Estland für Genießer: zu Gast in den schönsten Unterkünften - Baltikum
Tallinn

Estland für Genießer

zu Gast in den schönsten Unterkünften

Die Rundreise führt zu den schönsten Unterkünften in Estland. Im gotischen Patrizierhaus zu Tallinn haben bereits Gildemeister, Burgherren und Bürgermeister gewohnt. In Pärnau residiert man im Barockhaus des königlichen Postmeisters, Johann Frost. Am Schluss steht der ehemalige Herrenhof derer von Buxhoeveden, den viele für den schönsten Ort im Baltikum halten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Tallinn

Tallinn

6 km | 14 Minuten
A

Tallinn

Quirliges Leben in mittelalterlicher Hansestadt

Auf einer Erhe­bung über dem Finni­schen Meer­busen wur­de vor 800 Jahren vom däni­schen König die Stadt Tallinn (auf estnisch: „Dänen­stadt“) gegründet.

Später wur­de sie an die Kreuzritter aus Deutsch­land verkauft und trat als deren nörd­lichste Stadt der Hanse bei. Mitte des 13. Jahrhunderts wur­de das Lübe­cker Stadt­recht übernommen. Auch die Bauweise der öffent­li­chen Gebäude, der Kaufmanns­häuser und die Anlage der Stadt ähnelt der nord­deut­scher Hanse­städte. Im Unter­schied zu ihren deut­schen Vorbil­dern ist aber in Tallinn die mittel­alter­liche Stadt und die Stadt­mauer fast völlig erhalten. Wer über das uralte Kopf­steinpflaster krummer Gassen zu Plätzen mit ehrwür­digen Kirchen, Rathäusern und Klöstern schlendert, könnte meinen, in eine andere Zeit zu reisen, schauten da nicht überall schicke Geschäfte, Boutiquen und Gale­rien hinter den mittel­alter­li­chen Fassaden hervor. Nach der Unabhängigkeit und dem Beitritt zur EU erlebt die 400.000 Einwohner zähl­ende Stadt eine Renais­sance, nicht zuletzt weil durch das libe­rale Steu­er­recht Unter­nehmen aus aller Welt angelockt werden.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Tallinn

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Seit 1362 stehen in der Pikk Straße, der Haupt­straße des goti­schen Tallinns, drei präch­tige Patri­zi­er­häuser, die von rivali­sierenden Kaufmannsfa­milien gebaut wurden und im Laufe der Jahrhunderte viele Besitzer hatten: Gildemeister, Burgherr und Bürgermeister der Stadt haben hier gewohnt.

Die drei benach­barten Häuser wurden 2003 zu einem 5-Sterne-Hotel zusam­menge­fasst, das in Tallinn seines­glei­chen sucht, was Stil, Komfort und Origi­nalität angeht. Die Zimmer sind großzügig geschnitten und in ihrem Grund­riss von der mittel­alter­li­chen Struktur des Hauses bestimmt. Das hotel­ei­gene Restau­rant gehört zu den besten der Stadt.

Führung (OPTIONAL)

Tallinn (2 Stunden, Kombi, englisch)

Die private Stadt­füh­rung geht durch die Altstadt, dann aber auch zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten in der Umge­bung, zu denen man vom Führer gefahren wird.  Dabei erfährt man viel über die bewegte Geschichte der Stadt am Ende Europas: von deut­schen Kreuzrittern, hansea­ti­schen Kauf­leuten, russi­schen Zaren, der Sowjetzeit bis hin zur Gegenwart.

Die Führung findet in engli­scher oder in deut­scher Sprache statt. Es kann zwischen zwei-, drei- oder fünf­stün­diger Tour gewählt werden. Alle Touren sind als Kombi­na­tion zwischen Erkundungen zu Fuß und mit dem Auto möglich. Die zwei- und drei­stün­dige Tour kann auch nur als Spaziergang gebucht werden. 

Bitte fragen Sie Ihren Berater, falls Sie eine andere Option möchten.

Ausflug (OPTIONAL)

Tagesfahrt in den Lahemaa National Park (8 Stunden, englisch)

50 Kilometer östlich von Tallinn liegt der Lahemaa-Natio­nal­park an Estlands Nordküste. Moore, undurch­dring­liche Wälder und Seen prägen die wilde Land­schaft, in der Wölfe, Brau­n­bären und Luchse ebenso beheimatet sind wie Schwarz­störche, Seeadler, Lachse und Meeresforellen. In diesem Natur­pa­ra­dies am 60. Grad nörd­li­cher Breite finden sich auch kulturhis­to­risch inter­essante Stätten: Schloss Palmse, ehemals Sitz derer von Pahlen, gehört zu den schönsten Ensembles balti­scher Adelsgüter. 

Ihr Führer holt Sie morgens in Ihrem Hotel ab und chauffiert Sie in seinem Wagen. Er kennt die schönsten Plätze im Park und weiß, wie man hinkommt. Die Tour wird individuell auf Ihre Wünsche abge­stimmt.

Epping-Turm

Mitmachmuseum für Kinder
Der nach seinem Bauleiter benannte Wehrturm im Nordwesten der Altstadt von Tallinn geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück und ist heute ein hufei­senför­miger Scha­len­turm mit sechs Etagen. Im Inneren wird eine Ausstel­lung zu mittel­alter­li­chen Waffen und Harni­schen sowie zur Entwick­lung der Revaler Stadt­be­fes­tigung gezeigt. Kinder können auch Ritter­har­ni­sche anprobieren und sich mit Schwert und Schild fotogra­fieren lassen.

Lennusadam

Meeres­museum im alten Wasserflugzeughafen
Der Wasserflugzeughafen von Tallinn geht auf die Zarenzeit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als die russi­sche Armee den Plan verfolgte, mit Wasserflugzeugen Aufklärung über anrü­ckende Kriegs­schiffe zu gewährleisten. Als Estland nach der Russi­schen Revulu­tion selb­ständig wur­de, wur­de daraus eine Basis für Meeres­piloten. Die Sowjets benutzten sie als Lager­halle. Nach einer grund­legenden Renovie­rung  2012 ist dort ein Teil des Meeres­museums beheimatet, das einen umfas­senden Einblick in die Geschichte der Seefahrt gibt

Eesti Vabaõhumuuseum

Frei­lichtmuseum bei Tallinn
Das Estni­sche Frei­lichtmuseum gibt einen Über­blick über die länd­liche Architektur und das Dorf­leben Estlands vom 18. bis zum 20. Jahrhunderts. 14 Bauern­häuser aus verschiedenen Regionen sind zu einem Dorf zusam­men­ge­setzt worden mit  Kirche, Kneipe und Schulhaus. Außerdem gibt es eine Mühlen einen Feuer­wehr­schuppen, einen Dorf­laden und einen Netz­schuppen am Meer. Im Besu­cher­zentrum wird Kunst­hand­werk ange­boten. In einer Bauern­schänke kann man estni­sche Natio­nalge­richte ausprobieren.

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Toyota Auris o.ä. (CDMR)
Station: Tallinn Flughafen (Desk at Airport)

Von Tallinn nach Pärnu

130 km | 2:00 h
B

Pärnu

Lebendiges Seebad an Estlands Südküste

Die Stadt an der Mündung des Flusses Pärnu hat sich zum wich­tigsten Seebad an der estni­schen Küste entwi­ckelt.

Dazu tragen die schönen Sand­strände und das ange­nehme Meeres­klima bei. Pernau, wie der deut­sche Name lautet, wurde 1251 vom deut­schen Orden gegründet und wur­de später Hanse­stadt. 1838 eröffnete die erste Bade­an­stalt. Auf dem Gelände des ehema­ligen Festungs­rings entstand ein Grüngürtel. Der Rüütli, wie die Haupt­straße durch die Altstadt heißt, ist heute Fußgängerzone und führt ins Kurviertel mit schönen Alleen und vornehmen Villen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Pärnu

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Boutique-Hotel in der Altstadt von Pärnu befindet sich in dem Haus, das der Kaufmann und könig­liche Post­meister Joachim Frost im Jahr 1705 erbaute.

Nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – im Zuge derer stilge­recht und sinnvoll moder­ni­siert wur­de – erstrahlt es heute nahezu in altem Glanz. Das Inte­rieur ist vorwiegend in Pastell­t­önen gehalten, wodurch die zahlrei­chen Holz­ele­mente und -dekore aus der eins­tigen Epoche besonders gut zur Geltung kommen. Die rund 15 Zimmer und Suiten bieten viel Platz und sind individuell einge­richtet. In den Sommermo­naten nutzen Gäste gerne den Innenhof, um in Ruhe bei einem Glas Wein den Tag ausklingen zu lassen – im Winter lädt hierzu die Lobby mit offenem Kamin ein. Im Haus befinden sich zudem ein Restau­rant und ein Well­nessbe­reich. Das Hotel liegt fußläufig zum Wallgr­aben von Pärnu (Vallikäär), zum Endla Theater und zur Rüütli tänav, der Fußgängerzone mit Geschäften und Restau­rants.

Häädemeeste

Der Ort im Südwesten Estlands hat nicht nur die höchsten Dünen sondern auch gleich zwei sehens­werte Kirchen. In den 1840er Jahren versprach Zar Niko­laus I. den Angehö­rigen der russisch orthodoxen Kirche Land und löste in Häädemeeste damit einen massenhaften Konfes­si­ons­wechsel aus. Rund 80 Prozent der Einwohner verließen die luthe­ri­sche Kirche. 1872 wur­de schließ­lich die orthodoxe Kirche mit einer zwiebelför­migen Kuppel und reich verziertem Stuck gebaut. Nur zwei Jahre später entstand eine neue luthe­ri­sche Kirche – zwar kleiner aber wesent­lich aufwän­diger. Sie wur­de von reichen Reedern finan­ziert, die sich von Niko­laus nicht hatten locken lassen.

Von Pärnu nach Kures­saare

150 km | 4:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Bei Virtsu nimmt man die Fähre nach Saaremaa, die für die Überfahrt etwa eine halbe Stunde benö­tigt. Von Muhu aus fährt man über die fast menschenleere Insel bis zu ihrer Südwest­seite.

Muhu

Steil­küsten und karge Wacholder­landschaft
Die drittgrößte Insel Estlands ist kaum besiedelt. Auf einen Quad­ratki­lometer kommen weniger als sieben Einwohner. Dafür ist das Natur­er­lebnis umso größer: Im Norden gibt es steile Abbruchküsten. Dahinter beginnt eine karge Land­schaft, in der Wacholderbü­sche wachsen. Dazwi­schen findet man Gräber aus der Jung­stein­zeit und im Südwesten die Über­reste der Wall­burg Muhu. Die Insel ist bekannt für die letzten noch in Betrieb befind­li­chen Windmühlen Estlands. Muhu ist durch einen 1896 ange­legten, befahrbaren Damm mit Oris­saare auf Saaremaa verbunden. Von Kuivastu im Südosten bestehen regelmäßige Fährver­bindungen nach Virtsu (Werder) auf dem estni­schen Fest­land. Im Winter, wenn der Sund tief genug gefroren ist, kann man die Insel über eine auf dem Eis markierte Trasse mit normalen Autos errei­chen.

Museum Muhu

Vom beschwer­li­chen Leben der Inselbauern
Koguva ist ein histo­ri­sches Dorf auf Muhu mit heute etwa 30 Einwoh­nern. 1532 wur­de es zum ersten Mal erwähnt, als der livländi­sche Ordens­meister Wolter von Plet­ten­berg den Bauern Hansken und seine Nach­kommen zu Landfreien erklärte. Es ist das einzige erhal­tene Doku­ment dieser Art im heutigen Estland. Das Frei­lichtmuseum befindet sich in Koguva auf dem Hof des Schrift­stel­lers Juhan Smuul, eines Nach­kommen von Hansken. Es bietet einen Einblick in das tradi­tionelle Leben und Arbeiten auf Muhu. Neben dem histo­ri­schen Schulhaus gibt es eine Galerie und ein Gebäude für Wander­aus­stel­lungen. In unmit­telbarer Nähe befindet sich an der Ostsee das Denkmal für Juhan Smuul.

Karja

Mittel­alter­li­ches Kirchlein in der Einöde
Die Ursprünge der klei­nen ­Wehr­kirche liegen wahr­schein­lich im 13. oder 14. Jahr­hun­dert. Über der Sakri­stei gibt es einen heizbaren Raum, in dem die Bevöl­ke­rung während Kriegs­zeiten Zuflucht suchte. Später fanden dort Pilger aus Skan­di­navien ein Obdach. Im Inneren von St. Katha­rina findet man gut erhal­tene mittel­alter­liche Wandma­le­reien, die zum Teil noch heid­ni­s­chen Ursprungs sind. Neben Pentagrammen gibt es Teufelsdar­stel­lungen und Symbole, deren Bedeu­tung bis heute unklar ist.
C

Saaremaa

Sümpfe und Wälder auf Estlands größter Insel

Die größte Insel des Baltikums ist kaum besiedelt: abge­sehen von der Haupt­stadt Kures­saare (12.000 Einwohner) kommen auf einen Quad­ratki­lometer nicht mehr als fünf Einwohner.

Im Inselin­neren finden sich Sumpfge­biete und undurch­dring­liche Wälder. Wer nach Kures­saare fährt, wird nach so viel Wildnis über­rascht sein von der 800 Jahre alten Bischofsburg, die mächtig und unein­nehmbar an der Südwest­küste thront und dort die Einfahrt in die Rigaer Bucht bewachte. Im äußerst abge­legenen Norden wird die Insel von einer bis zu 25 Metern aufra­genden Steil­küste begrenzt.

Zu Gast in einer Villa an der Arensburg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts von Baron Axel von Ekesparre als Sommer­residenz für seine Gäste an einer besonderen Stelle gebaut: gegenüber der altehrwür­digen Bischofsburg aus dem 13.

Jahr­hun­dert. In den 30er Jahren wur­de daraus eine Pension mit dem ersten vege­ta­ri­schen Restau­rant in Estland. Viele estni­sche Intel­lektuelle waren hier zu Gast. Nach dem Krieg war es für viele Jahre das einzige Gäste­haus in Kures­saare. 2000 wur­de das Gebäude restau­riert und ist seitdem vor allem wegen seiner wunderbaren Lage im Burg­park ein idealer Ort, um Saaremaa kennenzulernen.

Arensburg

Mäch­tige Ordensburg an der Rigaer Bucht
Die mäch­tige Bischofsburg an der Ostseeküste ist eine der ganz wenigen mittel­alter­li­chen Steinburgen, die voll­kommen erhalten sind. Sie wur­de im 13. und 14. Jahr­hun­dert von Deutschor­densrittern zur Siche­rung der Rigaer Bucht gebaut. Die Mauern sind drei Meter dick und bis zu 20 Metern hoch. Der Name (niederdeutsch: Adler­burg) leitet sich von dem auf dem Wappen der Burg ab. Der dort zu erken­nende Adler ist das Symbol des Evange­listen Johannes. Später wurden die Rund­türme ange­legt. Sie sollten Kanonen aufnehmen. Im 16. Jahr­hun­dert wurden Gräben ausge­hoben, die mit Meer­wasser gefüllt wurden. 
Nur wenige Meter von der Burg entfernt befindet sich das Kurhaus mit Cafés, Park und Konzert­saal.

Noogimaa

Zu einer Ostse­e­insel waten
Die unbe­wohnte Insel liegt rund zwei Kilometer west­lich von Saaremaa und 500 Meter von der Insel Vilsandi entfernt. Sie gehört zum Natio­nal­park Vilsandi und kann, am besten durch Waten bei Nied­rig­wasser, über die Inseln Mihkli­rahu, Käki­rahu und Kala­rahu erreicht werden. Der Ostteil der Insel wird als Linderahu bezeichnet. Entstanden sind die Inseln erst vor relativ kurzer Zeit. Vor etwa 350 Jahren begannen sie sich aus der Ostsee zu erheben – als Späte­folge der Eiszeit.

Von Kures­saare nach Kernu

268 km | 5:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Nachdem man mit der Fähre zum Fest­land überge­setzt hat, fährt man auf wenig befah­rener Straße nach Nordost.

Natio­nal­park Matsalu

Wandern durch ein unbe­rührtes Vogel­pa­ra­dies
Die Matsalu-Bucht steht mitsamt einem breiten Küsten­streifen unter Natur­schutz. Vor allem Vogelliebha­bern gilt das knapp 500 Quad­ratki­lometer große Gebiet im Westen Estlands als Para­dies. An den Ufern und in der Auen­landschaft des Kasari-Flus­ses leben nicht weniger als 280 Arten – darunter Seeadler oder der Kormoran. Hinzu kommen im Frühjahr und im Herbst Hundert­tausende von Zugvögeln. Besu­cher dürfen nur auf ausgewie­senen Wegen das Areal erkunden. Eine Bootsfahrt kann man im Be­su­cher­zentrum auf einem ehema­ligen Gutshof in Penijõe buchen. Fünf Lehrpfade unter­schied­li­cher Länge (zwischen 2 und 8 km) ermög­li­chen den Zugang zu der unbe­rührten Natur, wo es summt und brummt, zirpt und zwit­schert, dass es eine wahre Freude ist.

Haap­salu

Ordensritter­burg und Kurort
Der Kurort an der Westküste von Estland wird wegen der vielen Wasser­läufe auch das „Venedig an der Ostsee“ genannt. Den Kurbe­trieb begrün­dete im 19. Jahr­hun­dert ein deutsch­bal­ti­scher Arzt, der von Heilwirkung des örtli­chen Schlamms überzeugt war. Bald wurden Seebäder­häuser und Schlammheil­stätten gebaut. Sogar die russi­sche Zaren­fa­milie Romanow war oft zu Gast. Ober­halb des Ortes liegt auf einer künst­li­chen Anhöhe die mittel­alter­liche Bischofsburg. Die beein­dru­ckende Ruine wird von einer 800 Meter langen Mauer umgeben und erin­nert an die Zeit der deut­schen Ritter­or­dens.
D

Tallinn

Quirliges Leben in mittelalterlicher Hansestadt

Auf einer Erhe­bung über dem Finni­schen Meer­busen wur­de vor 800 Jahren vom däni­schen König die Stadt Tallinn (auf estnisch: „Dänen­stadt“) gegründet.

Später wur­de sie an die Kreuzritter aus Deutsch­land verkauft und trat als deren nörd­lichste Stadt der Hanse bei. Mitte des 13. Jahrhunderts wur­de das Lübe­cker Stadt­recht übernommen. Auch die Bauweise der öffent­li­chen Gebäude, der Kaufmanns­häuser und die Anlage der Stadt ähnelt der nord­deut­scher Hanse­städte. Im Unter­schied zu ihren deut­schen Vorbil­dern ist aber in Tallinn die mittel­alter­liche Stadt und die Stadt­mauer fast völlig erhalten. Wer über das uralte Kopf­steinpflaster krummer Gassen zu Plätzen mit ehrwür­digen Kirchen, Rathäusern und Klöstern schlendert, könnte meinen, in eine andere Zeit zu reisen, schauten da nicht überall schicke Geschäfte, Boutiquen und Gale­rien hinter den mittel­alter­li­chen Fassaden hervor. Nach der Unabhängigkeit und dem Beitritt zur EU erlebt die 400.000 Einwohner zähl­ende Stadt eine Renais­sance, nicht zuletzt weil durch das libe­rale Steu­er­recht Unter­nehmen aus aller Welt angelockt werden.

Zu Gast auf einem ehemaligen Gutshof

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der prachtvolle ehema­lige Gutshof aus dem 17. Jahr­hun­dert hat eine lange, wech­sel­volle Geschichte hinter sich und war über die Jahrhunderte im Besitz verschiedener deut­scher Adelsfa­milien.

Zur Anlage, die am male­ri­schen Stausee Kernu liegt, gehören das Herren­haus und der ehema­lige Stall sowie ein weit­läufiger Park. Fünf Suiten und elf Zimmer mit See- oder Park­blick befinden sich im Haupt­haus, das dank zahlrei­cher antiker Möbel und Accessoires seiner Geschichte auch heute noch gerecht wird. Der eins­tige Stall beherbergt 13 eher einfach gestal­tete Zimmer. Morgens wird für alle Gäste das reichhal­tige Früh­stück im Haupt­haus serviert. Zum Hotel gehört ein Café, das für seinen Flammku­chen bekannt ist, aber auch andere gute Gerichte anbietet.

Varbola

Mäch­tigste Burg im vorchrist­li­chen Estland
Die Burg war die größte Festung im vorchrist­li­chen Estland und zugleich ein bedeu­tendes Handels­zentrum. Teile des 580 Meter langen und bis zu zehn Metern hohen Ringwalls aus Kalk­stein stehen noch. Lange Torwege mit mehreren Toren und Vertei­digung­s­türmen wurden zum Schutz der Eingänge ange­legt. Ein dreizehn Meter tiefer Ziehbrunnen in der Mitte der Festung sicherte die Wasserver­sorgung. 90 beheizbare Gebäude mit Kalkböden dienten als Unterkünfte. Als der Livländi­sche Orden im 12. Jahr­hun­dert vordrang, wurden die Burg und ihre Insassen verschont, weil sie den christ­li­chen Glauben annahmen. Varbola verlor jedoch ihre Bedeu­tung und wur­de nur noch als Friedhof benutzt.

Gut Padise

Kloster­ruinen in Bilder­buch­landschaft
Padise wur­de im 14. Jahr­hun­dert von Zister­zi­enser-Mönchen gegründet, die vom Kloster Daugavgrīva (Düna­münde) an der Mündung der Düna aus dem heutigen Lett­land kamen. Das Kloster wur­de zu einem der bedeu­ten­dsten geist­li­chen Zentren Estlands. 1559 wur­de es vom Orden in den Wirren des Livländi­schen Krieges aufge­geben. Es wur­de zur Festung welt­li­cher Herr­scher ausge­baut und war ab 1766 Teil des Gutshofs von Padise. Heute sind die Gebäude und Ruinen wundervoll restau­riert und liegen in einer Bilder­buch­landschaft.

Tallinn

Mietwagenabgabe

Tallinn

39 km | 38 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Tallinn Flughafen (Desk at Airport)

10 Tage
ab 1.319,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

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Barbara Harbecke

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