Südliches Baltikum: Pulsierende Städte und die Kurische Nehrung
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Südliches Baltikum

Pulsierende Städte und die Kurische Nehrung

12 Tage | ab 1.199,00 EUR p.P. im DZ*
Riga – Gauja Nationalpark – Vilnius – Kurische Nehrung – Kurland

Wer für seine Baltikum Rundreise nur wenige Tage Zeit hat, sollte sich auch eine Region beschränken. Riga und Vilnius bilden die Eckpfeiler dieser Reise in den Süden. Dazwischen gibt es genug Zeit zum Wandern und Erholen auf dem Land; erst in einem Nationalpark, dann auf der Kurischen Nehrung. Den Abschluss bildet ein stilvoller Aufenthalt in der entzückenden Residenz des ehemaligen livländischen Ordensgenerals, wo man in eine andere Zeit zurückversetzt wird.

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1.–3. Tag: Riga

Bedeutendste Stadt des Baltikums
Die Landes­haupt­stadt von Lett­land liegt an der Mündung der Daugava und ist mit knapp einer Million Einwohner die größte Stadt des Baltikums. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, wird aus dem Staunen nicht heraus­kommen: Die Altstadt auf der Ostseite des Flusses ist in alter Pracht wieder­aufge­baut und wegen ihrer architek­to­ni­schen Viel­falt seit 1997 Welt­kultur­erbe. Die über 800 Jahre Vergan­gen­heit der Stadt ist wieder gegenwärtig: der deut­sche Orden, der hier das christ­liche Abend­land im Nord­osten befes­tigen wollte, die Verbindungen der Hanse, die Riga zu einer der blüh­endsten Städte an der Ostsee gemacht hat. Aber auch die Barockzeit und der Jugend­stil haben Spuren hinter­lassen. Dagegen erin­nert hier kaum noch etwas an die Tatsache, dass die Stadt, in der heute 33% aller Letten wohnen, bis 1991 noch zur Sowjet­u­nion gehörte. Im Stadt­wappen prangt heute wieder der Löwe als Zeichen des Mutes seiner Bewohner, der Schlüssel, der dem Bremer Wappen entnommen ist, und das Kreuz des Deut­schen Ordens.
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Zu Gast in einem Altstadthotel in Riga

Das historische Stadthotel im Zentrum von Alt-Riga ist ein Musterbeispiel für die gelungenen Restaurierungen, die in der ganzen Stadt durchgeführt wurden. mehr ...

Rote Ziegelmauern, dunkle Antikmöbel, knarrende Treppen und eine Jugendstilbar fügen sich harmonisch zu einem Ganzen zusammen. Das Haus diente schon als Filmkulisse, wovon heute noch die Käfige mit Singvögeln in den Fenstern der Lobby zeugen, die im Film genutzt wurden. Die Zimmer sind geschmackvoll, aber eher schlicht eingerichtet. Herausragend ist die Lage: Alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sind zu Fuß erreichbar.

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Leistungen: 2 Nächte | Bed & Breakfast

Jurmala

Lett­lands stolzester Badeort

15 Kilometer west­lich von Riga, wo der Sand­strand besonders fein und das Klima verhält­nismäßig mild ist, hat sich im 19. Jahr­hun­dert der Badeort Jurmala entwi­ckelt. Inzwi­schen ist er mit 50.000 Einwoh­nern Lett­lands fünftgrößte Stadt geworden. An großzügigen Alleen reihen sich Geschäfte, Villen und Restau­rants. Die ersten Sommer­häuser der reichen Rigaer Bürger sind heute noch der Stolz des Bade­ortes. Gastro­no­misch über­rascht in der Flaniermeile das enorme Angebot an asia­ti­scher Küche.

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Dom von Riga

Größte Kirche des Baltikums mit einzig­ar­tiger Orgel

Der Dom von Riga ist der größte Kirchenbau im gesamten Baltikum. Von 1211 bis 1226 wur­de er auf dem Grund einer alten Holz­kirche erbaut und war 300 Jahre die Kathedrale des Bistums Riga. Als der Land­meister des Deut­schen Ordens 1525 zur Reforma­tion überging und das Bistum zerfiel, wur­de der Dom luthe­risch. Die Skulpturen im Inneren fiel der Wut der Bilder­stürmer zum Opfer. Vom anliegenden Kloster ist nur der Kreuzgang und Domgarten übrig­ge­blieben. Eine besondere Kostbarkeit ist die Orgel. Das gewal­tige Instru­ment von 1884 aus der Werk­statt eines würt­tembergi­schen Orgelbauers ist eine der letzten verbliebenen roman­ti­schen Orgeln welt­weit.

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Schwarzhäupter­haus

Stadt­haus mit wech­sel­voller Geschichte

Die Compa­gnie der Schwarzen Häupter war Ende des 13. Jahrhunderts eine Bruder­schaft von unver­hei­ra­teten ausländi­schen Kauf­leuten, die in Riga Geschäfte machten. Ihr Heiliger war St. Mauri­tius, der Legende nach ein „Mohr“, der bis heute im Wappen der Gilde ist. An diese Gilde wur­de das repräsenta­tive goti­sche Stadt­haus am Rathaus­platz erst vermietet und später verkauft. So bürgerte sich der Name „Schwarzhäupter­haus“ ein. Im Zweiten Welt­krieg zerstörten deut­sche Truppen das prachtvolle Bauwerk. Die Sowjets sprengten die verbliebene Ruine 1948. Vor der 800-Jahr-Feier 1999 wur­de das Schwarzhäupter­haus origi­nalge­treu auf den alten Funda­menten wieder­aufge­baut und ist heute das Glanz­stück der Stadt. Neben einem Konzert­saal beherbergt es die Touris­ten­in­forma­tion und ein Kaffee.

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2. Tag: Rīga

Führung

Altstadt (2 Stunden, deutsch)

Der private Stadtrundgang mit Aija Kocina durch Riga ist ideal für Besucher, die das erste Mal in der Stadt sind. mehr ...

Die Führerin ist Lettin, die zum Deutsch-Studium in die Hauptstadt gezogen ist. Über ihre Wahlheimat weiß sie zahllose Geschichten zu erzählen, vom Deutschen Orden über die Hanse bis zur Sowjetzeit. Sie zeigt ihren Gästen die Altstadt, das Zentrum und die schönsten Jugendstilhäuser. 

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3.–5. Tag: Gauja Nationalpark

Grotten, Waldseen, Kreuzritterburgen
Der größte und älteste Natio­nal­park des Baltikums umschließt das tief einge­schnit­tene Tal der Gauja. In dem eiszeit­li­chen Urstromtal verste­cken sich Wald­seen und Grotten, Höhlen und Sand­steinklippen. Mehr als 800 Pflanzen-, 40 Fisch- und 150 Vogel­arten leben hier weitge­hend unge­stört. Daneben finden sich hier einzig­ar­tige Kultur­denkmäler, so die gewal­tige Ruine der Kreuzritter­burg von Cesis oder die von Urwäl­dern umge­bene Bischofsburg von Turaida. Wer den Natio­nal­park erkunden will, tut dies am besten auf einem der vielen Wander­wege von Cesis oder Sigulda aus.

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Nissan Qashqai SUV o.ä. (IFMR)

Die kurze Strecke führt ins Landesinnere. Wer vom Hafen oder Flughafen kommt, fährt geradewegs durch die Stadt.

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Zu Gast auf einem Gutshof bei Cēsis

Die Geschichte des Gutes geht weit bis ins 18. Jahrhundert zurück. Über die Jahre hinweg und mit dem Wechsel der Besitzer änderte sich nicht nur der Name, sondern auch die Bebauung. mehr ...

So entstand neben neuen Gebäuden ein romantischer Landschaftspark, der sich bis zum Fluss Amata erstreckt und bereits Ende des 18. Jahrhunderts Urlauber anzog. Etwa hundert Jahre später wurde hier zudem die erste Gartenbauschule des Baltikums gegründet. Die zehn zeitgemäß eingerichteten, gemütlichen Zimmer und Apartments befinden sich in der ehemaligen Knechtherberge aus den 1840er Jahren, die von außen noch den ursprünglichen Stil hat. Die Möglichkeiten in der Umgebung sind vielfältig: Aufgrund der Lage in der Gletschermulde des Flusses Gauja, inmitten des gleichnamigen Nationalparks, gibt es unzählige Wander- und Fahrradwege, die sich durch Felder, Wiesen und vorbei an steilen Sandsteinfelsen schlängeln. Fahrräder und Kanus können vor Ort ausgeliehen werden, müssen jedoch im Voraus reserviert werden. Für alle, die nicht auf eigene Faust die Umgebung erkunden möchten, werden geführte Wander-, Fahrrad- und Kanutouren angeboten. Diese können entweder über Umfulana oder direkt bei der Unterkunft gebucht werden. (Preise auf Anfrage)

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Leistungen: 2 Nächte | Halb­pen­sion

Valmiera

Ausgangs­punkt für den Gauja-Park

Die alte Hanse­stadt Wolmar liegt beider­seits des Flusses Gauja und eignet sich als Ausgangs­punkt für Touren in den Gauja-Natio­nal­park. Vom histo­ri­schen Stadt­kern ist nach dem Zweiten Welt­krieg, in dem ein Drittel der Stadt nieder­brannte, außer der goti­schen Sime­ons­kirche kaum etwas übrig geblieben. Weithin sichtbar ist der Back­stein­kirchturm von St. Simeon am Markt­platz. Von der Aussichts­platt­form hat man einen weiten Blick. Neben der Kirche sind noch die Schloss­ruinen des Livländi­schen Ordens von 1283  bewahrt worden.

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Der geologi­sche Pfad entlang der Amata

Wande­rung an einem mändrie­renden Nebenfluss der Gauj

Der Rundweg führt an der Amata entlang, die durch die Wälder mäandriert und wenige Kilometer fluss­abwärts in die Gauja mündet. Auf dem Rückweg zur Veclauči-Brücke kann man etwas abkürzen. Im Sommer findet man jede Menge Beeren und im Herbst Pilze. (Hin und Zurück: 5 Stunden, 19 Kilometer, auf und ab: 170 Meter)

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Durch das Tal der Gauja

Dichte Wälder im Natio­nal­park

Der Weg führt durch das Tal der Gauja fluss­abwärts. Dabei kommt man durch Wälder, die zu den dich­testen im Gauja Natio­nal­park und damit im ganzen Baltikum gehören. (Hin und zurück: 3:30 Stunden, 14,5 Kilometer, auf und ab: 130 Meter)

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Cēsis

Mäch­tige Ordensburg der Kreuzritter

Mitten im Gauja-Park liegt eine der schönsten Städte Lett­lands auf Hügeln und Terrassen ober­halb des Flusses. Das ehema­lige Wenden wur­de im 13 Jahr­hun­dert gegründet und ist bis heute von einer Stadt­mauer umgeben. In der Altstadt finden sich jahrhunder­te­alte Holzhäuser.  Besonders eindrucksvoll ist aber die wuch­tige Kreuzritter­burg von 1209, die das beste Beispiel einer balti­schen Ordensburg ist. Meter­dicke Mauern, Türme und Schutzgräben, sogar drei Vorburgen charak­te­ri­sieren das Schloss. Eine lange Treppe führt hinab in den großen Schloss­park. 
In den Sommermo­naten werden beim Cesis Arts Festival letti­sche Künstler und Musiker präsen­tiert.

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5.–7. Tag: Vilnius

Einstiges Zentrum der osteuropäischen Juden
Die Haupt­stadt Litauens liegt im Osten des Landes wenige Kilometer von der weißr­us­si­schen Grenze entfernt und war tradi­tionell eine der wich­tigsten Verbindungs­städte zwischen Ost und West. Dass die Stadt am Zusam­menfluss von Vilnia und Neris zu einem Zentrum heranwachsen konnte, verdankt sie der 400 Jahre alten Univer­sität. Im 2. Welt­krieg erlebte die Stadt furch­tbare Verwüs­tungen. Bevor die Wehrmacht einmar­schierte, war über ein Drittel der Einwoh­ner­schaft (mehr als 70.000 Menschen) jüdisch. Zuvor war Wilna Zentrum der jiddi­schen Kultur und Sprache gewesen – einer eigen­tüm­li­chen Verbindung aus mittelhoch­deutsch und hebräisch. Es gab eine jiddi­sche tech­ni­sche Hoch­schule und einen jiddi­schen Pen-Club. Das Ende der Barbarei über­lebten weniger als 800 Wilnaer Juden. Heute erlebt die während der Sowjetzeit in einen Dornrö­schen-Schlaf versun­kene Stadt eine Renais­sance – ähnlich wie ihre Schwes­ter­städte Tallinn und Riga. Die Altstadt wur­de wegen ihrer mittel­alter­li­chen Bausub­stanz zum Welt­kultur­erbe erklärt.

Die Strecke folgt teilweise der alten Handelsstraße vom Baltikum nach Mitteleuropa.

Bauska

Deutschor­densburg und Herzogs­schloss

Am Zusam­menfluss von Mūsa und Mēmele haben die Ritter des Deut­schen Ordens 1443 eine massive Burg zum Schutz vor den litaui­schen Fürsten ange­legt. Rings um die Festung bildete sich nach und nach die Stadt Bauksa. Nach dem Zusam­menbruch des Deutschor­dens­staates 1562 ließ der Herzog von Kurland neben der Trutzburg ein Schloss im Renais­sace-Stil errichten. Vom Ordens­sitz ist nur die Ruine erhalten, während das Schloss laufend restau­riert und instand gesetzt wird.

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Schloss Rundale

Versailles von Kurland

Inmitten des flachen kuri­schen Landes liegt das voll­kom­menste Baro­ck­en­semble des Baltikums, Schloss Rundale. Die Entste­hungs­ge­schichte des grandiosen Schlosses zeigt, wie globali­siert Europas Ober­schicht bereits im 18. Jahr­hun­dert war: Die Zarin Anna Iwanowa gab den Grund und das Geld, den Master­plan hatte ein balti­scher Adliger deut­scher Herkunft, Architekt war ein Italiener, die Baulei­tung hatte ein Sachse, die Livländer stellten billige Arbeits­kräfte, während das große Vorbild aus Frank­reich stammte: Versailles. Besonders schön ist das goldene Audi­enz­zimmer und der weiße Tanz­saal. Das Schloss ist von 10 – 18 Uhr geöffnet. Deutsch­spra­chige Führungen werden ange­boten.

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C

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in der Altstadt

Das kurz vor der Jahrtausendwende eröffnete Hotel im Landhausstil gehört zu den schönsten in Litauen. mehr ...

Antiquitäten, wertvolle Bilder und frische Blumen prägen das Interieur, ohne dass es einen steifen Eindruck macht. Dafür sorgt auch das Personal mit freundlichem und unaufdringlichem Service. Die Zimmer, die meist nach Schriftstellern benannt sind, sind ihrem Namen entsprechend individuell eingerichtet. Zum Hotel gehören ein elegantes Restaurant und eine gemütliche Bar.

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Leistungen: 2 Nächte | Bed & Breakfast

Altstadt von Vilnius

Kirchen, wohin man schaut

Der älteste Stadt­teil von Vilnius liegt am linken Ufer der Neris. Erste Besiede­lungen von Vilnius lassen sich auf das 4. Jahr­tausend vor Christus zurück­da­tieren. Im Früh­m­it­tel­alter wuchs die Sied­lung aufgrund der taktisch guten Lage stetig an und um 1323 wur­de Wilna dann erstmals als Haupt­stadt der Litauer urkund­lich erwähnt. Der histo­risch wertvolle Stadt­kern trägt auch den Bein­namen: „Rom des Ostens“ wegen der 50 Kirchen der Stadt. Ganz egal, von wo man auf Vilnius schaut, sieht man nie weniger als vier Kirchtürme.

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Burg von Gediminas

Sitz der litaui­schen Großfürsten

Von der alten Burg ist nur der Turm übrig geblieben. Der Legende nach wur­de die hölzerne Burg vom Fürsten des Großfürs­ten­tums Litauen, Gediminas, gebaut, nachdem er von einem eisernen Wolf geträumt hatte, der oben auf dem Hügel heulte. Nachdem sie bei einem Feuer nieder­brannte, wur­de sie 1419 wieder aufge­baut, dieses Mal jedoch aus Steinen und Ziegeln. Zur Burg kommt man zu Fuß oder mit der Seil­bahn. Oben hat man eine schöne Aussicht über die Stadt.

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Užupis

Vom Armenquar­tier zum Künst­lerviertel

Das Vier­tel ist eines der ältesten von Vilnius. Bereits im 16. Jahr­hun­dert wohnten hier die Armen und die Hand­werker. Während der Sowjetzeit ließen sich Künster wegen der preis­werten Wohnungen in dem herun­ter­ge­kom­menen Quar­tier nieder. Heute ist Užupis ein ange­sagtes Viertel, wo Mode­fes­tivals, Konzerte und Ausstel­lungen stattfinden. Der Name bedeutet „Ort hinter dem Fluss“. Tatsäch­lich ist die Vilnia ein untrennbarer Teil von Užupis. So wird die Nixe in einer Nische am Fluss­ufer auch „Fräulein von Užupis" genannt. Ihr Zauber lockt angeb­lich Menschen aus aller Welt an. Auf dem zentralen Platz steht die 2002 enthüllte Skulptur eines Engels, der zum Symbol von Užupis geworden ist.

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6. Tag: Vilnius

Führung

Altstadt von Vilnius (3 Stunden, deutsch)

Dalia Sleniene stammt aus Vilnius und bietet seit über 20 Jahren Führungen durch ihre Heimatstadt und die Burg Trakai an. mehr ...

Sie hat Germanistik studiert und spricht fließend Deutsch. Nachdem sie Sie in Ihrer Unterkunft in Empfang genommen hat, führt sie Sie zu Fuß durch die Altstadt, die zum Welterbe der UNESCO erhoben wurde. Folgende Sehenswürdigkeiten werden aufgesucht: Kathedrale, Universität, Präsidentenpalast, Piliesstraße und das Rathaus.

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7.–10. Tag: Kurische Nehrung

„Litauische Sahara“ in der Ostsee
Kuri­sche Nehrung nennt man die fast 100 Kilometer lange und nur wenige 100 Meter breite Landzunge, die das kuri­sche Haff von der Ostsee trennt. Die südliche Hälfte der Landzunge gehört zu Russ­land (ehemals Ostpreußen), der Norden von Nida bis Klai­peda ist Teil von Litauen. Die aus mehreren Inseln zusam­menge­wach­sene Nehrung wur­de wegen ihres in Europa einma­ligen Landschafts­bildes von Sand­dünen, Wald und Meer zum Welt­natur­erbe erklärt. Besonders bei Nida ragen die Dünen bis zu 60 Metern empor, so dass man stel­lenweise den Eindruck gewinnt, in einer Sandwüste zu sein. Durch die „litaui­sche Sahara“ führen einige Wege, auf denen man selbst in der Haupt­saison oft ganz alleine ist.

Für die Einfahrt mit dem Fahrzeug ins Territorium des Nationalparks der Kurischen Nehrung ist eine Mautgebühr zu entrichten. mehr ...

Die Mautgebühr ist am Alksnynė Kontrollposten, der sich bei 10. Kilometer der Straße Smiltynė-Nida befindet, oder am Nida Kontrollposten, der sich an der Grenze zu Rußland befindet, zu zahlen.

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Zu Gast in einer Pension am Haff

Das privat geführte, einfache Haus liegt am schönsten Abschnitt der Kurischen Nehrung bei Nida, nördlich der Grenze zum ehemaligen Ostpreußen. mehr ...

Dort, wo die Dünen am höchsten sind, steht in ruhiger Lage unmittelbar am Haff das Gästehaus, das von Grazina und Alfredas familiär geführt wird. Beide sprechen Deutsch und unterhalten sich gern mit ihren Gästen. Über die Promenade ist Nidden zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. Die Lage ist ideal, um einen Bootsausflug zum Memeldelta zu machen.

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Leistungen: 3 Nächte | Bed & Breakfast

Thomas-Mann-Haus

Sommer­haus des Lite­ra­turnobel­preis­trägers

Künstler und Schrift­steller verbrachten viel Zeit in Nida, unter ihnen der Lite­ra­turnobel­preis­träger Thomas Mann, der hier an seinem Josephsroman arbei­tete. Er verbrachte dort vor der Emig­ra­tion 1933 mit seiner Familie die Sommerfe­rien von 1930 bis 1932 und hielt sich an seinen übli­chen Tages­rhythmus. So schrieb er an seiner Roman­te­tra­logie Joseph und seine Brüder und verfasste Artikel und Briefe. 1967 wur­de auf Anre­gung eines litaui­schen Schrift­stel­lers eine Gedenk­stätte darin errichtet. Heute ist das Thomas-Mann-Kultur­zentrum mit 40.000 Besu­chern jähr­lich das meist­be­suchte Museum Litauens.

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Nida

Künst­ler­städt­chen auf der Kuri­schen Nehrung

Die Perle der Kuri­schen Nehrung ist eines der belieb­testen Urlaubs­ziele an der Ostseeküste. Nida ist mit seinen bis zu 60 Meter hohen Dünen, die sich bis hin in den russi­schen Teil der Nehrung erstre­cken, einzig­artig. Auffal­lend sind die bunten kuri­schen Holzhäuser in den gepflegten Blumen­gärten. Sie werden als Wohn­häuser, Verkaufs­läden, Bistros, Pensionen, Hotels oder als Restau­rants genutzt. Maler wie Corinth, Pech­stein und Mollen­hauer haben sich im 20. Jahr­hun­dert von der einzig­ar­tigen Land­schaft anregen lassen. Einen Besuch wert ist auch die Fisch­räu­c­herei am Hafen. Am besten erkundet man die Umge­bung zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

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8. Tag: Nida

Ausflug

Bootsfahrt durch das Memeldelta (5 Stunden, deutsch)

Über 900 Kilometer lang ist die Memel, die in Weißrussland entspringt. Kurz vor ihrer Mündung ins Kurische Haff teilt sie sich bei Rusné und bildet ein Delta mit zahllosen Wasserarmen und Sümpfen. mehr ...

Um das besondere Ökosystem und das Kulturerbe des Nemuna Deltas zu schützen, wurde schon 1992 ein 29.000 Hektar großer Naturpark eingerichtet, in dem mehr als 300 Vogelarten und 50 Säugetierarten registriert sind. Darunter sind mehrere bedrohte Arten wie die Mopsfledermaus, die Zweifarbfledermaus und der Otter.

Der Bootsausflug ins Delta beginnt und endet in Nida. Nach kurzer Überfahrt übers Haff geht es durch verschiedene Wasserarme und Lagunen, zu Inseln und uralten, halb verlassenen Fischerdörfern. Da es sich um eine private Tour handelt, kann die genaue Route mit dem Kapitän abgesprochen werden. 

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9. Tag: Nida

Ausflug

Ausflug nach Königsberg

Die Fahrt nach Königsberg findet mit einem eigenen deutschsprachigen Guide von Klaipeda Tours statt. mehr ...

Nachdem er Sie morgens im Hotel empfangen hat, fahren Sie in seinem Wagen über die Kurische Nehrung, die auch auf russischer Seite Naturschutzgebiet ist. Im Badeort  Selenogradsk (Cranz) gibt es die Gelegenheit für eine Mittagspause. Danach geht es weiter nach Kaliningrad. 

Keine Stadt hat sich nach dem Krieg so verändert wie Kaliningrad. Die Innenstadtbebauung des alten Königsbergs ist durch verheerende Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen verloren gegangen. Dennoch hat die Stadt nach wie vor viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. 
So führt der Ausflug unter anderem zum neu restaurierten Lutherischen Dom auf der Kneiphof Insel, dem mittelalterlichen Wahrzeichen der Stadt. Auch das Grabmal Immanuel Kants wird hier besucht.

Ferner werden das Villenviertel Amalienau, das sogenannte „Haus der Räte“ an der Stelle des ehemaligen Königsberger Schlosses, das Schiller-Denkmal und die Christ-Erlöser-Kathedrale auf dem Siegesplatz besichtigt.

Da es sich um eine individuelle Führung handelt, kann von dem vorgeschlagenen Programm abgewichen werden. Dier Guide wird bemüht sein, Ihre Sonderwünsche zu berücksichtigen.

Im Preis enthalten sind die Führung und der Transfer durch einen deutschsprachigen Guide sowie Fähr- und Naturschutzgebühren für die Kurische Nehrung. Mahlzeiten und Eintrittsgelder sind nicht im Preis inkludiert. Für Trinkgelder oder die Nutzung öffentlicher Toiletten sind ein paar Rubel Bargeld sehr empfehlenswert.

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10.–12. Tag: Kurische Schweiz

Revier für Wanderer und Kanufahrer
Zwischen Ost- und Nordkur­land befindet sich eine Senke, durch die der Abava-Fluss fließt. Das Tal zwischen Kandava und Sabile nennt man aufgrund der sanften Hügel und der natürlichen Schönheit die kuri­sche Schweiz. Die Abava ist ein wunderbares Revier für Kanu­fahrer. Kanu­touren werden vom Kandavas Tourismus Zentrum Plosti (9 km von Kandava Rich­tung Sabile) ange­boten. Bei Sabile kann man eine Kuriosität bewundern: den nördlichsten Weinberg der Erde.
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Zu Gast auf dem Gutshof von Kuksas

Das kurländische Gut wurde 1530 zum ersten Mal erwähnt, als es vom livländischen Ordensgeneral dem Balten Bernd von Tiedewitz als Lehen übergeben wurde. mehr ...

Damit begann sein glanzvoller Aufstieg als Adelsgut. Ende der 1990er Jahre wurde das während der Sowjetzeit verfallene Haus konservativ restauriert und erstrahlt heute wieder im alten Glanz, sodass sich der Gast in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Jedes Zimmer erzählt seine eigene Geschichte und spiegelt den sich wandelnden Geschmack vergangener Epochen wider. Das Restaurant, das den Hotelgästen vorbehalten ist, bietet bevorzugt regionale und saisonale Produkte an. Dieser ruhige Ort ist ideal zum Lesen, Wandern und für ausgedehnte Saunagänge. Reiten und Tennis sind ebenfalls möglich.

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Leistungen: 2 Nächte | Bed & Breakfast

Jaun­pils

Schloss einer Pfarr­erdy­nastie

Jaun­pils entstand um die Burg aus dem 14. Jahr­hun­dert und das Gut Neuenburg. Die Gegend war lange Zeit Besitz der Familie von der Recke und hat zahlreiche Persön­lichkeiten hervor­ge­bracht, die in der deut­schen Lite­ratur und der luthe­ri­schen Kirche eine Rolle gespielt haben. Von 1806 bis 1920 ging das Pfarramt jeweils vom Vater auf den Sohn über. Heute wird die alte Burg als Hotel genutzt.

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Kuldiga

Hanse­stadt aus Blockhäusern

Die alte Hanse­stadt im Zentrum von Kurland zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Blockhäuser aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert fast völlig erhalten blieben. Sehens­wert ist der Rathaus­platz mit Rathaus und Dreifal­tigkeits­kirche. Die Stadt liegt an der Venta, die wenige hundert Meter fluss­aufwärts impo­sante Stromschnellen bildet – mit 4 Metern Gefälle immerhin der zweit­höchste Wasserfall Lett­lands. Kurz ober­halb führt eine histo­ri­sche Back­steinbrücke über den breiten Fluss, was ein idylli­sches Bild ergibt. Vier Kilometer nörd­lich von Kuldiga beginnt der Natur­park von Riezupe mit male­ri­schen Seen und einem Höhlen­system.

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12. Tag: Riga

15 km vor Riga liegt Jurmala, ein wegen seiner feinen Sandstrände beliebter Badeort.

Natio­nal­park Kemeri

Bohlen­wege durch küsten­nahe Sümpfe

Wenige Kilometer west­lich von Jurmala liegt einer der vier Natio­nalparks von Lett­land. Der Natio­nal­park Kemeri beheimatet meer­nahe Feuchtgebiete, Moore und Lagu­n­en­seen sowie schwefelhal­tige Mine­r­alquellen, in denen man bei Kemeri baden kann. Mehrere Bohlen-Wander­wege sind einge­richtet wie zum Beispiel einer zum Slokas-See. Es empfiehlt sich ein Fern­glas einzu­pa­cken um die Aussichts- und Vogelbe­ob­ach­tung­s­türme optimal nutzen zu können. Auf dem Gebiet des Parks gibt es Spuren des Ersten Welt­kriegs. Die Laufgräben in den Dünen des Ķemeru-Moores, die Grab­stätten der Soldaten der letti­schen Armee in Smārde und die der deut­schen Soldaten bei Kalnciems.

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Zusatzleistungen

Wir informieren Sunny Cars darüber, dass Ihre Reise über Litauen geht. Gebühren für den Grenzübertritt sind ggf. vor Ort bei der Mietwagenannahme zu zahlen.
Um einen Teil der CO2-Emissionen, die Ihre Reise verursacht, zu kompensieren, erheben wir eine freiwillige Klimaspende, die wir zu 100 Prozent entweder an die Klima-Kollekte GmbH in Berlin oder Wildlands Südafrika abführen. 

Mit Ihrer Spende werden CO2-einsparende Projekte gefördert, wie zum Beispiel Solarkocher für Lesotho. Näheres unter www.klima-kollekte.de und www.wildlands.co.za

Sollten Sie an der Umfulana Klima-Aktion nicht teilnehmen wollen, vermerken Sie das bitte auf Ihrem Buchungsformular. 

Leistungen

Für diese Leistungen berechnen wir pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer, inklusive Mahlzeiten (wie im Reiseentwurf aufgeführt) und Mietwagen (falls oben angezeigt):ab 1.199,00 EUR*Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit:
Mai–Sept.

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*) Die Preise sind pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer kalkuliert. Aufgrund von Saisonzeiten und unterschiedlich verfügbaren Leistungen können sich die Preise verändern.
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