31.07.2007

Baltikumreise von Elfriede Peter

Als wir losflogen, wussten wir noch nicht was uns bevorstehen würde. Alle Hotels waren vorgebucht, der Mietwagen sollte in Riga bereitstehen. Ein erstes Durchblättern der Urlaubsliteratur lies eine interessante Reise erwarten. Ob alles klappen würde?
Mit nur geringer Verspätung starteten wir in Düsseldorf und kamen bei strahlendem Sonnenschein in Riga an. Der Einfachheit halber sollte uns ein Taxi in unser erstes Hotel bringen.

Überraschung: Sehr schönes Hotel, unmittelbar in der Nähe des Doms – ideal für Erkundungen in der Stadt. Ausgezeichnetes Frühstück (für Deutsche aber erst mal überraschend – herzhaft!).
Riga hat uns denn auch sehr gut gefallen, an einem Abend war es im Hotel etwas laut, aber bei dieser zentralen Lage ist es kein Grund zum Meckern.

Eine weitere Taxifahrt brachte uns zwei Tage später zu AVIS. Auch hier wieder alles prima organisiert. Und ab nach Sigulda.
In Sigulda mussten wir ein wenig nach dem Hotel suchen. In der Beschreibung hieß es "nach Sigulda fahren und der Beschilderung folgen". Welcher Beschilderung? Nachdem wir Sigulda mittlerweile recht gut kannten, fanden wir endlich den Weg. Es wäre so einfach gewesen: In Sigulda nicht (von Riga aus) links in die Stadt fahren, sondern rechts in die "Ventas-Straße", dann am Restaurant-Schild links auf den Parkplatz.
Der Empfang dort war nicht sehr freundlich, das Zimmer aber in Ordnung und das Essen im angeschlossenen Restaurant vorzüglich. Das wurde am nächsten Tag beim Frühstück aber wieder wettgemacht: Wenig Auswahl (weil wenige Gäste?). (Von der Festung Turaida ist eines der Bilder, das andere, Lielstraupe aus der Umgebung von Sigulda.)
Auf dem Weg nach Norden sollte man einen Abstecher in Tartu machen. In der Touristeninformation erhält man einen schönen Plan für einen kurzen, aber sehr informativen Rundgang.

Der Lahemaa-Nationalpark.ist sehr sehenswert, selbst weniger wanderbegeisterte Menschen verlocken die markierten Wege durch unberührte Wälder (Zecken-Risiko beachten!).
Das Saka-Cliff-Hotel sieht von außen sehr modern und hell aus. Drinnen glänzt es weniger (billige Fußböden, sehr dunkel, Schrank gab es auch nicht, naja, wer räumt schon für zwei Tage alles aus?). Aber in Ordnung.

Auf dem Weg nach Tallinn sollte man sich die Herrenhäuser nicht entgehen lassen. Von prachtvoll und toll restauriert bis verfallen, aber dennoch eindrucksvoll (Bild: Kolga).

Auch in Tallinn waren wir wieder angetan von der Hotelwahl: Sehr zentral, trotzdem ruhig. Die Stadt war (sonntags) sehr rummelig, deshalb aßen wir im Hotel. Das war keine besonders gute Idee. Es war nicht schlecht, aber – naja. Ein wichtiger Tipp für andere Gäste: Entweder einen Parkplatz beim Hotel vorbuchen (ganz begrenzte Stellplätze) oder Auto in Richtung Norden am Ende der Straße rechts abstellen (bewachter Parkplatz, 420 Kronen für 4 Tage – was will man noch mehr?).

Die nächste Station war ein Country Hotel auf der Insel Muhu. Erster Eindruck: Toll. Was das Zimmer und die Umgebung angeht, blieb der Eindruck. Das Frühstück bietet alles, was das Herz begehrt (toll: vegetables and salad). Nachdem wir etwas Mühe hatten, ein Restaurant zu finden (wir fuhren bis nach Kuressare, weil es so gut wie keine Lokale gibt), aßen wir am zweiten Abend im Hotel. Die Speisen waren ebenso überschaubar wie teuer. Keine gute Idee!! Tipp: Man kann anscheinend auch Halbpension (3 Gänge) für 25 Euro buchen. Dafür bekommt man im Vergleich zu uns einen sensationellen Gegenwert. (Bild: Windmühlen von Angla auf Saremaa).

Tiefer kann man kaum fallen: Villa in Pärnu. Gut: Wir waren vorgewarnt, weil wir in Tallinn auf Umfulana-Gäste gestoßen sind. Entsprechend positiv waren wir dann zunächst überrascht, als wir sehr einfache, aber saubere und ganz nett eingerichtete Zimmer vorfanden. Unsere Einschätzung änderte sich erst, als wir abends nicht mehr auf der Etage allein waren. Die Akustik des Hauses ließ uns keine Sekunde über die Aktivitäten der anderen Hotelgäste im Zweifel. Und das besonders auch nicht, als in der zweiten Nacht unsere Nachbarn um 4 Uhr (aus der Disko?) kamen. Wir empfehlen, die Wahl dieser Station zu überdenken. Das auch, weil das (Zitat der Umfulana-Gäste) "bedauernswerte" Frühstück sogar noch Sigulda toppte.

Das Hotel in Riga war wie erwartet – für 5 Stunden völlig in Ordnung, Ohropax sei Dank. Keine Kritik!

Fazit: Eine ausgezeichnet organisierte Reise. Ohne Negativpunkte geht es nicht, aber die Positiva überzeugten uns so sehr, dass wir wieder mit Umfulana fahren werden.



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