25.07.2007

Baltikumreise von Prof. ir. Hielke Crone

Die Vorbereitung

Wir hatten 3 ausgezeichnete Karten von Estland (ISBN-10: 3-8317-7109-X) (1:275000); Lettland (ISBN-10: 3-8317-7112-X) und Litauen (ISBN-10: 3-8317-7073-5)(1:275000). Die Detaillierung spielt eine wichtige Rolle wenn man kleinere Wege fährt. Über Internet zu bestellen bei www.reise-know-how.de

Das Buch Baltikum von dem ADAC Reiseführer (ISBN 978-3-89905-528-3) hat uns gute Information gegeben über das Land und die Städte.

Wir hatten von Google Maps von allen Unterkünften detaillierte Karten ausgedruckt. Das machte das Finden von den Hotels in Riga, Tallinn und Vilnius sehr viel einfacher.

Riga; Boutique Hotel

Angenehmes Hotel, mitten in der Altstadt. Sehr freundliches Personal. Leckeres Frühstück.

Unser Wohnzimmer lag an der Straßenseite und das Schlafzimmer nach hinten. Das war sehr praktisch da sich an der Straßenseite gegenüber eine Disco befindet mit sehr lauter Musik bis in die frühen Morgenstunden.

Vom Hotel bis zu Avis, wo wir das Auto abgeholt haben, ist es ein Spaziergang von ca. einer halben Stunde.

Pärnu; Villa

Ein Haus im Jugendstil aus dem Jahre 1904. Umfulana hatte für uns das Gartenzimmer gebucht aber dies war zur Zeit nicht zur Verfügung wegen Renovierungsarbeiten die länger dauerten als geplant war. Sie haben sich hierfür entschuldigt. Uns wurde ein Zimmer auf der dritten Etage angeboten. Das Zimmer war dunkel, mit einem kleinen Fenster ohne Aussicht. Da meine Frau gehbehindert ist (man gab zu dies im e-mail übersehen zu haben) und wir zu diesem Zimmer 51 Stufen hätten steigen müssen, kam das Zimmer für uns nicht in Frage. Das Management hat sich bemüht ein anderes Hotel zu finden doch das war nicht so einfach. Zusammen mit einem Assistenten vom Hotel haben wir 3 Hotels besucht. Schließlich haben wir im Strandhotel (Scandic Rannahotell) ein Zimmer gefunden mit schöner Aussicht auf den Strand. Das Niveau, die Ausstattung und der Service waren allerdings nicht mit dem der Villa Ammende zu vergleichen. Ein weiterer Nachteil war, da es sehr lang hell bleibt, sich die Leute gerne lautstark auf den Balkonen, Terrassen und auf dem Strand vergnügen und das macht das Schlafen schwierig.

Saarema

Der Unterschied zwischen dem Strandhotel und dem Manor House hätte nicht größer sein können. Die Gebäude liegen in einem abgelegenen Park und haben Aussicht auf das Meer.

Unser Zimmer lag im Gartenhaus, war groß und geschmackvoll eingerichtet. Badezimmer mit Fußbodenheizung. Am Meer gibt es einen Steg so dass man zum Schwimmen einfach ins Wasser kommen kann. Pädaste Manor ist ein Platz wo man zur Ruhe kommen kann.

Das Abendessen haben wir draußen auf der Terrasse genossen. Leckeres, aber überteuertes Essen nach dem Prinzip von "Nouveau Cuisine". Ein ausgezeichneter Ort wenn man abnehmen kann. Die wilde Taube auf meinem Teller war sicher noch nicht so lange vorher aus dem Ei geschlüpft. Auch das Frühstück bestand aus winzigen Portionen.

Tallinn

Einfaches Hotel, aber direkt am Rande der Altstadt. Es gab einen kleinen Platz vor dem Hotel wo wir das Auto parken konnten. Wir hatten ein ruhiges Zimmer (Nummer 12) an der Rückseite. Das Zimmer hatte ein kleines hohes Fenster (ohne Aussicht). Gäste mit Zimmern an der Vorderseite hatten weniger Glück da es auch sehr spät abends noch sehr laut sein kann.

Lahema Park; Schloss Kalvi

In diesem Schloss fühlt man sich richtig wie Baron und Baronin. An der Außenseite sieht das Schloss streng und kühl aus aber von innen ist es sehr elegant. Der Empfangsraum mit dem Treppenhaus ist eindrucksvoll. Das Zimmer war groß, komplett mit Sitzecke. Es gibt eine Sauna und Schwimmbecken, frei zur Benutzung. Massagen waren aber zur Zeit leider nicht möglich; erst im August.

An der Rückseite des Schlosses befindet sich eine Terrasse mit Blick auf die Ostsee.

Das Essen ist gut für nette Preise. Bis jetzt war es von allen Unterkünften die beste.

Sigulda

Der Prospekt verspricht ein Super Hotel. In Wirklichkeit ist es ein einfaches Unterkommen mit nicht sehr großen Zimmern (im Doppelzimmer nur ein Stuhl zum sitzen). Die Zimmer sind nicht sehr lärmgeschützt. Man kann die Nachbarn zwar nicht wörtlich verstehen aber dafür was sie tun.

Das Hotel liegt im Hörbereich der Schnellstraße A2. Anscheinend sehr geeignet für Gruppen denn direkt nach uns kam ein Autobus mit Italienern und am nächsten Tag wurde eine Hochzeitfeier auf dem Rasen direkt vor dem Saunagebäude organisiert.

Die Dame beim Empfang war freundlich. Ganz im Gegensatz zu den Herren die im Restaurant bedienten. Sie haben noch die alten Ost-Europäischen Gewohnheiten. Der Begriff "Service" ist ihnen fremd, Bedienung ist eine Gunst. Wir suchten mit Hilfe der freundlichen Rezeptionistin ein anderes und gutes Restaurant. Am folgenden morgen gab es beim Frühstück nur Käse und Marmelade. Vielleicht weil der Bus mit den Italienern vor uns gefrühstückt hat.

Feriengut in Ignalions

"In the middle of nowhere" liegt die Anlage. Ein Platz wo man zu Ruhe kommen kann, ein Buch liest, den Reisebericht schreibt oder sich langweilt. Wir haben eine Autofahrt gemacht durch den Nationalpark/Wald; unterwegs in einem See geschwommen. (Die sehr detaillierte Landkarte (Maßstab 1:50 000) die wir beim Besitzer leihen konnten war dabei sehr behilflich; ohne sie geht es eigentlich kaum).

Das Gut besteht aus mehreren Blockhütten nach Skandinavischer oder Kanadischer Art. Das Zimmer in unserer Hütte ist mittelgroß mit Dusche und Toilette. Es gab einen Stuhl, aber wir haben ein zweiten "geliehen" aus dem Vortragsraum. Es hat seinen Charme und erinnerte mich an meine Jugend als ich bei den Pfadfindern war.

Mitten in der Anlage liegt ein kleiner natürlicher Pool in dem man schwimmen kann. Es gibt ein Restaurant. Die Leute sind sehr freundlich, sprechen ein wenig Schuldeutsch, haben ein ausgezeichnetes Wörterbuch, viel Zeit und Geduld und wir haben alles bekommen was wir brauchten.

Vilnius;

Gutes Hotel, freundliche Rezeption. Schönes großes Zimmer. Ausgezeichnetes Frühstück.

Abends (00.30) Uhr und Morgens (6.00 Uhr) gab es laute Gäste im Garten. Wir haben nachts die Rezeption angerufen und uns auch am nächsten Morgen beschwert. Die nächste Nacht hatte sich die Situation wesentlich verbessert.

Situiert am Rande der Altstadt. Die Anfahrt ist sehr problematisch. Trotz einer detaillierten Karte von Google war es schwierig weil beinahe alle Straßen Einbahnstraßen sind und dies nicht konsequent auf den Google Maps angegeben wird. Die Straßenschilder sind klein und während des Fahrens kaum zu lesen. Als wir ganz nah waren aber wir das Hotel noch immer nicht erreichen konnten bin ich zu Fuß zum Hotel gegangen um zu fragen wie man fahren muss. Ein Stadt-Plan mit eingezeichneten Einbahnstraßen bei der Beschreibung von Umfulana wäre sehr hilfreich (Hotel hat eine zur Verfügung).

Kurische Nehrung; Pension am Haff

Schönes Zimmer mit Sitzecke und mit Blick auf das Haff. Freundliche Eigentümer. Es gibt beinahe ausschließlich deutsche Gäste. Liegt am Rande vom Dorf, nachts ist es herrlich ruhig.

Kuldiga

Altes Haus mit renovierten Zimmern. Zimmer ist groß aber ohne jeglichen Komfort (keine Sitzecke, kein Fernseher, usw.). Verschlafendes Dorf wo tagsüber und abends nichts zu tun ist. Die Auswahl im Restaurant ist sehr beschränkt. Wir fanden keine Möglichkeit den Abend angenehm zu verbringen. Die Unterkunft ist nicht ausreichend und war als Abschluss unserer Reise eine Enttäuschung!

Bestimmt keine Alternative für Schloss Mezotne!

Anm. d. Redaktion: Wenn Mezotne ausgebucht ist, bleibt uns nichts übrig, als Jana Nams in Kuldiga zu buchen. Es ist das einzige Hotel am Ort, der wegen seiner einzigartigen Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert sehenswert ist. Wir achten darauf, dass unsere Gäste dort nie mehr als eine Nacht verbringen.


Elke & Hylke Crone








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