Spessart

Herrliche Buchenwälder: Spessart

Herrliche Buchenwälder: Spessart

Wald, Armut und Räuber

Der Spessart im Mainviereck umfasst das größte zusammenhängende Gebiet aus Laubmischwäldern in Deutschland. Er liegt zwischen Rhön, Vogelsberg und Odenwald etwa 55 km östlich von Frankfurt und 40 km westlich von Würzburg. Höchster Berg ist der Geiersberg mit 586 Metern. Im Jahr 839 wird er erstmals erwähnt – als Spehteshart, was etwa „Spechtswald“ bedeutet. Damals war er kaiserlicher Bannforst  und diente der Jagd. In den folgenden Jahrhunderten besaßen die Erzbischöfe von Mainz den Wald. Eine Besiedlung erlaubten sie erst ab dem 12. Jahrhundert. Später teilten sich mehrere Grundherren die Herrschaft, was das Aufkommen von Räuberbanden begünstigte. Belegt sind die Spessarträuber am Anfang des 19. Jahrhunderts, denen Wilhelm Hauff 1827 mit der Erzählung Das Wirtshaus im Spessart und Kurt Hoffmann 1958 mit dem gleichnamigen Film ein Denkmal setzten. Bis heute ist der Dreiklang Wald, Armut und Spessarträuber ist im Bewusstsein der Menschen haften geblieben.



Sehenswürdigkeiten Spessart


Aschaffenburg

Schlösser und Gärten in der ehemaligen Bischofsresidenz

Die Stadt in Unterfranken liegt am Zusammenfluss von Main und Aschaff ganz im Westen des Spessarts. Die Altstadt wird von einem imposanten Renaissancebau beherrscht, dessen rote Sandsteinfassaden sich im Main spiegeln. Ursprünglich war das Schloss Johannisburg Sitz der Mainzer Kurfürsten. Gemeinsam mit der Stiftskirche und der Mainbrücke, die im Mittelalter eine wichtige Zollstation war, bildet es ein denkmalgeschütztes Ensemble, das den größten Teil der Altstadt umfasst.

Nähere Informationen:
www.info-aschaffenburg.de


Lohr

Schneewittchen in der Fachwerkstadt am Main

Prächtige Fachwerkbauten prägen das Bild der Altstadt am Main. Keimzelle der Stadt war die Kirche St. Michael. Zusammen mit den umliegenden Gebäuden bildete das Gotteshaus im frühen Mittelalter eine Kirchenburg, was man noch heute an der Ummauerung und dem kleinen Tor zur Kapuzinergasse hin erkennen kann. Das Kurmainzer Schloss mit seinen vier Türmen wurde 1340 von Grafen von Rieneck erbaut und später mit Graben und Mauer versehen, die beide noch gut erhalten sind. Die Lohrer erheben den Anspruch auf Schneewittchen, das dort im Schloss geboren worden sei. Seit 1972 beherbergt es jedenfalls das Spessartmuseum.

Nähere Informationen:
www.lohr.de


Waldaschaff

Ehemaliges Jagdrevier am Fuß des Hochspessarts

Zwischen Streuobstwiesen und bewaldeten Hängen liegt der kleine Ort am Westrand des Hochspessarts. Ab dem 10. Jahrhundert unterstand der Ort am Fluss Aschaff den Mainzer Kurfürsten, die das Gebiet vor allem für die Jagd nutzten. Ab 1350 gab es in Waldaschaff, das seine Bewohner wie „Wallooscheff“ aussprechen, eine Forststube, mit der sich die Herren aus Mainz die Herrschaft sichern wollten. Heute hat die Gemeinde knapp 4000 Einwohner.

Nähere Informationen:
waldaschaff.de

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