Heidelberg

Ursprung der deutschen Romantik: Heidelberg

Ursprung der deutschen Romantik: Heidelberg

Romantische Universitätsstadt am Neckar

Die Hauptstadt der Kurpfalz liegt an der Stelle, wo der Neckar aus dem Odenwald in die Rheinebene eintritt. Sie gilt als Wiege der deutschen Romantik, die Dichter wie Brentano, Arnim oder Eichendorff inspiriert hat. Die Stadt wird Ende des 12 Jahrhunderts erstmals erwähnt. 200 Jahre später entsteht dann die Universität und das Schloss unter Pfalzgraf Ruprecht. 1693 wurden Stadt und Schloss zerstört und im 18. Jahrhundert im barocken Stil wieder aufgebaut. Hoch über dem Dächergewirr der Altstadt erhebt sich majestätisch die Ruine des Heidelberger Schlosses – nach Lage, Größe und Schönheit die großartigste in Deutschland. Den klassisch-romantischen Blick auf Alt Heidelberg und das Schloss hat man vom Philosophengärtchen am Philosophenweg über dem Nordufer des Neckars.



Sehenswürdigkeiten Heidelberg


Alte Brücke

Barocke Fußgängerbrücke

Die barocke Karl-Theodor-Brücke gehört zu Deutschlands ältesten Brückenbauten und wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Es gab viele Vorgängerbauten aus Holz, die jedoch wiederholt durch treibende Eisschollen zerstört wurden. In ihrer heutigen Form wurde sie 1788 erbaut, jedoch wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Pfeiler von der Wehrmacht gesprengt, um die vorrückenden alliierten Truppen aufzuhalten. Bereits 1947 war die Brücke vollständig rekonstruiert. Am Südende der Alten Brücke steht das mittelalterliche Brückentor mit seinen 28 Meter hohen Doppeltürmen. Ursprünglich war es Teil der Stadtbefestigung. Am Tor wurde Brückenzoll entrichtet, bei Gefahr konnte es durch ein Falltor verschlossen werden. 


Heidelberger Schloss

Vom prachtvollen Renaissancebau zum Sinnbild der Vergänglichkeit

Die Schlossruine hoch über der Altstadt von Heidelberg ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Die wehrhafte Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde in der Renaissance zur prachtvollen Residenz der Pfälzer Kurfürsten ausgebaut. Nach den Zerstörungen 1689 und 1693 durch die Franzosen wurde das Schloss nur zögern restauriert. 1764 besiegelte ein verheerender Brand nach Blitzschlag alle Bemühungen. Der Bau wurde aufgegeben und die Ruine als Steinbruch für das neue Schwetzinger Sommerschloss und später für die Heidelberger Bürger verwendet. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die malerische Ruine von Literaten als Sinnbild für Vergänglichkeit entdeckt. Während der napoleonischen Kriege wurde sie  zum patriotischen Monument umgedeutet. 


Philosphenweg

Geschichtsträchtiger Aussichtsspaziergang

Der Name stammt aus einer Zeit, als alle Studenten vor Beginn ihres Fachstudiums die sieben freien Künste studieren mussten, die unter dem Fach Philosophie zusammengefasst waren. So waren es vermutlich weniger die Gelehrten als die Studenten, die den Weg als idealen Ort für romantische Spaziergänge und ungestörte Zweisamkeiten entdeckten. Die untere Hälfte führt steil und gewunden auf den ersten 700 Metern durch eine der teuersten Wohngegenden Heidelbergs. Dann geht es fast eben weiter. Am Philosophengärtchen hat man den besten Blick über den Neckar auf die Heidelberger Altstadt, den Königstuhl und das Schloss, aber auch hinaus in die Rheinebene. 

Umfulana Route:
www.komoot.de




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