Schwarzwald: Duftende Wiesen, dunkle Wälder
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Schwarzwald

Stille Wälder: Wanderparadies Schwarzwald

Stille Wälder: Wanderparadies Schwarzwald

Duftende Wiesen, dunkle Wälder

Der südwestliche Eckpfeiler Deutschlands ist etwa 160 Kilometer lang und zwischen 20 und 60 Kilometer breit. Zur Rheinebene fällt er steil ab, während er im Osten sanft in das Neckar- und Donautal übergeht. Mit seinen duftenden Wiesen, dunklen Wäldern und kristallklaren Gewässern ist er immer noch ein Inbegriff der heilen Welt. Der Schwarzwald ist ideal für Freizeitaktivisten: Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Wildwasserfahrer kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Kururlauber in einem der vielen Thermalbäder zwischen Baden Baden und Bad Griesbach.



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Sehenswürdigkeiten Schwarzwald

Aussichtswanderung rund um den Hertener Berg

Am höchsten Punkt von Rheinfelden

Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kal­kofen. Erstes Ziel ist die Ruine Hertenberg. Die Burg wurde einst von den Grafen von Habsburg erbaut, 1268 beschädigt und 1356 durch ein Erdbeben endgültig zerstört. Von der ehemaligen Burganlage sind noch mehrere Mauerreste erhalten.
Über die Leuengraben-Schlucht führt ein Forstweg nach rechts auf den Rührbergweg. Über die „Hexekuchi“ gelangt man zum Ausgangspunkt zurück. (hin und zurück: 3 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 440 Meter)

Bad Säckingen

Kurstadt am Hochrhein

Die Kurstadt liegt am Hochrhein, der hier die Grenze zur Schweiz bildet. Im Norden beginnt der Hotzenwald, ein südlicher Ausläufer des Schwarzwalds. Zur Stadt gehört auch ein Teil der Fridolininsel im Rhein, deren Zugehörigkeit lange ungeklärt war und die seit 2013 zu Deutschland gehört. Berühmt geworden ist die Stadt durch das Versepos von Joseph Victor von Scheffel, „der Trompeter von Säkkingen“. Die Liebesgeschichte zwischen einem Bürgerlichen und einer Adeligen war im 19. Jahrhundert eines der am meisten gelesenen Werke der deutschen Literatur. Wahrzeichen der Stadt sind das Fridolinsmünster und die gedeckte Holzbrücke über den Rhein.

Feldberg

Weitblicke auf dem höchsten Berg des Schwarzwaldes

Der Feldberg ist mit 1.493 Metern Höhe nicht nur der höchste Berg des Schwarzwaldes, sondern auch von Deutschland außerhalb der Alpen. Rund um den Gipfel mit seiner subpolaren Vegetation ist ein Naturschutzgebiet eingerichtet. Besonders bei Inversionswetterlage im Winter hat man einen sensationellen Fernblick. Dann türmen sich jenseits des Wolkenmeeres die Vogesen auf, während im Süden die schneebedeckten Alpen glitzern – von der Zugspitze bis zu den Berner Oberalpen. Im Haus der Natur, das zudem als Verwaltungssitz des Naturparks Südschwarzwald dient, gibt es eine interaktive Dauerausstellung. Hinter dem Haus beginnt der Naturerlebnispfad „Der Wichtelpfad im Auerhahnwald“. (hin und zurück: 2,2 Kilometer, 0:45 Stunden, auf und ab 60 Meter)

Schauinsland

Weiter Blick bis zum Mont Blanc

Südlich der Stadt Freiburg erhebt sich der Schauinsland, mit 1.284 Metern Höhe einer der schönsten Aussichtsberge im südlichen Schwarzwald. Besonders im Herbst, wenn die Berge „über den Wolken“ sind, eröffnen sich phänomenale Blicke bis zu den Vogesen, zur Hornisgrinde und in die Berner Oberalpen, ja sogar zum Mont Blanc. Wer nicht zum Gipfel wandern will, kann die Schauinslandbahn nehmen.

Schluchsee

Höchstgelegener See Deutschlands

Der Gletschersee aus der letzten Eiszeit wurde um 1930 mit einer Staumauer vergrößert. Heute ist er der größte See des Schwarzwalds. Sein Wasserspiegel wurde um 30 Meter angehoben. Der Schluchsee ist vor allem bei Badegästen und Seglern beliebt. Im Gegensatz zum Titisee ist das Ufer fast überall gut zugänglich. Er wird von vielen Wanderwegen umgeben. Ein 18 Kilometer langer, ebener Weg um den See ist auch für Kinderwagen geeignet. Die Wanderungen können von Mai bis Oktober mit Bootsfahrten kombiniert werden.

Titisee

Badesee inmitten herrlicher Wälder

Der See südwestlich inmitten herrlicher Wälder gilt der Sage nach als Gewässer von unermesslicher und unmerkbarer Tiefe. Beim Versuch des Ausmessens ertönt aus der Tiefe eine Stimme: „Ergründest Du mich, so ersäufe ich Dich.“ Tatsächlich ist der Eiszeitsee auf einer Höhe von 850 Metern nur 20 Meter tief. In seinem nährstoffarmen Wasser leben große Raubfische wie Zander, Hechte und Seeforellen, daneben Aale und viele Kleinfischarten. Um den zwei Kilometer langen See führt ein Wanderweg. Schwimmen, Segeln und Tretbootfahren sind möglich.

Triberg

Wasserfälle und Kuckucksuhren

Deutschlands höchste Wasserfälle, die berühmte Schwarzwaldbahn, sowie die ganzjährig nebelfreie Lage machen Triberg zu einem beliebten und lohnenden Urlaubsziel. Der Bereich um den Eingang zu den Wasserfällen erinnert an Disneyland. Geschäfte bieten hier und in der Innenstadt Kuckucksuhren, Schnitzereien, Souvenirs sowie Schwarzwälder Schinken und Kirschwasser an. Zum großen Teil sind das handwerklich hergestellte Qualitätsprodukte, aber auch die Plastik- Kuckucksuhr ‚made in Taiwan‘ darf nicht fehlen. Auch das sehenswerte Schwarzwald-Museum befindet sich hier direkt beim unteren Eingang der Wasserfälle. Wer das alles nicht will kann sich dem Rummel leicht entziehen – die Landschaft rund um Triberg ist traumhaft, und nach wenigen hundert Metern hört und sieht man nichts mehr von Cuckooclocks und Woodcarvings.

Vogtsbauernhof

Vom Leben und Arbeiten früherer Generationen im Schwarzwald

Das Freilichtmuseum am Ausgang des Gutachtals ins Kinzigtal ist rund um den Vogtsbauernhof entstanden. Zu dem prachtvollen Vogtsbauernhof kamen Mühlen, Tagelöhnerhäuser, Sägemühlen und eine Kapelle hinzu. Mit allen Sinnen kann man erleben, wie im Schwarzwald gewohnt, gelebt und gearbeitet wurde: Im Stall stehen Haustiere alter Rassen, auf den Weiden grasen Schafe und Ziegen, in den Schwarzen Küchen riecht es nach Rauch und Schinken. Tägliche Aktionen sorgen für einen Abwechslung während der ganzen Saison: Kochen in der Schwarzen Küche, tägliche Mühlenvorführungen, eine Museumswerkstatt für Familien. Dazu kommen Veranstaltungen wie der Trachtenhandwerkertag das Herbst- und Schlachtfest.

Zur Website:
www.vogtsbauernhof.de

Windberghochtal

Auf den Spuren von Köhlern und Glasträgern

Seit dem 12. Jahrhundert gibt es im abgelegenen Windberghochtal Glashütten, deren zerbrechliche Produkte mit großer Vorsicht quer durch den Schwarzwald transportiert wurden. Darauf waren die Glasträger mit ihren besonderen „Rucksackschränken“ spezialisiert. Die Wanderung kommt an mehreren Hütten vorbei und führt zugleich durch eine grandiose Begwildnis mit Wasserfällen und Urwald. Bei gutem Wetter hat man einen herrlichen Ausblick bis zu den Alpen. (hin und zurück: 14,1 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 372 Meter)

Zwischen Feldberg und Feldsee

Wanderung mit Schwarzwälder Vesper

Am Fuße des Feldbergs, eingerahmt von steilen Wänden und dichtem Wald, befindet sich der Feldsee, der ebenso wie der umgebende Bannwald unter Naturschutz steht. Mehrere Sagen ranken sich um den dunklen See, der bis zu 32 m tief ist. Die Tour führt vom Vorgipfel des Feldbergs, dem Seebuck (ein Abstecher zum Hauptgipfel ist von dort ohne große Orientierungsprobleme machbar), zum Feldsee und zum Raimartihof. Im Raimartihof laden gleich drei rustikal eingerichtete Bauernstuben zu einem stilvollen Schwarzwälder Vesper. Weitere Einkehrmöglichkeiten sind die Seebuck-Hütte, die sich an der Talstation des Sesselliftes befindet und an der man zwei Mal auf der Tour vorbeikommt sowie mehrere Restaurants im Feldberger Hof. (hin und zurück: 10,1 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 516 Meter)



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