Kaunas: Festungs- und Hansestadt an der Via Baltica
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Kaunas

Weißer Schwan: Rathaus von Kaunas

Weißer Schwan: Rathaus von Kaunas

Festungs- und Hansestadt an der Via Baltica

Die Stadt auf halber Strecke zwischen der litauischen Hauptstadt und der Ostsee ist aus einer Burg hervorgegangen, die die Mündung der Neris in die Memel schützte. Mehrmals hat der Deutsche Orden die Burg zerstört, um seine Territorien in Ostpreußen und Livland miteinander zu verbinden. Nach der Niederlage des Ordens gegen das polnische Königreich verlor die Stadt ihre Bedeutung als Festung und erlebte einen Aufschwung als Handelsstadt. 1440 wurde sie Hansestadt, nachdem sie bereits zuvor die Magdeburger Stadtrechte erhalten hatte. Nach der Wende erlebte die Universitätsstadt eine neue Blüte. Dazu trug ihre verkehrsgünstige Lage an der Via Baltica und der Achse Klaipeda – Moskau bei. Sehenswert ist die Altstadt mit vielen historischen Gebäuden, der Burg, dem Dom und dem weißen Rathaus. Im Neubauviertel von Kaunas liegt das Museum im IX. Fort, das von den Nazis ab 1941 als Konzentrations- und Vernichtungslager genutzt wurde. Eine Ausstellung im Keller berichtet vom Leid der jüdischen Opfer.



Sehenswürdigkeiten Kaunas

Apothekenmuseum Kaunas

Von prähistorischer Heilkunde und Medizingeschichte

Am Marktplatz von Kaunas gibt es noch einige erhaltene mittelalterliche Gebäude. Schräg gegenüber vom Stadtschloss liegt eine alte Apotheke, die heute ein sehenswertes Apothekenmuseum beherbergt. Von prähistorischer Heilkunde über Medizingeschichte bis zur Herstellung von aromatischen Ölen kann man hier viel Interessantes finden.

Montags ist das Museum geschlossen.

Kloster Pažaislis

Klosteranlage mit imposanter Barockkirche

Am südwestlichen Rand von Kaunas befindet sich das Kloster Pažaislis, das seit 1992 vom Orden der Schwestern des heiligen Kasimir betreut wird. Die Anlage umfasst einen Klostergarten und einer der vermutlich schönsten Barockkirchen des Baltikums, die im ausgehenden 18. Jahrhundert durch einen klassizistischen Anbau erweitert wurde und deren Innenraum mit Fresken des florentinischen Malers Michelangelo Palloni dekoriert ist. Bei Interesse kann bei einem Besuch des angeschlossenen Museums oder während einer Führung etwas über die Geschichte des Klosters gelernt werden.
In einem Teil des Komplexes ist heutzutage ein Restaurant untergebracht, wo moderne Variationen traitioneller Gerichte serviert werden.

Zur Website:
www.pazaislis.org

Rumšiškės

Mit dem Fahrrad durch das Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum ist eine großflächige Anlage, die man am besten mit dem Fahrrad erkundet. Auf 200 Hektar sind zahlreiche Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen, aber auch eine alte Holzkirche, Windmühlen und andere Handwerksbetriebe zu sehen. Die Gebäude wurden aus ganz Litauen zusammengetragen und im Freilichtmuseum wieder originalgetreu aufgebaut. Gegründet wurde das Museum übrigens schon 1966; im Jahre 1974 wurde es eröffnet und seitdem mehrmals erweitert. Der Rundgang durch das Museum hat eine Länge von ungefähr 11 Kilometern, aber selbstverständlich kann man das Museum auch individuell begehen. Fahrräder leiht man sich am besten am Besucherzentrum, wo es auch ein Café und einen Shop gibt.

Zur Website:
www.llbm.lt

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