Newsletter April 2019: Polen




Dzień dobry liebe Leser,

gegen Polen gab es in unserer Familie immer ein Vorurteil, was vermutlich mit dem pommerschen Teil unserer Verwandtschaft zu tun hat. So kam es, dass wir dort nie hingefahren sind, auch nach der Wende nicht. Erst nach dem Tod meiner Schwiegermutter beschlossen wir, ihren Geburtsort zu besuchen, von dem wir nur wussten, dass er vor 1945 Morgenstern hieß. Bald fanden wir einen 300-Seelen-Ort namens Jutrzenka auf halbem Weg zwischen Stettin und Danzig, der es gewesen sein muss. „Jutrzenka“ ist nämlich die wortwörtliche Übersetzung von „Morgenstern“ ins Polnische.

Natürlich haben wir die Reise dorthin im Umfulana-Stil gemacht. Weil man in Jutrzenka nicht übernachten kann, haben wir rings um das pommersche Dorf mehrere Stationen identifiziert, die wir unbedingt sehen wollten, und sind dort jeweils zwei bis drei Nächte geblieben. So haben wir nicht nur den Heimatort meiner Schwiegermutter gesehen, sondern einen Überblick erhalten über eines der schönsten und aufregendsten Nachbarländer Deutschlands. 

Mitten in der Hauptsaison haben wir einsame Strandspaziergänge an der Ostsee gemacht. Wir haben die größte mittelalterliche Burg Europas gesehen, die Marienburg. Wir haben den Glanz der Hanse bewundert im unvergleichlichen Danzig. Wir sind über masurische Seen gepaddelt und haben im endlosen Wald von Rastenburg die grausige Wolfsschanze entdeckt, jene gigantische Bunkeranlage, in der Hitler am 20. Juli 1944 das Attentat überlebt hat.

Unsere Reise führte uns nicht durch ganz Polen. Das wäre viel zu viel geworden. Wir haben weder Warschau noch die Karpaten oder Krakau kennengelernt. Dafür sind unsere Mitarbeiterinnen, Barbara Harbecke und Sandra Schaaf, dort gewesen und haben nach originellen Quartieren gesucht. Ihre Ergebnisse haben uns ermuntert, Reisen durch das ganze Land anzubieten..weiterlesen

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