Kurische Nehrung

Kurische Nehrung: litauische Sahara

Kurische Nehrung: litauische Sahara

„Litauische Sahara“ in der Ostsee

Kurische Nehrung nennt man die fast 100 Kilometer lange und nur wenige 100 Meter breite Landzunge, die das kurische Haff von der Ostsee trennt. Die südliche Hälfte der Landzunge gehört zu Russland (ehemals Ostpreußen), der Norden von Nida bis Klaipeda ist Teil von Litauen. Die aus mehreren Inseln zusammengewachsene Nehrung wurde wegen ihres in Europa einmaligen Landschaftsbildes von Sanddünen, Wald und Meer zum Weltnaturerbe erklärt. Besonders bei Nida ragen die Dünen bis zu 60 Metern empor, so dass man stellenweise den Eindruck gewinnt, in einer Sandwüste zu sein. Durch die „litauische Sahara“ führen einige Wege, auf denen man selbst in der Hauptsaison oft ganz alleine ist. 



Sehenswürdigkeiten Kurische Nehrung


Hotzenwald

Vom Armenhaus zum Wanderparadies

Nachdem die Hochrheinbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ging, rückte die Region zwischen St. Blasien und der Alb ins Abseits. Bergbaubetriebe und Eisenhütten wurden unrentabel. Zurück blieben die Bauern, Köhler und Holzfäller. In dieser Zeit kam der Name „Hotzenwald“ auf. Er bezieht sich auf die einfache Tracht der armen Waldleute. „Hotzen“ war der Name für die dreiviertlangen Pluderhosen der Männer. Heute ist der Wald im äußersten Südosten des Schwarzwaldes ein bevorzugtes Urlaubsgebit. Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb ist ein Wanderparadies. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen grandiose Fernsichten über den Hochrhein, den Schweizer Jura bis zu den höchsten Alpengipfeln. 


Nida

Künstlerstädtchen auf der Kurischen Nehrung

Die Perle der Kurischen Nehrung ist eines der beliebtesten Urlaubsziele an der Ostseeküste.  Nida ist mit seinen bis zu 60 Meter hohen Dünen, die sich bis hin in den russischen Teil der Nehrung erstrecken, einzigartig. Auffallend sind die bunten kurischen Holzhäuser in den gepflegten Blumengärten. Sie werden als Wohnhäuser, Verkaufsläden, Bistros, Pensionen, Hotels oder als Restaurants genutzt. Maler wie Corinth, Pechstein und Mollenhauer haben sich im 20. Jahrhundert von der einzigartigen Landschaft anregen lassen.


Thomas-Mann-Haus

Sommerhaus des Literaturnobelpreisträgers

Künstler und Schriftsteller verbrachten viel Zeit in Nida, unter ihnen der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, der hier an seinem Josephsroman arbeitete. Er verbrachte dort vor der Emigration 1933 mit seiner Familie die Sommerferien von 1930 bis 1932 und hielt sich an seinen üblichen Tagesrhythmus. So schrieb er an seiner Romantetralogie Joseph und seine Brüder und verfasste Artikel und Briefe. 1967 wurde auf Anregung eines litauischen Schriftstellers eine Gedenkstätte darin errichtet. Heute ist das Thomas-Mann-Kulturzentrum mit 40.000 Besuchern jährlich das meistbesuchte Museum Litauens.

Nähere Informationen:
www.mann.lt




Reisebeispiele Kurische Nehrung

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