Sicher buchen bei Umfulana

Stellungnahme der Geschäftsführung zur Insolvenz von Thomas Cook

Sehr geehrte Leser,

Thomas Cook, der älteste Reiseveranstalter der Welt, hat Insolvenz angemeldet, was zu Verwerfungen auf dem Reisemarkt und zu Unsicherheit bei den Kunden geführt hat. Aus diesem Grund möchten wir folgende Erklärung abgeben:

Wie sicher ist Reisen mit Umfulana?

Unsere Finanzdecke
Auch wenn es in Zeiten niedriger Zinsen verlockend ist, Kredite aufzunehmen – wir haben keine! Thomas Cook ist mit 1,9 Mrd. Euro überschuldet – und das alleine bei den Banken. Umfulana hat in seiner über 20-jährigen Geschichte noch nie einen Kredit aufgenommen. Wir sind langsam gewachsen und haben nur dann investiert, wenn wir das Geld auch vorher verdient haben. Der ein oder andere mag das naiv finden. Damit können wir leben. Wir möchten aber lieber ruhig schlafen können und sicher sein, dass wir vorgesorgt haben – für unsere Mitarbeiter und unsere Kunden.

Was ist, wenn ein Leistungsträger wie die Condor insolvent ist?
Zugegeben, ein Grounding der Condor wäre für uns teuer geworden. Wir hatten viele Flüge über Condor gebucht. Die meisten unserer Condor-Kunden sind jetzt aus Namibia zurück und wie es aussieht geht der Betrieb der Airline weiter. Wir haben uns auch bewusst dazu entschieden, diese weiter zu buchen und ihren Erhalt damit zu unterstützen.

Insofern sind wir der Regierung dankbar für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs. Wäre es zu einem Ausfall von Condor gekommen, hätten wir für Ersatz sorgen müssen. Wir haben dies sicherheitshalber durchgerechnet und festgestellt, dass eine Insolvenz von Condor zwar zu einem empfindlichen Gewinneinbruch geführt hätte, aber keineswegs zu einer Insolvenz von Umfulana. Für einen derartigen Fall hatten wir Rücklagen gebildet, aus denen wir kurzfristig Ersatzflüge hätten buchen können. Unsere Mitarbeiter haben ihre betroffenen Kunden bereits nach Dringlichkeit sortiert.

Grundsätzlich gilt: Wir haften, wenn einer unserer Leistungsträger (egal ob Hotel oder Airline) ausfällt. Bei Kunden, die bereits auf Reisen sind, kümmern wir uns dann um die Rückreise und buchen alternative Flüge. Vor dem Antritt einer gebuchten Reise müssen wir auf unsere Kosten Ersatz besorgen – übrigens auch, wenn eine Airline in den Streik tritt. Auch dann kümmern wir uns um Ihre Reise.

Was geschieht mit den Hotels?
Es ist erschreckend, wie viele Existenzen von Hoteliers zurzeit bedroht sind. Hauptgrund ist neben der Insolvenz von Thomas Cook die Zahlungsmoral unserer Mitbewerber. Die meisten zahlen ein Hotel erst zwei Monate nach Abreise des Kunden. Anders Umfulana: Wir begleichen die Rechnung grundsätzlich zwei Wochen vor Ihrer Anreise. Mit dieser Zahlungsmoral haben wir uns über Jahrzehnte weltweit einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Das führt sogar so weit, dass wir mit Unterkünften arbeiten dürfen, die sich sonst allen Reiseveranstaltern aufgrund deren Zahlungsmoral verwehrt haben.

Was ist, wenn wirklich was passiert? Wer haftet dann?
Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Sollte unser Unternehmen aus Gründen, die wir nicht vorhersehen können, von einer Insolvenz betroffen sein, kommt der Reisepreissicherungsschein ins Spiel. Diesen erhalten Sie von uns zusammen mit der Rechnung. Er wird von der Versicherung R+V ausgestellt und berechtigt Sie, den Reisepreis von der Versicherung zurückzufordern, wenn Umfulana Insolvenz anmelden müsste. Da wir jedoch unsere Partner immer im Voraus zahlen, könnten Sie auch davon ausgehen, dass Ihre Reise bereits bezahlt ist und somit auch im Falle einer Insolvenz des Veranstalters stattfinden kann.

Noch ein Hinweis: Gemäß der neuen Pauschalreiserichtlinie dürfen wir Sicherungsscheine nur ausgeben, wenn Sie zwei in der Art unterschiedliche Leistungen bei uns buchen. Wenn Sie also Unterkünfte und Flug, Unterkünfte und Mietwagen, oder Unterkünfte und besondere Aktivitäten buchen, erhalten Sie den Sicherungsschein. Wenn Sie bei uns dagegen nur einen Flug oder nur Unterkünfte buchen, dürfen wir nach deutschem Recht keinen Sicherungsschein aushändigen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Bach und Tobias Garstka
(Geschäftsführer)

Newsletter August 2019: Kanada

Dear reader,

Kanada war DER Sehnsuchtsort unserer Pfadfindergruppe. Schon der Name war ein Mythos. Kanada stand für grenzenlose Weite, für die vollkommene Abwesenheit von Zivilisation. Für Wälder und Wildnis, wo immer man sich hinwendet. Für den stillen Silbersee, über die ein einsames Kanu gleitet. Für Lachse, Adler und Bären. In unserer Vorstellung war diese riesenhafte Urwelt von einem einzigen Menschen bewohnt, dem Trapper.

Mit ihm identifizierten wir uns und fragten: Wie kann er allein in der Wildnis überleben? Wie schützt er sich vor Sturm, Schnee und vor wilden Tieren? Wie findet er Nahrung, wie macht er Werkzeuge und Feuer? 

Soweit unsere kindliche Pfadfinder-Romantik. Aber dahinter steckt eine Urfrage, die wieder brandaktuell ist: Was bedeutet es, als Menschen einer schier überwältigenden Natur gegenüber zu stehen?weiterlesen


Newsletter Juni 2019: Myanmar

Mingalaba (möge Segen über Euch kommen) liebe Leser,

Fast fünf Jahre sind vergangen, seit die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi die Parlamentswahlen in Myanmar gewann. Nicht alle Hoffnungen, die damit verbunden waren, haben sich erfüllt. So hat es gegen die muslimische Minderheit der Rohingya Ausschreitungen gegeben. Und auch die Militärs in den abgelegenen Gebieten sind längst noch nicht vollends entmachtet.

Andrerseits war Myanmar vor zehn Jahren eines der ärmsten Länder der Erde – abgeschirmt von der Welt, ohne eine nennenswerte Produktion oder staatliche Krankenversorgung, ohne so etwas wie ein Bruttoinlandsprodukt, geschweige denn eine Exportwirtschaft. Große Teile der Bevölkerung waren unterernährt. Als Subsistenzbauern waren sie auf günstiges Wetter angewiesen. 

Am Ende der Abschottungszeit waren die Aussichten für das Land alles andere als rosig. Es gab mehr bedrohliche Szenarien als Chancen. Und die wichtigste aller Chancen, die sich diesem Land bot, war der Tourismus. Vor allem Besucher aus dem Westen waren neugierig auf das Land, in dem südostasiatische Traditionen authentischer bewahrt waren als irgendwo sonst. Die fehlende Infrastruktur war da nicht unbedingt ein Hindernis. Für Abenteuerlustige war es sogar ein Anreiz.

Heute – ein halbes Jahrzehnt nach der Öffnung – kann man sagen:
Myanmar hat seine Chance genutzt… weiterlesen

Vive la France!

Wir haben im Rheinland das große Glück, eine höchst attraktive Nachbarin zu haben: La France!

Frankreich, das große Land im Westen, ist eines der schönsten der Welt. Was einen dort erwartet, ist weit mehr als nur Eiffelturm, Champs Elysée oder der Louvre. Frankreich ist ein Kaleidoskop landschaftlicher Schönheiten: weite Ebenen und beschaulich strömende Flüsse, Seen und Sümpfe, erloschene Vulkane und die höchsten Gletscher Europas, flache Sandstrände und leuchtende Kreideklippen. Hinzu kommt der sonnenverwöhnte Süden, wo es nach Lavendel und Thymian riecht, wo Zikaden singen und römische Amphitheater von ihrer langen Geschichte zeugen.

Frankreich, das ist Europa in einem Land. Es hat sechs Nachbarländer, denen es in seinen Grenzregionen ziemlich ähnlich ist. Das Elsass hat sein Pendant in Baden, die französischen und die spanischen Pyrenäen sind enge Verwandte, ebenso die Picardie und das belgische Flandern. Die Côte d‘Azur ähnelt der Riviera di Ponente, ist nur viel exklusiver als die italienische Seite. Und Jahrtausendealte Querverbindungen gibt es sogar über den Ärmelkanal – zwischen der Bretagne und dem Süden von Britannien.

Lavendelfelder in der Provence

Was immer beliebter wird, sind Rundreisen durch Frankreich. Früher fuhren deutsche Urlauber meist die Nacht durch und waren am nächsten Morgen am Mittelmeer, wo sie dann die Ferien auf einem Campingplatz oder in einem Hotel am Strand verbrachten. Doch an was für Schönheiten sind sie dann achtlos vorbeigerast? Frankreich ist nicht nur das Land des langsamen Essens, es ist auch das Land des langsamen Reisens. Besser, man nimmt sich Zeit in Frankreich und macht unterwegs Station.

Zum Beispiel in Colmar, dem elsässischen Fachwerkjuwel. Oder in Burgund, wo nicht nur erlesene Weine wachsen, sondern auch die europäische Romanik lebendiger ist als irgendwo sonst. Oder im Luberon, jener kleinen provencalischen Bergwildnis, wo sich die Päpste von Avignon versteckten, wenn es gefährlich für sie wurde. Oder auf uralten Maultierpfaden durch die Calanques wandern, eine Weltnaturerbelandschaft westlich von Marseille, wo man an guten Tagen bis nach Korsika schauen kann. So könnte eine Rundreise in den Süden aussehen.

Colmar

Ähnlich kann man auch die Bretagne bereisen. Oder in die Pyrenäen. Überall gibt es tausend Dinge zu entdecken. Wer eine Rundreise durch Frankreich macht, wird jeden Tag etwas Neues erleben. Hinzu kommt die erstklassige Gastronomie. Manche Hotels gehören zu den ältesten der Welt. Besonders schön sind die vielen kleinen Boutique Hotels und die privaten Chambres d’hotes, die umgebauten Mühlen, die ehemaligen Klöster oder die liebevoll restaurierten Adelssitze an der Loire.

die französischen Pyrenäen

Frankreich, das große Land im Westen, ist eines der schönsten der Welt. Und was wir heute so selbstverständlich hinnehmen, war über Jahrhunderte undenkbar: Man kann da einfach so hinfahren – ohne Pass, ohne Kontrolle und ohne Geldwechsel. Wenn man die Staus von Köln hinter sich gelassen hat, sind es nach Strasburg gerade mal dreieinhalb Stunden mit dem Auto. Wer lieber in die Champagne will, braucht über Aachen und Belgien genauso lange.

Qu‘est-ce qu‘on attend ? Allons-y!

(Martin Bach, Geschäftsführer)

Newsletter April 2019: Polen

Dzień dobry liebe Leser,

gegen Polen gab es in unserer Familie immer ein Vorurteil, was vermutlich mit dem pommerschen Teil unserer Verwandtschaft zu tun hat. So kam es, dass wir dort nie hingefahren sind, auch nach der Wende nicht. Erst nach dem Tod meiner Schwiegermutter beschlossen wir, ihren Geburtsort zu besuchen, von dem wir nur wussten, dass er vor 1945 Morgenstern hieß. Bald fanden wir einen 300-Seelen-Ort namens Jutrzenka auf halbem Weg zwischen Stettin und Danzig, der es gewesen sein muss. „Jutrzenka“ ist nämlich die wortwörtliche Übersetzung von „Morgenstern“ ins Polnische.

Natürlich haben wir die Reise dorthin im Umfulana-Stil gemacht. Weil man in Jutrzenka nicht übernachten kann, haben wir rings um das pommersche Dorf mehrere Stationen identifiziert, die wir unbedingt sehen wollten, und sind dort jeweils zwei bis drei Nächte geblieben. So haben wir nicht nur den Heimatort meiner Schwiegermutter gesehen, sondern einen Überblick erhalten über eines der schönsten und aufregendsten Nachbarländer Deutschlands. 

Mitten in der Hauptsaison haben wir einsame Strandspaziergänge an der Ostsee gemacht. Wir haben die größte mittelalterliche Burg Europas gesehen, die Marienburg. Wir haben den Glanz der Hanse bewundert im unvergleichlichen Danzig. Wir sind über masurische Seen gepaddelt und haben im endlosen Wald von Rastenburg die grausige Wolfsschanze entdeckt, jene gigantische Bunkeranlage, in der Hitler am 20. Juli 1944 das Attentat überlebt hat.

Unsere Reise führte uns nicht durch ganz Polen. Das wäre viel zu viel geworden. Wir haben weder Warschau noch die Karpaten oder Krakau kennengelernt. Dafür sind unsere Mitarbeiterinnen, Barbara Harbecke und Sandra Schaaf, dort gewesen und haben nach originellen Quartieren gesucht. Ihre Ergebnisse haben uns ermuntert, Reisen durch das ganze Land anzubieten..weiterlesen

Newsletter Februar 2019: Marokko

Salam aleikum liebe Leser,

lange Zeit hatte ich Berührungsängste mit dem afrikanischen Norden: Ich hielt ihn für krisengeschüttelt, gefährlich und frauenfeindlich. Die Gewaltausbrüche nach dem arabischen Frühling gaben mir recht, ebenso die eingebrochenen Touristenzahlen. Wie gut, dass wir da nicht vertreten waren!

Es gab nur zwei Dinge, die mich nachdenklich machten. Das erste war meine Reise nach Andalusien. Ich war fasziniert von der maurischen Vergangenheit im Süden Spaniens. Die Mauren hatten einen toleranten, weltzugewandten und wissenschaftsfreundlichen Islam ins bis dahin rückständige Europa gebracht. Die Mauren – daher auch das deutsche Wort „Mohren“ – aber waren Nordafrikaner aus dem Gebiet des heutigen Marokkos.

Das zweite war eine unserer Mitarbeiterinnen, die immer wieder bohrte und darauf bestand: „Nein, Marokko ist mehr als Badeurlaub und Kamelreiten für Touristen. Marokko ist ein wunderbares Land für Umfulana-Reisen.“

Letztes Jahr also fuhr ich mit einem Freund das erste Mal dorthin… Weiterlesen

Newsletter Dezember 2018: Frohe Weihnachten

Liebe Leser,

2018 feierte Umfulana sein 20-jähriges Jubiläum, weshalb viele unserer Gespräche mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern in diesem Jahr über das tagesübliche Geschäft hinausgingen. Es ist gut, ab und zu mal das große Ganze in den Blick zu nehmen. 

Dabei ist eines deutlich geworden: Für viele sind wir mehr als nur ein Nischenanbieter in einem unüberschaubar riesigen touristischen Markt. Reisende erzählten uns von Begegnungen unterwegs, die ebenso unverhofft wie eindrucksvoll waren. Gastgeber berichteten uns von Umfulana-Gästen, mit denen sie immer noch im Briefwechsel stehen, und die sie demnächst besuchen wollen. Unsere Mitarbeiterinnen erhielten Danksagungen, die uns angerührt haben.

Vielleicht kann man das große Ganze, das in diesem Jahr in Umrissen erkennbar wurde, so auf den Punkt bringen: Durch Umfulana ist ein Netz von Freundschaften entstanden, das sich über den ganzen Erdball spannt. Das war die wichtigste Botschaft, die wir aus allen Gesprächen herausgehört haben. Daneben gab es auch Schilderungen von dramatischen Landschaften, eindrucksvollen Tiererlebnissen und kulturellen Highlights. Doch es schien, dass die Erlebnisse von Gastfreundschaft auf Umfulana-Reisen alles andere überstrahlt hätten.

Für die Zukunft haben wir uns vorgenommen, dies noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Gastfreundschaft ist eine elementare Form der Menschlichkeit. Umfulana soll – neben allem anderen – ein weltweites Netz der Gastfreundschaft sein. 

Ein kleiner Ausschnitt aus unserer Welt der Gastfreundschaft soll auch in diesem Newsletter sichtbar werden, in dem wir ein paar neue Reisebeispiele für verschiedene Länder vorstellen. Weiterlesen

Newsletter April 2018: Deutschland

Liebe Leser,

ich weiß noch, wie hässlich ich Deutschland fand, als ich Ende der 1970er Jahre von einer Interrail-Reise aus Italien zurückkehrte. Die Blumenrabatten standen in Reih und Glied, die Wohnsiedlungen in Waschbetonarchitektur waren nichts als quadratisch und praktisch, Grau war die vorherrschende Farbe in den Innenstädten. Am liebsten hätte ich gleich wieder kehrtgemacht.

Gestern bin ich von einer Reise durch Marokko zurückgekehrt, was sicher zu den interessantesten Reiseländern gehört, die ich kenne. Und dennoch: Auf der Bahnfahrt nach Hause war ich überwältigt von der Schönheit meiner eigenen Heimat: Die verschiedenen Abstufungen des Grüns der frühlingshaften Wälder, die schnuckeligen Fachwerkhäuschen wie aus der Märklin-Eisenbahn, die Kirschbaumblüte und die unaufgeregte Freundlichkeit der Menschen…

Wie sich die Dinge doch ändern können. Oder ist es nur meine Wahrnehmung? Ich glaube nicht. Deutschland ist inzwischen eines der beliebtesten Reiseländer – nicht nur für Einheimische… Weiterlesen