13.09.2010

Baltikumreise von Markus und Ilse Prenner

Über unsere dreiwöchige Reise in die baltischen Länder kann ich eigentlich nur Gutes berichten. Das Ziel, zu unseren anderen, manchmal etwas anstrengenden Reisen einen bewußten Komfortkontrast zu setzen ist in mehrfacher Hinsicht voll aufgegangen.
Da sind einmal die Unterkünfte, sorgfältig gewählt, oft luxuriös, die etwas einfacheren Quartiere am Haff und in Palmse haben wir nicht als Abstieg sondern Abwechslung empfunden, klug ist von Umfulana, Kuksu Muiza an den Schluß zu setzen, das ist nicht mehr zu überbieten, käme diese prächtige Bleibe am Anfang der Reise, würde man, ob man will oder nicht, immerzu vergleichen, aber so war es eine Art Krönung einer sehr schönen Reise.
Die bis auf Pärnu regelmäßigen Doppelübernachtugen schaffen einen guten Ausgleich zwischen Bleiben und Reisen, auch am Haff ist uns in drei Tagen nicht fad geworden. Es bleibt trotz der vorgeplanten Route genug individueller Spielraum sich, mehr oder weniger, das oder jenes, genauer anzusehen.
Ein Navi haben wir zwar wie empfohlen mitgenommen, aber gar nicht ausgepackt, meine Frau hat mit sehr detaillierten Karten (Michelin) navigiert, ein paarmal mußten wir fragen (im Hinterland sind ein paar Worte russisch hilfreich, sonst spricht die Jugend schon brauchbares Englisch), die Beschilderung ist zumeist wider Erwarten hervorragend, daß man sich einmal verirrt (wir in Vilnius, es war dort gerade ein Fest mit vielen Umleitungen) gehört zu einer Reise irgendwie dazu. Mit dem Mietauto gab es übrigens nicht die geringsten Probleme.
In Aukstatija haben wir wie die Litauer, ausgerüstet mit Korb, Pilze gesucht und auch reichlich gefunden, Jolanta hat sie vorzüglich zubereiten lassen, womit wir beim Essen wären, auch das hat zumeist den Erwartungen mehr als entsprochen.
Wo bleibt nun eigentlich die negative Kritik?
Geärgert habe ich mich während der Reise nur einmal.
In Tallin waren wir gerade angekommen, gingen ins Hotel, warteten auf´s einchecken, und wo wir das Auto parken sollten, inzwischen lauerte eine der Parksheriffs auf diese Gelegenheit und verpaßte uns einen Strafzettel (dies scheint System, auch anderen Umfulana Reisenden ist, wie sie uns erzählten, in Tallin gleiches widerfahren). Ich gebe zu, daß ich wegen dieser frechen Abzockerei vor Zorn schäumte, ich überließ es dem Hotelmanagment von Three Sisters sich der Sache anzunehmen, sie hatten genug Phantasie, diese Ungerechigkeit elegant zu lösen. Tallin präsentierte sich an diesem Tag aber bei so schönem Wetter, daß jeder Ärger ohnehin rasch verflog.
Insgesamt also eine wunderbare Reise und vielleicht nicht die letzte mit Umfulana.



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