03.02.2008

Botswanareise von Annette Walz/Christof Caspar

Lieber Herr Garstka, liebes Umfulana-Team,
auch von unserer dritten "Umfulana-Reise" waren wieder sehr begeistert! Das Erlebte in Worte zu fassen, fällt wirklich schwer. Wir hatten im November 2007 wunderbare 3 1/2 Wochen in Namibia, Botswana und Zimbabwe. Abgesehen von kleinen Ausnahmen (die z.T. ja auch in der Beschreibung angekündigt waren) waren wir mit den Unterkünften wieder einmal sehr zufrieden. Auch mit den Entfernungen und Zeiten sind wir sehr gut zurechtgekommen, zumal wir natürlich noch zusätzliches Kartenmaterial und Reiseführer dabei hatten. Viele Gastgeber und auch andere Reisende haben sich wieder sehr positiv über Umfulana geäußert.
Ihre Empfehlung, die Reise mit der Namib zu beginnen und das Okavango-Delta ans Ende zu legen, war goldrichtig. Die Wüstenlandschaft zu Beginn war für uns genau das richtige, um an- und runterzukommen.
Absolute Highlights waren natürlich Wolwedans in der Namib und das Shinde Camp im Okavango Delta, beide eine einzigartige Verbindung von Natur und Komfort. Wirklich outstanding! Das Essen war hervorragend, der Service sehr gut und herzlich. Der Cessna-Flug ins Delta war sehr beeindruckend und das Camp und Umgebung wirklich ein Stück Paradies, inkl. Elefanten direkt am Zelt. Haben sogar die seltenen Wildhunde gesehen. In dieser Kategorie ist auch die Lodge am Chobe River in Botswana zu nennen. Es hat sich gelohnt, nach Rücksprache mit Ihnen die kleinere Lodge gebucht zu haben. Lage, Ambiente, Essen und das Management waren hervorragend.
Besonders herzlich aufgenommen fühlten wir uns bei Fam. Diekmann auf der Farm am Waterberg. Wir haben die familiäre, entspannte Atmosphäre sehr genossen und fühlten uns pudelwohl. Wir erfuhren viel Interessantes über Land und Leute, den südlichen Sternenhimmel, die Geschichte der Farm und natürlich Flora und Fauna. Das Essen war ebenfalls sehr gut, so dass wir nach 2 Nächten durchaus schweren Herzens weitergefahren sind.
Das kleine Abenteuer, mit dem „eigenen“ Auto nach Zimbabwe zu fahren, war eine interessante Erfahrung, ging aber recht problemlos ab. Wenn man noch ein paar Dollar Bakschisch einsetzt, kommt man auch „relativ“ zügig durch. Die Lage der Lodge direkt über dem Zambezi ist sehr beeindruckend und die Aussicht gigantisch. Dasselbe gilt natürlich für die Victoria Falls selbst. Jack und Marie agierten im Hintergrund und überließen viel dem einheimischen Personal, die sehr sympathisch und engagiert waren. Das Essen war sehr gut, insbesondere wenn man die Versorgungslage in Zimbabwe berücksichtigt. Sehr beeindruckend und persönlich war der Besuch mit Richmond im Nachbardorf samt zugehöriger Schule. Die Lage im Land ist katastrophal, es gibt kaum mehr Grundnahrungsmittel zu kaufen, die Inflation ist enorm, es herrscht Tauschhandel. Wenn wir gewusst hätten, dass Klamotten für die Angestellten eine Art „Währung“ sind, hätten wir mehr mitgenommen, so konnten wir leider nur ein paar Sachen aussortieren.

Kurze Anmerkungen zu den weiteren Unterkünften:
- Gästehaus in Windhuk: Perfekt für die erste Nacht in Namibia, in ruhiger Wohngegend und dennoch zentral, sehr nette Gastgeber.
- Gästehaus an den Dünen: sehr schöne Chalets, wunderbarer Ausblick in die Wüstenlandschaft, gutes Restaurant. Einziges Problem bei der Ankunft war, dass sie unbedingt einen Voucher haben wollten (anderen meiner Erinnerung nach auch schon passiert). Nach dem Angebot einer Kopie ging es dann aber auch so problemlos.
- Swakopmund, Intermezzo: Schön gelegen, nah am Atlantik. Für unseren Geschmack waren Einrichtung, Deko und Gastgeber fast etwas zu deutsch, aber das gehört wohl zu Swakopmund. Dennoch völlig in Ordnung. In der Kupferpfanne haben wir hervorragend gegessen, bei Erich's fühlten wir uns betr. Ambiente und z.T. auch dem Essen in unsere Kindheit in den 70ern zurückversetzt...;-)
- Deutsch-Südwester Farm: Einziger unerwarteter Negativpunkt. Gebäude und Zimmer zwar sehr schön, Essen war auch gut, Familienmitglieder – soweit wir Kontakt mit ihnen hatten – und Personal auch nett und herzlich. Es kamen wohl einige unglückliche Rahmenbedingungen zusammen: Chefin des Hauses war nicht da, Praktikantin (?) hat uns erst falsches Zimmer gezeigt, bei der Umfrage nach Interesse am Game Drive nachmittags wurden wir einfach übergangen, sehr laute Renovierungsarbeiten (morgens ab 6h55). Dann hatten wir das Pech, dass außer uns und zwei weiteren Gästen nur Jäger anwesend waren, was wir im Lauf des Abends doch als sehr unangenehm empfunden haben, obwohl wir durchaus vorurteilsfrei waren. Ist doch eine sehr spezielle Klientel. Wir hatten auch so das Gefühl, dass die Jäger absolut im Fokus des Interesses waren. Im Endeffekt waren wir ganz froh, die ursprünglich geplanten zwei Nächte zugunsten eines privaten Besuchs auf 1 Nacht gekürzt zu haben.
- Rundu: Eher einfach, Campingplatz-Atmosphäre. Chalet lag aber schön mit Blick auf den Okavango und Angola. Mit der schönste Sonnenuntergang auf der Reise. Essen im Restaurant ziemlich mies.
- Kwando River: Schöne Anlage mit tollem Blick. Personal sehr herzlich und serviceorientiert. Essen (Buffet) allerdings wirklich nicht toll. Viele große Reisegruppen.
- Nata Lodge: Schönes Chalet, Personal etwas unmotiviert, für kurzen Stopover ok.
- Hotel in Maun: wie angekündigt nix Besonderes, Rezeption nett, Hotelrestaurant so lala.
- Zelda Farm: Letzter Stopp, gut zum Relaxen, bevor es wieder gen Europa ging. Essen war recht gut, Gebäude und Zimmer auch ok. Netter Barman, Managerin eher umsympathisch. Leider auch wieder große Reisegruppe.

Noch eine Anmerkung zum Avis-Mietwagen: Wir hatten ja erfreulicherweise ein upgrade auf einen großen Toyota 4x4 bekommen, was uns das Feilschen um die (vorbestellten) Permits für Botswana und Zimbabwe gelassen überstehen ließ. Kleiner Verbesserungsvorschlag von unserer Seite: da weder wir noch die AVIS-Mitarbeiter dem voucher unseren genauen Versicherungsschutz entnehmen konnten, wir daraufhin aus den angebotenen Optionen vorsichtshalber die super-cover abgeschlossen hatten, könnten Sie vielleicht im Reise-Booklet eine etwas genauere Beschreibung aufnehmen. Für uns hat sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst, da die AVIS-Mitarbeiterin bei Rückgabe des Wagens die super-cover (die ja nicht ganz billig ist) wieder rückgängig gemacht hat, was aber sicher nicht der Regelfall ist. Ich hatte ihr in Ruhe erklärt, wie alles zustande kam (wir hatten ja deswegen unterwegs e-mail-Kontakt Ihnen), und da wir weder eine Reifenpanne noch sonstige Schäden hatten, war sie zu unserer Überraschung sehr kulant. Wir hatten damit gar nicht gerechnet.
Den 4x4 haben wir wirklich die ganze Reise über genossen, super Sicht, sehr komfortabel auf den Sand- und Schotterpisten, Selbstfahren in kleinen Parks im Caprivi und in Nata möglich. Absolut empfehlenswert!

Beste Grüße aus München und hoffentlich bis zur nächsten Reise,
Annette Walz und Christof Caspar



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