Best of Benelux: Eine Erlebnisreise zur Nordsee
Frühlingsmorgen in Südholland

Best of Benelux

Eine Erlebnisreise zur Nordsee

Die Reise führt über Wallonien nach Flandern und weiter nach Zeeland und Holland. Wegen der kurzen Entfernungen bleibt viel Zeit für Kultur und Sightseeing, zum Wandern, Radfahren und Baden.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Luxembourg

A

Luxemburg

Großherzogtum in der Mitte Europas

Das Großherzogtum ist das letzte seiner Art von einst zwölf in Europa. Heute ist Luxemburg (von „Lützelburg“ = „kleine Burg“) ein selb­stän­diger Staat, wenn auch mit nur 2.500 Quad­ratki­lome­tern und knapp über 500.000 Einwoh­nern einer der kleinsten der Erde.

Dafür spielte im euro­päi­schen Einigungs­pro­zess eine bedeu­tende Rolle. Luxemburg ist Verwal­tungs­sitz der Euro­päi­schen Union, Sitz des Euro­päi­schen Gerichtshofes (EuGH) und anderer Einrich­tungen. Mutter­sprache der Luxemburger ist Luxemburgisch („Lëtze­buer­gesch“), ein moselfränki­sches Idiom, das bis in das 20. Jahr­hun­dert als rein hoch­deut­sche Mundart galt. Sie wur­de erst 1984 zur eigen­stän­digen Natio­nal­sprache und Co-Amts­sprache des Landes (neben Franzö­sisch und Deutsch) erhoben.

Zu Gast in einem Hotel in Luxemburg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das char­mante Hotel liegt ruhig und dennoch zentral nahe des Parc des Trois Glands in Luxemburg. Die geschmackvollen Zimmer haben Holzböden und sind individuell in einem eleganten, kolo­nialen Stil einge­richtet.

Ein liebevoll herge­rich­tetes Früh­stück mit frischen Gebäck, Müsli, Obst, Eier­speisen und weiteren Zutaten wird im kleinen Früh­s­tücksraum mit gemüt­li­chem Ambi­ente am Tisch serviert. Bei schönem Wetter lädt der gepflegte Garten mit Terrasse zum Verweilen ein. Im Park befinden sich das Museum für moderne Kunst und das Musée Dräi Eechelen; die Innen­stadt erreicht man in wenigen Minuten.

Echter­nach

Mittel­alter-Flair, Trödelmärkte und Jazzkonzerte
Die Stadt in der reizvollen Luxemburger Schweiz gilt als die älteste des Landes. Schon während der Römerzeit lag hier der Mittel­punkt eines großen Land­gutes. Das heutige Echter­nach geht auf eine Abtei zurück, die vom heiligen Willibrord im Jahr 698 gegründet wur­de. Sie entwi­ckelte sich im Mittel­alter zu einem florie­renden Zentrum der Buchma­lerei. 1236 wur­de die Sied­lung um das Kloster zur Stadt erklärt und mit einer Mauer umschlossen, von denen heute nur noch die Stadt­tore stehen. Heute lockt das Städt­chen mit Mittel­alter-Flair, Trödelmärkten und Jazzkonzerten viele Besu­cher. Am See gibt es ein Erho­lungs­gebiet mit Rad- und Wander­wegen..

Saar

Wander- und Wein­pa­ra­dies
Der Nebenfluss der Mosel wird oft unter­schätzt. Die Saar ist immerhin 235 Kilometer lang, von denen gut die Hälfte durch Frank­reich fließt, und hat immerhin einem Bundes­land seinen Namen gegeben. Kurz bevor sie ober­halb von Trier in die Mosel fließt, wird sie schon seit 2.000 Jahren von Weinbergen gesäumt, die zu den steilsten der Welt gehören und daher oft nicht mehr bearbeitet werden. Leider – denn der blassfarbene Ries­ling gehört zu den quali­tativ bedeut­s­amsten Weißweinen Deutsch­lands. Önologen führen das auf das trockene Klima und den blauen Schiefer zurück, auf dem die Reben wachsen. Das lieb­liche Mittelgebirge rechts und links der Saar ist durch ein dichtes Wander­wegenetz erschlossen. Besonders schön ist die Runde um die Saar­schleife, wo der Fluss eine 180-Grad-Schleife mäandriert.

Luxemburger Schweiz

Moos­be­wach­sene Schluchten, bizzare Felsen
Die Region im Nord­osten der Großherzogtums verdankt ihren Namen den Sand­steinfelsen, die durch Erosion entstanden sind. Sie ist bei Kletter- und Wander­freuden besonders beliebt und gehört zum Deutsch-Luxemburgi­schen Natur­park. Zentral ist des Müller­thal, eine tief einge­schnit­tene Bach­landschaft mit mehreren Schleifen, durch welches der 110 Kilometer lange Muller­thal Trail führt. Es gibt auch kurze Rundwander­wege. Unser Wandervor­schlag führt zu einem der beein­dru­ckendsten Felsen, dem Predigt­stuhl, zum Schloss Beaufort und zum Felsenlabyrinth Raiber­hiel. Der Rückweg führt durch eine moos­be­wach­sene Roitzbachschlucht. (hin und zurück: 20,4 Kilometer, 6:30 Stunden, auf und ab: 460 Meter)

Saar­schleife

Baumwipfel­pfad an spekta­kulärer Flussbie­gung
Die große Saar­schleife bei Mett­lach gehört zu den bekann­testen Sehens­wür­digkeiten des Saar­landes. Die schönste Aussicht hat man vom Cloef, einem 180 Meter hohen Aussichts­punkt im Mett­la­cher Orts­teil Orsc­holz. Das Ufer wird von Felswänden, Schutt­halden und kleinen Schluchten gesäumt. Auf dem bewal­deten Berg­rü­cken inner­halb der Saar­schleife befinden sich die Kirche St. Gangolf mit einem e­he­ma­ligen Kloster und die Burg­ruine Montc­lair. Der einzige unmit­telbar an der Saar­schleife gelegene Ort ist das Dorf Dreisbach, zu dem man mit einer Fähre über­setzen kann. Ober­halb des Aussichts­punktes führt ein Baumwipfel­pfad zu noch weiterer Aussicht. Unser Wandervor­schlag führt vom Cloef bis zum Ufer hinab und über einen Serpen­ti­nenweg wieder zurück. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 272 Meter)

Von Luxembourg nach Namur

158 km | 2:00 h

Grotte de Han

Auf der Lesse durch einen Berg
Die Höhle von Han-sur-Lesse gehört zu den bekann­testen Schauhöhlen Europas. Besonders inter­essant sind die schlanken Tropf­stein­säulen in ihrem Mittel­teil, deren Viel­zahl nur von wenigen Tropf­steinhöhlen übertroffen wird. Die Höhle wur­de durch den Fluss Lesse gegr­aben, der in den Felsen fließt und auf der anderen Seite wieder austritt. Daher kann man die Höhle am besten per Boot erkunden. Zum Höhlen­ein­gang fährt eine Schmal­spur­straßen­bahn. Von dort aus geht es zwei Kilometer durch den Berg. Über Treppen und enge, erst gegen die Mitte der Höhle breiter werdenden Gänge, gelangt man in einige domar­tige Hallen.

Schloss Freÿr

Klein-Versailles an der Maas
Das Renais­san­ce­schloss am Ufer der Maas ist von herr­li­chen Gärten umgeben. Einge­bettet in die reizvolle Arden­nen­landschaft zählt es zum Kultur­erbe der Wallonie. Es wur­de auf den Ruinen einer alten Festung erbaut, die im Jahr 1554 zerstört worden war. Zunächst war es ein Herren­haus im Renais­san­ce­stil, im 17. und 18. Jahr­hun­dert wur­de das Gebäude vergrößert und verändert. Die Garten­anlagen sind von Versailles inspi­riert. In einem sechs Kilometer langen Buchen­re­servat kann sich verlaufen. Die Oran­genbäume sind ebenso alt wie der Park, nämlich gut 300 Jahre.
B

Ardennen

Raues Gebirgsplateau im Süden Belgiens

Der Name stammt vom Kelti­schen 'Wort für „Hoch­land“ ab: Ardu­enna. Tatsäch­lich sind die Ardennen ein raues und wald­rei­ches Gebirgs­pla­teau im Süden Belgiens.

Nach Osten gehen sie ohne eine natür­liche Grenze in die Eifel über. Nach Norden flachen sie gen Lüttich ab. Der höchste Punkt liegt im Hohen Venn, einem Hoch­moor nahe der deut­schen Grenze, bei knapp 700 Metern über dem Meer. Dass die Ardennen nur dünn besiedelt sind, liegt nur teilweise am rauen Klima. Zur Entvöl­ke­rung haben auch die Kriege zwischen Frank­reich und den Habsburgi­schen Nieder­landen beige­tragen. Im 20. Jahr­hun­dert rückte die deut­sche Armee zweimal gegen Frank­reich vor. Beidemale waren die Ardennen das Aufmarschge­biet. Zeug­nisse der Kämpfe sind bis heute zu finden.

Zu Gast in einer Villa in Namur

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die drei­stö­ckige Jugend­stil­villa aus dem Jahr 1906 liegt zwischen zwei Brücken direkt am rechten Ufer der Maas und eröffnet Blicke auf die Zitadelle und das Parla­mentsgebäude.

Drei stil­voll einge­rich­tete Gäste­zimmer bieten ein harmo­ni­sches Ambi­ente. Morgens servieren Muriel und Bernard im eleganten Esszimmer mit Blick auf den Fluss ein Früh­stück mit sorgsam ausge­wählten, lokalen Produkten. Im Lesezimmer mit Bibliothek kann man sich ins frühe 20. Jahr­hun­dert zurückver­setzt fühlen und bei einer Tasse Tee oder Kaffee ein Buch lesen oder ganz einfach zur Ruhe kommen. Bei schönem Wetter bieten sich hierfür auch der kleine Garten und die Terrasse an. Das histo­ri­sche Zentrum von Namur ist fußläufig erreichbar, ebenso Restau­rants, Geschäfte und Museen.

Belfried von Namur

Macht­symbol des aufstrebenden Bürgertums
Etwa 40 Belfriede gibt es in Flandern und Wallo­nien. Die schlanken Glock­entürme sind eine Besonder­heit der Städte. Während der Adel Burgen baute und die Bischöfe Kathedralen errich­teten, stehen die Belfriede für das aufstrebende Bürgertum in den Städten. Sie sind ein Macht- und Pres­tige­symbol der Bürger­schaft. Die Glocken dienten keinen sakralen Zwecken, sondern dazu, die Zeit oder das Öffnen und Schließen der Stadt­tore anzugeben oder die Bürger­schaft zusam­menzu­rufen – etwa bei einem Stadt­brand. Die Türme wurden meist von der Stadt­wache genutzt. sie enthielten Waffenlager, Versamm­lungs­räume und ein Gefängnis. Der Der Belfried von Namur wur­de 1388 errichtet und war einst Teil der Stadt­mauer. Heute gehört er zum Welt­kultur­erbe.

Namur

Beschau­liche Plätze im Schatten der Zitadelle
Die Stadt am Zusam­menfluss von Sambre und Maas duckt sich im Schatten einer Zitadelle, die zu den mäch­tigsten des ausge­henden Mittel­alters gehörte. Im 17. Jahr­hun­dert wur­de sie noch verstärkt, aus Furcht vor der aggres­siven Expan­si­ons­politik Frank­reichs. Dennoch wur­de sie wenige Jahre später von Ludwig XIV. erobert. Unter dem franzö­si­schen Festungs­ar­chitekten Vauban wur­de das Fort weiter verstärkt. Aber auch das war umsonst, denn nur drei Jahre später eroberte Wilhelm von Oranien Namur zurück. Im 19. Jahr­hun­dert baute das belgi­sche Militär einen neun­fa­chen (!) Festungs­ring um die Stadt. Nun galt sie als unein­nehmbar – bis die deut­sche Armee die Forts im Ersten Welt­krieg mit schwerer Artil­lerie zerstörte. Nach all dem sinn­losen Festungs- und Zerstör­ungs­wahn kann man heute durch die roman­ti­schen Gassen der Altstadt bummeln und auf einem der wunderbar fried­li­chen Plätze einen Café au Lait trinken.

Dinant

Male­ri­sches Städt­chen an der Maas
Die wallo­ni­sche Stadt mit gut 10.000 Einwoh­nern liegt an der Maas, die dort ein male­ri­sches Felsental der Ardennen durch­bricht. Die Kirche zeugt von der Bedeu­tung des Ortes im Mittel­alter, als Dinant vom Messin­ghand­werk lebte. Besonders ihr West­werk von Notre-Dame wird von Kunst­his­to­rikern hoch geschätzt. 100 Meter über der Stadt wacht eine mäch­tige Zitadelle, die um 1820 von den Holländern errichtet wur­de. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Adolphe Sax, der Erfinder des Saxophons. Ihm zu Ehren steht vor seinem Geburtshaus in der rue Sax 31 ein überdi­men­sio­nales, golden glänzendes Saxophon.

Von Namur nach Gent

131 km | 2:00 h

Waterloo

Löwenhügel über dem Gräberfeld
Waterloo ist in die Spra­chen der Welt als Synonym für eine voll­stän­dige Nieder­lage eingegangen. Die Schlacht bei Waterloo besiegelte am 18. Juni 1815 endgültig das Schicksal Napoleons. Dabei hatte das franzö­si­sche Heer schon die die Ober­hand gegen die Truppen von Wellington gewonnen. Erst in letzter Minute kamen dem engli­schen Herzog die preußi­schen Truppen unter Admiral Blücher zu Hilfe. Am Ende lagen über 50.000 Franzosen, Engländer und Deut­sche auf dem Schlachtfeld. Heute erin­nert nur noch ein künst­li­cher Hügel an diese euro­päi­sche Katastrophe. Über 226 Stufen gelangt man zu einer Platt­form, wo ein Sockel mit einer Löwen­statue steht. Die 4,50 Meter hohe und ebenso breite Figur wiegt 28 Tonnen und soll aus den Waffen gegossen sein, die die Franzosen auf dem Schlachtfeld zurück­ließen.

Leuven

Univer­si­täts­stadt mit goti­schem Stadt­bild
Die histo­ri­sche Stadt nur 25 Kilometer östlich von Brüssel hat knapp 100.000 Einwohner, von denen fast die Hälfte Studenten sind. Entspre­chend jung und lebendig wirkt die Leuven, das im 9. Jahr­hun­dert aus einer Karolinger­fes­tung hervor­gegangen ist. Spätes­tens seit dem 14. Jahr­hun­dert ist Löwen auch Bier­brauer­stadt. Aus der histo­ri­schen Brauerei Den Horen ist der Konzern Stella Artois hervor­gegangen. Daneben haben sich auch die Tuchma­cher von Löwen einen Namen gemacht. Im 14. Jahr­hun­dert begann das Goldene Zeit­alter, in dem die Univer­sität gegründet wur­de und prachtvolle Bauten entstanden. Sehens­wert sind das goti­sche Rathaus, die Sint Pieters­kirche und der Begi­nenhof, der der größte seine Art in Flandern ist.

Brüssel

Haupt­stadt zwischen den Kulturen
Jung­stein­zeit­liche Wohn­stätten, römi­sche Villen und merowingi­sche Höfe zeigen, dass die Hügel an der Senne schon seit Menschenge­denken bewohnt waren. Bedeu­tend wur­de die Ansied­lung im Mittel­alter, als sich Kauf­leute und Tuchma­cher an der Handels­straße zwischen dem Rhein­land und England ansiedelten. 30.000 Einwohner zählte die Stadt im 13. Jahr­hun­dert, unter ihnen die Herzöge von Brabant und Luxemburg. Der Grote Markt wur­de das präch­tige Zentrum, wo das goti­sche Rathaus bis heute die Blicke auf sich zieht. Als Grenz­stadt zwischen Flandern und Wallo­nien war Brüssel Mitte des 19. Jahrhunderts prädesti­niert als Haupt­stadt des neuen Belgiens. Hundert Jahre später wur­de sie zur Haupt­stadt Europas. Inzwi­schen ist jeder dritte Stadt­be­wohner Ausländer. Neben Franzö­sisch und Flämisch ist Englisch die wich­tigste Umgangs­sprache geworden.
C

Gent

Studentisches Flair im mittelalterlichen Manhattan

So viel euro­päi­sche Geschichte und Kultur pro Quad­ratki­lometer gibt es nur an sehr wenigen Orten. Heute ist Gent nach Antwerpen die zweitgrößte Stadt in Flandern.

Im Mittel­alter war sie die zweitgrößte nörd­lich der Alpen. Nur Paris war größer. Erst danach kamen Köln und London. Kein Wunder also, dass es fast 10 000 kulturhis­to­risch wertvolle Gebäude in der Stadt gibt. Zudem ist Gent die größte Studen­ten­stadt Belgiens, was immer ein verläss­li­cher Indikator für eine quir­lige Szene und bezahlbare Preise ist.

Zu Gast im Alten Postamt von Gent

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Alte Postamt von 1898 war ein repräsenta­tiver Prachtbau im neogo­ti­schen Stil. Seit einigen Jahren werden hier allerdings keine Briefe mehr verschickt.

Stattdessen ist ein nobles Boutique-Hotel eingezogen, das die altehrwür­dige Geschichte liebevoll pflegt. Die Umbauten sind sehr konservativ vorgenommen worden. Die rund 40 Zimmer haben wohlklin­gende Namen wie The Enve­lope, The Letter oder The Post­card. Wer das ganz Besondere bevor­zugt, bucht die Suite im Turm mit einem unver­gleich­li­chen Stadt­pan­orama. Weit über die Stadt­grenzen hinaus bekannt ist die Bar, in der man in der wohligen Wärme eines Gasofens die angeb­lich besten Cock­tails von Flandern bekommt.

Ausflug (OPTIONAL)

Private Stadtführung Gent (2 Stunden, deutsch)

Der Spaziergang führt durch die Altstadt über Plätze und Märkte, an denen Patri­zi­er­häuser unter­schied­liche Baustile aus mehreren Jahrhunderten stehen.

Ein Höhe­punkt ist die Aussicht auf den mittel­alter­li­chen Hafen mit Korenlei und Graslei. Unter­wegs erfährt man viel über die glanzvolle Vergan­gen­heit der flämi­schen Metro­pole und ihre Gegenwart.

Brügge

Flämi­sche Kaufmann­stadt aus dem Bilder­buch
Die flämi­sche Metro­pole ist eine der schönsten Städte Europas. Ihre Bedeu­tung verdankt sie einer Sturmflut, die eine Fahr­rinne bis zur Nordsee riss. Im 13. Jahr­hun­dert gehörten neben der Hanse Händler aus Genua, Venedig und Florenz ebenso wie aus Süddeutsch­land, Kastilien, Portugal oder Schott­land zu den regelmäßigen Besu­chern der Stadt. Im Haus der Kaufmannsfa­milie Van der Beurse entstand das erste "Börsengebäude; die Bezeich­nung Börse soll auf diesen Famili­en­namen zurückgehen. Nach einer Blüte im Hoch­mit­tel­alter geriet die Stadt unter spani­sche Herr­schaft und verarmte, so dass die alte Bausub­stanz erhalten blieb. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Roman­tiker den einzig­ar­tigen Reiz der Stadt, die bis heute von Grachten und Kanälen durch­zogen ist. Ringsumher ziehen sich mittel­alter­liche Wall­anlagen, auf den Windmühlen stehen.

Belfried von Gent

Bester Blick auf die Altstadt
Immer dem vier­tel­stünd­li­chen Glocken­leuten nach geht es zum Belfried. Der 95 Meter hohe Glock­en­turm aus dem 14. Jahr­hun­dert kann bestiegen werden. Der Ausblick lohnt sich – allein wegen der Über­sicht. Direkt nebenan liegt die goti­sche Tuchhalle, an deren Fassade ein Relief mit einer bizarren Szene prangt: Ein älterer Mann nuckelt am entblößten Busen einer grim­migen Matrone. Der Hinter­grund der Geschichte ist jedoch ernst. Einer römi­schen Legende zufolge wur­de ein Häft­ling namens Cimon zum Hungertod verur­teilt, seine Tochter rettete ihn durch Fütte­rung.
##DB­Bild11037862##

St.-Bavo-Kathedrale

Flämi­sche Meister­werke in einer Kaiser­kirche
Als Kaiser Karl 1500 dort getauft wur­de, war die Verwand­lung von einer geschlos­senen roma­ni­schen zu einer geräu­migen goti­schen Kirche in vollem Gange.  22 Altäre aus Marmor und Eiche hat das sakrale Bauwerk zu bieten. Die meisten Besu­cher wollen vor allem den von Jan van Eyck aus dem Jahre 1432 sehen. Das Altarbild rund um die Anbe­tung des Lamm Gottes ist eines der wich­tigsten Kunst­werke Gents – und hat eine abenteuer­liche Geschichte hinter sich. Das einzig­ar­tige Meister­werk hat den Bilder­sturm über­lebt, ist unter Napoleon in franzö­si­sche Hände gefallen und wur­de im Zweiten Welt­krieg vom natio­nalso­zia­lis­ti­schen Deutsch­land als Eigentum einge­fordert. Kinogängern dürfte es aus dem Clooney-Film „The Monu­ments Men“ bestens bekannt sein.

Von Gent nach Domburg

85 km | 1:30 h

Wester­schel­detunnel

Mautpf­lich­tiger Tunnel
Der 6,6 Kilometer lange Straßen­tunnel ist der längste in den Nieder­landen. Er wur­de 203 eröffnet und ist mautpf­lichtig (PWK: ca. 5 Euro). Geologisch schwierig war vor allem die Unterque­rung der 30 Meter tiefen Schifffahrts­rinne Pas van Terneuzen, weil dort in einer Tiefe von bis zu 60 Metern unter dem Meere­spiegel ein Wasser­druck von 6,5 bar herrscht. Aufgrund von Mobilfunk­an­tennen funk­tio­nieren Handys im gesamten Bereich.

Hulst

Reineke Fuchs in denkmalge­schützer Altstadt
Die alte Festungs­stadt südlich der Wester­schelde hat noch eine mittel­alter­liche Stadt­mauer, die im 17. Jahr­hun­dert sogar noch verstärkt wur­de. Bis heut muss man durch eines der drei histo­ri­schen Stadt­tore in die Altstadt gehen, die als ganzes unter Denkmal­schutz steht. Sehens­wert ist die Willibr­orduskerk aus dem Jahr 1400. Nach der Reforma­tion teilten sich Prote­s­tanten und Katholiken die Kirche, indem sie quer durch die Kirche eine – inzwi­schen wieder abge­ris­sene – Mauer bauten. Reineke Fuchs spielt in der Stadt eine besondere Rolle, da in der origi­nalen Geschichte aus dem 13. Jahr­hun­dert die Stadt Hulst erwähnt ist. So steht an der Gentse Poort eine Bronze­statue des geris­senen Fuchses.
D

Walcheren

Hollands schönste Badestrände

Die Halb­insel zwischen der Nordsee und der Wester­schelde ist bekannt für ihre Sand­strände, die zu den saubersten in den Nieder­landen gehören.

Sie werden durch das Natur­schutzgebiet De Manteling geschützt, das eine holländi­sche Kultur­landschaft aus Dünen, Wäldern, Alleen und prachtvollen Landhäusern bewahrt. Im 9. Jahr­hun­dert errich­tete die frie­si­sche Bevöl­ke­rung Ringwall­burgen gegen die Wikinger, aus denen die Städte Domburg, Souburg und Middelburg hervor­gingen. Bevor Walcheren im 19. Jahr­hun­dert durch den Sloedam und eine Eisen­bahnver­bindung ans Fest­land ange­schlossen wur­de, war es eine Insel.

Zu Gast in einer historischen Villa in Domberg

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

1883 ließ der Domberger Architekt, Jonkheer Henri Eduard Boddaert, eine Residenz für seine Familie erbauen, die gleichzeitig als Ausweis seiner Fähigkeiten dienen sollte.

So entstand eine glanzvolle Villa im Neo-Empire-Stil, die 20 Jahre später mit Jugend­stil­ele­menten versehen wur­de. Heute ist das Haus sorgfältig renoviert und  zu einem Gäste­haus umge­staltet. Die Bäder im engli­schen Stil sind ein Traum. Die Gastgeber kümmern sich liebevoll um das Wohl ihrer Gäste und sind selbst begeis­terte Umfulana-Reisende.

Panzer­denkmal

Erin­ne­rung an die Landung der Aliierten in Westka­pelle
Auf dem Deich in Westka­pelle erin­nert ein Panzer an die Landung der Alliierten am 1. November 1944 in Westkaplle und die anschließende Befreiung Walcherens. Zur Vorbe­rei­tung wur­de der Deich bei Westka­pelle am 3., 14. und 29. Oktober 1944 bombadiert. So sollte Walcheren überflutet werden, wovon man sich Erleich­te­rung einer Landungs­ope­ra­tion versprach. Einer der Panzer aus dieser Landungs­ope­ra­tion wur­de an Westka­pelle übergeben und erin­nert heute als Denkmal an diese Begeben­heit.

Middelburg

Denkmal­stadt auf Walcheren
Die Stadt auf der Halb­insel Wacheren ist eine der ältesten in den Nieder­landen. Sie wur­de bereits unter Karl dem Großen gegründet und bald darauf zur Burg ausge­baut – zum Schutz gegen die fortge­setzten Plünde­rungen der Wikinger. Als sich Mönche und Kauf­leute ansiedelten, begann die Blüte der Stadt, wie man noch heute an den vielen Denkmälern und histo­ri­schen Gebäuden sieht. Das Stadhuis zum Beispiel ist eines der schönsten goti­schen Rathäuser. Mitte des 16. Jahrhunderts konku­rierte Middelburg sogar mit Amsterdam, doch die Versandung des Hafens brachte den Niedergang. Ähnlich wie Rothenburg ob der Tauber verfiel die Stadt in einen Dornrö­sc­henschlaf, so dass viel von der alten Bausub­stanz bewahrt blieb.

Von Domburg nach Leiden

131 km | 2:00 h
E

Leiden

Grachten, Zugbrücken und „bruine cafés“

Die male­ri­sche Stadt am Alten Rhein verdankt ihren Aufstieg und Reichtum dem Wollhandel mit England und Flandern im 13.

und 14. Jahr­hun­dert. Es folgten Stadt­brände und der Acht­zigjäh­rige Krieg mit Spanien. Erst im 17. Jahr­hun­dert brachte die Univer­sität neue Impulse. Es war das Goldene Zeit­alter der Nieder­lande. Viele alte Meister lebten in Leiden und hinter­ließen ihre Spuren, allen voran Rembrandt van Rijn, der 1606 in Leiden geboren wur­de. Wer durch die vitale Studen­ten­stadt spaziert, kann Grachten, Zugbrü­cken und eine Windmühle entde­cken. Dazwi­schen gibt es die ange­sagten bruine cafés, urige Kneipen und Annie's Verjaarda, ein Bistro mit einer schwim­menden Terrasse.

Zu Gast in einem Boutiquehotel an der Oude Herengracht

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 2x Kurtaxe pro Person

Das entzü­ckende kleine Hotel steht an einer großen Gracht mitten in Leiden. Es residiert in den Mauern eines 400 Jahre alten Patri­zi­er­hauses, das sorgfältig restau­riert und moder­ni­siert wur­de.

Wer zu einem der fünf Zimmer in den oberen Stock­werken möchte, kann statt der knar­renden Stiege jetzt den Aufzug nehmen und findet dort auch keinen Nach­t­topf mehr, sondern ein Wohlfühlbad. Ein reichhal­tiges Früh­s­tücks­angebot in entspannter und ruhiger Atmo­sphäre mit rund 15 à la carte Optionen rundet den posi­tiven Gesamt­ein­druck ab.

Ausflug (OPTIONAL)

Bootsfahrt durch die Kanäle (2 Stunden, englisch)

Die beste Art, sich der Stadt Leiden zu nähern, geht über das Wasser. Lorenzo van Beek, ein Leidener aus Leiden­schaft, orga­ni­siert in seinem Boot Führungen durch seine Heimat­stadt an.

Dabei geht es durch die Grachten zu histo­risch wich­tigen und besonders idylli­schen Plätzen. Ein Lunch mit Snacks und Getränken ist inbe­griffen.

Amsterdam

Metro­pole en miniature
Amsterdam ist einzig­artig unter den euro­päi­schen Metro­polen. Im Vergleich zu anderen Welt­städten ist Amsterdam recht klein, doch bietet es alle Vorteile einer Metro­pole – eine Viel­zahl histo­ri­scher Sehens­wür­digkeiten, welt­be­rühmte Museen und ein ausgeprägtes Nach­tleben. Alles bleibt über­schaubar und im kleinen Rahmen, die Grachten, Coffee-Shops und das Rot-Licht-Viertel. Die Haupt­stadt bietet etwas für jeden Geschmack – von Grach­ten­rundfahrten, Muse­ums­be­su­chen und Shopping­trips bis zu den verschiedensten Formen von Unter­hal­tung und Ausgehen am Abend. Nichts ist weit vonein­ander entfernt und alles ist gut durch den öffent­li­chen Verkehr zu errei­chen.

##DB­Bild11037863##

Huis ten Bosch

Nieder­ländi­sches Königs­schloss
Der Palast in Den Haag ist der Wohn­sitz von König Willem-Alexander und seiner Familie. Er wur­de 1645 als Sommer­residenz der Königsfa­milie erbaut. Während der napoleo­ni­schen Herr­schaft wur­de der Bau verstaat­licht und nur noch gelegent­lich bewohnt. Nach einer gründ­li­chen Renovie­rung zogen 1981 Prin­zessin Beatrix und ihre Mann Prinz Claus mit ihren Kindern ein. Der Palast kann daher nicht besich­tigt werden, aber wer einen Spaziergang durch den Haagse Bos unter­nimmt, kann einen Blick auf der nieder­ländi­sche Königs­domizil werfen.

Den Haag

Kultur und Strand am holländi­schen Königs­sitz
Die Haupt­stadt Südhol­lands ist voller Kultur und Sehens­wür­digkeiten und liegt gleichzeitig direkt am Meer. Mit Scheve­ningen hat sie den bekann­testen Badeort zu bieten. Stadt­bummel und Konzert­a­bend, Strandspa­ziergang und Baden im Meer – alles ist möglich. Wer eine Sight­se­eing-Tour unter­nehmen möchte, sollte die Tourist Tram nehmen. Die Straßen­bahn aus den 1950er-Jahren fährt zu den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. In Den Haag befindet sich das nieder­ländi­sche Parla­ment und die Regie­rung, seit über einem Jahr­hun­dert auch die Königsresidenz. Dennoch ist Den Haag nicht die Haupt­stadt; diese ist Amsterdam.

Von Leiden nach Hause

13 Tage
ab 1.529,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Sabrina Rüdiger

Tel.: +49 (0)2268 92298-74

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
Nach Oben