Oberlausitz

Brauchtum in Oberlausitz: sorbischer Osterreiter

Brauchtum in Oberlausitz: sorbischer Osterreiter

Land der Sorben

Die Lausitz ist ein Landstrich zwischen Mittelelbe und Mitteloder. Die Niederlausitz gehört zu Brandenburg, die Oberlausitz zu Sachsen. Der Name leitet sich von dem slawischen Volksstamm der Lusici her, was soviel heißt wie: Sumpfbewohner. Bis heute leben in der Lausitz etwa 50.000 Menschen slawischer Abstammung. Die Sorben in der Oberlausitz haben eine eigene Sprache, die dem Tschechischen verwandt ist. Jahrhunderte wurden die Sorben diskriminiert. Heute sind sie als ethnische Minderheit in Deutschland anerkannt. Landschaftlich ist die Oberlausitz von intensiver Landwirtschaft geprägt. Die Bergrücken in höheren Lagen sind meist bewaldet.



Sehenswürdigkeiten Oberlausitz


Fürst-Pückler-Park

Englische Gartenkultur in Vollendung

Der Park an der polnischen Grenze ist der größte Landschaftspark im englischen Stil in Zentraleuropa. Er wurde zwischen 1815 und 1845 von Hermann von Pückler-Muskau angelegt, der seine Stadt Muskau durch einen „herrlichen und großen Garten“ verschönern wollte. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Park ständig erweitert, 1945 wurde er schließlich mitsamt dem Schloss schwer beschädigt. Nach 1945 wurde der Park geteilt, 200 Hektar gehörten zu Polen, wurden zum Nationalpark erklärt und verwiderten. Der 370 Hektar große Teil auf dem Gebiet DDR wurde nach der Wende restauriert. 1992 erhielt er offiziell den Namen „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ und steht seit 2004 unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes.

Zur Website:
www.muskauer-park.de


Görlitz

Zeitreise durch ein halbes Jahrtausend

Wer die Stadt an der Neiße besucht, begibt sich auf eine Zeitreise durch ein halbes Jahrtausend europäischer Architektur. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks und des Jugendstils gilt Görlitz heute als städtebauliches Gesamtkunstwerk. Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im Zweiten Weltkrieg komplett erhalten und von den westdeutschen Bausünden der Nachkriegszeit verschont blieb. Die Altstadt beeindruckt mit reich verzierten Fassaden, kunstvollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedenen Epochen. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Dichte aufwendig restaurierter Baudenkmäler. Zu den markantesten Gebäuden zählt das Rathaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. 


Hoyerswerda

Von der sorbischen Siedlung zur Plattenbau-Stadt

Bis 1949 war die sorbische Siedlung an der Schwarzen Elster eine unbedeutende Kleinstadt mit weniger als 7.000 Einwohnern. Um die DDR, die von der Ruhrkohle abgeschnitten war, mit Energie zu versorgen, beschloss die SED-Führung, Braunkohle in der Lausitz großflächig abzubauen. Die Bevölkerung wuchs innerhalb kurzer Zeit auf 70.000 Einwohner, für die schnell und billig Wohnraum gebraucht wurde. So kam in der Neustadt von Hoyerswerda erstmals der Plattenbau zum Einsatz. Nach der Wende wurde das Kombinat „Schwarze Pumpe“ abgewickelt. Die Stadt verlor etwa die Hälfte ihrer Bewohner. 1991 kam es zu den rassistisch motivierten Ausschreitungen. Wohnheime für Asylbewerber angegriffen, die am Ende der mehrtägigen Ausschreitungen in anderen Gemeinden verlegt wurden. Das dabei geprägte Wort „ausländerfrei“ wurde zum Unwort des Jahres 1991 gewählt. 


Oberlausitzer Heide

Wälder, Sümpfe und Braunkohleseen

Die Heide- und Teichlandschaft liegt im östlichsten Teil des Freistaates Sachsen mitten im Dreiländereck Deutschland–Tschechien–Polen, nur wenige Kilometer zwischen Hoyerswerde und Bautzen. Ausgedehnte Wälder, Sümpfe und mehr als tausend Teiche bilden das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands mit seltenen Pflanzen und Tieren. Viele Wander- und befestigte Radwege führen durch das überwiegend ebene Land. Der Knappensee und der Silbersee sind  aus der Rekultivierung von Braunkohle entstanden.

Zur Website:
www.oberlausitz-heide.de

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