Liepaja

Hafenstadt zwischen Preußen und Russland: Liepaja

Hafenstadt zwischen Preußen und Russland: Liepaja

Wechselvolle Geschichte, lange Sandstrände

Die lettische Hafenstadt zwischen mehreren Seen und dem Meer hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die typisch ist für das Baltikum. Die um 1250 gegründete Siedlung wurde von Litauern niedergebrannt, bevor sie 1560 zu Preußen kam. Durch Zuwanderung aus Deutschland begann die Stadt zu wachsen und bekam im 17. Jahrhundert einen eigenen Hafen. Später kam Liebau zum Herzogtum Kurland, unter dem es eine 100 jährige Blütezeit erlebte. 1899 fuhr die erste elektrische Straßenbahn im Baltikum. Nach dem ersten Weltkrieg besetzten die Bolschewiki die Stadt. 1940 wurden 15.000 Soldaten der Roten Armee stationiert und tausende von Stadtbewohnern nach Sibirien deportiert. Nachdem die Deutschen die Stadt eroberten, wurden die 7.000 Juden der Stadt umgebracht. Heute leben in der Stadt wieder 100.000 Einwohner. Mehr als die Hälfte von ihnen haben russische Vorfahren.
Feriengäste kommen vor allem wegen der langen Sandstrände und des sauberen Wassers.



Sehenswürdigkeiten Liepaja


Baltischer Eissee

Am Urufer des Gletschers

Während der letzten Eiszeit lag ein bis zu zwei Kilometern dicker Eispanzer über der Ostsee. Durch sein enormes Gewicht wurde die Erdkruste nach unten gedrückt, sodass eine Mulde zwischen Skandinavien und dem Baltikum entstand. Vor 12.000-15.000 Jahren führte ein Klimaumschwung zum Schmelzen der Gletscher. Das Wasser floss in die Mulde, so dass dort ein Eissee entstand, der der Vorläufer der Ostsee gewesen ist. An der Straße von Kapsede nach Mezde kann man die Uferlinie des Eissees erkennen. Das Urufer erreicht hier eine Höhe von 30 Metern.




Reisebeispiele Liepaja

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