben lieber mehr Zeit für den Walk verbracht, bevor man wieder mit der Cable car zum Ausgangspunkt zurück fährt. Es gibt dort ein Aboriginal Village, von dem Stamm der Regenwald Ureinwohner. Sie stellen alles mögliche vor, das man wissen möchte, wie z.B. Medizin, also welche Pflanzen werden verwendet, wo wachsen sie , was macht man damit, Lebensmittel und Ernährung, Boomerang und Speerwerfen kann man üben und wird erklärt. Wir konnten sehr viel persönliches auch fragen zu der Lebensweise und haben sehr viel interessantes erfahren können. Leider wird für Tjapukei keinerlei Werbung gemacht. Das fanden wir mehr als schade. Denn dort haben wir endlich das gefunden, was wir gesucht haben. Antworten auf viel Fragen. Sie verkaufen dort auch wunderschöne selbstgemachte Dinge der Ureinwohner. Ich konnte mich ehrlich gesagt, nicht entscheiden. So schön fand ich die Sachen alle. Die Einnahmen kommen dann natürlich auch den Ureinwohnern zugute! Zum Schluss gibt es noch eine Art Kinofilm interaktiv mit den Aboriginals zum Thema Entstehungsgeschichte. Super gemacht. Unser Tipp: Hingehen. Ein absolutes Muss, wenn man sich für die Geschichte dieses Stammes interessiert und generell für die Ureinwohner von Oz.
Die Unterkunft fanden wir schön, den Pool erfrischend (es gibt dort 2 sehr nette und schnucklige, aber große Hunde, die aber nicht stören oder bellen.). Im Bad gibt es ein riesen Alubecken – so wie in einer Industrie Küche. Das fanden wir was komisch. Für 2 Nächte prima. Man kann vom Bett aus mit dem Kaffee in der Hand in den Garten auf die Palen gucken. Schön. Kim ist im Gegensatz zu den anderen Hosts mehr der lockere. Laissez – faire Typ. Nachdem wir von allen so was von verwöhnt wurden, war das was komisch. Aber nicht schlimm. Es fällt halt nur auf. Seine Frau haben wir gar nicht gesehen.
Flug Cairns – Sydney
25.04. – 27.04. Polkobin (Hunter Valley-Weinregion), "In einem Gästehaus im Hunter Valley":
Ein absolutes Highlight in jeder Hinsicht für uns. Ausser: Kalt! Im Gegensatz zu der Ostküste zuvor. Eine Jeans und einen dicken Pulli hätte ich mir gewünscht. Wir hatten ein Zimmer mit einem Extrabett, was toll war, denn da konnten wir zumindest einen Koffer deponieren. Sehr schön und sehr sauber, aber ich fands kalt. Über die A/C hätte man „Heizung“ machen können, aber da man doch die meiste Zeit unterwegs ist, haben wir das nicht gemacht. Ein riesen Anwesen. Extra wunderschöner Frühstücksraum, aber für mcih auch kalt. Gibt ja keine Heizung. Die haben zwar log fire aber das gibt’s glaub ich dann erst, wenns richtig kalt ist. Also Steward ist jedenfalls in Shirt und Shorts rumgelaufen. Brrrrrrr. Ein hervorragends tolles veganes Extra-Frühstück. Wahnsinn, was Donna da alles gemacht hat. Auch hervorzuheben ist, die Flasche Thistle Hill Wein (sie haben eigene Semillion Reben, geben diese zum Weinbereiten an einen Winzer ab) Lecker (vegan) und tolle Häppchen wie überbackene Pflaume, Aprikosen, Nusskernmischung und Oliven erwartete uns schon, als wir eintrafen in unserem Zimmer. Am anderen Tag gabs dann ital. Tapas von Donna. Dazu der super Wein – ein Gedicht von einem Lunch in der Sonne! Aber das allergeilste für uns: Endlich haben wir sie live gesehen – die Känghurus! Begeisterung all over. Morgens sind wir wie die Paparazzis mit der neuen mega Kamera losgefahren, um diese dort wild lebenden Tiere zu beobachten. Das war sooooooo unglaublich schön. Sie sind fast everywhere. Die Einheimischen verstanden unsere Begeisterung so gar nicht. Ist wohl wie bei uns die Kaninchen. Egal. Wir waren happy. Danach das tolle Frühstück, dann Winetasting. Es gibt 3 Bio Weingüter, die wir besuchten dort, da ich auch beruflich mit Bio, Wein und vegan zu tun habe. Empfehlenswert ist einmal das Bioweingut das nach Art Demeter arbeitet zu besuchen, Macquariedale Organic Wines . Es liegt ein wenig ausserhalb, auf einer Anhöhe. Sie stellen auch eigenes Olivenhöl her. Wir haben dann 3 Flaschen Wein und 1 Flasche von dem Öl mit heim genommen für ein spezielles Wine & Dine Dinner. Alle waren total begeistert! Also Donna und Stuart sind auch so was von brilliant und nett, super hilfsbereit, sie hat uns sogar einem Abend zum Restaurant gefahren. Zurück dann mit Taxi, dass von dem 20 km entfernten chessnok kommt (man sollte dann ca. 20 Dollar zahlen, da es sich sonst für den Fahrer quasi nicht lohnt). Das ist der einzige Nachteil für uns gewesen, dass man kein Restaurant und Weingut zu Fuß abends hätte erreichen können. Zu weit weg und abends über die Strasse zu gefährlich, da die Einheimischen ziemlich rasen. Das sieht man an den toten Tieren am Strassenrand, wenn man dort in Oz unterwegs ist. Aber sonst ein Traum von Ort, die Unterkunft absoluter Hit. Stuart teilte uns mit, dass er innerhalb der nächsten 1,5 Jahre umbauen und renovieren wird. Die Böden und Bäder in den Zimmer werden erneuert (Holz/Parkett), eine komplette Veranda wird um den Frühstücksraum herum gebaut und er möchte gern noch ein paar Zimmer oder Chalets mehr bauen auf der freien Fläche. Sieht danach bestimmt sehr edel aus!
Von Polkobin gibt es einen Scenic Drive zurück zu den Blue Mountains. Das dauert zwar etwas länger diese Fahrt, ist aber so viel schöner, als nur den highway entlang zu fahren. Es geht durch die Berge und pittoreske Städtchen – sehr schön und kurzweilig.
27.04. – 29.04. Leura, Blue Mountains, "Zu Gast in einer Villa in Leura":
Diese Unterkunft hat uns nicht so gut gefallen, aufgrund verschiedener Punkte: Wir hatten das 1. Zimmer rechts, direkt an der Veranda, wodurch es gut hell ist. Das Zimmer war wie beschrieben im viktoriansichen Stiel. Aber das Zimmer riecht etwas modrig und ist auch ziemlich vollgestellt mit Büchern, Deko usw. daher haben der Wasserkocher, Tee und Kaffee und Geschirr im Zimmer keinen Platz und sind im Bad unter dem Waschbecken untergebracht. Weiterhin war es in dem Zimmer sowie dem Bad sehr kalt. Es gibt einen Kamin, den man wohl anzünden kann, aber das lohnt sich ja nicht für zwischendurch. Auch das Bett hat eine Art Heizung, womit man die Matratzen erwärmen kann, auf der man schläft. Aber das Zimmer bleibt kalt und ich fand es sehr ungemütlich dadurch. Im Sommer wahrscheinlich dann kein Thema. Ich bin nachts aufgewacht mit Halsschmerzen, obenrum alles kalt und mußte mir in der Apotheke Halstabletten und zum Gurgeln kaufen, so schlimm war es. Positiv ist jedoch die Lage: Man ist flux per pedes in der Stadt und den netten Restaurants sowie in der anderen Richtung an den Wanderwegen in die Blue Mountains. Die Gegend ist auch wunderschön und die Berge sensationell. Wir fanden, es sah aus, wie der Grand Canyon mit Bäumen. Riesiges Gebiet. Hätte ich nicht vermutet. Toll! Wir sind morgens vor dem Frühstück zur Aussichtsplattform der 3 Sisters gefahren. Das war ein Erlebnis. Total viele Kakadus treiben sich dort herum und ansonsten: Gar niemand ausser uns Wir konnten in Ruhe Bilder machen und die ganze Aussicht genießen. Superschön. Wir haben auch 2 Wanderungen gemacht und können nur sagen, dass wir froh waren, unsere Wanderschuhe mitgebracht zu haben, da das Gelände rutschig ist, uneben und meist aus Steinen und Steintreppen besteht. Wir hatten eine 4 Std. Wanderung, die sehr anstrengend, aber auch sehr sehr schön war. Wer ein Wanderfan ist, sollte dort vllt eine Nacht länger einplanen, denn es wir auch schon früh dunkel. Gegen 17:30 Uhr geht die Sonne schon unter und dann sollte man draußen sein. Auch dort gibt es wie in Kuranda eine Seilbahn und einen Scenic Zug inkl. eines Walks durch den Wald auf Holzbohlen. Toll gemacht. Auch das vegane Frühstück im "in der Villa" war wirklich ganz hervorragend. Da jibbet nix zu meckern und Neill war auch super nett und hilfsbereit und hat uns sehr verwöhnt. Auch sehr schön ist dort der Gemeinschaftsraum für Gäste, da gabs nämlich abends ein Log fire – es war sehr warm und kuschelig!! Toll. Dort haben wir auch einen sehr bequemen Sofa gesessen und Wein geschlürft und uns nach der Wanderung entspannt. Dort liegt sehr viel Material und Infos rum für die Gäste und es gibt Kekse und Portwein, den man trinken kann und einen Gemeinschaftskühlschrank, wenn man etwas kühlen möchte. Wir würden dort auf keinen Fall mehr übernachten. Allerdings Leura und die Berge: Ein Traum!!
Der letzte Stop – Sydney für 3 Nächte:
29.04. – 02.05. Sydney; Darlinghurst, Hotel Medusa
Das Hotel ist rot, schmal und sehr interessant! Es liegt zentral in Darlinghurst, drumherum viele Restaurants, Shops, Kaffees und ein Spa sowie ein Medical Centre direkt in der Strasse. Das Hotel wird von jungen Leuten geführt. Sehr nett und sehr hilfsbereit.
Wir hatten ein Zimmer unten, direkt zum Innenhof, das sehr sauber und sehr schön war. Groß war es auch und es gab eine Miniküche mit Besteck, etwas Geschirr, Microwelle, Minibar. Das Zimmer fanden wir echt total schön. Allerdings das Bad war im Gegensatz zum Zimmer mikro. Sehr winzig. Selbst für 2 Personen. Aber es ging irgendwie. Auch etwas gestört haben uns die Nachbarn, die über uns das Zimmer hatten. Es war auch dort sehr hellhörig. Aber für 3 Nächte Sydney fanden wir es super. Es gibt dort auch Tee und Kaffee in der Küche und man kann sich unten am Eingang mit Teilchen oder Corissants und Äpfel kostenlos bedienen. Wir hatten aufgrund von Regen eine Behandlung im Zen Spa gebucht, das in der gleichen Strasse liegt und können die Behandlung empfehlen. Aber auf keinen Fall das Relaxing Aroma Bath. Dat war absolut nix. Wasser lauwarm, kein Aroma und im Bad Spinnenweben und das Handtuch dreckig. Die Schwedische Massage war ein Gedicht und die Gesichtsbehandlung war auch ok.
Wenn man sich dort die Opalkarte kauft, kann man jegliches Transportmittel benutzen. Man läd die Karten einfach mit Geld auf. Toll. Allerdings gibt es in den Bussen keinerlei Hinweis auf Haltestellen. Kein Schild und auch keine Durchsage. Wir waren abends in der Oper von Sydney, was der absolute Hammer war mit dem Sinfonie Orchestar von Sydney. Oh mein Gott. Die Strände sind sehr schön und wir sind auch nach Manley gefahren, was uns gut gefallen hat. Also man kann jede Minute dort verplanen und etwas machen. Es gibt tolle Stellen und auch Restaurants dort. Das ganze Leben spielt sich im Freien ab und daher sind auch immer alle irgendwie draußen. Sydney hat uns sehr gut gefallen und auch das Medusa würden wir noch mal buchen. Zu Fuß kann man von dort innerhalb von 20-30 min zum Hafen oder circular Quai laufen. Wir haben auch ein tolles Bio Cafe gefunden, die vegane Gerichte anboten. Sehr lecker.
Dann gings wieder heim. Der Rückflug und alles drum und dran verlief auch problemlos außer, dass wir nicht, wie bestätigt von Umfulana, unseren 2 Sitzer bekamen beim Langstreckenflug. Angeblich muss man sich online einchecken. Denn diese Plätze wurden einfach online gebucht und standen uns dann nicht mehr zur Verfügung. Diese Info hätten wir gerne vorher gehabt.
Alles in allem war es ein Traum. Die Bilder, die Eindrücke, die Menschen, die Natur, die Mentalität, die Sonne, das Meer, die verschiedenen Unterkünfte, die Vielfältigkeit. Jeden Tag etwas Neues entdecken und erleben hat uns beiden sehr viel Energie gegeben, aber auch die nötige Distanz zum Alltag gebracht sowie tiefe Erholung und Entschleunigung geschenkt. Dass ich so etwas erleben durfte, macht mich sehr dankbar.

Eine Reise nach Oz – es lohnt sich. Schönes Fernweh ?






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