Newsletter September 2020: Fahrradreisen

Liebe Leser,

als diesen Sommer unsere Reisepläne platzten, wollte ich mir ein E-Bike kaufen. Ich war offenbar nicht der Einzige: Mein Wunschfahrrad war zunächst nicht lieferbar. Aber nach drei Wochen kam es, und ich bin begeistert. Es ist fantastisch, wie es lautlos dahingleitet, ohne dass ich schweißtreibend trampeln muss. Auch Bremsen, Sattel und Schaltung sind um Lichtjahre besser, als ich das noch aus meiner Studienzeit kannte. Die Reifen platzen nicht mehr, sodass ich auch ungeteerte Wege problemlos fahren kann.

Ich habe unsere Umgebung völlig neu kennengelernt. Ich habe stille Täler entdeckt, abgelegene Dörfer und Gehöfte. Das Beste sind die alten Bahntrassen, die zu Radwegen umgebaut sind. Ohne merkliche Steigung führen sie abseits der Autostraßen durch Wälder, über aussichtsreiche Viadukte und dunkelkalte Tunnel.

Doch nach ein paar Monaten kenne ich nun die meisten Radstrecken in unserer Gegend – und habe immer noch nicht genug von der neu entdeckten Fortbewegungsart. Das brachte mich auf eine Idee: Warum nicht Fahrradreisen durch Deutschland anbieten? …weiterlesen

Newsletter Juli 2020: Unterwegs in Europa

Liebe Leser,

Corona hat unser Reisen verändert – noch im vergangenen Jahr waren Fernreisen unsere wichtigste Säule, Südafrika unser wichtigstes Reiseziel.

Dieses Jahr ist es anders. Europa ist in den Fokus gerückt. Vor allem werden Reisen nach Frankreich und Kroatien gebucht – und auch Touren innerhalb Deutschlands.

Ja, man kann auch Rundreisen in der vermeintlich so vertrauten Heimat machen, die überraschend und wunderschön sind. Zwischen den Alpen und der See gibt es tausenderlei Dinge zu entdecken:… weiterlesen

Sondernewsletter April 2020: Wir nutzen die Zeit!

Liebe Leser,

die Wirtschaft wird durch Corona in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt – so heißt es.

Ganz so ist es nicht bei uns. Zwar haben wir zurzeit so gut wie keine Buchungen, aber an Tiefschlaf ist nicht zu denken. Unser Buchungsbüro in Südafrika hat alle Hände voll zu tun mit Stornierungen und Umbuchungen. Stornierungen machen mehr Arbeit als Buchungen, sodass dort sogar am Wochenende durchgearbeitet wurde.

Unsere Mitarbeiterinnen in Kürten telefonieren tagaus tagein. Sie haben (fast) alle gestrandeten Urlauber zurückgeholt, teils auf abenteuerlichen Wegen und Umwegen. Die Geschäftsleitung ist im Krisenmodus. Gespräche mit Banken mussten geführt werden, mit dem Steuerberater, dem Dachverband der Reiseveranstalter, sogar mit dem Fernsehen.

In diesem Newsletter wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick vermitteln, was bei Umfulana gerade so los ist, wenn scheinbar gerade nichts mehr los ist. Auch wenn wir momentan aufgrund der aktuellen Situation unsere Ressourcen bündeln müssen und daher nur noch vormittags geöffnet haben, schauen wir weiterhin positiv in die Zukunft… weiterlesen

Newsletter Februar 2020: Besondere Strände

Liebe Leser,

zugegeben: Badeferien und Traumstrände sind nicht gerade unsere Spezialität. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die sogenannten Strandparadiese meist überlaufen, teuer und geheimnislos sind. Eines unserer Leitmotive heißt: Verborgenes entdecken. Daher bevorzugen wir das Hinterland. Dort gibt es die schöneren Gästehäuser. In Strandnähe findet man meist geschichtslose Strandhotels, die sich auf der ganzen Welt irgendwie ähneln. Das Hinterland zieht weniger Touristen an, was wir anziehend finden. Im Hinterland gibt es unendlich viel zu entdecken: Höhlen, Wälder, Bergdörfer, Aussichtspunkte, einsame Wanderwege.

Und dennoch: Manche Strände haben es uns angetan. Solche, die nicht dem Klischee vom Traumbadestrand entsprechen: Schwarze Strände zum Beispiel, an denen sich der Vulkanismus ausgetobt hat. Wilde Strände, die bis heute unerschlossen und nur zu Fuß zugänglich sind. Geschichtsträchtige Strände wie jene in der Normandie, die bis heute von der Landung der Alliierten gezeichnet sind. Strände wie die im westlichen Australien, wo man auf schneeweißem Sand Kängurus begegnet…weiterlesen

Newsletter Dezember 2019: Frohes neues Jahr!

Liebe Leser,

nie hat uns das Thema Nachhaltigkeit so beschäftigt wie in diesem Jahr. Das gilt sowohl für die Öffentlichkeit als auch für unsere Firma.

Was Nachhaltigkeit ist, haben die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030 festgehalten. Sie wurde 2015 auf einem UNO-Gipfel verabschiedet und gilt als Meilenstein der Geschichte der UNO. Man findet sie auf der Seite des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit Link.

Die „17 Global Goals“ lauten:

1. Keine Armut
2. Kein Hunger
3. Gesundheit und Wohlergehen
4. Bildung
5. Geschlechtergleichheit
6. Sauberes Wasser
7. Bezahlbare und saubere Energie
8. Menschenwürdige Arbeit
9. Innovationen und Infrastruktur
10. Weniger Ungleichheiten
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
12. Nachhaltiger Konsum
13. Klimaschutz
14. Leben unter Wasser
15. Leben an Land
16. Frieden und Gerechtigkeit
17. Internationale Partnerschaften

Wenn man die Nachhaltigkeit von Reisen beurteilen will, muss man sie an ALLEN diesen Zielen messen. Klimaschutz ist eines dieser Ziele, aber nicht das Einzige!

Wir möchten mit unseren Reisen dazu beitragen, die von der UNO formulierten Ziele zu erreichen. Wir glauben, dass man durch Reisen die Welt verbessern kann. Wir wollen eine Art des Reisens, die lokale Gemeinschaften stärkt und unsere Erde schützt… weiterlesen

Eine Nikolaus Geschichte

Der lebende Nikolaus…

…war Bischof von Myra, einer antiken Stadt in der heutigen Türkei. Zahllose Wundergeschichten werden über ihn erzählt. Stürme soll er gestillt und Kornwunder vollbracht haben. Historisch belegt ist, dass er während einer Hungersnot einem Getreideschiff Korn abgehandelt hat und dies armen Kindern zukommen ließ. Am 6. Dezember 326 starb der Heilige Nikolaus – heute vor 1693 Jahren. Er wurde in der Kirche von Myra beigesetzt, wo seine Gebeine angeblich weiter Wunder bewirkten.

700 Jahre später…

…ist das Römische Reich längst Geschichte. In seinen Ruinen blühen jetzt mächtige Seestädte. Sie sind alle christlich und stolz, einen eigenen Heiligen zu haben: Venedig hat den Markus, Neapel den Januarius, Genua hat Johannes den Täufer. Nur Bari ist leer ausgegangen – zum Ärger der Kaufleute. Heilige sind schließlich Wirtschaftsfaktoren. Darum beauftragen sie eine Piratenbande, den Heiligen Nikolaus zu rauben.
Der liegt immer noch in Myra. Als die Piraten an Land gehen, stellen sie fest, dass die Stadt leer ist. Die Bewohner sind gerade vor den Türken geflohen. Und die Türken sind nicht an einem Heiligen interessiert. So haben die Piraten leichtes Spiel. Am 7. Mai landete das Räuberschiff mit den Überresten des Heiligen in Bari. Die Ankunft löste ein Freudenfest aus – und einen gewaltigen Pilgerstrom. Mit einem Schlag war Bari einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Europa.

Den Heiligen Nikolaus…

…besuchten viele Pilger und ließen jede Menge Geld in Bari. Davon wurde eine großartige Kirche gebaut, die zum Urbild der apulischen Romanik wurde. Nach über hundert Jahren Bauzeit wurde die Basilica San Nicola vom Papst persönlich eingeweiht. Besonders ihre Krypta, wo die Gebeine des Nikolaus ruhen, ist ein wunderbarer Ort von spiritueller Kraft. 26 antike Säulen tragen den mystischen Raum, einige von ihnen sind mit Bestien und Fratzen verziert. Wer mal nach Apulien kommt, sollte dort unbedingt beim Heiligen Nikolaus vorbeischauen.

Newsletter Oktober 2019: Wandern weltweit

Liebe Leser,

in diesem Newsletter soll es um das Wandern gehen.

Denn wer wandert, nimmt mehr wahr und denkt besser. Das wusste schon Aristoteles vor 2.400 Jahren. Der größte unter den griechischen Philosophen gründete in Athen eine Akademie, wo die Gespräche ausschließlich im Gehen geführt wurden. Seine Schüler nannte man bald Peripatetiker, was man am besten mit „Rumwanderer“ übersetzt. Wandernd und redend trieben sie den menschlichen Geist zu ungekannten Höhen. Wandern – das war Freiheit und Höhenflug des Geistes… weiterlesen

Sicher buchen bei Umfulana

Stellungnahme der Geschäftsführung zur Insolvenz von Thomas Cook

Sehr geehrte Leser,

Thomas Cook, der älteste Reiseveranstalter der Welt, hat Insolvenz angemeldet, was zu Verwerfungen auf dem Reisemarkt und zu Unsicherheit bei den Kunden geführt hat. Aus diesem Grund möchten wir folgende Erklärung abgeben:

Wie sicher ist Reisen mit Umfulana?

Unsere Finanzdecke
Auch wenn es in Zeiten niedriger Zinsen verlockend ist, Kredite aufzunehmen – wir haben keine! Thomas Cook ist mit 1,9 Mrd. Euro überschuldet – und das alleine bei den Banken. Umfulana hat in seiner über 20-jährigen Geschichte noch nie einen Kredit aufgenommen. Wir sind langsam gewachsen und haben nur dann investiert, wenn wir das Geld auch vorher verdient haben. Der ein oder andere mag das naiv finden. Damit können wir leben. Wir möchten aber lieber ruhig schlafen können und sicher sein, dass wir vorgesorgt haben – für unsere Mitarbeiter und unsere Kunden.

Was ist, wenn ein Leistungsträger wie die Condor insolvent ist?
Zugegeben, ein Grounding der Condor wäre für uns teuer geworden. Wir hatten viele Flüge über Condor gebucht. Die meisten unserer Condor-Kunden sind jetzt aus Namibia zurück und wie es aussieht geht der Betrieb der Airline weiter. Wir haben uns auch bewusst dazu entschieden, diese weiter zu buchen und ihren Erhalt damit zu unterstützen.

Insofern sind wir der Regierung dankbar für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs. Wäre es zu einem Ausfall von Condor gekommen, hätten wir für Ersatz sorgen müssen. Wir haben dies sicherheitshalber durchgerechnet und festgestellt, dass eine Insolvenz von Condor zwar zu einem empfindlichen Gewinneinbruch geführt hätte, aber keineswegs zu einer Insolvenz von Umfulana. Für einen derartigen Fall hatten wir Rücklagen gebildet, aus denen wir kurzfristig Ersatzflüge hätten buchen können. Unsere Mitarbeiter haben ihre betroffenen Kunden bereits nach Dringlichkeit sortiert.

Grundsätzlich gilt: Wir haften, wenn einer unserer Leistungsträger (egal ob Hotel oder Airline) ausfällt. Bei Kunden, die bereits auf Reisen sind, kümmern wir uns dann um die Rückreise und buchen alternative Flüge. Vor dem Antritt einer gebuchten Reise müssen wir auf unsere Kosten Ersatz besorgen – übrigens auch, wenn eine Airline in den Streik tritt. Auch dann kümmern wir uns um Ihre Reise.

Was geschieht mit den Hotels?
Es ist erschreckend, wie viele Existenzen von Hoteliers zurzeit bedroht sind. Hauptgrund ist neben der Insolvenz von Thomas Cook die Zahlungsmoral unserer Mitbewerber. Die meisten zahlen ein Hotel erst zwei Monate nach Abreise des Kunden. Anders Umfulana: Wir begleichen die Rechnung grundsätzlich zwei Wochen vor Ihrer Anreise. Mit dieser Zahlungsmoral haben wir uns über Jahrzehnte weltweit einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Das führt sogar so weit, dass wir mit Unterkünften arbeiten dürfen, die sich sonst allen Reiseveranstaltern aufgrund deren Zahlungsmoral verwehrt haben.

Was ist, wenn wirklich was passiert? Wer haftet dann?
Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Sollte unser Unternehmen aus Gründen, die wir nicht vorhersehen können, von einer Insolvenz betroffen sein, kommt der Reisepreissicherungsschein ins Spiel. Diesen erhalten Sie von uns zusammen mit der Rechnung. Er wird von der Versicherung R+V ausgestellt und berechtigt Sie, den Reisepreis von der Versicherung zurückzufordern, wenn Umfulana Insolvenz anmelden müsste. Da wir jedoch unsere Partner immer im Voraus zahlen, könnten Sie auch davon ausgehen, dass Ihre Reise bereits bezahlt ist und somit auch im Falle einer Insolvenz des Veranstalters stattfinden kann.

Noch ein Hinweis: Gemäß der neuen Pauschalreiserichtlinie dürfen wir Sicherungsscheine nur ausgeben, wenn Sie zwei in der Art unterschiedliche Leistungen bei uns buchen. Wenn Sie also Unterkünfte und Flug, Unterkünfte und Mietwagen, oder Unterkünfte und besondere Aktivitäten buchen, erhalten Sie den Sicherungsschein. Wenn Sie bei uns dagegen nur einen Flug oder nur Unterkünfte buchen, dürfen wir nach deutschem Recht keinen Sicherungsschein aushändigen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Bach und Tobias Garstka
(Geschäftsführer)

Newsletter August 2019: Kanada

Dear reader,

Kanada war DER Sehnsuchtsort unserer Pfadfindergruppe. Schon der Name war ein Mythos. Kanada stand für grenzenlose Weite, für die vollkommene Abwesenheit von Zivilisation. Für Wälder und Wildnis, wo immer man sich hinwendet. Für den stillen Silbersee, über die ein einsames Kanu gleitet. Für Lachse, Adler und Bären. In unserer Vorstellung war diese riesenhafte Urwelt von einem einzigen Menschen bewohnt, dem Trapper.

Mit ihm identifizierten wir uns und fragten: Wie kann er allein in der Wildnis überleben? Wie schützt er sich vor Sturm, Schnee und vor wilden Tieren? Wie findet er Nahrung, wie macht er Werkzeuge und Feuer? 

Soweit unsere kindliche Pfadfinder-Romantik. Aber dahinter steckt eine Urfrage, die wieder brandaktuell ist: Was bedeutet es, als Menschen einer schier überwältigenden Natur gegenüber zu stehen?weiterlesen


Newsletter Juni 2019: Myanmar

Mingalaba (möge Segen über Euch kommen) liebe Leser,

Fast fünf Jahre sind vergangen, seit die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi die Parlamentswahlen in Myanmar gewann. Nicht alle Hoffnungen, die damit verbunden waren, haben sich erfüllt. So hat es gegen die muslimische Minderheit der Rohingya Ausschreitungen gegeben. Und auch die Militärs in den abgelegenen Gebieten sind längst noch nicht vollends entmachtet.

Andrerseits war Myanmar vor zehn Jahren eines der ärmsten Länder der Erde – abgeschirmt von der Welt, ohne eine nennenswerte Produktion oder staatliche Krankenversorgung, ohne so etwas wie ein Bruttoinlandsprodukt, geschweige denn eine Exportwirtschaft. Große Teile der Bevölkerung waren unterernährt. Als Subsistenzbauern waren sie auf günstiges Wetter angewiesen. 

Am Ende der Abschottungszeit waren die Aussichten für das Land alles andere als rosig. Es gab mehr bedrohliche Szenarien als Chancen. Und die wichtigste aller Chancen, die sich diesem Land bot, war der Tourismus. Vor allem Besucher aus dem Westen waren neugierig auf das Land, in dem südostasiatische Traditionen authentischer bewahrt waren als irgendwo sonst. Die fehlende Infrastruktur war da nicht unbedingt ein Hindernis. Für Abenteuerlustige war es sogar ein Anreiz.

Heute – ein halbes Jahrzehnt nach der Öffnung – kann man sagen:
Myanmar hat seine Chance genutzt… weiterlesen