01.08.2006

Baltikumreise von Andreas Heuke

Organisation der Reise hat 1A geklappt, die Hotels waren in Summe alle in Ordnung. Der Reiseverlauf gemäss Ihrem ersten Angebot, das noch Aufenthalte in Pärnu und Tartu enthielt, ist sicher sinnvoller; insges. 4 Tage für Muhu und Saareema sind etwas viel.

Hotels: Kalvi Mois war eindeutig der Höhepunkt: In jeder Hinsicht grosse Klasse. Das Hotel in Tallin hat eigene Parkplätze (sehr wertvoll), anderseits das Risiko , dass man ein Zimmer praktisch ohne Tageslicht mit winzigem, verschraubtem Strukturglasfenster erhält und das Frühstück ist höchst mager.
Das Country Hotel hat eine schöne Anlage, zum First Class image passt jedoch nicht, dass es keine Minibar oder Kühlschrank und auch keine Bar gibt. Man ist wg. der einsamen Lage hins. Essen und Trinken auf das hauseigene Restaurant angewiesen, das sich vor allem durch versnobtes Auftreten und Preise mit mind. Faktor 2,5 ggü. Tallin auszeichnet.
2 Nächte in Kuressaare sind für Muhu und Saareema sicher ausreichend, hier könnte man sich das Hotel Arensburg als Alternative zum Lossi einmal ansehen. Zumindest das Restaurant ist sehr empfehlenswert.

Am wenigsten gefallen hat uns das Lacu Miga, hier lässt sich sicher in Sigulda eine nettere Alternative finden.

Für eine Rundreise ist unser Tip, aus Gründen der landschaftlichen Abwechslung auch die kurische Nehrung einzubeziehen. Der Norden Estlands ist landschaftlich etwas eintönig und die vielen finsteren Erbstücke (Umweltsünden, verfallende Wohnblöcke u. Industrieanlagen) die die UDSSR den Esten dort hinterlassen hat, können bei intensivem Genuss auf die Stimmung schlagen und die mürrische Art der Menschen dort verwundert nicht mehr.



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