Mosel

Romantik und Wein: Cochem an der Mosel

Romantik und Wein: Cochem an der Mosel

Romantik und Wein in einer uralten Kulturlandschaft

Der längste Nebenfluss des Rheins entspringt in den Vogesen, bildet eine Weile die Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland und mäandriert dann gemächlich in einem tief eingeschnittenen Tal durch die waldreichen Mittelgebirge Eifel und Hunsrück. Der Abschnitt zwischen Bernkastel und Cochem gilt als der schönste, weil man dort das findet, was man im industrialisierten Rheintal nur noch ahnt: die Romantik einer uralten Kulturlandschaft. Dörfer und Städte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, liegen im Schatten geheimnisvoller Burgruinen und sind umgeben von Weingärten, die Generationen von Winzern den Steilhängen des Tals abgerungen haben. Entlang der Mosel führen herrliche Wanderwege (bezeichnet durch ein „M“), mal auf der Höhe durch Wälder oder mittelalterliche Ortschaften, mal durch Weinberge oder stille Seitentäler. An einigen Stellen folgt der Wanderweg der Via Ausonia, einer römischen Handelsstraße. 



Sehenswürdigkeiten Mosel


Beilstein

Das „Dornröschen der Mosel“

Das winzige Dorf mit 140 Einwohnern war im Hochmittelalter einmal eine Stadt, bevor es in der Franzosenzeit Ende des 17. Jahrhunderts in der Bedeutungslosigkeit versank und die Zeit stehen blieb. Bautätigkeiten kamen zum Erliegen, weshalb Beilstein heute eines der am besten erhaltenen historischen Ortsbilder an der Mosel hat. Überragt wird der Ort, der auch Miniatur-Rothenburg oder ‚Dornröschen der Mosel‘ genannt wird, von der Ruine Metternich, die einst dem gleichnamigen Fürstengeschlecht gehörte. Im Juli und August jeden Jahres wird der Beilsteiner Märchensommer ausgerichtet, bei dem das Marionettentheater aus Cochem im Weinbaumuseum Märchen aufführt. 


Burg Eltz

Romantische Burg im dichten Wald

Versteckt im dichten Wald des Elzbachtals ragen die Mauern einer romantischen Märchenburg auf. Burg Elz gilt als die deutsche Musterburg. Sie wurde nie zerstört wurde und zierte viele Jahre den 500-DM Schein. Im Jahre 1268 wurde sie unter drei Nachkommen aufgeteilt, die nun gemeinsam die enge Burg bewohnten. Jede Linie baute im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen Trakt aus und fügte zahllose Türmchen, Erker und andere Elemente an. Führungen werden angeboten. Man erreicht die Burg zu Fuß von Moselkern aus oder vom Parkplatz oberhalb Müden, bzw. mit dem Auto über Münstermaifeld und Wierschem.

Zur Website:
burg-eltz.de


Cochem

Mittelalterliches Fachwerk, romantische Plätze

Der Ort liegt am Ende des Cochemer Krampens, eines 20 Kilometer langen Moselbogens, der als der schönste Abschnitt der Mosel gilt. Wie viele Plätze dort wurde auch Cochem schon von den Römern und Kelten besiedelt. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Altstadt zerstört, aber inzwischen präsentiert sich Cochem als lebendige Kleinstadt mit reicher historischer Bausubstanz und romantischen Plätzen und Gassen. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch wichtige Bauten erhalten. Historische Fachwerkhäuser findet sich vor allem am Markt mit seinem Brunnen und dem barocken Rathaus sowie in den Nebengassen. Im Kapuzinerkloster von 1623 residiert heute das Cochemer Kulturzentrum.

Zur Website:
www.cochem.de


Moselsteig

Mit 365 Kilometern Gesamtlänge ist der Moselsteig einer der längsten Fernwanderwege in Deutschland. Er begleitet die Mosel in 24 Tagesetappen von der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz. Der Moselsteig ist extrem abwechslungsreich: Mal führt durch Wald, mal durch Weinberge, mal am Moselufer entlang, aber auch durch stille Seitentäler oder über aussichtreiche Hangkanten. Zwischendurch kommt man an verfallenen Burgen vorbei und durch uralte Ortschaften, in denen die Zeit stehengeblieben ist. Wer nur eine Tagesetappe gehen möchte, kann sich nach der Wanderung mit Bahn und Bus zum Ausgangspunkt zurückfahren lassen.

Zur Website:
www.moselsteig.de

Umfulana Route:
www.komoot.de


Reichsburg Cochem

Rittermahle

Hoch über Cochem erhebt sich die größte Höhenburg an der Mosel. Auf mächtigem Fels gelegen ist die Reichsburg mit ihren Erkern und Zinnen ein majestätischer Anblick. Die mittelalterliche Burg gehörte den Kurfürsten von Trier, als sie im pfälzischen Erbfolgekrieg von den Truppen von König Ludwig XIV.  zerstört wurde. Im 19. Jahrhundert ließ der ebenso reiche wie verrückt Berliner Kommerzienrat, Louis Ravené, die Ruine im neugotischen Stil restaurieren. Führungen durch die eindrucksvollen Innenräume werden angeboten. Daneben werden freitags und samstags rustikale Rittermahle angeboten. Die sogenannte „Gasterey nach Art der alten Rittersleut“ ist ein geselliger Abend mit einem vierstündigen Programm.

Zur Website:
www.burg-cochem.de


Zell (Mosel)

Schwarze Katzen und erstklassige Rieslinge

Der Ort liegt ziemlich genau zwischen Trier und Koblenz ist das zweitgrößte Weinbaugebiet an der Mosel. Überall in der Winzerstadt gibt es Probierstübchen und Weinhandel. Traditionell wird überwiegend Riesling angebaut. Überregional bekannt ist die Zeller Schwarze Katz. Der Name der Wein-Großlage um Zell geht auf eine Legende zurück, nach der eine schwarze Katze einem Weinhändler verraten hat, in welchem Fass der beste Wein lagert. Solche und ähnliche Geschichten und noch viel mehr erfährt man im Wein- und Heimatmuseum, das mit Grabungsfunden der Römer beginnt. 

Zur Website:
www.zell-mosel.com




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