28.08.2015

Costa Ricareise von Heinz Asam

In jedem Schlauchboot sitzt ein Profi-Kapitän.

Liebe Frau Hellack,

Hier kommt der versprochene Reisebericht.

Vor zwei Jahren hat uns Umfulana, damals gefunden im Internet, eine tolle Südafrika-Reise zusammengestellt. Es lag also nahe, auch für unser Traumziel 2015 bei Ihnen nachzufragen. War Südafrika schon ein Highlight in unserem Urlauber-Leben, hat uns Costa Rica einfach komplett beeindruckt. Natürlich ist dieser Staat allein durch seine liebenswürdigen, hilfsbereiten Einwohner und die sensationelle Landschaft einen Besuch wert, aber die zusammen mit Ihnen ausgesuchte Route, die außergewöhnlichen Unterkünfte und die Zuverlässigkeit der Partner-Agentur Albee in Costa Rica haben alles perfekt abgerundet.

Alle Transfers haben super geklappt, auch das Mietauto wurde fast pünktlich gebracht und wieder abgeholt. Es war ein schöner Service, dass wir uns da um nichts kümmern mussten. Der vorgebuchte Ausflug zum Arenal-Vulkan war sehr informativ, und dass wir Guide und Fahrer für uns allein hatten, ein richtiger Luxus. Dank der Voucher waren sämtliche Formalitäten immer sehr schnell erledigt und wir konnten unseren Urlaub genießen. Das Notfall-Handy gibt Sicherheit, wir haben es einmal kurz gebraucht, weil wir nicht ganz sicher waren, an welchen Tag das Auto abgeholt wird.

Es würde den Rahmen sprengen, alle Hotels und Lodges einzeln zu bewerten. Unser Weg führte von San Jose (Indigo Hotel) zur Pacuare Lodge, dann weiter nach Puerto Viejo in die Shawandha Lodge auf der karibischen Seite mitten im Regenwald. Von dort nach Sarapiqui (Hacienda La Isla) und anschließend Richtung La Fortuna zum Arenal Vulkan ins Arenal-Manoa-Resort. Dann besuchten wir den Tenorio Nationalpark und wohnten in Bijagua de Upsala (Tenorio Lodge). Nächste Stationen waren Tamarindo am Pazifik (traumhaftes Bed&Breakfast-Appartement Sueno del Mar) und etwas südlicher nach Ostional im Hotel Luna Azul. Die letzte Station war dann leider schon wieder nahe San Jose auf der Finca Rosa Blanca (Kaffeeplantage). Wir wurden überall sehr freundlich empfangen, alle Zimmer waren bestens ausgestattet, jede Unterkunft war auf ihre eigene Art und Weise etwas Besonderes. Wenn wir so überlegen, was das besondere Highlight war, fällt uns besonders die Pacuare Lodge ein: Die Hin- und Rückfahrt per Rafting war natürlich besonders spannend. 

Wir hatten das vorher nie gemacht und schon ein wenig Sorge, ob alles gut geht. Man merkte jedoch schnell, dass in jedem Schlauchboot ein Profi als "Kapitän" hinten Kommandos gab und für Sicherheit sorgte. Im Gegensatz zu den anderen Leadern hat Ray in unserem Boot den Wasserspaß allerdings manchmal ein wenig übertrieben, was unsere kleine Zweit-Kamera leider nicht überlebt hat. Trotzdem hat dieses Abenteuer Spaß gemacht und wir sind patschnass, aber wohlbehalten an der Pacuare-Lodge angekommen. Die einzeln, mitten im Regenwald stehenden Unterkünfte sind ein Traum. Es gibt in der ganzen Lodge keinen Strom. In den Bungalows gibt es Kerzen und die Küche zaubert am Holzfeuer mittags und abends hervorragendes Essen. Bemerkenswert ist, dass die Rafting-Kapitäne im Restaurant auch als Kellner arbeiten - und das professioneller als in manchem Sterne-Hotel. Auch die kostenlose, zweistündige Führung durch den Regenwald wird vom Pacuare-Personal durchgeführt. Während unseres Aufenthalts haben wir Brüllaffen, Tukane, Kolibris und andere Vogelarten, Schmetterlinge und viel Kleingetier gesehen.

Ein weiteres Highlight war am Ende der Reise die Unterkunft Luna Azul, einmal wegen der wirklich besonders ausgesuchten Gastfreundlichkeit der Besitzer Rolf und Andreas, zum Anderen ist es eine sehr spannende Gegend am Pazifik, wir haben eine wunderbare Nachtwanderung am Strand gemacht und Schildkröten bei der Eiablage sehen können. Bei Nachtwanderung fällt uns der Spaziergang im Dunkeln an der Tenorio-Lodge ein, wo wir mehr Frösche gesehen haben, als in unserem ganzen bisherigen Leben. 

Richtig negative Erlebnisse hatten wir gar nicht. Alle Costa-Ricaner waren sehr nett, man merkt ihnen den Stolz auf ihr schönes Land an, und sie freuen sich, wenn sie Touristen daran teilhaben lassen können. Die ungeteerte Straße vom Arenal-See zur Tenorio-Lodge, war fast nicht befahrbar und wir waren einige Stunden länger unterwegs, als angekündigt. Da hätten wir uns eine Warnung im Reisebericht gewünscht, vielleicht hätten wir uns dann für den geteerten Umweg entschieden. Überrascht hat uns das Preisniveau in den Unterkünften bei Essen und Getränken. Manchmal hat man ja keine andere Wahl als vor Ort zu essen. Aber: Es war immer und überall sehr lecker! Wir haben, wenn wir unterwegs waren, auch gern in einem Soda gegessen – und wurden auch da nie enttäuscht.

Wir wären überall gern länger geblieben. Wenn wir überlegen, worauf wir am Ehesten hätten verzichten können, fällt uns nur die Hacienda La Isla ein. Auch wieder schön gelegen, und schön angelegt, eine Kolonie Brüllaffen vor der Haustür – und auch hier sehr nette Gastgeber und sehr leckeres Essen. Aber im Ganzen schon ein bisschen angestaubt und in die Jahre gekommen. Besonders das Badezimmer hinkt im Vergleich zu den anderen Unterkünften deutlich hinterher.

Diese Reise war ein wunderbares Erlebnis, wir danken für die tolle Organisation.

Bis zum nächstenmal
Heinz Asam und Susanne Stockmann





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