19.09.2010

Baltikumreise von Viola und Andreas

Baltikum Rundreise Lettland – Estland – Litauen von Viola und Andreas
Hanau, Deutschland

Unsere Reise entsprach der, auf der Umfulana-Homepage unter Reise-Ideen vorgestellten, 21 Tage Tour durch alle 3 baltischen Staaten.

Es war eine tolle Reise, die für Individualisten von jedem etwas bereithält.
Angefangen bei den teils liebevoll restaurierten Altstädten, über Natur pur, wie unendliche Wälder und menschenleere Strände, bis hin zu spektakulären Unterkünften, haben wir alles genossen. Außerdem hatten wir durchgängig super Wetter.

Wir sind am Freitag, dem 13.8. nach Riga geflogen und haben dort bei 34 Grad zwei Tage und Nächte verbracht (diese bei bester Laune und Unterhaltung im Freien).
Den Leihwagen sollten wir am Hotel in Empfang nehmen. Hier gab es den einzigen kleinen „Stolperer“ der Reise. Samstag und Sonntag gibt es normalerweise keine Übergabe bei AVIS (die standen schon am Freitag vor der Tür, wir waren aber nicht da). Mit vereinten Kräften (mit Hotel Guttenberg) hat’s dann geklappt, und wir konnten am Sonntag in Richtung Pärnu in Estland aufbrechen.
In der Ammende Villa erwartete uns ein tolles Ambiente mit gepflegtem Essen. Ein Strandbesuch lohnt sich, nur 10 min. zu Fuß. Schade, dass wir hier nur 1 Tag waren.
Nächste Station war die Insel Saarema. Hier sind die tollen Strände hervorzuheben.
Im Hotel in Kuressaare, dass von außen zwar etwas trist wirkt, erwartete uns ein hübsches Zimmer, ein gutes Frühstück und ein SPA Bereich, den man unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Es gab sofort Termine und die Leistung war hervorragend. Im Ort gibt es eine restaurierte Mühle, wo man abends sehr gut regional essen und dabei einen schönen Ausblick genießen kann.
In Tallinn (welche uns als Stadt am besten gefallen hat) haben wir im Three Sisters gewohnt. Dieses Hotel ist zweifelsfrei ein Highlight unter den Unterkünften, allerdings kann man das bei 2 Tagen Stadt(erkundung) gar nicht so richtig nutzen.
Bei Einnahme des Dinners im Hotelrestaurant sei man vor den Preisen gewarnt. Das Essen ist zwar erstklassig, der Preis aber auch. Vor allem die extrem hohen Weinpreise fanden wir generell nicht gerechtfertigt.
Tallin ist eine tolle, mittelalterlich geprägte Stadt, deren Stadtkern man (auch) zu Fuß erkunden kann und in eine der wunderbaren rustikalen Kneipen einkehren kann, z.B. „Olde Hanse“.
Nach dem Stadtstress ging’s dann erstmal für ein paar Tage in die Natur Richtung Lahema Nationalpark zum Kalvi Manor Hotel. Auch hier gab’s die nun schon gewohnt gepflegte Unterkunft in einem toll restaurierten Schloss.
Die im Reiseführer beschriebene Wandertour auf der Halbinsel Käsmu hat uns großen Spaß gemacht..
Auf dem Weg zum Diklu Pils lohnt sich ein Abstecher nach Tartu, einer Universitätsstadt mit Charme. Vom Diklu Pils aus kann man schöne Wanderungen durch den Gauja Nationalpark, immer am Flusslauf der Gauja entlang, machen.
Die Fahrt nach Miskiniskes, unserer nächsten Station im Aukstatija Nationalpark, stellte sich als echte Herausforderung für unser sonst so sicheres TomTom heraus. Mit Verspätung, gegen 20:00 Uhr, kamen wir in absoluter Einsamkeit an. Dennoch wurden wir von der Hausherrin, deren Hund und der Köchin freundlich empfangen und in Windeseile noch ein Essen herbeigezaubert. Die Blockhütte, wie überhaupt diese einsame Gegend, war ein krasser Gegensatz zu den restlichen Stationen und sollte auf keinen Fall auf der Tour fehlen. Fahrradtour und urwüchsige Sauna waren hier angesagt.
Nächste Station: Vilnius. Hotel Grotthus ist hervorzuheben bezüglich sehr gutem Frühstück, Freundlichkeit und zentraler Lage.
Vilnius hat uns nicht so inspiriert, dafür aber der Besuch des nahe gelegenen Trakai mit der wunderschönen Burg und deren Museum, ein Muss!
Die nächste Station, die Kurische Nehrung war für uns das Highlight bezüglich der Natur. Die Dünenlandschaft lässt sich nicht beschreiben, man muss sie gesehen haben. Wir haben hier 3 erholsame Tage mit Wandern, Baden und Nichtstun bei Grazina verbracht, die sich für Ihre (meist deutschen) Gäste sehr engagiert und uns auch abends mal litauisch bekocht hat.
Letzte Station unserer Reise ging in die Kurische Schweiz, Ziel Kuksu Muiza.
Dieses Herrenhaus sucht seinesgleichen hinsichtlich der Restaurierung und des Inventars. Hier kocht und serviert (wie ein Sternekoch!) der „Gutsherr“ selbst. Wir fühlten uns in eine andere Zeitepoche rückversetzt und haben das sehr genossen. Von hier aus lohnt sich ein Ausflug zu den breitesten Wasserfällen Europas in Kuldiga.
Auf dem Weg zurück zum Flughafen nach Riga, haben wir noch einen Abstecher nach Jurmala (Touristen-Badeort) gemacht.
Abschließend möchten wir noch sagen, dass jeder Ort, jede Unterkunft auf ihre Art wundervoll war, und man Dinge, wie mal ein eingeschränktes Frühstück oder etwas Zurückhaltung des Personals, nicht überbewerten sollte.

Tipps für Umfulana und alle Reiseinteressierten:
- Mietautoübernahme am Flughafen halten wir für günstiger als
Bringservice ins Hotel
- Mobiles Navigationssystem erleichtert die Reise ungemein
- In Estland und Lettland konnten wir mit jedermann englisch reden,
in Litauen eher deutsch und russisch
- Sowohl Badeutensilien als auch Wandersachen sind angebracht
- Unsere VISA Karte war überall gern gesehen und mit der EC Karte
konnten wir an allen Automaten Geld ziehen
- Der von Umfulana bereitgestellte Reiseführer war sehr gut, wir sind
zahlreichen Routen gefolgt
- Man kann unbesorgt Anhalter mitnehmen (meist junge Leute, die
nur in den nächsten Ort wollen) und kann so mal ein Schwatz mit
Landesleuten machen



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