Estland / Lettland: Hansestädte, Wälder, Ritterburgen - Baltikum
Gauja Nationalpark, Lettland

Nördliches Baltikum

Inseln und Moore, Burgen und Hansestädte

Die Rundreise nimmt sich Zeit für den Norden: Die goldenen Strände von Pärnu, die menschenleere Robbeninsel Saaremaa, die Moore und Elche von Lahemaa und die Kreuzritterburgen im Gauja Nationalpark. Dazwischen kann man in zwei Hauptstädten ein wenig Stadtluft schnuppern und sich dabei ins hanseatische Mittelalter zurückversetzen lassen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Riga

Riga

11 km | 16 Minuten
A

Riga

Bedeutendste Stadt des Baltikums

Die Landes­haupt­stadt von Lett­land liegt an der Mündung der Daugava und ist mit knapp einer Million Einwohner die größte Stadt des Baltikums.

Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, wird aus dem Staunen nicht heraus­kommen: Die Altstadt auf der Ostseite des Flusses ist in alter Pracht wieder­aufge­baut und wegen ihrer architek­to­ni­schen Viel­falt seit 1997 Welt­kultur­erbe. Die über 800 Jahre Vergan­gen­heit der Stadt ist wieder gegenwärtig: der deut­sche Orden, der hier das christ­liche Abend­land im Nord­osten befes­tigen wollte, die Verbindungen der Hanse, die Riga zu einer der blüh­endsten Städte an der Ostsee gemacht hat. Aber auch die Barockzeit und der Jugend­stil haben Spuren hinter­lassen. Dagegen erin­nert hier kaum noch etwas an die Tatsache, dass die Stadt, in der 33% aller Letten wohnen, bis 1991 noch zur Sowjet­u­nion gehörte. Im Stadt­wappen prangen heute wieder der Löwe als Zeichen des Mutes seiner Bewohner, der Schlüssel, der dem Bremer Wappen entnommen ist, und das Kreuz des Deut­schen Ordens.

Zu Gast in einem Altstadthotel in Riga

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das geschicht­s­träch­tige Hotel im Zentrum der Altstadt von Riga gehört zu den besten 4-Sterne-Hotels der Stadt und liegt unmit­telbar neben dem Dom.

Es erstreckt sich über zwei repräsenta­tive Gebäude. Das erste stammt aus dem 19. Jahr­hun­dert, während das zweite ein wesent­lich älteres Kaufmanns­haus ist. Jedes der Zimmer ist in einem wohn­li­chen Stil gestaltet. Einzig­artig in Riga ist das Restau­rant auf der Dachter­rasse, von der man einen tollen Blick über die Dächer der Stadt und die vielen Kirchtürme hat.

Führung (OPTIONAL)

Altstadt (2 Stunden, deutsch)

Der private Stadt­rundgang mit Aija Kocina durch Riga ist ideal für Besu­cher, die das erste Mal in der Stadt sind.

Die Führerin ist Lettin, die zum Deutsch­studium in die Haupt­stadt gezogen ist. Über ihre Wahlheimat weiß sie zahl­lose Geschichten zu erzählen, vom Deut­schen Orden über die Hanse bis zur Sowjetzeit. Sie zeigt ihren Gästen die Altstadt, das Zentrum und die schönsten Jugend­stilhäuser.

Dom von Riga

Größte Kirche des Baltikums mit einzig­ar­tiger Orgel
Der Dom von Riga ist der größte Kirchenbau im gesamten Baltikum. Von 1211 bis 1226 wur­de er auf dem Grund einer alten Holz­kirche erbaut und war 300 Jahre die Kathedrale des Bistums Riga. Als der Land­meister des Deut­schen Ordens 1525 zur Reforma­tion überging und das Bistum zerfiel, wur­de der Dom luthe­risch. Die Skulpturen im Inneren fielen der Wut der Bilder­stürmer zum Opfer. Vom anliegenden Kloster sind nur der Kreuzgang und der Domgarten übrig geblieben. Eine besondere Kostbarkeit ist die Orgel. Das gewal­tige Instru­ment von 1884 aus der Werk­statt eines würt­tembergi­schen Orgelbauers ist eine der letzten verbliebenen roman­ti­schen Orgeln welt­weit.

Schwarzhäupter­haus

Stadt­haus mit wech­sel­voller Geschichte
Die Compa­gnie der Schwarzen Häupter war Ende des 13. Jahrhunderts eine Bruder­schaft von unver­hei­ra­teten ausländi­schen Kauf­leuten, die in Riga Geschäfte machten. Ihr Heiliger war St. Mauri­tius, der Legende nach ein „Mohr“, der bis heute im Wappen der Gilde ist. An diese Gilde wur­de das repräsenta­tive goti­sche Stadt­haus am Rathaus­platz erst vermietet und später verkauft. So bürgerte sich der Name „Schwarzhäupter­haus“ ein. Im Zweiten Welt­krieg zerstörten deut­sche Truppen das prachtvolle Bauwerk. Die Sowjets sprengten die verbliebene Ruine 1948. Vor der 800-Jahr Feier 1999 wur­de das Schwarzhäupter­haus origi­nalge­treu auf den alten Funda­menten wieder­aufge­baut und ist heute das Glanz­stück der Stadt. Neben einem Konzert­saal beherbergt es die Touris­ten­in­forma­tion und ein Café.

Petri­kirche

Rivalin des Doms mit Aussicht­sturm
Im Mittel­alter war die Kirche von 1209 die Stadt­kirche und gehörte der Bürger­schaft, während der Dom dem Erzbischof unter­stand. Zwischen dem Stadtrat und dem Bischof gab es ständig Streit um die Vorherr­schaft, was man bis heute den beiden Kirchen anmerkt. Der Bischof unter­sagte den Umbau der Petri­kirche, die jahrzehn­te­lang eine Baustelle blieb. Als die Petri­kirche schließ­lich fertig­ge­stellt werden durfte, hatte die Bürger­schaft den Ehrgeiz, den Dom zu übertrumpfen – was Höhe des Turms und Pracht der Ausstat­tung anging. 1941 wur­de der Turm durch Artil­le­rie­be­schuss zerstört und 1973 wieder­aufge­baut – allerdings zehn Meter nied­riger. Dafür wur­de ein Aufzug einge­baut, mit dem man zur Aussichts­platt­form auf 72 Metern Höhe fahren kann.

Mietwagenzustellung

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Nissan Qashqai SUV o.ä. (IFMR)
Station: Riga (City Office)

Über­nahme des Mietwa­gens in der Unter­kunft (geringe Zusatzkosten fallen an)

Von Riga nach Pärnu

184 km | 3:00 h
Nachdem man den Großraum um Riga verlassen hat, fährt man auf der wenig befah­renen Schnell­straße nach Norden – teils unmit­telbar am Meer entlang.

Letti­sches Frei­lichtmuseum

Vom Leben auf dem Lande
Das Museum in einem Wald am Jugla-See gehört zu den größten Frei­lichtmu­seen Europas. Es umfasst heute knapp 120 Gebäude aus dem  17. bis ins frühe 20. Jahr­hun­dert, darunter Windmühlen, Holz­kir­chen und Bauern­häuser. Thema­tisch ist es in vier Bereiche einge­teilt, die den histo­ri­schen Regionen Kurzeme, Zemgale, Vidzeme und Latgale entspre­chen. Das ganze Jahr über finden Veran­stal­tungen statt – vom Hand­werker­markt bis zu tradi­tionellen Volks­festen.

Vidzemes Jurmala

Einsame Strände von Livland
Vidzemes Jurmala, zu deutsch: „Strand von Livland“, nennt man den 100 Kilometer langen Küsten­ab­schnitt von Riga bis zur Grenze nach Estland. Er ist kaum bevöl­kert und zeichnet sich durch menschenleere Strände aus. Das Hinter­land ist meist bewaldet, so dass sich endlose Strand- und Waldwande­rungen anbieten. Besonders schön ist die Küste bei Tuja, wo wegen der zahl­losen Steine im Sand und dem „verzau­berten Hain“, einem lang gestreckten Steinfeld mit wenigen Wacholderbü­schen, ein Natur­re­servat einge­richtet ist.

Kabli

Histo­ri­sche Sied­lung am Bade­strand
Die Sied­lung und der Strand rund 40 Kilometer südlich von Pärnu gehören zu den schönsten Urlaubsdesti­na­tionen im Südwesten von Estland. Kabli war vor dem Ersten Welt­krieg ein Dorf von Seeleuten mit einer eigenen Werft. Nach deren Schließung verfiel der Ort in einen Dornrö­sc­henschlaf und sieht heute noch etwa genauso aus wie vor hundert Jahren. Der Sand­strand und die seichte See mit ihrem warmen Wasser ziehen viele Bade­ur­lauber und Familen an. Ein gewun­dener Ufer­pfad führt zu Pick­nick­plätzen und Strandwiesen.
B

Pärnu

Lebendiges Seebad an Estlands Südküste

Die Stadt an der Mündung des Flusses Pärnu hat sich zum wich­tigsten Seebad an der estni­schen Küste entwi­ckelt.

Dazu tragen die schönen Sand­strände und das ange­nehme Meeres­klima bei. Pernau, wie der deut­sche Name lautet, wurde 1251 vom deut­schen Orden gegründet und wur­de später Hanse­stadt. 1838 eröffnete die erste Bade­an­stalt. Auf dem Gelände des ehema­ligen Festungs­rings entstand ein Grüngürtel. Der Rüütli, wie die Haupt­straße durch die Altstadt heißt, ist heute Fußgängerzone und führt ins Kurviertel mit schönen Alleen und vornehmen Villen.

Zu Gast in einer Jugendstilvilla in Pärnu

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa wur­de um die Jahrhundert­wende von dem Kaufmann Hermann Ammende gebaut. Sie liegt in einem Park, nur wenige Schritte vom Meer, dem Kurhaus mit Sauna und Spa oder dem Stadt­zentrum entfernt.

Hinter der Empfangshalle im Erdge­schoss befinden sich die Salons: Im roten Salon wird Dinner serviert, im grünen befindet sich eine Weinbar, im Zigar­ren­salon steht ein russi­scher Billard­tisch.

Von Pärnu nach Kures­saare

151 km | 4:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Bei Virtsu nimmt man die Fähre nach Saaremaa, die für die Überfahrt etwa eine halbe Stunde benö­tigt. Von Muhu aus fährt man über die fast menschenleere Insel bis zu ihrer Südwest­seite.

Muhu

Steil­küsten und karge Wacholder­landschaft
Die drittgrößte Insel Estlands ist kaum besiedelt. Auf einen Quad­ratki­lometer kommen weniger als sieben Einwohner. Dafür ist das Natur­er­lebnis umso größer: Im Norden gibt es steile Abbruchküsten. Dahinter beginnt eine karge Land­schaft, in der Wacholderbü­sche wachsen. Dazwi­schen findet man Gräber aus der Jung­stein­zeit und im Südwesten die Über­reste der Wall­burg Muhu. Die Insel ist bekannt für die letzten noch in Betrieb befind­li­chen Windmühlen Estlands. Muhu ist durch einen 1896 ange­legten, befahrbaren Damm mit Oris­saare auf Saaremaa verbunden. Von Kuivastu im Südosten bestehen regelmäßige Fährver­bindungen nach Virtsu (Werder) auf dem estni­schen Fest­land. Im Winter, wenn der Sund tief genug gefroren ist, kann man die Insel über eine auf dem Eis markierte Trasse mit normalen Autos errei­chen.

Museum Muhu

Vom beschwer­li­chen Leben der Inselbauern
Koguva ist ein histo­ri­sches Dorf auf Muhu mit heute etwa 30 Einwoh­nern. 1532 wur­de es zum ersten Mal erwähnt, als der livländi­sche Ordens­meister Wolter von Plet­ten­berg den Bauern Hansken und seine Nach­kommen zu Landfreien erklärte. Es ist das einzige erhal­tene Doku­ment dieser Art im heutigen Estland. Das Frei­lichtmuseum befindet sich in Koguva auf dem Hof des Schrift­stel­lers Juhan Smuul, eines Nach­kommen von Hansken. Es bietet einen Einblick in das tradi­tionelle Leben und Arbeiten auf Muhu. Neben dem histo­ri­schen Schulhaus gibt es eine Galerie und ein Gebäude für Wander­aus­stel­lungen. In unmit­telbarer Nähe befindet sich an der Ostsee das Denkmal für Juhan Smuul.

Karja

Mittel­alter­li­ches Kirchlein in der Einöde
Die Ursprünge der klei­nen ­Wehr­kirche liegen wahr­schein­lich im 13. oder 14. Jahr­hun­dert. Über der Sakri­stei gibt es einen heizbaren Raum, in dem die Bevöl­ke­rung während Kriegs­zeiten Zuflucht suchte. Später fanden dort Pilger aus Skan­di­navien ein Obdach. Im Inneren von St. Katha­rina findet man gut erhal­tene mittel­alter­liche Wandma­le­reien, die zum Teil noch heid­ni­s­chen Ursprungs sind. Neben Pentagrammen gibt es Teufelsdar­stel­lungen und Symbole, deren Bedeu­tung bis heute unklar ist.
C

Saaremaa

Sümpfe und Wälder auf Estlands größter Insel

Die größte Insel des Baltikums ist kaum besiedelt: abge­sehen von der Haupt­stadt Kures­saare (12.000 Einwohner) kommen auf einen Quad­ratki­lometer nicht mehr als fünf Einwohner.

Im Inselin­neren finden sich Sumpfge­biete und undurch­dring­liche Wälder. Wer nach Kures­saare fährt, wird nach so viel Wildnis über­rascht sein von der 800 Jahre alten Bischofsburg, die mächtig und unein­nehmbar an der Südwest­küste thront und dort die Einfahrt in die Rigaer Bucht bewachte. Im äußerst abge­legenen Norden wird die Insel von einer bis zu 25 Metern aufra­genden Steil­küste begrenzt.

Zu Gast in einer Villa an der Arensburg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts von Baron Axel von Ekesparre als Sommer­residenz für seine Gäste an einer besonderen Stelle gebaut: gegenüber der altehrwür­digen Bischofsburg aus dem 13.

Jahr­hun­dert. In den 30er Jahren wur­de daraus eine Pension mit dem ersten vege­ta­ri­schen Restau­rant in Estland. Viele estni­sche Intel­lektuelle waren hier zu Gast. Nach dem Krieg war es für viele Jahre das einzige Gäste­haus in Kures­saare. 2000 wur­de das Gebäude restau­riert und ist seitdem vor allem wegen seiner wunderbaren Lage im Burg­park ein idealer Ort, um Saaremaa kennenzulernen.

Arensburg

Mäch­tige Ordensburg an der Rigaer Bucht
Die mäch­tige Bischofsburg an der Ostseeküste ist eine der ganz wenigen mittel­alter­li­chen Steinburgen, die voll­kommen erhalten sind. Sie wur­de im 13. und 14. Jahr­hun­dert von Deutschor­densrittern zur Siche­rung der Rigaer Bucht gebaut. Die Mauern sind drei Meter dick und bis zu 20 Metern hoch. Der Name (niederdeutsch: Adler­burg) leitet sich von dem auf dem Wappen der Burg ab. Der dort zu erken­nende Adler ist das Symbol des Evange­listen Johannes. Später wurden die Rund­türme ange­legt. Sie sollten Kanonen aufnehmen. Im 16. Jahr­hun­dert wurden Gräben ausge­hoben, die mit Meer­wasser gefüllt wurden. 
Nur wenige Meter von der Burg entfernt befindet sich das Kurhaus mit Cafés, Park und Konzert­saal.

Noogimaa

Zu einer Ostse­e­insel waten
Die unbe­wohnte Insel liegt rund zwei Kilometer west­lich von Saaremaa und 500 Meter von der Insel Vilsandi entfernt. Sie gehört zum Natio­nal­park Vilsandi und kann, am besten durch Waten bei Nied­rig­wasser, über die Inseln Mihkli­rahu, Käki­rahu und Kala­rahu erreicht werden. Der Ostteil der Insel wird als Linderahu bezeichnet. Entstanden sind die Inseln erst vor relativ kurzer Zeit. Vor etwa 350 Jahren begannen sie sich aus der Ostsee zu erheben – als Späte­folge der Eiszeit.

Von Kures­saare nach Tallinn

252 km | 5:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Nachdem man mit der Fähre zum Fest­land überge­setzt hat, fährt man auf wenig befah­rener Straße nach Nordost.

Natio­nal­park Matsalu

Wandern durch ein unbe­rührtes Vogel­pa­ra­dies
Die Matsalu-Bucht steht mitsamt einem breiten Küsten­streifen unter Natur­schutz. Vor allem Vogelliebha­bern gilt das knapp 500 Quad­ratki­lometer große Gebiet im Westen Estlands als Para­dies. An den Ufern und in der Auen­landschaft des Kasari-Flus­ses leben nicht weniger als 280 Arten – darunter Seeadler oder der Kormoran. Hinzu kommen im Frühjahr und im Herbst Hundert­tausende von Zugvögeln. Besu­cher dürfen nur auf ausgewie­senen Wegen das Areal erkunden. Eine Bootsfahrt kann man im Be­su­cher­zentrum auf einem ehema­ligen Gutshof in Penijõe buchen. Fünf Lehrpfade unter­schied­li­cher Länge (zwischen 2 und 8 km) ermög­li­chen den Zugang zu der unbe­rührten Natur, wo es summt und brummt, zirpt und zwit­schert, dass es eine wahre Freude ist.

Haap­salu

Ordensritter­burg und Kurort
Der Kurort an der Westküste von Estland wird wegen der vielen Wasser­läufe auch das „Venedig an der Ostsee“ genannt. Den Kurbe­trieb begrün­dete im 19. Jahr­hun­dert ein deutsch­bal­ti­scher Arzt, der von Heilwirkung des örtli­chen Schlamms überzeugt war. Bald wurden Seebäder­häuser und Schlammheil­stätten gebaut. Sogar die russi­sche Zaren­fa­milie Romanow war oft zu Gast. Ober­halb des Ortes liegt auf einer künst­li­chen Anhöhe die mittel­alter­liche Bischofsburg. Die beein­dru­ckende Ruine wird von einer 800 Meter langen Mauer umgeben und erin­nert an die Zeit der deut­schen Ritter­or­dens.

Varbola

Mäch­tigste Burg im vorchrist­li­chen Estland
Die Burg war die größte Festung im vorchrist­li­chen Estland und zugleich ein bedeu­tendes Handels­zentrum. Teile des 580 Meter langen und bis zu zehn Metern hohen Ringwalls aus Kalk­stein stehen noch. Lange Torwege mit mehreren Toren und Vertei­digung­s­türmen wurden zum Schutz der Eingänge ange­legt. Ein dreizehn Meter tiefer Ziehbrunnen in der Mitte der Festung sicherte die Wasserver­sorgung. 90 beheizbare Gebäude mit Kalkböden dienten als Unterkünfte. Als der Livländi­sche Orden im 12. Jahr­hun­dert vordrang, wurden die Burg und ihre Insassen verschont, weil sie den christ­li­chen Glauben annahmen. Varbola verlor jedoch ihre Bedeu­tung und wur­de nur noch als Friedhof benutzt.
D

Tallinn

Quirliges Leben in mittelalterlicher Hansestadt

Auf einer Erhe­bung über dem Finni­schen Meer­busen wur­de vor 800 Jahren vom däni­schen König die Stadt Tallinn (auf estnisch: „Dänen­stadt“) gegründet.

Später wur­de sie an die Kreuzritter aus Deutsch­land verkauft und trat als deren nörd­lichste Stadt der Hanse bei. Mitte des 13. Jahrhunderts wur­de das Lübe­cker Stadt­recht übernommen. Auch die Bauweise der öffent­li­chen Gebäude, der Kaufmanns­häuser und die Anlage der Stadt ähnelt der nord­deut­scher Hanse­städte. Im Unter­schied zu ihren deut­schen Vorbil­dern ist aber in Tallinn die mittel­alter­liche Stadt und die Stadt­mauer fast völlig erhalten. Wer über das uralte Kopf­steinpflaster krummer Gassen zu Plätzen mit ehrwür­digen Kirchen, Rathäusern und Klöstern schlendert, könnte meinen, in eine andere Zeit zu reisen, schauten da nicht überall schicke Geschäfte, Boutiquen und Gale­rien hinter den mittel­alter­li­chen Fassaden hervor. Nach der Unabhängigkeit und dem Beitritt zur EU erlebt die 400.000 Einwohner zähl­ende Stadt eine Renais­sance, nicht zuletzt weil durch das libe­rale Steu­er­recht Unter­nehmen aus aller Welt angelockt werden.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Tallinn

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Seit 1362 stehen in der Pikk Straße, der Haupt­straße des goti­schen Tallinns, drei präch­tige Patri­zi­er­häuser, die von rivali­sierenden Kaufmannsfa­milien gebaut wurden und im Laufe der Jahrhunderte viele Besitzer hatten: Gildemeister, Burgherr und Bürgermeister der Stadt haben hier gewohnt.

Die drei benach­barten Häuser wurden 2003 zu einem 5-Sterne-Hotel zusam­menge­fasst, das in Tallinn seines­glei­chen sucht, was Stil, Komfort und Origi­nalität angeht. Die Zimmer sind großzügig geschnitten und in ihrem Grund­riss von der mittel­alter­li­chen Struktur des Hauses bestimmt. Das hotel­ei­gene Restau­rant gehört zu den besten der Stadt.

Führung (OPTIONAL)

Tallinn (3 Stunden, Kombi, deutsch)

Die private Stadt­füh­rung geht durch die Altstadt, dann aber auch zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten in der Umge­bung, zu denen man vom Führer gefahren wird.  Dabei erfährt man viel über die bewegte Geschichte der Stadt am Ende Europas: von deut­schen Kreuzrittern, hansea­ti­schen Kauf­leuten, russi­schen Zaren, der Sowjetzeit bis hin zur Gegenwart.

Die Führung findet in engli­scher oder in deut­scher Sprache statt. Es kann zwischen zwei-, drei- oder fünf­stün­diger Tour gewählt werden. Alle Touren sind als Kombi­na­tion zwischen Erkundungen zu Fuß und mit dem Auto möglich. Die zwei- und drei­stün­dige Tour kann auch nur als Spaziergang gebucht werden. 

Bitte fragen Sie Ihren Berater, falls Sie eine andere Option möchten.

Ausflug (OPTIONAL)

Tagesfahrt in den Lahemaa National Park (8 Stunden, englisch)

50 Kilometer östlich von Tallinn liegt der Lahemaa-Natio­nal­park an Estlands Nordküste. Moore, undurch­dring­liche Wälder und Seen prägen die wilde Land­schaft, in der Wölfe, Brau­n­bären und Luchse ebenso beheimatet sind wie Schwarz­störche, Seeadler, Lachse und Meeresforellen. In diesem Natur­pa­ra­dies am 60. Grad nörd­li­cher Breite finden sich auch kulturhis­to­risch inter­essante Stätten: Schloss Palmse, ehemals Sitz derer von Pahlen, gehört zu den schönsten Ensembles balti­scher Adelsgüter. 

Ihr Führer holt Sie morgens in Ihrem Hotel ab und chauffiert Sie in seinem Wagen. Er kennt die schönsten Plätze im Park und weiß, wie man hinkommt. Die Tour wird individuell auf Ihre Wünsche abge­stimmt.

Epping-Turm

Mitmachmuseum für Kinder
Der nach seinem Bauleiter benannte Wehrturm im Nordwesten der Altstadt von Tallinn geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück und ist heute ein hufei­senför­miger Scha­len­turm mit sechs Etagen. Im Inneren wird eine Ausstel­lung zu mittel­alter­li­chen Waffen und Harni­schen sowie zur Entwick­lung der Revaler Stadt­be­fes­tigung gezeigt. Kinder können auch Ritter­har­ni­sche anprobieren und sich mit Schwert und Schild fotogra­fieren lassen.

Lennusadam

Meeres­museum im alten Wasserflugzeughafen
Der Wasserflugzeughafen von Tallinn geht auf die Zarenzeit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als die russi­sche Armee den Plan verfolgte, mit Wasserflugzeugen Aufklärung über anrü­ckende Kriegs­schiffe zu gewährleisten. Als Estland nach der Russi­schen Revulu­tion selb­ständig wur­de, wur­de daraus eine Basis für Meeres­piloten. Die Sowjets benutzten sie als Lager­halle. Nach einer grund­legenden Renovie­rung  2012 ist dort ein Teil des Meeres­museums beheimatet, das einen umfas­senden Einblick in die Geschichte der Seefahrt gibt

Eesti Vabaõhumuuseum

Frei­lichtmuseum bei Tallinn
Das Estni­sche Frei­lichtmuseum gibt einen Über­blick über die länd­liche Architektur und das Dorf­leben Estlands vom 18. bis zum 20. Jahrhunderts. 14 Bauern­häuser aus verschiedenen Regionen sind zu einem Dorf zusam­men­ge­setzt worden mit  Kirche, Kneipe und Schulhaus. Außerdem gibt es eine Mühlen einen Feuer­wehr­schuppen, einen Dorf­laden und einen Netz­schuppen am Meer. Im Besu­cher­zentrum wird Kunst­hand­werk ange­boten. In einer Bauern­schänke kann man estni­sche Natio­nalge­richte ausprobieren.

Von Tallinn nach Tartu

215 km | 3:00 h

Die Strecke führt quer durch Estland nach Südosten. Nördlich des Sees von Paunküla gibt es einen Aussichtshügel, von dem aus man weit über die von der Eiszeit gerprägten Hügellandschaft sehen kann.

Bei Pöltsamaa, das von 1570 – 1578 die Haupt­stadt der Königreichs Livland war. Besonders eindrucksvoll sind die Ruinen der Ordensburg von 1272 und das Schloss von 1770, das vor seiner Zerstörung im 2. Welt­krieg einer der schönsten Rokoko-Bauten im Baltikum war. Das Museum im Schlosshof hat zwischen 10-18 Uhr geöffnet.

Rebala

Gräberfeld aus der Bronzezeit.
Als 1982 an der Straße von Tallinn nach Narva gebaut wur­de, fand man kreisrunde Stein­setzungen, die 20 bis 30 Zentimeter hoch sind und sorgfältig mit Steinfliesen einge­fasst sind. Archäo­logen haben in der Folge insge­samt 36 Stein­kreise ausgegr­aben und sie als Gräber aus der Bronzezeit iden­ti­fi­ziert. Im Zentrum der Kreise standen die Stein­kisten, die dem mensch­li­chen Körper ange­passt waren. Das Gräberfeld, das im 8. Jahr­hun­dert vor Christus ange­legt worden war, gehört zu den ältesten Spuren mensch­li­cher Geschichte im Baltikum. Ein Museum informiert über die Funde und die Kultur der präh­is­to­ri­schen Knochenkisten.

Lahemaa Natio­nal­park

Wölfe, Bären und Adler an Estlands Nordküste
Der 1971 gegrün­dete Natio­nal­park liegt an der Nordküste Estlands rund 50 Kilometer östlich von Tallinn. Moore, undurch­dring­liche Wälder und Seen prägen das Landschafts­bild des Parks, in dem Wölfe, Brau­n­bären und Luchse ebenso beheimatet sind wie Schwarz­störche, Seeadler, Lachse und Meeresforellen. In diesem Natur­pa­ra­dies am 60. Grad nörd­li­cher Breite finden sich auch kulturhis­to­risch inter­essante Stätten: Schloss Palmse, ehemals Sitz derer von Pahlen, gehört zu den schönsten Ensembles balti­scher Adelsgüter. Aktuelle Informa­tionen über geführte Wande­rungen, Kanu­fahrten und anderes gibt es im Informa­ti­ons­zentrum in Palmse.

Gut Palmse

Vom Nonnen­kloster zum balti­schen Schloss
Die Geschichte des balti­schen Guts ist estni­sche Geschichte en miniature: Das Areal gehörte vom 13. bis ins 16. Jahrhunderte einem Orden und kam in der Reforma­tion an den deutsch-balti­schen Adel. Die Familie von der Pahlen baute den Herren­sitz repräsentativ aus und legte einen Park nach franzö­si­schem Vorbild an. Nach dem 1. Welt­krieg wur­de das Gut enteignet und diente als Erho­lungs­heim. In der Sowjetzeit verfiel es. Als 1971 der Lahemaa-Park als ältester Natio­nal­park der Sowjet­u­nion gegründet wur­de, wur­de der Gutshof zum Verwal­tungs- und Besu­cher­zentrum. Heute ist das Gutshaus aufs Präch­tigste renoviert und gibt einen guten Einblick in das Leben des balti­schen Adels.
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Tartu

Studentisches Leben in Barockstadt mit Flair

Die knapp 100.000 Einwohner zähl­ende Stadt im Süden Estland ist seit über 100 Jahren Zentrum der natio­nalen Bewe­gung.

Hier fand 1869 ein Sänger­fest statt, das als Geburts­stunde des estni­schen Natio­nal­bewusst­seins gilt. Ende der 1980iger Jahre begannen die balti­schen Unabhängigkeits­be­stre­bungen von Moskau nicht zufällig hier – und zwar mit einem Schnee­mann. Jahrzehnte zuvor hatten die Sowjets ein Denkmal des schwe­di­schen Königs Gustav Adolf von seinem Podest entfernen lassen. Seine Vereh­rung durch die Esten als Freiheits­held erschien ihnen gefähr­lich. Anfang der 1990iger Jahre bauten freche Studenten den schwe­di­schen König auf dem Podest als Schnee­mann nach, sehr zum Ärger der Sowjets, die ihn täglich entfernten, doch nur, um am nächsten Morgen einen Schnee­mann mit noch röterer Nase auf dem Podest zu sehen. Heute steht der ehrwür­dige König wieder aus Stein an alter Stelle. Um ihn herum findet ein fröh­li­ches, studen­ti­sches Leben in einer Barock­stadt mit Flair statt.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Tartu

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude aus dem 16. Jahr­hun­dert liegt im Herzen der Altstadt von Tartu, direkt gegenüber dem Hauptgebäude der Univer­sität Tartu.

Bei der Restau­rie­rung und Umge­stal­tung in ein Boutique-Hotel wur­de große Sorgfalt darauf verwendet, die Bausub­stanz im Innen- und Außenbereich des denkmalge­schützten Hauses zu erhalten. Heute gibt es auf vier Etagen verteilt knapp 30 Zimmer und Suiten, die mit histo­ri­schen Tapeten, Wand­ge­mälden, Kaminen und authen­ti­schen antiken Möbeln einge­richtet sind. Durch die großen Fenster blickt man auf die Univer­sität oder den Innenhof. Das Früh­stück ist eine Kombi­na­tion aus einem reichhal­tigen kalten Buffet und warmen à la carte-Gerichten. Im Erdge­schoss befindet sich eine Lounge mit Bibliothek und offenem Kamin.

Saadjärv

Idylli­sche Bade­stellen am fisch­rei­chen See
Der See zwischen den Landkreisen Tartu nd Jögeva  ist der größte und reivollste See in der Land­schaft Vooremaa. Er ist mit 25 Metern wesent­lich tiefer als der Peipussee und hat klares, sauer­stoff­rei­ches Wasser und sandige Ufer. Eine Badegelegen­heit gibt es im Südosten am Dorf Saadjärve. Der See ist äußerst fisch­reich, unter anderem gibt es Rotauge, Maräne, Hecht, Aal, Kaulbarsch und Ukelei. 1907 grün­dete der Naturfor­scher Nikolai Samsonow von der Univer­sität Tartu am See die erste biologi­sche Station Estlands.

Von Tartu nach Cēsis

196 km | 3:00 h
Empfehlens­wert ist die Neben­strecke von Tartu nach Süden durch das Hügelland von Otepäa. Südlich der gleich­na­migen Stadt liegt der idylli­sche Pühajärv (Heili­gensee) mit seinen male­ri­schen Inseln und Buchten. Bei Valga fährt man über die Grenze nach Lett­land.

Schloss Sangaste

Klein Windsor von Süd-Estland
Sagnitz (heute Sangaste) ist seit 1287 ein balti­sches Gut. Das Schloss wur­de 1881 vom deut­schen Architekten Otto Pius nach dem Vorbild von Schlosses Windsor in England ange­legt. Die prunkhaften Säle, Architektur sind oft Schau­platz großer Hoch­zeiten und gesel­liger Abende. Im Restau­rant des Schlosses werden lokale Gerichte und gebrannter Wodka aus heimischmn Roggen ange­boten. Neben dem Schloss kann man auch den Stall, die Molkerei, den Spei­cher, den Wasserturm und den Dendro­park besich­tigen.
F

Gauja Nationalpark

Grotten, Waldseen, Kreuzritterburgen

Der größte und älteste Natio­nal­park des Baltikums umschließt das tief einge­schnit­tene Tal der Gauja.

In dem eiszeit­li­chen Urstromtal verste­cken sich Wald­seen und Grotten, Höhlen und Sand­steinklippen. Mehr als 800 Pflanzen-, 40 Fisch- und 150 Vogel­arten leben hier weitge­hend unge­stört. Daneben finden sich hier einzig­ar­tige Kultur­denkmäler, so die gewal­tige Ruine der Kreuzritter­burg von Cesis oder die von Urwäl­dern umge­bene Bischofsburg von Turaida. Wer den Natio­nal­park erkunden will, tut dies am besten auf einem der vielen Wander­wege von Cesis oder Sigulda aus.

Zu Gast auf einem Gutshof bei Cēsis

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Geschichte des Gutes geht weit bis ins 18. Jahr­hun­dert zurück. Über die Jahre hinweg und mit dem Wechsel der Besitzer änderte sich nicht nur der Name, sondern auch die Bebauung.

So entstand neben neuen Gebäuden ein roman­ti­scher Landschafts­park, der sich bis zum Fluss Amata erstreckt und bereits Ende des 18. Jahrhunderts Urlauber anzog. Etwa hundert Jahre später wur­de hier zudem die erste Garten­bau­schule des Baltikums gegründet. Die zehn zeit­gemäß einge­rich­teten, gemüt­li­chen Zimmer und Apart­ments befinden sich in der ehema­ligen Knecht­herberge aus den 1840er Jahren, die von außen noch den ursprüng­l­i­chen Stil hat. Die Möglichkeiten in der Umge­bung sind vielfältig: Aufgrund der Lage in der Glet­schermulde des Flusses Gauja, inmitten des gleich­na­migen Natio­nalparks, gibt es unzäh­lige Wander- und Fahr­rad­wege, die sich durch Felder, Wiesen und vorbei an steilen Sand­steinfelsen schlängeln. Fahr­räder und Kanus können vor Ort aus­ge­liehen werden, müssen jedoch im Voraus reserviert werden. Für alle, die nicht auf eigene Faust die Umge­bung erkunden möchten, werden geführte Wander-, Fahrrad- und Kanu­touren ange­boten. Diese können entweder über Umfulana oder direkt bei der Unter­kunft gebucht werden. (Preise auf Anfrage)

Valmiera

Ausgangs­punkt für den Gauja-Park
Die alte Hanse­stadt Wolmar liegt beider­seits des Flusses Gauja und eignet sich als Ausgangs­punkt für Touren in den Gauja-Natio­nal­park. Vom histo­ri­schen Stadt­kern ist nach dem Zweiten Welt­krieg, in dem ein Drittel der Stadt nieder­brannte, außer der goti­schen Sime­ons­kirche kaum etwas übrig geblieben. Weithin sichtbar ist der Back­stein­kirchturm von St. Simeon am Markt­platz. Von der Aussichts­platt­form hat man einen weiten Blick. Neben der Kirche sind noch die Schloss­ruinen des Livländi­schen Ordens von 1283 bewahrt worden.

Der geologi­sche Pfad entlang der Amata

Wande­rung an einem mäandrie­renden Nebenfluss der Gauja
Der Rundweg führt an der Amata entlang, die durch die Wälder mäandriert und wenige Kilometer fluss­abwärts in die Gauja mündet. Auf dem Rückweg zur Veclauči-Brücke kann man etwas abkürzen. Im Sommer findet man jede Menge Beeren und im Herbst Pilze. (Hin und Zurück: 5 Stunden, 19 Kilometer, auf und ab: 170 Meter)

Durch das Tal der Gauja

Dichte Wälder im Natio­nal­park
Der Weg führt durch das Tal der Gauja fluss­abwärts. Dabei kommt man durch Wälder, die zu den dich­testen im Gauja Natio­nal­park und damit im ganzen Baltikum gehören. (Hin und zurück: 3:30 Stunden, 14,5 Kilometer, auf und ab: 130 Meter)

Cēsis

Mäch­tige Ordensburg der Kreuzritter
Mitten im Gauja-Park liegt eine der schönsten Städte Lett­lands auf Hügeln und Terrassen ober­halb des Flusses. Das ehema­lige Wenden wur­de im 13. Jahr­hun­dert gegründet und ist bis heute von einer Stadt­mauer umgeben. In der Altstadt finden sich jahrhunder­te­alte Holzhäuser. Besonders eindrucksvoll ist aber die wuch­tige Kreuzritter­burg von 1209, die das beste Beispiel einer balti­schen Ordensburg ist. Meter­dicke Mauern, Türme und Schutzgräben, sogar drei Vorburgen charak­te­ri­sieren das Schloss. Eine lange Treppe führt hinab in den großen Schloss­park, wo in den Sommermo­naten beim Cesis Arts Festival letti­sche Künstler und Musiker präsen­tiert werden.

Von Cēsis nach Riga

Mietwagenabgabe

Von Cēsis nach Riga

94 km | 2:00 h
Kurze Strecke zur Haupt­stadt. Wer zum Flughafen will, fährt gerade­wegs durch die Stadt.

Konzent­ra­ti­ons­lager Salas­pils

Sowje­ti­sche Denkmalkultur im Todes­lager
Die Schön­heit des einsamen Waldes trügt: Ende 1941 wur­de 18 Kilometer südöst­lich von Riga das „Erwei­terte Polizeigefängnis“ und Arbeits­er­zie­hungs­lager Salas­pils errichtet – auch unter dem Namen Kurtenhof bekannt. Es war für 15.000 bis 25.000 Gefan­gene ausgelegt. Wie viele Menschen ermordet wurden, ist umstritten. Es kursieren Zahlen von über 100.000 Menschen, darunter 7.000 Kinder. Ende September 1944 wur­de das Lager aufge­löst; die Häft­linge wurden mit Schiffen in das Konzent­ra­ti­ons­lager Stutthof gebracht.

Düna

Größter Fluss Lett­lands
Was den Deut­schen der Rhein ist, ist den Letten die Düna: Der über tausend Kilometer lange Fluss mit dem letti­schen Namen Daugava mündet bei Riga  in die Ostsee. Er entspringt in Russ­land auf den Waldaihöhen nahe den Wolgaquellen. Obwohl die Düna nur zu einem Drittel durch Lett­land fließt, ist sie für die Letten ein natio­nales Symbol und wird als „Mütter­chen Düna“ (lett: Daugaviņa māmuliņa) und „Schick­salsfluss“ besungen.  Die Düna ist zum großen Teil schiffbar und Teil eines alten Handels­wegs, der von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reicht.

Mietwagenabgabe

Station: Riga Flughafen (Desk at Airport)

14 Tage
ab 1.679,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Sunny Cars Erlaubnis für Estland (vor Ort zu zahlen)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

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  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
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