Von Vilnius nach St. Petersburg: Zu Gast bei Balten und Russen - Baltikum
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Russisch Orthodoxe Kirche, Sankt Petersburg

Von Vilnius nach St. Petersburg

Zu Gast bei Balten und Russen

Die Reise macht Station bei Balten und Russen. Dabei stößt man auf schmerzhafte Erinnerungen, alte Geschichten und ein paar überraschende Gemeinsamkeiten. Nach der Rundreise durch alle drei baltischen Länder geht es über Helsinki nach Sankt Petersburg, wo ein privater Führer Ihnen einen Überblick über die Wunderwerke der alten russischen Hauptstadt verschafft.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Vilnius

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Toyota Auris o.ä. (CDMR)
Station: Litauen Flughafen (Desk at Airport)

Vilnius

7 km | 15 Minuten
A

Vilnius

Einstiges Zentrum der osteuropäischen Juden

Die Haupt­stadt Litauens liegt im Osten des Landes wenige Kilometer von der weißr­us­si­schen Grenze entfernt und war tradi­tionell eine der wich­tigsten Verbindungs­städte zwischen Ost und West.

Dass die Stadt am Zusam­menfluss von Vilnia und Neris zu einem Zentrum heranwachsen konnte, verdankt sie der 400 Jahre alten Univer­sität. Im 2. Welt­krieg erlebte die Stadt furch­tbare Verwüs­tungen. Bevor die Wehrmacht einmar­schierte, war über ein Drittel der Einwoh­ner­schaft (mehr als 70.000 Menschen) jüdisch. Zuvor war Wilna Zentrum der jiddi­schen Kultur und Sprache gewesen – einer eigen­tüm­li­chen Verbindung aus mittelhoch­deutsch und hebräisch. Es gab eine jiddi­sche tech­ni­sche Hoch­schule und einen jiddi­schen Pen-Club. Das Ende der Barbarei über­lebten weniger als 800 Wilnaer Juden. Heute erlebt die während der Sowjetzeit in einen Dornrö­schen-Schlaf versun­kene Stadt eine Renais­sance – ähnlich wie ihre Schwes­ter­städte Tallinn und Riga. Die Altstadt wur­de wegen ihrer mittel­alter­li­chen Bausub­stanz zum Welt­kultur­erbe erklärt.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kurz vor der Jahr­tausendwende eröffnete Hotel im Landhaus­stil gehört zu den schönsten in Litauen. Antiqui­täten, wertvolle Bilder und frische Blumen prägen das Inte­rieur, ohne dass es einen steifen Eindruck macht.

Dafür sorgt auch das Personal mit freund­li­chem und unauf­dring­li­chem Service. Die Zimmer, die meist nach Schrift­stel­lern benannt sind, sind ihrem Namen entspre­chend individuell einge­richtet. Zum Hotel gehören ein elegantes Restau­rant und eine gemüt­liche Bar.

Altstadt von Vilnius

Kirchen, wohin man schaut

Der älteste Stadt­teil von Vilnius liegt am linken Ufer der Neris. Erste Besiede­lungen von Vilnius lassen sich auf das 4. Jahr­tausend vor Christus zurück­da­tieren. Im Früh­m­it­tel­alter wuchs die Sied­lung aufgrund der taktisch guten Lage stetig an und um 1323 wur­de Wilna dann erstmals als Haupt­stadt der Litauer urkund­lich erwähnt. Der histo­risch wertvolle Stadt­kern trägt auch den Bein­namen: „Rom des Ostens“ wegen der 50 Kirchen der Stadt. Ganz egal, von wo man auf Vilnius schaut, sieht man nie weniger als vier Kirchtürme.

Burg von Gediminas

Sitz der litaui­schen Großfürsten

Von der alten Burg ist nur der Turm übrig geblieben. Der Legende nach wur­de die hölzerne Burg vom Fürsten des Großfürs­ten­tums Litauen, Gediminas, gebaut, nachdem er von einem eisernen Wolf geträumt hatte, der oben auf dem Hügel heulte. Nachdem sie bei einem Feuer nieder­brannte, wur­de sie 1419 wieder aufge­baut, dieses Mal jedoch aus Steinen und Ziegeln. Zur Burg kommt man zu Fuß oder mit der Seil­bahn. Oben hat man eine schöne Aussicht über die Stadt.

Užupis

Vom Armenquar­tier zum Künst­lerviertel

Das Vier­tel ist eines der ältesten von Vilnius. Bereits im 16. Jahr­hun­dert wohnten hier die Armen und die Hand­werker. Während der Sowjetzeit ließen sich Künster wegen der preis­werten Wohnungen in dem herun­ter­ge­kom­menen Quar­tier nieder. Heute ist Užupis ein ange­sagtes Viertel, wo Mode­fes­tivals, Konzerte und Ausstel­lungen stattfinden. Der Name bedeutet „Ort hinter dem Fluss“. Tatsäch­lich ist die Vilnia ein untrennbarer Teil von Užupis. So wird die Nixe in einer Nische am Fluss­ufer auch „Fräulein von Užupis" genannt. Ihr Zauber lockt angeb­lich Menschen aus aller Welt an. Auf dem zentralen Platz steht die 2002 enthüllte Skulptur eines Engels, der zum Symbol von Užupis geworden ist.

Führung (OPTIONAL)

Altstadt von Vilnius (3 Stunden, deutsch)

Dalia Sleniene stammt aus Vilnius und bietet seit über 20 Jahren Führungen durch ihre Heimat­stadt und die Burg Trakai an.

Sie hat Germa­nistik studiert und spricht fließend Deutsch. Nachdem sie Sie in Ihrer Unter­kunft in Empfang genommen hat, führt sie Sie zu Fuß durch die Altstadt, die zum Welterbe der UNESCO erhoben wur­de. Folgende Sehens­wür­digkeiten werden aufge­sucht: Kathedrale, Univer­sität, Präsiden­ten­pa­last, Pilies­straße und das Rathaus.

Von Vilnius nach Palanga

331 km | 4:00 h

Auf der Auto­bahn von der Haup­stadt zur einzigen Hafen­stadt Litauens kommt man durch Rumsiskes, wo sich an einem idylli­schen See das natio­nale Frei­lichtmuseum befindet.

Wer das Frei­lichtmuseum besu­chen will, sollte sich wegen der großen Entfernungen am Eingang ein Fahrrad mieten. Kurz danach kommt man durch Kaunas, die zweitgrößten Stadt Litauens mit schöner Altstadt.

Rumšiškės

Mit dem Fahrrad durch das Frei­lichtmuseum

Das Frei­lichtmuseum ist eine groß­fläc­hige Anlage, die man am besten mit dem Fahrrad erkundet. Auf 200 Hektar sind zahlreiche Wohn­häuser, Stal­lungen und Scheunen, aber auch eine alte Holz­kirche, Windmühlen und andere Handwerks­be­triebe zu sehen. Die Gebäude wurden aus ganz Litauen zusam­menge­tragen und im Frei­lichtmuseum wieder origi­nalge­treu aufge­baut. 
Gegründet wur­de das Museum übri­gens schon 1966. Im Jahre 1974 wur­de es eröffnet und wird seither ständig erwei­tert. Der Rundgang durch das Museum hat eine Länge von ungefähr 11 Kilome­tern, aber selbst­ver­ständ­lich kann man das Museum auch individuell begehen. Fahr­räder leiht man sich am besten am Besu­cher­zentrum, wo es auch ein Café und einen Shop gibt.

Kaunas

Festungs- und Hanse­stadt an der Via Baltica

Die Stadt auf halber Strecke zwischen der litaui­schen Haupt­stadt und der Ostsee ist aus einer Burg hervor­gegangen, die die Mündung der Neris in die Memel schützte. Mehrmals hat der deut­sche Orden die Burg zerstört, um seine Terri­to­rien in Ostpreußen und Livland mitein­ander zu verbinden. Nach der Nieder­lage des Ordens gegen das polni­sche König­reich verlor die Stadt ihre Bedeu­tung als Festung und erlebte einen Aufschwung als Handels­stadt. 1440 wur­de sie Hanse­stadt, nachdem sie bereits zuvor die Magde­burger Stadt­rechte erhielt. Nach der Wende erlebt die Univer­si­täts­stadt eine neue Blüte. Dazu trägt ihre verkehrsgüns­tige Lage an der Via Baltica und der Achse Klai­peda – Moskau bei. Sehens­wert ist die Altstadt mit vielen histo­ri­schen Gebäuden, der Burg, dem Dom und dem weißen Rathaus. Im Neubauviertel von Kaunas liegt das Museum im IX. Fort, das von den Nazis ab 1941 als Konzent­ra­tions- und Vernich­tungs­lager genutzt wur­de. Eine Ausstel­lung im Keller berichtet vom Leid der jüdi­schen Opfer.

Apothekenmuseum Kaunas

Von präh­is­to­ri­scher Heilkunde und Medi­zin­ge­schichte

Am Markt­platz von Kaunas gibt es noch einige erhal­tene mittel­alter­liche Gebäude. Schräg gegenüber vom Stadt­schloss liegt eine alte Apotheke, die heute ein sehens­wertes Apothekenmuseum beherbergt. Von präh­is­to­ri­scher Heilkunde über Medi­zin­ge­schichte bis zur Herstel­lung von aroma­ti­schen Ölen kann man hier viel in­te­res­santes finden.

Montags ist das Museum geschlossen.

B

Klaipeda

Ostpreußische Spuren in lebendiger Hafenstadt

Memel, wie die Stadt auf deutsch heißt, war bis 1920 die nörd­lichste Stadt des deut­schen Reichs und Zentrum des Memel­landes.

1809 war sie sogar Sitz der preußi­schen Könige, die ihre Residenz aus Furcht vor Napoleon in den äußersten Osten gelegt hatten. Nach einer wech­sel­vollen Geschichte gehört die Stadt heute zu Litauen und ist der wich­tigste Hafen des Landes. In der Altstadt stehen noch zahlreiche Fach­werkhäuser aus preußi­scher Zeit. Wahrzei­chen ist der Simon-Dach-Brunnen mit einer Figur des Ännchen von Tharau auf dem Thea­ter­platz in der Altstadt.

Zu Gast in einem Hotel in Palanga

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich in einer ruhigen Gegend von Palanga in der Nähe eines Parks. Rund 20 Zimmer und Suiten stehen zur Verfügung, die elegant einge­richtet und mit modernen Bädern ausge­stattet sind. Mor­gens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten; das hotel­ei­gene à la carte-Restau­rant serviert sehr gute euro­päi­sche und inter­na­tio­nale Küche in stil­voller Atmo­sphäre.

Im Spa mit Schwimm­be­cken kann man sich bei diversen Anwendungen (gegen Aufpreis) verwöhnen lassen. Zum Stadt­zentrum läuft man ca. 15 Minuten, ebenso weit sind das Bern­steinmuseum und der Bota­ni­sche Garten entfernt. Die Sand­strände und Dünen von Palanga sind ca. 300 Meter entfernt.

Palanga

Kurort mit endlosen Sand­stränden

Der größte Kurort Litauens hat einen 24 Kilometer langen Sand­strand mit Prome­nade und einer Seebrücke, die sich fast 500 Meter weit ins Meer erstreckt. Dort steht auch die Skulptur von Jurate und Kastytis, einem unglei­chen Liebes­paar. Der Sage nach war Kastytis ein einfa­cher Fischer und Jurate die Tochter des Meeresgottes, der die Lieb­schaft verbot. Die Tränen, die Jurate darüber vergoss, findet man noch heute am Strand: sie sind zu Bern­stein geronnen. Im Schloss des Kurgar­tens ist heute das sehens­werte Bern­steinmuseum.

Von Palanga nach Riga

313 km | 5:00 h
Wer die Strecke über Siauliai und Jelgava­pils nimmt, hat Gelegen­heit Schloss des Herzogs von Kurland bei Rundale zu besich­tigen, das zu den bekann­testen Sehenswürdigkeit Lett­lands gehört.

Schloss Mykolas Oginskis

Der Palast gehörte dem Fürsten Mykolas Oginskis, des Diplomaten im polni­schen Dienst. Der ungewöhn­liche Mann war nebenbei Musiker und spielte Violine, Laute und das Clavidcord. Das Schloss liegt umgeben von einem Park im Zentrum von Plunge. Eine Sehens­wür­digkeit ist die Eiche des Perkünas, wie der heid­ni­sche Donn­ergott und Göttervater der Litauer hieß. Die Eiche ist 25 Meter hoch; ihr Stamm hat einen Durch­messer von über 1,65 Meter. Das gut erhal­tene ­Pa­las­t­en­semble aus dem 19. Jahr­hun­dert beherbergt heute das Samogi­ti­sches Kunst­museum mit wech­selnden Ausstel­lungen. Die Samogiten sind ein Volks­stamm im Westen von Litauen mit einer ausge­sprägten Kultur. Alle vier Jahre wird eine Welt­aus­stel­lung der samogi­ti­schen Kunst veran­staltet.

Siauliai

Stadt zwischen Ost und West

Die Geschichte der Grenz­stadt an der histo­ri­schen Straße zwischen Königsberg und St. Petersburg ist mit Kriegen und Zerstör­ungen verbunden. Bereits ihr Gründungs­datum fällt zusammen mit der Schlacht von Schaulen (Siauliai) 1236, in der livländi­sche Schwertbrüder­orden eine Nieder­lage gegen den litaui­schen Großfürsten erlitt. Die erste Holz­kirche brannte im 30-jährigen Krieg ab, als die Schweden die Stadt plünderten. 200 Jahre später plünderten Napoleons Truppen auf dem Vormarsch nach Russ­land die Stadt erneut. Während des Ersten Welt­kriegs schlugen Deutsch­land und Russ­land die Schlacht bei Siauliai (1915), das dabei zu 85 Prozent zerstört wur­de.1940  mar­schierten sowje­ti­sche Truppen ein, ein Jahr später Nazideutsch­land. Bis dahin war jeder zweite Einwohner von Siauliai jüdisch. Es wur­de ein Ghetto einge­richtet, in das viele Juden freiwillig flohen, nachdem bei Pogromen Tausende von der SS und ihren litaui­schen Helfern ermordet wurden. Nach einer „Säube­rungs­ak­tion“ 1943, bei der fast 600 Kinder in ein Vernich­tungs­lager depor­tiert wurden, war Siauliai „juden­frei“.

Heute ist die Groß­stadt vorwiegend indu­s­triell geprägt. Die Altstadt wur­de während des Zweiten Welt­kriegs zerstört. Die Straße, an der die meisten Sehens­wür­digkeiten und Geschäfte liegen, ist die Vilniaus Gatve – eine Fußgängerzone.

Berg der Kreuze

Wall­fahrtsort mit zahl­losen Kreuzen

Der katholi­sche Wall­fahrtsort in Litauen ist eigent­lich eher ein Hügel, auf dem sich tausende von Kreuzen rings um ein Madon­nenbild grup­pieren. Sie wurden alle­samt von Pilgern aufge­stellt. Die Tradi­tion geht vermut­lich auf das Mittel­alter zurück, ist aber während der Aufstände im 19. Jahr­hun­dert zu neuem Leben erblüht. Während der sowje­ti­schen Besatzung sollte der Berg der Kreuze dem Erdboden gleich­ge­macht werden. Über 5.000 Kreuze wurden zerstört, während die Litauer immer neue aufstellten.

C

Riga

Bedeutendste Stadt des Baltikums

Die Landes­haupt­stadt von Lett­land liegt an der Mündung der Daugava und ist mit knapp einer Million Einwohner die größte Stadt des Baltikums.

Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, wird aus dem Staunen nicht heraus­kommen: Die Altstadt auf der Ostseite des Flusses ist in alter Pracht wieder­aufge­baut und wegen ihrer architek­to­ni­schen Viel­falt seit 1997 Welt­kultur­erbe. Die über 800 Jahre Vergan­gen­heit der Stadt ist wieder gegenwärtig: der deut­sche Orden, der hier das christ­liche Abend­land im Nord­osten befes­tigen wollte, die Verbindungen der Hanse, die Riga zu einer der blüh­endsten Städte an der Ostsee gemacht hat. Aber auch die Barockzeit und der Jugend­stil haben Spuren hinter­lassen. Dagegen erin­nert hier kaum noch etwas an die Tatsache, dass die Stadt, in der heute 33% aller Letten wohnen, bis 1991 noch zur Sowjet­u­nion gehörte. Im Stadt­wappen prangt heute wieder der Löwe als Zeichen des Mutes seiner Bewohner, der Schlüssel, der dem Bremer Wappen entnommen ist, und das Kreuz des Deut­schen Ordens.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel am Dom

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das 2009 eröffnete Boutique-Hotel befindet sich in einem Bürger­haus mitten in der Altstadt. Balti­sche Tradi­tionen hat der preisgekrönte Desi­gner mit asia­ti­schen Einflüssen gemischt.

Die Zimmer sind groß und lassen kaum einen Wunsch offen. Zum Hotel­be­trieb kommen noch ein großer Well­nessbe­reich mit türki­scher Sauna und Massage­ange­boten sowie ein Gour­me­t­re­stau­rant hinzu. Auf der Dachter­rasse kann man bei einem Cock­tail den Blick über die Altstadt und den Dom genießen.

Dom von Riga

Größte Kirche des Baltikums mit einzig­ar­tiger Orgel

Der Dom von Riga ist der größte Kirchenbau im gesamten Baltikum. Von 1211 bis 1226 wur­de er auf dem Grund einer alten Holz­kirche erbaut und war 300 Jahre die Kathedrale des Bistums Riga. Als der Land­meister des Deut­schen Ordens 1525 zur Reforma­tion überging und das Bistum zerfiel, wur­de der Dom luthe­risch. Die Skulpturen im Inneren fiel der Wut der Bilder­stürmer zum Opfer. Vom anliegenden Kloster ist nur der Kreuzgang und Domgarten übrig­ge­blieben. Eine besondere Kostbarkeit ist die Orgel. Das gewal­tige Instru­ment von 1884 aus der Werk­statt eines würt­tembergi­schen Orgelbauers ist eine der letzten verbliebenen roman­ti­schen Orgeln welt­weit.

Schwarzhäupter­haus

Stadt­haus mit wech­sel­voller Geschichte

Die Compa­gnie der Schwarzen Häupter war Ende des 13. Jahrhunderts eine Bruder­schaft von unver­hei­ra­teten ausländi­schen Kauf­leuten, die in Riga Geschäfte machten. Ihr Heiliger war St. Mauri­tius, der Legende nach ein „Mohr“, der bis heute im Wappen der Gilde ist. An diese Gilde wur­de das repräsenta­tive goti­sche Stadt­haus am Rathaus­platz erst vermietet und später verkauft. So bürgerte sich der Name „Schwarzhäupter­haus“ ein. Im Zweiten Welt­krieg zerstörten deut­sche Truppen das prachtvolle Bauwerk. Die Sowjets sprengten die verbliebene Ruine 1948. Vor der 800-Jahr-Feier 1999 wur­de das Schwarzhäupter­haus origi­nalge­treu auf den alten Funda­menten wieder­aufge­baut und ist heute das Glanz­stück der Stadt. Neben einem Konzert­saal beherbergt es die Touris­ten­in­forma­tion und ein Kaffee.

Petri­kirche

Rivalin des Doms mit Aussicht­sturm

Im Mittel­alter war die Kirche von 1209 die Stadt­kirche und gehörte der Bürger­schaft, während der Dom dem Erzbischof unter­stand. Zwischen dem Stadtrat und dem Bischof gab es ständig Streit um die Vorherr­schaft, was man bis heute den beiden Kirchen anmerkt. Der Bischof unter­sagte den Umbau der Petri­kirche, die jahrzehn­te­lang eine Baustelle blieb. Als die Petri­kirche schließ­lich fertig­ge­stellt werden durfte, hatte die Bürger­schaft den Ehrgeiz, den Dom zu übertrumpfen – was Höhe des Turms und Pracht der Ausstat­tung anging. 1941 wur­de der Turm durch Artil­le­rie­be­schuss zerstört und 1973 wieder­aufge­baut – allerdings zehn Meter tiefer. Dafür wur­de ein Aufzug einge­baut, mit dem man zur Aussichts­platt­form auf 72 Metern Höhe fahren kann.

Führung (OPTIONAL)

Altstadt (2 Stunden, deutsch)

Der private Stadt­rundgang mit Aija Kocina durch Riga ist ideal für Besu­cher, die das erste Mal in der Stadt sind.

Die Führerin ist Lettin, die zum Deutsch-Studium in die Haupt­stadt gezogen ist. Über ihre Wahlheimat weiß sie zahl­lose Geschichten zu erzählen, vom Deut­schen Orden über die Hanse bis zur Sowjetzeit. Sie zeigt ihren Gästen die Altstadt, das Zentrum und die schönsten Jugend­stilhäuser.

Führung (OPTIONAL)

Altstadt und Jugendstilviertel (3 Stunden, deutsch)

Der private Stadt­rundgang mit Aija Kocina durch Riga ist ideal für Besu­cher, die das erste Mal in der Stadt sind.

Die Führerin ist Lettin, die zum Deutsch-Studium in die Haupt­stadt gezogen ist. Über ihre Wahlheimat weiß sie zahl­lose Geschichten zu erzählen, vom Deut­schen Orden über die Hanse bis zur Sowjetzeit. Sie zeigt ihren Gästen die Altstadt, das Zentrum und die schönsten Jugend­stilhäuser.

Von Riga nach Muhu

266 km | 5:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Nach Überqueren der Grenze nach Estland kommt man durch Pärnu, einen hübschen Badeort in der gleich­na­migen Bucht. Bei Virtsu nimmt man die Fähre nach Saaremaa, die für die Überfahrt etwa eine halbe Stunde benö­tigt.

Letti­sches Frei­lichtmuseum

Vom Leben auf dem Lande

Das Museum in einem Wald am Jugla-See gehört zu den größten Frei­lichtmu­seen Europas. Es enthält heut knapp 120 Gebäude vom 17. bis ins frühe 20. Jahr­hun­dert, darunter Windmühlen, Holz­kir­chen und Bauern­häuser. Thema­tisch ist es in vier Bereiche einge­teilt, die den histo­ri­schen Regionen Kurzeme, Zemgale, Vidzeme und Latgale entspre­chen. Das ganze Jahr über finden Veran­stal­tungen statt – vom Hand­werker­markt bis zu tradi­tionellen Volks­festen.

Vidzemes Jurmala

Einsame Strände von Livland

Vidzemes Jurmala, zu deutsch: „Strand von Livland“, nennt man den 100 Kilometer langen Küsten­ab­schnitt von Riga bis zur Grenze nach Estland. Er ist kaum bevöl­kert und zeichnet sich durch menschenleere Strände aus. Das Hinter­land ist meist bewaldet, so dass sich endlose Strand- und Waldwande­rungen anbieten. Besonders schön ist die Küste bei Tuja, wo wegen der zahl­losen Steine im Sand und dem „verzau­berten Hain“, einem lang gestreckten Steinfeld mit wenigen Wacholderbü­schen, ein Natur­re­servat einge­richtet ist.

Kabli

Histo­ri­sche Sied­lung am Bade­strand

Die Sied­lung und der Strand rund 40 Kilometer südlich von Pärnu gehören zu den schönsten Urlaubsdesti­na­tionen im Südwesten von Estland. Kabli war vor dem Ersten Welt­krieg ein Dorf von Seeleuten mit einer eigenen Werft. Nach deren Schließung verfiel der Ort in einen Dornrö­sc­henschlaf und sieht heute noch etwa genauso aus wie vor hundert Jahren. Der Sand­strand und die seichte See mit ihrem warmen Wasser ziehen viele Bade­ur­lauber und Familen an. Ein gewun­dener Ufer­pfad führt zu Pick­nick­plätzen und Strandwiesen.

D

Muhu

Steilküsten und karge Wacholderlandschaft

Die drittgrößte Insel Estlands ist kaum besiedelt. Auf einen Quad­ratki­lometer kommen weniger als sieben Einwohner.

Dafür ist das Natur­er­lebnis umso größer: Im Norden gibt es steile Abbruchküsten. Dahinter beginnt eine karge Land­schaft, in der Wacholderbü­sche wachsen. Dazwi­schen findet man Gräber aus der Jung­stein­zeit und im Südwesten die Über­reste der Wall­burg Muhu. Die Insel ist bekannt für die letzten noch in Betrieb befind­li­chen Windmühlen Estlands. Muhu ist durch einen 1896 ange­legten, befahrbaren Damm mit Oris­saare auf Saaremaa verbunden. Von Kuivastu im Südosten bestehen regelmäßige Fährver­bindungen nach Virtsu (Werder) auf dem estni­schen Fest­land. Im Winter, wenn der Sund tief genug gefroren ist, kann man die Insel über eine auf dem Eis markierte Trasse mit normalen Autos errei­chen.

Zu Gast in einem Country Hotel auf Muhu

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der ehema­lige Gutsher­renhof auf der Insel Muhu vor Saaremaa ist sicher eines der besten Country Hotels im Baltikum. Das Anwesen, das 1566 im Besitz der Familie von Knorr war, wur­de in der Blütezeit des balti­schen Adels zwischen 1870 und 1890 in seiner heutigen Gestalt von Baron von Buxhoeveden erbaut, der kaiser­li­cher Jagd­meister am Hof von Zar Niko­laus war.

Nach einer wech­sel­vollen Geschichte des Niedergangs wur­de das Haus liebevoll und auf sorgfäl­tigste Art restau­riert und zu einem exqui­siten Hotel umge­staltet, das heute zu der Gruppe der Small Luxury Hotels of the World gehört. Fernab der Straße nach Saaremaa grenzt das Grund­stück an die Ostsee. Das Restau­rant serviert kuli­na­ri­sche Kombi­na­tionen aus urbaner Raffi­nesse und länd­li­cher Tradi­tion unter Verwendung von frischen Produkten lokaler Erzeuger.

Hiiumaa

Moore und Wälder auf Estlands zweitgrößter Insel

Dichte Wälder und einsame Moore prägen das Landschafts­bild der zweitgrößten Insel Estlands. Nur im Süden gibt es gelegent­lich Felder und Wiesen. Die meisten 10.000 Bewohner leben an der Küste von Viehzucht, Holz­wirt­schaft und Fischerei. Einzige Stadt ist Kärdla im Norden. 25 Kilometer weiter im Süden liegt das Barockschloss der Familie Stenbock, das heute als Schulhaus dient. Die wenigen Reisenden, die die Insel besu­chen, kommen wegen der para­die­si­schen Ruhe, der ursprüng­l­i­chen Natur und dem Wetter, das meist noch etwas sonniger ist als auf dem Fest­land.

Museum Muhu

Vom beschwer­li­chen Leben der Inselbauern

Koguva ist ein histo­ri­sches Dorf auf Muhu mit heute etwa 30 Einwoh­nern. 1532 wur­de es zum ersten Mal erwähnt, als der livländi­sche Ordens­meister Wolter von Plet­ten­berg den Bauern Hansken und seine Nach­kommen zu Landfreien erklärte. Es ist das einzige erhal­tene Doku­ment dieser Art im heutigen Estland. Das Frei­lichtmuseum befindet sich in Koguva auf dem Hof des Schrift­stel­lers Juhan Smuul, eines Nach­kommen von Hansken. Es bietet einen Einblick in das tradi­tionelle Leben und Arbeiten auf Muhu. Neben dem histo­ri­schen Schulhaus gibt es eine Galerie und ein Gebäude für Wander­aus­stel­lungen. In unmit­telbarer Nähe befindet sich an der Ostsee das Denkmal für Juhan Smuul.

Karja

Mittel­alter­li­ches Kirchlein in der Einöde

Die Ursprünge der klei­nen ­Wehr­kirche liegen wahr­schein­lich im 13. oder 14. Jahr­hun­dert. Über der Sakri­stei gibt es einen heizbaren Raum, in dem die Bevöl­ke­rung während Kriegs­zeiten Zuflucht suchte. Später fanden dort Pilger aus Skan­di­navien ein Obdach. Im Inneren von St. Katha­rina findet man gut erhal­tene mittel­alter­liche Wandma­le­reien, die zum Teil noch heid­ni­s­chen Ursprungs sind. Neben Pentagrammen gibt es Teufelsdar­stel­lungen und Symbole, deren Bedeu­tung bis heute unklar ist.

Von Muhu

Mietwagenabgabe

Von Muhu nach Tallinn

144 km | 4:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Nachdem man mit der Fähre zum Fest­land überge­setzt hat, fährt man auf wenig befah­rener Straße nach Nordost.

Natio­nal­park Matsalu

Wandern durch ein unbe­rührtes Vogel­pa­ra­dies

Die Matsalu-Bucht steht mitsamt einem breiten Küsten­streifen unter Natur­schutz. Vor allem Vogelliebha­bern gilt das knapp 500 Quad­ratki­lometer große Gebiet im Westen Estlands als Para­dies. An den Ufern und in der Auen­landschaft des Kasari-Flus­ses leben nicht weniger als 280 Arten – darunter Seeadler oder der Kormoran. Hinzu kommen im Frühjahr und im Herbst Hundert­tausende von Zugvögeln. Besu­cher dürfen nur auf ausgewie­senen Wegen das Areal erkunden. Eine Bootsfahrt kann man im Be­su­cher­zentrum auf einem ehema­ligen Gutshof in Penijõe buchen. Fünf Lehrpfade unter­schied­li­cher Länge (zwischen 2 und 8 km) ermög­li­chen den Zugang zu der unbe­rührten Natur, wo es summt und brummt, zirpt und zwit­schert, dass es eine wahre Freude ist.

Varbola

Mäch­tigste Burg im vorchrist­li­chen Estland

Die Burg war die größte Festung im vorchrist­li­chen Estland und zugleich ein bedeu­tendes Handels­zentrum. Teile des 580 Meter langen und bis zu zehn Metern hohen Ringwalls aus Kalk­stein stehen noch. Lange Torwege mit mehreren Toren und Vertei­digung­s­türmen wurden zum Schutz der Eingänge ange­legt. Ein dreizehn Meter tiefer Ziehbrunnen in der Mitte der Festung sicherte die Wasserver­sorgung. 90 beheizbare Gebäude mit Kalkböden dienten als Unterkünfte. Als der Livländi­sche Orden im 12. Jahr­hun­dert vordrang, wurden die Burg und ihre Insassen verschont, weil sie den christ­li­chen Glauben annahmen. Varbola verlor jedoch ihre Bedeu­tung und wur­de nur noch als Friedhof benutzt.

Gut Padise

Kloster­ruinen in Bilder­buch­landschaft

Padise wur­de im 14. Jahr­hun­dert von Zister­zi­enser-Mönchen gegründet, die vom Kloster Daugavgrīva (Düna­münde) an der Mündung der Düna aus dem heutigen Lett­land kamen. Das Kloster wur­de zu einem der bedeu­ten­dsten geist­li­chen Zentren Estlands. 1559 wur­de es vom Orden in den Wirren des Livländi­schen Krieges aufge­geben. Es wur­de zur Festung welt­li­cher Herr­scher ausge­baut und war ab 1766 Teil des Gutshofs von Padise. Heute sind die Gebäude und Ruinen wundervoll restau­riert und liegen in einer Bilder­buch­landschaft.

Mietwagenabgabe

Station: Tallinn Flughafen (Desk at Airport)

Tallinn

6 km | 13 Minuten
E

Tallinn

Quirliges Leben in mittelalterlicher Hansestadt

Auf einer Erhe­bung über dem Finni­schen Meer­busen wur­de vor 800 Jahren vom däni­schen König die Stadt Tallinn (auf estnisch: „Dänen­stadt“) gegründet.

Später wur­de sie an die Kreuzritter aus Deutsch­land verkauft und trat als deren nörd­lichste Stadt der Hanse bei. Mitte des 13. Jahrhunderts wur­de das Lübe­cker Stadt­recht übernommen. Auch die Bauweise der öffent­li­chen Gebäude, der Kaufmanns­häuser und die Anlage der Stadt ähnelt der nord­deut­scher Hanse­städte. Im Unter­schied zu ihren deut­schen Vorbil­dern ist aber in Tallinn die mittel­alter­liche Stadt und die Stadt­mauer fast völlig erhalten. Wer über das uralte Kopf­steinpflaster krummer Gassen zu Plätzen mit ehrwür­digen Kirchen, Rathäusern und Klöstern schlendert, könnte meinen, in eine andere Zeit zu reisen, schauten da nicht überall schicke Geschäfte, Boutiquen und Gale­rien hinter den mittel­alter­li­chen Fassaden hervor. Nach der Unabhängigkeit und dem Beitritt zur EU erlebt die 400.000 Einwohner zähl­ende Stadt eine Renais­sance, nicht zuletzt weil durch das libe­rale Steu­er­recht Unter­nehmen aus aller Welt angelockt werden.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Tallinn

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Seit 1362 stehen in der Pikk Straße, der Haupt­straße des goti­schen Tallinns, drei präch­tige Patri­zi­er­häuser, die von rivali­sierenden Kaufmannsfa­milien gebaut wurden und im Laufe der Jahrhunderte viele Besitzer hatten: Gildemeister, Burgherr und Bürgermeister der Stadt haben hier gewohnt.

Die drei benach­barten Häuser wurden 2003 zu einem 5-Sterne-Hotel zusam­menge­fasst, das in Tallinn seines­glei­chen sucht, was Stil, Komfort und Origi­nalität angeht. Die Zimmer sind großzügig geschnitten und in ihrem Grund­riss von der mittel­alter­li­chen Struktur des Hauses bestimmt. Das hotel­ei­gene Restau­rant gehört zu den besten der Stadt.

Epping-Turm

Mitmachmuseum für Kinder

Der nach seinem Bauleiter benannte Wehrturm im Nordwesten der Altstadt von Tallinn geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück und ist heute ein hufei­senför­miger Scha­len­turm mit sechs Etagen. Im Inneren wird eine Ausstel­lung zu mittel­alter­li­chen Waffen und Harni­schen sowie zur Entwick­lung der Revaler Stadt­be­fes­tigung gezeigt. Kinder können auch Ritter­har­ni­sche anprobieren und sich mit Schwert und Schild fotogra­fieren lassen.

Lennusadam

Meeres­museum im alten Wasserflugzeughafen

Der Wasserflugzeughafen von Tallinn geht auf die Zarenzeit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als die russi­sche Armee den Plan verfolgte, mit Wasserflugzeugen Aufklärung über anrü­ckende Kriegs­schiffe zu gewährleisten. Als Estland nach der Russi­schen Revulu­tion selb­ständig wur­de, wur­de daraus eine Basis für Meeres­piloten. Die Sowjets benutzten sie als Lager­halle. Nach einer grund­legenden Renovie­rung  2012 ist dort ein Teil des Meeres­museums beheimatet, das einen umfas­senden Einblick in die Geschichte der Seefahrt gibt

Eesti Vabaõhumuuseum

Frei­lichtmuseum bei Tallinn

Das Estni­sche Frei­lichtmuseum gibt einen Über­blick über die länd­liche Architektur und das Dorf­leben Estlands vom 18. bis zum 20. Jahrhunderts. 14 Bauern­häuser aus verschiedenen Regionen sind zu einem Dorf zusam­men­ge­setzt worden mit  Kirche, Kneipe und Schulhaus. Außerdem gibt es eine Mühlen einen Feuer­wehr­schuppen, einen Dorf­laden und einen Netz­schuppen am Meer. Im Besu­cher­zentrum wird Kunst­hand­werk ange­boten. In einer Bauern­schänke kann man estni­sche Natio­nalge­richte ausprobieren.

Führung (OPTIONAL)

Tallinn (3 Stunden, Kombi, englisch)

Die private Stadt­füh­rung geht durch die Altstadt, dann aber auch zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten in der Umge­bung, zu denen man vom Führer gefahren wird.  Dabei erfährt man viel über die bewegte Geschichte der Stadt am Ende Europas: von deut­schen Kreuzrittern, hansea­ti­schen Kauf­leuten, russi­schen Zaren, der Sowjetzeit bis hin zur Gegenwart.

Die Führung findet in engli­scher oder in deut­scher Sprache statt. Es kann zwischen zwei-, drei- oder fünf­stün­diger Tour gewählt werden. Alle Touren sind als Kombi­na­tion zwischen Erkundungen zu Fuß und mit dem Auto möglich. Die zwei- und drei­stün­dige Tour kann auch nur als Spaziergang gebucht werden. 

Bitte fragen Sie Ihren Berater, falls Sie eine andere Option möchten.

Von Tallinn Fährterminal nach Helsinki

Fähre

Von Tallinn Fähr­terminal nach Helsinki West­hafen

Dauer: 2 Stunden

Tallin unter­hält neun Fährver­bindungen. Eine Überfahrt mit 2 Personen und einem PKW kostet ca. 100 EUR. Für die Weiterfahrt mit Finnlines am selben Tag empfehlen sich die Abfahrten 07.30 oder 10.30 Uhr ab Tallinn.

Den genauen Preis teilt die Gesellschaft erst bei Anfrage bzw. Buchung mit. Den bestä­tigten Preis entnehmen Sie bitte der Kalku­la­tion.

Von Helsinki West­hafen nach Helsinki

4 km | 12 Minuten
F

Helsinki

Hochburg des Klassizismus und des Jugendstils

Im Großraum der finni­schen Haupt­stadt leben heute etwa 1 Millionen Einwohner. Die Stadt­ge­schichte beginnt 1550 mit einem Befehl des schwe­di­schen Königs Gutav I.

Wasa, einen Konkur­renzhafen zur Hanse­stadt Reval, dem heutigen Tallinn, zu gründen. 1808 kam die Stadt nach dem schwe­disch-russi­schen Krieg zu Russ­land und wur­de Haupt­stadt des Großfürs­ten­tums Finn­land. 1917 erlangte Finn­land die Souve­ränität. Helsinki gilt mit seinem Dom, der Univer­sität und dem Senats­gebäude als Hoch­burg des Klas­sizismus. In den 1920iger Jahren hat der Jugend­stil die Stadt geprägt.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Helsinki

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt im Herzen von Helsinki, wenige Gehmi­nuten vom Markt­platz, dem Espla­nadi und dem Museum für finni­sche Architektur entfernt.

Das Haus ist um einen begrünten Innenhof ange­legt und profi­tiert von viel natür­li­chem Licht. Die Einrich­tung der rund 60 Zimmer ist in hellen Farben gehalten, klare Formen und Linien unter­strei­chen den skan­di­navi­schen Stil. Für längere Aufent­halte gibt es Zimmer mit kleiner Küche. Mehrere Bars und Restau­rants befinden sich in unmit­telbarer Umge­bung.

Suomenlinna

Finnenburg auf mehreren Inseln

Die „Finnenburg“, oder wie die Schweden sagen: Sveaborg, entstand im 18. Jahr­hun­dert und verteilt sich über mehrere mitein­ander verbun­dene Inseln. Neben der histo­ri­schen Festung selbst beherbergen die Inseln auch mehrere Museen und einige andere Einrich­tungen, darunter ein Gefängnis. Mit dem Bau wur­de 1748 begonnen, als Finn­land noch Teil des schwe­di­schen König­reichs war. Eine Festung war nötig geworden, nachdem Peter der Große Sankt Petersburg gegründet hatte und dort eine Seemacht entstand. Heute gilt Suomenlinna als Musterbei­spiel für Militär- und Festungs­ar­chitektur und ist Teil des UNESCO-Welt­kultur­erbes.

Von Helsinki nach Sankt Petersburg

Flug

Helsinki

21 km | 29 Minuten

Flug (nicht im Preis enthalten)

Von Helsinki nach Sankt Petersburg
Helsinki – St. Petersburg
G

St. Petersburg

Von der Hauptstadt der Zaren zum kulturellen Zentrum Russlands

Die russi­sche Hafen­stadt an der Ostsee diente über zwei Jahrhunderte als Haupt­stadt des Zarenreichs. Sie wur­de 1703 von Peter dem Großen gegründet, der im Wahrzei­chen der Stadt, dem bronzenen Reiter­standbild, verewigt wur­de.

Obwohl die russi­sche Haupt­stadt 1918 nach Moskau verlegt wur­de, ist St. Petersburg bis heute das kulturelle Zentrum des Riesen­landes, unter anderem mit dem hoch­modernen Mariinski-Theater mit Opern- und Ballett­auffüh­rungen und dem Russi­schen Museum, in dem russi­sche Kunst von orthodoxen Ikonen bis zu den Werken Kand­inskys gezeigt wird. Die histo­ri­sche Innen­stadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlös­sern ist seit 1991 Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Transfer

Flughafen - Hotel (Tagtransfer)

Transfer Flughafen St. Petersburg – Hotel in St. Petersburg

Nach Ankunft im Flughafen werden Sie nach der Pass- und Zollkontrolle von einem Fahrer mit Namens­schild empfangen.

City Pass St. Petersburg (OPTIONAL)

2-Tages-Pass
Erleben Sie die Sehens­wür­digkeiten St. Petersburgs mit dem City Pass. Freier Eintritt in vielen Museen& Hop-On Hop-Off Stadt­rundfahrt, Schifffahrt durch die Kanäle u.v.m.
Hinter­le­gung des Passes mit Stadt­führer/-plan in engli­scher Sprache an der Hotel­rezep­tion.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in St. Petersburg

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt im Herzen des histo­ri­schen Zentrums von St. Petersburg – nahe dem Newski Prospekt und der Fontanka, einem Seitenarm der Newa.

Von außen eher unscheinbar, erstrahlt es innen in gepflegtem, unauf­dring­li­chem Glanz. Aufgrund des sehr aufmerk­samem Services stellt sich schnell ein Gefühl des Will­kom­menseins ein. Die 24 Zimmer verschiedener Katego­rien – von Doppelzimmer bis Präsiden­ten­suite – sind individuell von tradi­tionell elegant bis eher modern einge­richtet. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet; abends serviert das hotel­ei­gene Restau­rant vorwiegend russi­sche Speziali­täten.

Ausflug (OPTIONAL)

Jussupow-Palast und Isaak-Kathedrale (4,5 Stunden, deutsch)
Besich­tigung des Jussupow-Palast und der Isaak-Kathedrale. Private Stadt­füh­rung in deut­scher Sprache, Eintrittsgelder inklusive.

Ausflug (OPTIONAL)

Stadtrundfahrt, Peter-Paul-Kathedrale und Eremitage (7,5 Std, deutsch)

Besuch der Peter-Paul-Festung mit Grabes­kirche der Romanows, Mittag­essen und Besich­tigung der Eremi­tage.

Private Führung in deut­scher Sprache.

Ausflug (OPTIONAL)

Peterhof und Puschkin mit Bernsteinzimmer (8 Stunden, deutsch)

Besich­tigung der unteren Park­anlage Peterhof mit Springbrunnen und Wasser­spielen. Mittag­essen in Peterhof.

Besich­tigung des prachtvollen Katha­ri­nen­pa­lastes mit dem legendären Bern­steinzimmer. Der Palast war die Lieb­lings­sommer­residenz von Katha­rina II. (der Großen). Er gehört mit seiner weiß-blau-goldenen Pracht­fas­sade zu den schönsten Barock­pa­lästen Europas. Private Führung in deut­scher Sprache, Eintrittsgelder inklusive.

Transfer

Hotel - Flughafen (Tagtransfer)
Sie werden ca. 3,5 Stunden vor Abflug in Ihrem gebuchten Hotel abge­holt. Ein Fahrer wartet mit einem Namens­schild an der Rezep­tion auf Sie.
17 Tage
ab 2.499,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Flüge (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende
  • Sunny Cars Erlaubnis für Lettland (vor Ort zu zahlen)
  • Sunny Cars Erlaubnis für Estland (vor Ort zu zahlen)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
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