Afrikas letzte Wildnis: von Windhoek zu den Victoria-Fällen und zurück - Botswana

Afrikas letzte Wildnis

von Windhoek zu den Victoria-Fällen und zurück

Wo der Okavango River in der endlosen Kalahari versickert, befindet sich eines der aufregendsten Tierparadiese im Grenzgebiet von Namibia, Botswana und Simbabwe. Das Okavango-Delta ist jedoch nur einer von vielen Höhepunkten auf der Reise von Windhoek zum sagenumwobenen Sambesi. Aufgrund der saisonalen Preisunterschiede im Okavango-Delta kann es zu deutlichen Preisabweichungen kommen. Bei einer Anfrage rechnen wir Ihnen die Tour zu den jeweiligen Preisen gerne aus.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Windhoek

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Hyundai Tucson (2x4) o.ä. Automatik (Group K)
Tarif: premium cover + Navi
Station: Windhoek, Airport

Windhoek

22 km | 17 Minuten
A

Khomas-Hochland

Grünes Hochplateau in Zentral-Namibia

Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgs­pla­teau liegt im Zentrum Namibias mit der Haupt­stadt Windhoek in seiner Mitte.

Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomas-Hoch­land an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, weshalb diese Stelle Große Rand­stufe genannt wird. Im Osten trifft das Khomas-Hoch­land auf die Kala­hari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indi­schen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vege­ta­tion viel üppiger als in der Kala­hari oder der Namib. In der rich­tigen Jahres­zeit kann man im Khomas-Hoch­land ein grünes Namibia erleben.

In einem Gästehaus bei Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Nicht weit von Windhoek entfernt und doch in idylli­scher Land­schaft gelegen, befindet sich das Gäste­haus auf einer sanften Anhöhe mit traumhaftem Ausblick. Ein besonderes Ambi­ente wird in dem um 1900 erbauten Farmhaus durch eine harmo­ni­sche Kombi­na­tion aus afri­ka­ni­schem und euro­päi­schem Stil sowie antiken und modernen Möbeln erzeugt. Neben der farmei­genen Simm­en­taler Rinderzucht, bei der es sich um eine der ältesten außer­halb von Europa handelt, können auch die auf dem Gelände lebenden Giraffen bestaunt werden.

Alle Mahlzeiten werden frisch zubereitet. Im Pool und auf der Sonnen­ter­rasse kann man sich wunderbar entspannen und den Ausblick in die weite Land­schaft genießen.

Windhoek

Deut­sches Kolo­nial­erbe in Namibias Haup­stadt
Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt. Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Katutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Von Windhoek nach Hamakari

318 km | 3:30 h
Kurz nach Verlassen der Haup­stadt befindet man sich in Namibias stiller Berg­savanne. Bei Okahandja gibt es einen großen Straßen­markt mit afri­ka­ni­schem Kunst­gewerbe.

Groß Barmen

Heiße Quellen im Erho­lungsbad
Das staat­liche Erho­lungs­gebiet grup­piert sich rund um eine heiße Quelle mit warmem, schwefe­ligem Heil­wasser. Das 2014 wieder­er­öffnete Thermalbad umfasst ein Innen- und ein Außen­be­cken. Der Ort ist nach dem dama­ligen Haupt­sitz der Rhei­ni­schen Mission in Barmen benannt. 1844 haben Wupper­taler Missio­nare hier die erste Missi­ons­sta­tion bei den Herero gegründet.

Okahandja

Herero-Tradi­tion und Kunst­handwerksmärkte
Die kleine Stadt 70 Kilometer nörd­lich von Windhoek ist noch heute das wich­tigste kulturelle Zentrum der Herero. In Okahandja liegen auch ihre großen Führer, Samuel Maha­rero, Hosea Kutako und Clemens Kapuo, begr­aben. Alljähr­lich im August findet hier der tradi­tionelle Here­rotag statt – zum Gedenken an die Vernich­tung der Herero am Waterberg unter General von Trotha. An die Kolo­ni­alzeit erin­nern die 1876 errich­tete Rhei­ni­sche Missi­ons­kirche, das älteste Gebäude Namibias über­haupt, der Bahnhof (1901) und das alte Fort. Besonders beliebt bei den Touristen sind die zwei großen Kunst­hand­werkermärkte mit Holzschnitze­reien am Orts­ein­gang und Orts­ausgang von Okahandja.
B

Waterberg

Gewaltiger Tafelberg am Rande der Kalahari

Weithin sichtbar ragt der riesige Tafelberg aus der Savanne hervor. Bei Sonnen­un­ter­gang glüht er rot auf.

Das schwer zugäng­liche Plateau ist zu einem der wich­tigsten Refugien für bedrohte Tier­arten geworden. Spitz- und Breitmaul­nas­hörner leben hier, ebenso Büffel und seltene Antilopen, dazu 200 Vogel­arten und eine große Anzahl Reptilien und Amphibien. Die beste Möglichkeit, das Terrain zu erkunden, ist zu Fuß. Vom Waterberg Park am Fuß des Berges führt ein Pfad durch den Fels nach oben. Dort gibt ein breites Netz von Wander­wegen, vom kurzen Spaziergang bis zur Drei­t­ages­wande­rung.

Zu Gast auf einer Rinderfarm am Waterberg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Mit seinen Gebäuden aus der Kolo­ni­alzeit und den alten Bäumen wirkt die Jagd- und Gästefarm wie eine Fata Morgana inmitten des staub­tro­ckenen Landes.

Die Gastgeber bieten nicht nur einen entspannten, familiären Aufent­halt, sondern auch ein umfang­rei­ches Programm. Dazu gehören die Be­grüßung auf der schat­tigen Terrasse mit haus­gemachter Limo­nade, Besich­tigungen der ökologisch ausge­rich­teten Farm, Wildbe­ob­ach­tung und ein Besuch der Kriegsgräber aus dem Herero-Aufstand gegen die deut­sche Kolo­ni­almacht. Wande­rungen am Waterberg oder auf dem Farmge­lände sind möglich, außerdem Schwimmen im Pool oder Stöbern in der großen Bibliothek. Weiterhin bieten die Gastgeber eine histo­risch und landschaft­lich beein­dru­ckende Farmrundfahrt an, die vor Ort gebucht werden kann.

Deut­scher Friedhof am Waterberg

Erin­ne­rung an den ersten deut­schen Völkermord
Am 11. und 12. August 1904 kam es am Waterberg zur entschei­denden Schlacht zwischen der deut­schen Kolo­ni­almacht und den aufständi­schen Hereros. Danach begann das, was Histo­riker als den ersten deut­schen Völkermord bezeichnen. 2.000 mit Kanonen und Maschi­n­enge­wehren gerüs­tete deut­sche Soldaten standen mehreren Zehn­tausenden Hereros gegenüber. Diese waren der deut­schen Waff­en­technik jedoch nicht gewachsen und wurden unter dem kommandierenden General von Trotha in die wasser­lose Kala­hari abge­drängt, wo sie verdurs­teten. Die wenigen gefal­lenen deut­schen Soldaten sind auf dem Friedhof begr­aben, wo es jeden zweiten Sonntag im August eine gemein­same deutsch-nami­bi­sche Gedenkfeier gibt.

Cheetah Conserva­tion Fund

Reha­zentrum für bedrohte Geparden
Der amerika­ni­sche Verein zum Schutz des Gepards unter­hält in Namibia ein Info-Zentrum inner­halb der Waterberg Conservancy. Der Gepard ist zwar im südli­chen Afrika auf Grund der pionier­haften Arbeit des DeWildt Zentrums bei Pretoria derzeit nicht mehr vom Aussterben bedroht, seine Bestände sind jedoch immer noch gering. Da Geparden taga­ktiv sind und gelegent­lich Schafe rissen, wurden sie in der Vergan­gen­heit von Famern gnadenlos gejagt. Das Cheetah Zentrum liegt rund 45 Kilometer südöst­lich von Otjiwa­rongo.

Von Hamakari nach Rundu

566 km | 6:00 h
Der Waterberg wird von drei Seiten umfahren und so sein gewal­tiges Ausmaß ersicht­lich. Danach wird die Land­schaft zuse­hends trocken. Die einzige nennens­werte Stadt auf der Strecke ist Tsumeb.

Kambaku Wildlife Reserve

Über­nachten unter freiem Himmel
Das Reservat liegt 25 Kilometer nörlich vom Waterberg in der ursprüng­l­i­chen Buschsavanne. Früher weideten dort Rinder; heute leben dort wieder Antilopen, Zebras, Gnus und viele andere. Inzwi­schen sind auch Giraffen, Büffel und Elefanten heimisch. Mitten im Reservat fernab von Straßen befindet sich ein kleines Camp mit nur zwei Zelten. Wer dort über­nachtet, kann Stille und Erha­ben­heit erleben, vor allem aber einen unver­gleich­li­chen Ster­nenhimmel.

Otavi

Klein­stadt mit deut­schen Wurzeln im Maisdreieck
Die 5.000-Einwohner-Stadt liegt zusammen mit Grootfontein und Tsumeb im Otavi-Dreieck, das wegen seines hohen Nieder­schlags und der land­wirt­schaft­li­chen Nutzung auch Maisdreieck genannt wird. Die Stadt ist ein Verkehrs­kno­ten­punkt in Namibia: Hier treffen die Natio­nal­straße B1, der Trans-Caprivi-Highway (B8) und die Haupt­straße C39 zusammen. Drei Kilometer außer­halb von Otavi steht das Khorab Memo­rial. Das Friedensdenkmal erin­nert an die Kapitula­tion der deut­schen Schutz­truppe von Südwe­st­afrika am 9. Juli 1915. Die Deut­sche Privat­schule Otavi ist mit weniger als 20 Schülern von Klasse 1 bis 6 die kleinste deutsch­spra­chige Schule Namibias.

Grootfontein

Wasser­reichste Gegend Namibias
Grootfontein („große Quelle“) gehört zu den wasser­reichsten Gegenden Namibias und liegt bereits in der Übergangszone zum tropisch feuchten Afrika. Ein Museum informiert über die Geschichte der Dorst­land Trekker, Buren vom Kap, die als Nomaden durch Südwe­st­afrika zogen und hier einen Gottes­staat namens „Uping­tonia“ grün­deten. Dieser wur­de aber schon nach wenigen Jahren von der deut­schen Kolo­ni­almacht aufge­löst.
C

Okavango River

Lebensader zwischen Angola und Botswana

Der Okavango ist der viertlängste Fluss in Afrika. Er fließt aus dem regenrei­chen ango­la­ni­schen Hoch­land 1.600 Kilometer nach Südosten und versi­ckert schließ­lich in der Sandwüste Kala­hari.

Dort bildet er ein gewal­tiges Sumpfge­biet, das als eines der letzten Para­diese Afrikas gilt. Vor seinem Eintritt nach Botswana fließt er durch den Caprivi-Streifen im Nord­osten Namibias, wo er die vier Meter hohen Popa-Stromschnellen bei Bagani bildet. Wegen des akuten Wasser­mangels in Namibia bestehen Pläne, den Okavango aufzu­stauen. Das würde jedoch das Ende des einzig­ar­tigen Deltas bedeuten.

Zu Gast in einer Lodge über dem Okavango River

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt am Ufer des Okavango Rivers, zwölf Kilometer west­lich von Rundu. Der parkähn­liche Garten mit großen Bäumen und das schilf­be­stan­dene Ufer stehen in starkem Kontrast zum trockenen Norden Namibias.

Gäste werden in klima­ti­sierten Chalets mit Stroh­dach und Blick auf den Fluss unter­ge­bracht. Neben dem offenen Haupt­haus mit Bar und Restau­rant gibt es einen Swimmingpool.

Rundu

Schnell wach­sende Grenz­stadt am Okavango
Die Haup­stadt der Region Kavango wächst zurzeit schnell und ist mit über 60.000 Einwoh­nern die zweitgrößte Stadt Namibias. Sie liegt, landschaft­lich reizvoll, auf über 1.000 Metern Höhe in dem ansonsten flachen nörd­li­chen Kala­hari-Becken. Der Okavango ist zugleich die Grenze nach Angola und Lebens­ader für das von Fischfang und Land­wirt­schaft lebende Volk der Kavango. Über den Fluss besteht eine Fährver­bindung und somit ein Grenzübergang in den auf ango­la­ni­scher Seite gelegenen Ort Calai.

Living Museum of the Mbunza

Tradi­tioneller Fischfang, Feuer machen und Trommeln bauen
Das Frei­lichtmuseum des Mbunza-Stammes hat zum Ziel, die tradi­tionellen, vorko­lo­nialen Lebens­formen der Menschen am Kavango River zu bewahren und der Kommune ein zusätz­li­ches Einkommen zu sichern. Das Dorf wur­de ausschließ­lich aus Mate­rialien der Umge­bung und nach alten Fotos gebaut. In einem Kurz­programm wird den Besu­chern das tradi­tionelle Fischen erklärt. Darüber hinaus geht es ums Feuerma­chen, das Weben von Matten und die Herstel­lung der Trommeln. Ein Vorbu­chen des Programms ist nicht erforder­lich. In der Regenzeit verwandelt sich das Dorf in eine Insel. Man kann dann den Wagen stehen lassen und wird mit dem Boot abge­holt.

Von Rundu nach Mamili NP

487 km | 5:30 h
Der Caprivi Game Park wird durch­fahren, der in einem der größten unein­gezä­unten Wild­nis­gebiete Afrikas liegt. Im Süden breitet sich die Kala­hari aus, in Angola schließt sich der riesige Cuando Cubango Park an. Im Osten beginnt das Okavan­gogebiet.

Caprivi-Streifen

Tropi­scher Zipfel im Nord­osten Nambias
Die zipfelför­mige Ausbuch­tung Namibias im Nord­osten hat keine geogra­fi­sche, sondern eine histo­ri­sche Ursache. Dass der 460 Kilometer lange und 30 Kilometer breite Streifen zu Namibia gehört, liegt an einem Vertrag, den Deutsch­land und England 1890 unter dem Reichskanzler von Caprivi schlossen. Der Korridor sollte der erste Abschnitt einer Eisen­bahnver­bindung zwischen Deutsch-Südwe­st­afrika und Deutsch-Ostafrika werden. Da er im Osten bis zum Sambesi reicht, wur­de er auch „Deutsch-Sambe­s­i­land“ genannt.
Im Gegen­satz zum übrigen Namibia ist die Land­schaft tropisch, üppig und wasser­reich; es besteht Mala­ria­gefahr. Die vielen Flüsse sind von Sümpfen und Auwäl­dern gesäumt. Zwischen Dezember und März steigt die Luftfeuch­tigkeit bis auf 70 Prozent – bei Tempe­raturen von über 35 Grad. Die afri­ka­ni­schen Wintermo­nate sind daher zum Reisen besser geeignet. Zwei Drittel aller nami­bi­schen Elefanten- und Büffelherden sind hier heimisch, daneben alle großen Tiere Afrikas, die von Zäunen unge­hindert durch das unweg­same Gebiet streifen können.

Bwabwata Park

Dattelpalmen und Affenbrotbäume im Auen­wald
Der über 6.000 Quad­ratki­lometer große Park entstand 2007 aus dem Zusam­menschluss des Caprivi und des Mahango Natio­nalparks. Der Mittel­teil auf beiden Seiten des Trans-Caprivi-High­ways ist mit Mopane-Wäldern bedeckt. Im Osten fällt der Park in die weite Ebene des Kwando ab. Von besonderer Bedeu­tung ist der Auen­wald entlang des Okavango, der mit seinen Dattelpalmen und Baobabs in Namibia einmalig ist. Nachdem in den 1970er Jahren der Tier­be­stand durch den Bürger­krieg in Angola gelitten hat, sind inzwi­schen wieder die Big Five heimisch, daneben Krokodile, Fluss­pferde und sehr viele Wasservögel. Besonders die Marschen des Kwando werden von großen Elefan­ten­herden mit teilweise mehr als 100 Tieren aufge­sucht.

Popafälle

Stromschnellen im Okavango River
Die Fälle bei Bagani sind eigent­lich nur Stromschnellen. Sie fallen maximal vier Meter über einen Felsriegel aus Quarzit, der den Okavango auf der gesamten Breite von über einem Kilometer sperrt. Wäh­rend des Hoch­stands des Okavango zwischen Februar und April sind die Stromschnellen prak­tisch voll­ständig über­schwemmt, in der Trockenzeit liegt der Felsriegel jedoch weitge­hend frei und bildet eine Reihe von Kanälen und Felsen, die man zu Fuß überqueren kann. Der Tiefst­stand wird in der zweiten Oktober­hälfte erreicht. Rings um die Fälle gibt es einen kleinen Wild­park mit einem Rast­lager.
D

Ost-Caprivi

Dünn besiedelte Region mit vielen Wildreservaten

Im Osten weitet sich der Caprivi-Zipfel bis zu einer Nord-Süd-Ausdeh­nung von über 100 Kilome­tern. Der im Süden mäandrie­rende Linyanti River bildet die Grenze zu Botswana.

Im Norden wur­de die Grenze mit dem Lineal gezogen, dahinter liegen Angola und Sambia. Östlich von Katima Mulilo, der Haupt­stadt von Ost-Caprivi ist der Sambesi der Grenzfluss. Im Vier­ländereck von Kazangula gibt es sogar einen Berüh­rungs­punkt mit Simb­abwe. Schon jetzt ist ein großer Fläc­hen­an­teil der dünn besiedelten Region durch Wild­re­servate geschützt. Zukünftig sollen diese Gebiete jedoch zu einem Schutzgebiet vereint werden, dem Kavango-Sambesi-Transfron­tier-Park. Er könnte dann der größte der Erde werden.

Transfer

Sangwali Village - Jackalberry Camp
Ein Chauf­feur bringt Sie von dem Sangwali Village zur Lodge.

Zu Gast in einem Camp im Nkasa Lupala National Park

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das 2015 eröffnete Zelt­camp liegt südlich von Kongola im Nkasa Rupara Natio­nal­park (Mamili) am Ufer des Kwando-Linyanti Rivers, einer abge­schiedenen Bilder­buch­landschaft in der südöst­li­chen Caprivi Region.

Auf der anderen Seite des Flusses liegt Botswana. Der Park ist nicht abge­zäunt, so dass die Tiere sich frei bewegen können und auch gerne mal durchs Camp laufen. Jedes der vier großzügigen Zelte hat ein eigenes Bad, eine Veranda, einen kleinen Kühlschrank und eine Kaffee-/Teesta­tion. Das Camp wird mit Solar­strom betrieben, so dass z.B. auf einen Fön verzichtet werden muss. Steckdosen zum aufladen der Kamera sind im Hauptgebäude vorhanden. Pirschfahrten und geführte Wande­rungen, sowie Boots­touren werden vor Ort ange­boten.

Mamili Natio­nal­park

Größtes Feuchtgebiet Namibias
Der 32.000 Hektar große Natio­nal­park schützt das größte Feuchtgebiet Namibias. Er liegt zwischen den Inseln Nkhasa und Lupala, die durch die Flüsse Kwando und Linyanti gebildet werden. Offi­ziell heißt der Park in der südwest­li­chen Ecke des Caprivi-Zipfels daher auch Nkasa Lupala Natio­nal­park. Während der Trockenzeit können die Inseln über Wege im Park erreicht werden. Nach Regen­fällen steht bis zu 80 % des Bodens unter Wasser, sodass die Inseln dann vom Fest­land abge­schnitten sind. Im Park leben vor allem Tiere, die sich an die Sumpf­landschaft ange­passt haben: Wasserkudus, Büffel, die selten gewor­denen Wildhunde und eine Viel­zahl von Vögel, die das Herz eines jeden Orni­tho­logen höher schlagen lässt. In der Regenzeit (November – April) ist der Park am besten per Boot zu errei­chen. In der Trockenzeit braucht man einen Allradwagen und Erfah­rung.

Transfer

Jackalberry Camp - Sangwali Village
Ein Chauf­feur bringt Sie von der Lodge zum Auto im Sangwali Village.

Von Mamili NP nach Chobe Elephant Park

264 km | 3:30 h
Die Strecke führt durch das Fünf-Länder-Eck zwischen Namibia, Botswana, Sambia, Simb­abwe und Angola.

Katima Mulilo

Haupt­stadt des Ost-Caprivi
Die Stadt liegt am Sambesi, der hier die Grenze zu Sambia bildet. Gegründet wur­de sie 1911 von der deut­schen Kolo­ni­alver­wal­tung, als der Caprivi-Zipfel Deutsch-Südwe­st­afrika zuge­teilt wur­de. Aufgrund der undurch­dringbaren Sumpf­landschaft zwischen Okavango und Kwando war der Caprivi-Streifen jedoch bis in die 1940er Jahre nicht auf dem Landweg zu durch­queren. Daher konnte das 1.250 Kilometer von Windhoek entfernte Katima Mulilo nur über Botswana oder Sambia erreicht werden. Witte­rungs­bedingt waren auch diese Wege oft unpas­sierbar, sodass Ostca­privi bis ins 21. Jahr­hun­dert weitge­hend abge­schnitten war. Mit dem Bau des Trans Caprivi High­ways hat sich das deut­lich geändert. Den Schluss­stein dieses Mammut­projekts bildete die Eröff­nung der Katima-Mulilo Brücke 2004.
E

Chobe Elephant Park

Große Elefantenherden im Chobe

Der Park liegt west­lich von Kasane in Botswana und ist das ganze Jahr über geöffnet. Durch das circa 12.000 Quad­ratki­lometer große Gebiet führen Sand­wege, die man nur mit Allradfahrzeugen befahren sollte.

Wegen der Tier­er­leb­nisse besonders lohnens­wert sind Flussfahrten und Game Drives, die in den Camps und Lodges am Chobe direkt zu buchen sind. Lebens­ader des Parks ist der Chobe River im Norden, der weite Teile regelmäßig überflutet. Die Tierwelt ist extrem vielfältig: Löwen, Geparden, Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, Krokodile, Fluss­pferde und Affen sind zu sehen. Besonders bekannt ist der Park aber für seine großen Elefan­ten­herden, die nach­mit­tags zum Fluss ziehen, um zu baden und zu trinken.

Zu Gast in der Bakwena Lodge

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Die Lodge zwischen Kazangula und Kasane liegt direkt am Chobe River. „Bakwena“ ist der Name des wich­tigsten Stammes in Botswana und heißt “Volk des Krokodils".

Die zehn strohge­deckten Rundhütten stehen auf Holz­platt­formen unter mäch­tigen Akazien am Fluss. Jede Einheit hat ein Bad mit Außendu­sche und eine Veranda mit Sofa. Mittel­punkt der Lodge ist die tradi­tionelle Lapa mit einem offenen Restau­rant, einer Feuer­stelle und der Rain Tree Bar, wo man mit Rangern und anderen Gästen ins Gespräch kommt. Alles wirkt sehr kreativ – von der Einrich­tung des Restau­rants mit selbst gemachtem Kunst­gewerbe bis zu den phan­ta­sievoll ange­rich­teten Mahlzeiten. Pirschfahrten im Jeep und Bootsfahrten auf dem Chobe werden ange­boten, daneben Angeln, Wandern und geführte Besuche in einem Nach­bardorf.

Ausflug (OPTIONAL)

Besuch der Victoria-Fälle (ganztägig)

Ein Fahrer bringt Sie morgens zu den Victoria Fällen und holt Sie am Nach­mittag wieder ab. Vor Ort können Sie die Fälle eigen­ständig erkunden.

Ein gut ausge­bautes Wegenetz führt zu zahlrei­chen Aussichts­punkten, die immer wieder neue Blickwinkel auf die maje­s­tä­ti­sche Naturkulisse eröffnen. Auf einer Länge von rund 1700 Metern und einer Höhe von etwa 100 Metern stürzen die Wasser­massen vor den schroffen Felswänden in die Tiefe und kreieren bunt schimmernde Regenbögen. Wie ein feiner Sprüh­r­egen legen sich verwirbelte Wassertröpfchen über die Szenerie und lassen die umliegenden Hänge mit einer üppig grünen Vege­ta­tion erblühen.

Kazungula

Flussfähre im Vier­ländereck
Die Stadt liegt im Vier­ländereck nörd­lich des Sambesi auf dem Staats­gebiet von Sambia. Im Fluss, der hier 400 Meter breit ist, berühren sich vier Staaten: Simb­abwe, Botswana, Namibia und Sambia. In Kazangula geht eine Fähre über den Fluss. Sie ist die einzige direkte Verbindung zwischen Sambia und Botswana. Rings um die Stadt wird an der ausge­dehnten Flus­saue Rinderzucht betrieben.

Von Chobe Elephant Park nach Gweta

395 km | 5:00 h
Die Strecke führt nach Süden in die Kala­hari hinein. Auf der langen Strecke gibt es keine nennens­werten Ortschaften.

Kazuma Pan

Gras­be­wach­sene Pfanne mit hoher Biodiver­sität
Der über 300 Quad­ratki­lometer große Kazuma Pan National Park liegt im äußersten Nordwesten von Simb­abwe. Anders als die meisten Parks des Landes wird er von einer weiten Ebene, der Kazuma-Pfanne, geprägt. Die Zahl der Tiere ist nicht so hoch, dafür ist die Mischung aber attraktiv. Neben zahlrei­chen Vogel­arten kommen Antilopen, Geparden, Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Giraffen vor. Saiso­nale Über­schwem­mungen ziehen Scharen von Wasservögeln an.

Nata Bird Sanctuary

Vogel­pa­ra­dies auf der Sua Pan
Das einzige Vogel­schutzgebiet der Region liegt zur Hälfte auf dem Gebiet der Sua-Salzpfanne. Der Erlös aus dem Projekt kommt den Gemeinden der Umge­bung zu Gute. 165 Vogel­arten, darunter Kingfisher, Bienenfresser, Adler, Milane und Strauße, sind hier beheimatet. Wenn der Nata River den Sommer­regen aus Zimb­abwe bringt und die Pfannen mit einer seichten Wasser­schicht bedeckt, kommen Wasservögel aus ganz Afrika dazu. Dann brüten die Flamingos und verwandeln die Wasser­fläche in ein rosafarbenes Tuch – ein unver­gleich­li­cher Anblick. Auch Antilopen, Affen und Schakale sind hier zu finden. Ein künst­li­ches Wasserloch ist geplant. Am Parkein­gang neben dem Camping­platz stößt man auf ein Naturwunder: den gigan­ti­schen, 1992 umge­stürzten Baobab, der nun horizontal weiterwächst und sogar neue Triebe entlang des Stammes bildet.
F

Makgadikgadi

Flirrende Luftspiegelungen über den drittgrößten Salzpfannen der Erde

Der Makga­dikgadi Pans National Park besteht aus einer Viel­zahl größerer und kleinerer Salzpfannen. Mit einer Ausdeh­nung über mehr als 8400 Quad­ratki­lome­tern gelten sie, nach dem Salar de Uyuni in Bolivien und der Großen Salz­wüste in Utah, als eine der größten Salzpfannen der Erde.

Die wich­tigsten Zuflüsse sind der Nata in die Sowa-Pfanne und der aus dem Okavango Delta kommende Boteti, der saisonal die Ntwetwe-Pfanne speist. Die Pfan­nen ent­stehen durch versi­ckerndes und verduns­tendes Wasser, das eine Mine­ral­schicht zurück­lässt. Bei Hitze entstehen Luft­spiege­lungen, die die endlosen Ebenen wie ein gewal­tiges Meer aussehen lassen. In den Regenmo­naten füllen sie sich kurzzeitig mit Wasser und verwandeln die Region dann in ein fruchtbares Para­dies. Mit der aufkom­menden Trockenzeit ziehen die zahlrei­chen Tiere weiter in die Savannen im Süden oder ins Okavango Delta.

Zu Gast in der Planet Baobab Lodge

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die einfache Lodge liegt an den Makga­dikgadi Salzpfannen zwischen Maun und Nata und ist damit ideal für einen Über­nach­tungs­stopp zwischen dem Okavango Delta und dem Chobe Park bzw.

den Vic Falls. Um das Camp aus tradi­tionellen Lehmhütten (mit eigenem Bad) stehen gewal­tige Baobabbäume, die z. T. über 4000 Jahre (!) alt sind. Im benach­barten Dorf, durch das man alleine ebenso gut gehen kann wie mit einem von der Lodge vermit­telten Führer, trifft man auf tradi­tionelles afri­ka­ni­sches Land­leben, kann Maisbier trinken oder sich von Heilern die Zukunft weis­sagen lassen. Unter­schied­liche Ausflüge, nicht nur in die Salzpfannen, werden vor Ort ange­boten.

Von Gweta nach Kanana

Flug

Von Gweta nach Kanana

303 km | 8:30 h

Baines Baobabs

Affenbrotbäume am Rande der Salzpfanne
Nachdem David Livings­tone den Landschafts­maler Thomas Baines des Dieb­stahls bezich­tigte, wur­de er von der Expedi­tion zu den Victoria-Fällen ausge­schlossen. Stattdessen unter­nahm er eine Forschungs­reise durch das heutige Botswana. 1861 malte er im Gebiet des heutigen Nxai-Pan-Natio­nalparks eine Gruppe mäch­tiger Baobabs, die heute noch genauso dastehen. Die Baines Baobabs sind heute wohl die bekann­teste Gruppe von Baobabs im südli­chen Afrika.

Nxai Pan Natio­nal­park

Salzpfannen und Mopane-Wälder
Der Natio­nal­park nörd­lich vom Makga­dikgadi Pans Natio­nal­park ist nach der hakenför­migen Stange benannt, mit der die San Springhasen aus ihren unter­irdi­schen Gängen ausgegr­aben haben. Im Süden des Natio­nalparks, zwischen der Teer­straße und dem Parkein­gang, liegt die Kudiakam Pan, im Norden des Parkes die Nxai Pan und im Nord­osten die Kgama Pan. Die Salzpfannen gehören zum System der Makga­dikgadi-Salzpfannen und sind die Über­reste eines großen Sees. In Jahren mit starken Regen­fällen können sich die Salzpfannen wieder mit Wasser füllen. Außer­halb der Salzpfannen ist der Natio­nal­park geprägt von Gras­landschaften einer typi­schen Trockensavanne und Mopane Wald, einigen Ansamm­lungen von Schirmaka­zien und Baobabs.

Flug

Von Maun nach Kanana
G

Okavango-Delta

Afrikas geheimnisvollstes Tierparadies

Das undurch­dring­liche Sumpfge­biet im Norden der Kala­hari gehört zu den schönsten Landschaften der Welt und den letzten Para­diesen Afrikas. Es wird durch den aus dem regenrei­chen Angola kommenden Okavango gebildet, der in ungezählten Kanälen, Seen und Flüssen auf einer Fläche von über 20.000 Quad­ratki­lome­tern versi­ckert.

Im Winter, zwischen Mai und September, sind die Tage warm und die Nächte kühl. Obwohl dann Trockenzeit herrscht, ist der Wasser­stand im Delta am höchsten. Die Flut kommt aufgrund der hohen Vege­ta­ti­ons­dichte erst mit Verzöge­rung an. Das ist die Zeit der Mokoros, mit denen das Delta dann erkundet werden kann. In den tradi­tionellen Einbaumbooten finden drei Personen Platz, in der Regel der persön­liche Führer und zwei Gäste. Im Sommer, von Oktober bis April, herrscht Regenzeit. Die Tempe­raturen steigen dann auf 35 °C am Tag und fallen nachts selten unter 20 °C. Der Wasser­spiegel sinkt, und das Delta verwandelt sich in grünes, fruchtbares Schwemm­land.

Tier- und Pflanzenwelt sind von einzig­ar­tiger Viel­falt und Faszi­na­tion, da die klima­ti­schen Bedingungen von Wüste und Feuchtgebiet hier zusam­men­kommen. Das Delta wur­de erst vor gut 200 Jahren besiedelt, und noch heute ist die ursprüng­l­iche Schön­heit des Kontin­ents erhalten. Allerdings ist heute – nach der Ausrot­tung der Tsetse-Fliege – der südliche Teil durch Überweidung gefährdet. Der noch spär­liche Tourismus beschränkt sich haupt­säch­lich auf die Rand­region des Deltas. Da ein Bauverbot besteht, werden die Besu­cher in Zelten unter­ge­bracht, nach deren Abbau sich die Plätze schnell rege­ne­rieren. Die meisten Luxus­camps im Inneren des Deltas sind nur mit dem Flugzeug zu errei­chen.

Zu Gast im Kanana Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Kanana ist das Wort für Para­dies in Setswana. Das Camp besteht aus acht auf Stelzen gebauten Luxus­zelten. Die Haupt­lodge steht eben­falls auf einer Holz­platt­form und hat einen weiten Blick über die Ebene. Die Umge­bung ist vor allem für die hohe Dichte an Leoparden und seine Vogelwelt bekannt, deren Viel­falt vermut­lich nur noch im Amazo­nas­be­cken ihres­glei­chen findet. Ausflüge werden vorzugs­weise mit Mokoros, den einheimi­schen Einbaumbooten, oder zu Fuß gemacht, um ein ganzheit­li­ches Buscher­lebnis zu ermög­li­chen. Zwar sieht man zu Fuß weniger Tiere als im Jeep, dafür ist man Teil der Wildnis und nimmt die Geräu­sche und die Stille wahr. Darüber hinaus werden 4x4-Ausflüge und Bootsfahrten zur Xo Lagune ange­boten, sofern genügend Wasser vorhanden ist.

Wer mindes­tens drei Nächte in Kanana verbringt, hat die einzig­ar­tige Möglichkeit, einmal im Freien zu schlafen. Das Kanana Sleep-Out-Deck ist ein Hoch­stand, der direkt neben einem Wasserloch fernab der Lodge errichtet ist. So kann man die afri­ka­ni­sche Nacht besonders intensiv erleben. Die Konstruk­tion besteht aus zwei Ebenen. Oben ist das Lager aufge­baut, eine Etage tiefer ist die Toilette, sodass niemand gezwungen ist, den sicheren Bereich des Hoch­stands zu verlassen. 
(Ein Guide über­nachtet in unmit­telbarer Nähe, falls Sie entscheiden, ins Camp zurückzu­kehren.)

Chief's Island

Savan­nen­insel im Sumpfge­biet
Die Insel im Okavango-Delta ist ungefähr 1.000 Quad­ratki­lometer groß und trägt ihren Namen nach Chief Moremi, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hier sein persön­li­ches Jagdgebiet hatte. In den 1970er Jahren wur­de Chief's Island Teil des Moremi Wild­schutzgebiets. Auf der gesamten Insel dürfen keine Straßen und festen Häuser gebaut werden. Der Bewuchs ist spär­lich und steht im Kontrast zum übrigen Delta: Wogende Grassteppen, lichte Mopa­ne­wälder und Savannen mit Schirmaka­zien wech­seln einander ab.

Flug

Nach Maun
Der Rückflug am Ende des Aufent­haltes ist gegen Mittag, sodass genug Zeit zur Weiter­reise bleibt.
H

Maun

Tor zum Okavango-Delta

Die circa 30.000 Einwohner zähl­ende Stadt ist Ausgangs­punkt für sämt­liche Touren in das angrenzende Okavango-Delta.

Maun besitzt keinen Stadt­kern im eigent­li­chen Sinne und nur einige große Straßen sind asphal­tiert. Das Zentrum bilden zum einen der Flughafen mit einigen angrenzenden Safa­river­an­staltern und Cafés und zum anderen die Anlagen des Cresta Riley’s Hotel mit ange­schlos­sener Werk­statt. Das Stadt­bild wird von Bara­cken und Hütten bestimmt, oft in tradi­tioneller Rundbauweise aus Lehm. Alle Lodges im Okavango-Delta unter­halten Büros am örtli­chen Flughafen. Die Einwohner leben fast ausschließ­lich vom Tourismus.

Zu Gast in einer Lodge am Thamalakane River

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt ruhig am Fluss­ufer, etwa 20 Automi­nuten von Maun entfernt, auf dem Weg Rich­tung Moremi National Park.

Die zehn reetge­deckten Steinhütten bieten viel Platz im Innenbereich und eine Veranda mit Blick auf den Fluss. Neben der offenen Boma, wo die Mahlzeiten serviert werden, gibt es einen Pool mit Sonnen­deck. Das Restau­rant bietet wech­selnde à-la-carte-Menüs an. Tages­ausflüge in den Moremi Natio­nal­park werden ange­boten, ebenso Reit­ausflüge oder Mokorofahrten in die Randbereiche des Okavango Deltas.

Von Maun nach Buitepos

541 km | 6:30 h
Obwohl nur ein Bruch­teil der Kala­hari durch­fahren wird, gibt die Strecke einen Eindruck von der Riesenhaf­tigkeit der Wüste. Die Straßen sind leer und hervor­ra­gend – bis auf Ghanzi und Maun, wo man sich vor Eseln, Karren, Hühnern und Ziegen in Acht nehmen muss.

Ghanzi

Streu­sied­lung von einför­migen Well­blechhütten
Die Stadt mit ca. 6.000 Einwoh­nern ist eher eine weit ange­legte Streu­sied­lung von einför­migen Well­blechhütten und atmet noch den Geist der Front-Sied­lung, welche die  Engländer einst gegen den landhung­rigen deut­schen Kolo­nialismus erbauten. Obwohl Ghanzi einen verschlafenen und staubigen Wild-West-Eindruck macht, ist es das wich­tigste Wirt­schafts­zentrum für einen großen Einzugsbe­reich. Der Name stammt aus der Sprache der San und bezeichnet ein Musik­in­stru­ment, beste­hend aus einer Saite und einer Kale­basse.

Kanana

Oase in der Kala­hari
Mitten in der endlosen, trockenen Ebene der Kala­hari liegt Kanana, eine Oase auf einem wasser­rei­chen Höhenzug aus Kalk­stein. Über Jahrzehnte wur­de das Land als Rinderfarm benutzt. Seit einiger Zeit ist das einzig­ar­tige Ökosystem renatu­riert und zieht zahl­lose Tiere an: Herden mit über hundert Eland­an­tilopen werden regelmäßig gesichtet, daneben Springböcke, Gnus und Kudus. Zebras und Giraffen, Steinböcke und Warzenschweine gedeihen hier prächtig. Die Wilddichte zieht Raubtiere an, vor allem Leoparden und Geparden, den anderswo vom Aussterben bedrohten Wildhund, den Schakal und die Hyäne. Wer sich für Reptilien, Vögel und kleinere Säuge­tiere inter­es­siert, wird faszi­niert sein von Kanana. Daneben gibt es mehrere Arten von Fledermäusen, Adlern, Geiern und Schildkröten.
I

Kalahari

Rote Dünen, weiße Gräser, schimmernde Salzpfannen

Die 1,2 Millionen Quad­ratki­lometer große Senke bedeckt einen großen Teil des südli­chen Afrikas. Das voll­kommen flache Becken reicht von Süda­frika über Namibia bis Angola und nimmt den größten Teil Botswanas ein.

Nach Osten erstreckt sie sich bis Zambia und Zimb­abwe. Eigent­lich ist die Kala­hari eine Trockensavanne, wird aber wegen des roten Sandes als Wüste bezeichnet. Charak­te­ris­tisch sind die soge­nannten Pfannen, in denen der selten fallende Regen zusam­men­läuft und bald wieder verdunstet. Zurück bleibt dann eine weiß-gelb­liche Salzkruste. Berühm­testes Beispiel ist die Etosha-Pfanne in Namibia. Obwohl es kein Ober­fläc­hen­wasser gibt, ist die Kala­hari über­ra­schend wild­reich. Die Tiere ziehen – von Zäunen unge­hindert – hin und her, immer dem Regen nach.

Zu Gast auf einer Wildfarm bei Gobabis

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die kleine Lodge liegt auf einer 4.000 Hektar großen Wildfarm in der Kala­hari an der Grenze zu Botswana, 80 Kilometer östlich von Gobabis – ein idealer Ort für einen Zwischen­stopp zwischen Namibia und dem Okavango-Delta.

Die Gastgeber, die auch Deutsch spre­chen, prägen den Betrieb mit ihrer aufmerk­samen und persön­li­chen Gastfreundschaft. Vom Garten unter einheimi­schen Dornenbäumen aus über­blickt man ein Wasserloch, das nachts beleuchtet ist und Wild und Raubtiere anzieht. 4x4-Ausflüge in die Kala­hari werden ange­boten, eben­falls eine Wildpirsch zu Fuß, bei der es um kleinere Tiere und ums Spurenlesen geht.

Buitepos

Verschlafener Grenzposten am Trans-Kala­hari-Highway
Der kleiner Ort in Ostnamibia liegt am Grenzübergang nach Botswana. Die Grenz­sta­tion auf botswa­ni­scher Seite ist Mamuno.
Rings um den Ort gibt es ein paar private Wildparks und Lodges, außerdem einen Laden und eine Tank­stelle.

Von Buitepos nach Windhoek

289 km | 3:30 h
Dichtes Busch­land und große Wilddichte prägt die Kala­hari in Namibia. Schilder warnen vor Kolli­sionen mit großen Tieren, die sich besonders nachts gern auf der Straße aufhalten. Gobabis ist die einzige nennens­werte, wenn auch etwas gesichts­lose Ansied­lung auf der Strecke.

Gobabis

Ehema­lige Missi­ons­sta­tion im Omaheke-Land
Der Ort an der B6 ist das Zentrum des Omaheke-Lands im Westen der Kala­hari. Das von den Weißen auch „Sandveld“ genannte Gebiet umfasst mehr als 80.000 Quad­ratki­lometer und war tradi­tionell das Sied­lungs­gebiet der Herero. Heute ist das Land in Farmen einge­teilt, auf denen meist Rinderzucht betrieben wird. Gegründet wur­de der Ort von der Rhei­ni­schen Missi­ons­ge­sellschaft. Die Gegend galt als unruhig; ständig gab es kriege­ri­sche Ausein­ander­setzungen zwischen den Herero und den im Süden siedelnden Nama. Weiße Siedler ließen sich darum nur sehr zöger­lich hier nieder. Die Distrikt­haupt­stadt Gobabis hat heute rund 18000 Einwohner und dient im wesent­li­chen der Versorgung der rund 800 Farmen in der Region, viele haben deutsch­stäm­mige Eigen­tümer.

Witvlei

Kala­hari-Sied­lung mit Geschichte
Der afri­ka­anse Name heißt so viel wie weiße Pfanne, wobei man als „vlei“ eine Salz- oder Mine­r­al­pfanne bezeichnet, die nur zu Regenzeiten mit Wasser gefüllt ist. Der Ort auf 1455 Metern Höhe hat etwa 2000 Einwohner und gehört zu den ältesten Sied­lungen Namibias. 1864 fand hier eine Schlacht zwischen Herero und Nama statt. Wie in vielen Orten, so wurden auch in Witvlei während der Apart­heid unter­schied­liche Wohn­gebiete für die schwarze und weiße Bevöl­ke­rung geschaffen, die heute noch sichtbar sind.
J

Windhoek

Deutsches Kolonialerbe in Namibias Haupstadt

Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt.

Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Katutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Gäste­haus der geho­benen Klasse liegt zentrumsnah in einem stillen Vorort von Windhoek. Jedes Zimmer hat einen Zugang zur Veranda.

Die Open-Air-Lounge und der Garten mit kleinem Pool und Sonnenliegen laden zur Entspan­nung unter freiem Himmel ein. Das Innere der Lodge und die rund zehn Zimmer überzeugen durch schlichte Eleganz in einem kolo­nial anmu­tenden Landhaus­stil, ohne jedoch auf Annehm­lichkeiten wie Klima­anlage und Minibar zu verzichten. Morgens wird ein gutes Früh­stück im Buffet­stil ange­boten.

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit
Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und 100 Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

Katutura

Town­ship von Windhoek
Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950er Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

Daan-Viljoen-Wild­park

Steile Berge, Hoch­landsavanne
Der 40 Quad­ratki­lometer große Wild­park liegt west­lich von Windhoek im Khomashoch­land. Steile Berge, tiefe Täler, Hoch­landsavanne und Dornbü­sche machen den besonderen Reiz der Land­schaft aus, die bekannt ist für ihre vielen Vogel­arten. Wande­rungen und Rundfahrten im eigenen Wagen sind möglich. Dabei kann man Wild­tieren begegnen, darunter Kudu, Oryx, Strei­fengnu und Bergzebra.

Windhoek

Mietwagenabgabe

Windhoek

44 km | 32 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Windhoek, Airport

17 Tage
ab 5.049,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Flüge (wie oben aufgeführt)
  • Avis-Permit für Botswana (vor Ort zu zahlen)
  • Air Rescue Versicherung

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–November

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Das Afrika Team

Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
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