Flandern: Grünes Kuchenblech hinter den Dünen

Flandern

Grünes Kuchenblech mit Entwässerungsgräben: Flandern

Grünes Kuchenblech mit Entwässerungsgräben: Flandern

Grünes Kuchenblech hinter den Dünen

Hinter den Sanddünen der Nordsee erstreckt sich das Land bis zum Horizont: Flandern, die Region im Nordwesten Belgiens, gleicht einem grünen Kuchenblech. In dem fruchtbaren Land, das von Entwässerungsgräben durchzogen ist, liegen einige der schönsten Städte Europas: Antwerpen, Brügge und Gent. Mit ihren prachtvollen Kathedralen und Beginenhöfen, Rathäusern und Marktplätzen zeugen sie von einer glanzvollen Vergangenheit, in der die Kaufleute der Hanse Wohlstand gebracht haben. Seinen Tiefpunkt erlebte Flandern im Ersten Weltkrieg, als es Schauplatz entsetzlicher Schlachten an der Westfront wurde. In zahlreichen Orten erinnern Denkmäler und Soldatenfriedhöfe an die Schrecken.



Benelux Rundreisen Flandern

Noch nicht das Passende gefunden?
Individuelles Angebot anfordern


Sehenswürdigkeiten Flandern

Antwerpen

Perle der flämischen Baukunst

Die Hafenstadt an der Schelde ist eine Perle der Architektur und der Kunst, die bereits im frühen Mittelalter zu einer ersten Blüte gelangte. Überall, in den Straßen und auf den Plätzen, haben sich Zeugnisse der über Jahrhunderte andauernden Stadtgeschichte bewahrt.

Schlendert man durch das historisch gewachsene Diamantenviertel, so findet man dort heute immer noch zahlreiche Diamantenschleifer, -polierer und -händler, die hier jene Handwerkstradition fortführen, für die Antwerpen bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist.

Am Grote Markt, im Zentrum der Altstadt, haben sich die prunkvollen Zunfthäuser als Beispiel für die charakteristische Antwerpener Architektur im Stil der flämischen Renaissance erhalten und im Rubenshaus, dem einstigen Wohnhaus und Atelier Peter Paul Rubens, sind Kunstwerke des vermutlich berühmtesten flämischen Barockmalers zu bestaunen.

.

Brüssel

Hauptstadt zwischen den Kulturen

Jungsteinzeitliche Wohnstätten, römische Villen und merowingische Höfe zeigen, dass die Hügel an der Senne schon seit Menschengedenken bewohnt waren. Bedeutend wurde die Ansiedlung im Mittelalter, als sich Kaufleute und Tuchmacher an der Handelsstraße zwischen dem Rheinland und England ansiedelten. 30.000 Einwohner zählte die Stadt im 13. Jahrhundert, unter ihnen die Herzöge von Brabant und Luxemburg. Der Grote Markt wurde das prächtige Zentrum, wo das gotische Rathaus bis heute die Blicke auf sich zieht. Als Grenzstadt zwischen Flandern und Wallonien war Brüssel Mitte des 19. Jahrhunderts prädestiniert als Hauptstadt des neuen Belgiens. Hundert Jahre später wurde sie zur Hauptstadt Europas. Inzwischen ist jeder dritte Stadtbewohner Ausländer. Neben Französisch und Flämisch ist Englisch die wichtigste Umgangssprache geworden.

Grote Markt

Zunfthäuser am zentralen Platz von Antwerpen

Der zentrale Platz in der Altstadt von Antwerpen gehört zu den schönsten in Europa. Seine Gestalt bekam er im 16. und 17. Jahrhundert, als ringsumher prunkvolle Zunfthäuser gebaut wurden. Vor dem mit Säulen, Figuren und Wappen geschmückten Rathaus plätschert der Brabobrunnen mit der Figur von Centurio Brabo, der gerade dabei ist, die abgeschlagene Hand des Riesen zu werfen.

Leuven

Universitätsstadt mit gotischem Stadtbild

Die historische Stadt nur 25 Kilometer östlich von Brüssel hat knapp 100.000 Einwohner, von denen fast die Hälfte Studenten sind. Entsprechend jung und lebendig wirkt die Leuven, das im 9. Jahrhundert aus einer Karolingerfestung hervorgegangen ist. Spätestens seit dem 14. Jahrhundert ist Löwen auch Bierbrauerstadt. Aus der historischen Brauerei Den Horen ist der Konzern Stella Artois hervorgegangen. Daneben haben sich auch die Tuchmacher von Löwen einen Namen gemacht. Im 14. Jahrhundert begann das Goldene Zeitalter, in dem die Universität gegründet wurde und prachtvolle Bauten entstanden. Sehenswert sind das gotische Rathaus, die Sint Pieterskirche und der Beginenhof, der der größte seine Art in Flandern ist.

Tongern

Größter Flohmarkt der Benelux-Staaten in einer Römerstadt

Die älteste Stadt Belgiens geht auf eine römische Gründung an der Via Belgica zurück, die Köln mit Boulogne sur Mer am Ärmelkanal verband. Davon zeugen die Reste der römischen Stadtmauer und die Funde, die im Gallo-Römischen Museum präsentiert werden. Im Mittelalter wurde Tongern mehrmals geplündert – von Franken, Hunnen und Normannen. Der Bischof zog ins benachbarte Lüttich um und Tongern verfiel in einen Dornröschenschalf. Auf dem Markt steht das Denkmal  des belgischen Nationalhelden Ambiorix. Er war der Fürst der Eburonen, eines Keltenstammes zwischen Rhein und Maas. Als Caesar das Gebiet eroberte, führte er einen Aufstand an, den die Römer mit einem Genozid beantworteten. Rings um das Denkmal findet jeden Sonntag ab 7 Uhr morgens der größte Flohmarkt der der Benelux-Staaten statt.

Ypern

Mittelalterliche Stadt mit Weltkriegstrauma

Die mittelalterliche Stadt liegt nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Als Zentrum der Tuchhändler blühte sie auf und hatte schon im 13. Jahrhundert mehr als 40.000 Einwohner. Im Ersten Weltkrieg lag Ypern direkt an der Westfront und wurde bereits 1914 von deutschen Truppen in Schutt und Asche gelegt. Nach den Kriegen wurde der Stadtkern nach alten Plänen wieder aufgebaut, so dass heute rund um den Grote Markt ein gemütlicher Platz mit Cafés und Restaurants entstanden ist. Der Erste Weltkrieg ist jedoch bis heute nicht vergessen: Allabendlich wird der Toten im Meensepoort mit einem Zapfenstreich gedacht.



Weitere Sehenswürdigkeiten Flandern

Brügge

Flämische Kaufmannstadt aus dem Bilderbuch

Die flämische Metropole ist eine der schönsten Städte Europas. Ihre Bedeutung verdankt sie einer Sturmflut, die eine Fahrrinne bis zur Nordsee riss. Im 13. Jahrhundert (...)

Gent

Studentisches Flair im mittelalterlichen Manhattan

So viel europäische Geschichte und Kultur pro Quadratkilometer gibt es nur an sehr wenigen Orten. Heute ist Gent nach Antwerpen die zweitgrößte Stadt in Flandern. (...)

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Benelux Rundreisen anzeigen
Nach Oben