Newsletter Februar 2019: Marokko

Salam aleikum liebe Leser,

lange Zeit hatte ich Berührungsängste mit dem afrikanischen Norden: Ich hielt ihn für krisengeschüttelt, gefährlich und frauenfeindlich. Die Gewaltausbrüche nach dem arabischen Frühling gaben mir recht, ebenso die eingebrochenen Touristenzahlen. Wie gut, dass wir da nicht vertreten waren!

Es gab nur zwei Dinge, die mich nachdenklich machten. Das erste war meine Reise nach Andalusien. Ich war fasziniert von der maurischen Vergangenheit im Süden Spaniens. Die Mauren hatten einen toleranten, weltzugewandten und wissenschaftsfreundlichen Islam ins bis dahin rückständige Europa gebracht. Die Mauren – daher auch das deutsche Wort „Mohren“ – aber waren Nordafrikaner aus dem Gebiet des heutigen Marokkos.

Das zweite war eine unserer Mitarbeiterinnen, die immer wieder bohrte und darauf bestand: „Nein, Marokko ist mehr als Badeurlaub und Kamelreiten für Touristen. Marokko ist ein wunderbares Land für Umfulana-Reisen.“

Letztes Jahr also fuhr ich mit einem Freund das erste Mal dorthin… Weiterlesen

Newsletter Dezember 2018: Frohe Weihnachten

Liebe Leser,

2018 feierte Umfulana sein 20-jähriges Jubiläum, weshalb viele unserer Gespräche mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern in diesem Jahr über das tagesübliche Geschäft hinausgingen. Es ist gut, ab und zu mal das große Ganze in den Blick zu nehmen. 

Dabei ist eines deutlich geworden: Für viele sind wir mehr als nur ein Nischenanbieter in einem unüberschaubar riesigen touristischen Markt. Reisende erzählten uns von Begegnungen unterwegs, die ebenso unverhofft wie eindrucksvoll waren. Gastgeber berichteten uns von Umfulana-Gästen, mit denen sie immer noch im Briefwechsel stehen, und die sie demnächst besuchen wollen. Unsere Mitarbeiterinnen erhielten Danksagungen, die uns angerührt haben.

Vielleicht kann man das große Ganze, das in diesem Jahr in Umrissen erkennbar wurde, so auf den Punkt bringen: Durch Umfulana ist ein Netz von Freundschaften entstanden, das sich über den ganzen Erdball spannt. Das war die wichtigste Botschaft, die wir aus allen Gesprächen herausgehört haben. Daneben gab es auch Schilderungen von dramatischen Landschaften, eindrucksvollen Tiererlebnissen und kulturellen Highlights. Doch es schien, dass die Erlebnisse von Gastfreundschaft auf Umfulana-Reisen alles andere überstrahlt hätten.

Für die Zukunft haben wir uns vorgenommen, dies noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Gastfreundschaft ist eine elementare Form der Menschlichkeit. Umfulana soll – neben allem anderen – ein weltweites Netz der Gastfreundschaft sein. 

Ein kleiner Ausschnitt aus unserer Welt der Gastfreundschaft soll auch in diesem Newsletter sichtbar werden, in dem wir ein paar neue Reisebeispiele für verschiedene Länder vorstellen. Weiterlesen

Newsletter April 2018: Deutschland

Liebe Leser,

ich weiß noch, wie hässlich ich Deutschland fand, als ich Ende der 1970er Jahre von einer Interrail-Reise aus Italien zurückkehrte. Die Blumenrabatten standen in Reih und Glied, die Wohnsiedlungen in Waschbetonarchitektur waren nichts als quadratisch und praktisch, Grau war die vorherrschende Farbe in den Innenstädten. Am liebsten hätte ich gleich wieder kehrtgemacht.

Gestern bin ich von einer Reise durch Marokko zurückgekehrt, was sicher zu den interessantesten Reiseländern gehört, die ich kenne. Und dennoch: Auf der Bahnfahrt nach Hause war ich überwältigt von der Schönheit meiner eigenen Heimat: Die verschiedenen Abstufungen des Grüns der frühlingshaften Wälder, die schnuckeligen Fachwerkhäuschen wie aus der Märklin-Eisenbahn, die Kirschbaumblüte und die unaufgeregte Freundlichkeit der Menschen…

Wie sich die Dinge doch ändern können. Oder ist es nur meine Wahrnehmung? Ich glaube nicht. Deutschland ist inzwischen eines der beliebtesten Reiseländer – nicht nur für Einheimische… Weiterlesen

Newsletter März 2018: neue und ausgefallene Reisen

Liebe Leser,

in diesem Newsletter präsentieren wir Ihnen ausgefallene Reisen. Sie alle haben gemein, dass sie in Regionen führen, in die sich normalerweise nur selten ein Tourist verirrt. 

Zum Beispiel Arisaig. Alle wollen ins schottische Hochland und mit der weltberühmten Harry-Potter-Eisenbahn fahren. Doch nur wenige Kilometer davon entfernt trifft man keine Touristen mehr. Dafür das alte Schottland: Im Hafen von Arisaig machen einheimische Fischer ihr Boot für den Lobster-Fang auf dem Atlantik klar.

Zum Beispiel das Ahrtal. Amerikaner und Chinesen wollen lieber nach Neuschwanstein und kaum ein Deutscher kennt das liebliche Tal 30 Kilometer südlich von Bonn. Dabei gibt es dort Fachwerkromantik, wilde Flussschleifen oder den Rotweinwanderweg. Und eine Sehenswürdigkeit von einzigartigem Rang: den einstigen Atombunker der Bonner Bundesregierung. Niemanden, der die Zeit des Kalten Kriegs noch erlebt hat, wird die beklemmende Mischung aus 1960er-Jahre-Design und Krieg der Sterne unberührt lassen. Weiterlesen

Réunion – Wandern zwischen Vulkanen

Zwei Mal pro Jahr bricht der Piton de la Fournaise aus. Eigentlich kein klassisches Reiseziel für Lava-Freunde. Der Ätna auf Sizilien ist deutlich wilder. Aber weil Réunion zu Frankreich gehört und die Insel im Indischen Ozean so gut zu erreichen ist, weil die örtlichen Behörden kooperativ sind und den Weg zu guten Beobachtungsstellen weisen, und weil die Eruptionen gleichmäßig und ungefährlich ablaufen, lohnt sich die Reise.

Wie erfährt man, wann es losgeht? Am sichersten auf der Seite www.vulkane.net. Wenn es irgendwo auf der Erde zu rumpeln beginnt, wird es dort verzeichnet. Und wenn es dann losgeht – nichts wie in das nächste Flugzeug! Üblicherweise dauern die Ausbrüche des Piton de la Fournaise rund eine Woche, manchmal ziehen sie sich über einen ganzen Monat hin und sind dann besonders dramatisch: Ganze Flanken werden aufgerissen, 1100 Grad heiße, dünnflüssige Lava ergießt sich ins Meer. Am besten nimmt man sich einen Leihwagen, den man dann an der Straße zurücklässt und auf den schmalen Pfaden weitergeht. Immer in Richtung der rot glühenden Wolken aus Wasserdampf und Vulkangasen. Ein wahrhaft infernales Geschehen: Die Luft riecht nach Schwefel und verbrannter Vegetation, glühende Lavaflüsse mäandern auf die Küste zu und stürzen sich ins tobende Meer. Explodierende Lavaschlacken und zischende Wogen: Es ist ein Kampf der Elemente. Wer noch näher an die Lava herankommen möchte, der sollte sehr gut aufpassen – und vorsichtshalber reichlich Trinkwasser, eine Gasmaske und eine Taschenlampe mitnehmen.

Air France fliegt täglich via Paris nach La Réunion. Über Umfulana kann man eine Unterkunft ganz in der Nähe buchen – auch kurzfristig.  Ebenfalls den Leihwagen, den man am Flughafen in St. Denis in Empfang nimmt. Wie man am besten den Vulkanausbruch beobachten kann, erfährt man in der Unterkunft. Es lohnt sich auch, bei der Touristeninformation vorbeischauen, wo man erfährt, wie man die jeweilige Ausbruchsstelle am besten erreicht.

Unser Übernachtungs-Tipp: Diana Dea Lodge

Diana Dea Lodge
Diana Dea Lodge

Die 2010 eröffnete 4-Sterne-Lodge liegt nördlich vom Piton de la Fournaise im nahezu unberührten Bergland, 45 Minuten südlich vom Flughafen St. Denis. Einheimische Hölzer und andere Naturmaterialien wie Wolle, Lava und Stein sorgen für eine beeindruckende und warme Atmosphäre. Die außergewöhnliche Lage mit Panoramablick weit übers Meer wird durch den offenen Baustil gekonnt in Szene gesetzt. Jedes der insgesamt 30 Zimmer hat einen eigenen Balkon mit Alkoven sowie eine Badewanne mit Sicht auf den Indischen Ozean. Wie es sich für eine Ökolodge gehört, verarbeitet die Küche vorwiegend frische und einheimische Produkte zu kulinarischen Spezialitäten. Erlesene Weine aus dem hauseigenen Weinkeller stellen eine hervorragende Ergänzung dazu dar. Verschiedene Aktivitäten wie Spaziergänge, kleine Wanderungen, Yoga und Kunstkurse bringen die Urlauber in Verbindung mit der malerischen Umgebung.

 

Weiterführende Links

Unsere Reisen nach Réunion

YouTube: Ausbruch September 2016

Wo im November noch die Sonne scheint

Der November ist vermutlich einer der traurigsten Monate in Deutschland, fand schon Heinrich Heine. Eigentlich ein guter Monat zum Verreisen. Aber wohin? Auch in Frankreich herrscht dann weitgehend Hochnebel, von den Britischen Inseln ganz zu schweigen. Selbst in weiten Teilen Italiens frieren die Menschen in ihren oft nur schwer zu beheizenden Häusern und haben es noch ungemütlicher als wir.

Kennen Sie Orte in Europa, die eine Reise im November lohnen?

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Auf Käfer-Safari

Der kleine Kerl mit seinem schwarz schillernden Panzer ist ein Akrobat. Er balanciert auf großen Kugeln. Macht Handstand. Läuft dabei rückwärts und rollt einen Ball aus Elefantenkot vor sich her. Und er ist ein Kraftprotz. Der Ball, den er selbst gedreht hat und über weite Entfernungen bewegt, ist bis zu 250-mal schwerer als er selbst. Der Dung Beetle, auch Scarabaeus viettei genannt, ist ein ganz erstaunliches Lebewesen.

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