Tartu

Wacht heute wieder über Tartu: Gustav Adolf

Wacht heute wieder über Tartu: Gustav Adolf

Studentisches Leben in Barockstadt mit Flair

Die knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt im Süden Estland ist seit über 100 Jahren Zentrum der nationalen Bewegung. Hier fand 1869 ein Sängerfest statt, das als Geburtsstunde des estnischen Nationalbewusstseins gilt. Ende der 1980iger Jahre begannen die baltischen Unabhängigkeitsbestrebungen von Moskau nicht zufällig hier – und zwar mit einem Schneemann. Jahrzehnte zuvor hatten die Sowjets ein Denkmal des schwedischen Königs Gustav Adolf von seinem Podest entfernen lassen. Seine Verehrung durch die Esten als Freiheitsheld erschien ihnen gefährlich. Anfang der 1990iger Jahre bauten freche Studenten den schwedischen König auf dem Podest als Schneemann nach, sehr zum Ärger der Sowjets, die ihn täglich entfernten, doch nur, um am nächsten Morgen einen Schneemann mit noch röterer Nase auf dem Podest zu sehen. Heute steht der ehrwürdige König wieder aus Stein an alter Stelle. Um ihn herum findet ein fröhliches, studentisches Leben in einer Barockstadt mit Flair statt.

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