Oberrheinebene

Breisach am Oberrhein

Breisach am Oberrhein

Glänzende Städte und naturbelassene Auen

Der Oberrhein reicht vom Rheinknie bei Basel bis zum Rheinknie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-französisch-schweizerische Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwestschweiz, der Südpfalz und einen Teil von Baden. Seit der Steinzeit ist die Ebene zwischen Schwarzwald und den Vogesen eines der wichtigsten Durchgangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systematisch Straßen anlegten. Im Mittelalter verlief hier eine Handelsstraße zwischen Oberitalien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großartige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahrhundert bedrohten unberechenbare Hochwasser jegliche Zivilisation. Erst mit der Begradigung des Rheins im 19. Jahrhundert  wurde das Problem eingedämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Naturschutz gestellt sind.



Sehenswürdigkeiten Oberrheinebene


Burg Rötteln

Imposante Ruine mit Rundblick

Die Ruine liegt weithin sichtbar auf einem Felssporn, der nach zwei Seiten steil abfällt. Mit zwei großen Wehrtürmen war Röttel eine der mächtigsten  Burgen in Baden. Sie war zeitweise Residenz der Herren von Rötteln, Markgrafen von Sausenberg und Markgrafen von Baden-Durlach. Im Dreißigjährigen Krieg war sie umkämpft und wurde schwer beschädigt. Ihre Bedeutung verlor sie endgültig nach der Zerstörung 1678 im Holländischen Krieg. Heute ist die Burg Rötteln ein wichtiges Wahrzeichen und ein Anziehungspunkt der Stadt Lörrach und ihres Umlandes. Die Burgruine ist ganzjährig geöffnet; Führungen sind nach vorheriger Absprache möglich.


Colmar

Kunst- und Weinstadt im südlichen Elsass

Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Weinstraße und bezeichnet sich gern als Hauptstadt der elsässischen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhaltenes architektonisches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Prächtige Fachwerkbauten und Renaissancepaläste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzigartige Kunstschätze, allen voran den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Unterlinden-Museum. Die Darstellung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrücklichsten, was die Malerei der Gotik hervorgebracht hat. In der Altstadt gibt es zahllos Wistubs, wo man neben Wein auch elsässische Hausmannskost bekommt.


Eguisheim

Weinstädtchen im Elsass

Das Winzerdorf südöstlich von Colmar gehört zu den Plus beaux villages de France. Die umliegenden Hügel des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges schützen den Ort vor rauem Klima, die milden Temperaturen und die vielen Sonnenstunden fördern den Weinanbau. Von den drei Schlössern, die Eguisheim einst umgaben, sind heute nur noch Ruinen übrig. Man nennt sie die Drei Exen. In den krummen Gassen ist das Mittelalter noch sichtbar: Sechs Dinghöfe, zahlreiche Springbrunnen und die Pfarrkirche zeugen von der glanzvollen Vergangenheit des Städtchens. Besonderer Blickfang sind die blumengeschmückten Fachwerkhäuser.

Nähere Informationen:
www.ot-eguisheim.fr


Freiburg

Grüne Universitätsstadt im warmen Oberrheingraben

Die Stadt im Südwesten Deutschlands liegt klimatisch privilegiert im warmen Oberrheingraben zwischen den französischen Vogesen und dem Schwarzwald im Osten. Seine Geschichte beginnt mit einer Burg (Freiburg) des Zähringer Herzogs 1008. Heute ist die quicklebendige Universitätsstadt mit über 30.000 Studenten eine Hochburg der Sonnenenergieforschung weltweit und eine der wenigen deutschen Städte mit grünem Bürgermeister. In der malerischen, autofreien Altstadt mit dem großartigen Münster kann man herrlich bummeln, shoppen und essen. Südlich der Stadt erhebt sich der Schauinsland, einer der schönsten Aussichtsberge im südlichen Schwarzwald. Wenige Kilometer nördlich ragt der Kaiserstuhl aus der Rheinebene, wo seltene Pflanzen und hervorragende Weine wachsen.


Haute Koenigsbourg

Festung mit Weitblick über das Oberrheintal

Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Felsen mit phänomenalem Blick über der Oberrheinischen Tiefebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deutschen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämtliche Handelswege des Oberrheingrabens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegenden Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzigartiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touristenattraktionen in Frankreich gehört. 

Nähere Informationen:
www.haut-koenigsbourg.fr


Kaiserstuhl

Sonne, Wein und Wandern

Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III., der bei Sasbach im Jahr 994 einen Gerichtstag abhielt und später Kaiser wurde. Die wärmste Region Deutschlands ist berühmt für ihre Weißweine, aber auch für ihre Orchideenvielfalt. Zwischen den Rebstöcken wuchern wilde Traubenhyazinthen, und an Böschungen blühen Schwertlilien. Außerdem leben hier Smaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen. Am besten erkundet man die sonnenverwöhnte Gegend zu Fuß auf dem 22 Kilometer langen Kaiserstuhlpfad, der von Endingen nach Ihringen führt.


Karlsruhe

Barocke Reißbrettstadt

Die ehemalige großherzoglich badische Residenzstadt ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, entschloss sich, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan  von 1715 ist der fächerförmige Grundriss. 32 Straßen strahlen rings um das Schloss und die Parkanlagen aus. Herzstück der Stadt ist bis heute das Schloss. Es beherbergt das Badische Landesmuseum mit Sammlungen aus der Frühgeschichte von Baden und wechselnden Ausstellungen.

Zur Website:
www.karlsruhe.de


Kloster Lorsch

Weltkulturerbe aus der Zeit Karls des Großen

Als die Abtei 774 geweiht wurde, war Kaiser Karl der Große mit Familie und Hofstaat persönlich anwesend.  Später erhob er die Abtei zu einem seiner wichtigsten Reichsklöster. Drei Bauten der ehemals großen Anlage sind verblieben: ein Fragment der Nazarius-Basilika, ein Abschnitt der Klostermauer und die berühmte Königshalle. Als das Kloster Lorsch 2014 zum Weltkulturerbe erhoben wurde, wurden die Klosterareale landschaftsarchitektonisch miteinander verbunden. Auch ein Kräutergarten wurde angelegt – gemäß den Vorgaben aus 1.200 Jahre alten Lorscher Arzneibuch.

Zur Website:
www.kloster-lorsch.de


Mainz

Bischofsstadt mit glorreicher Vergangenheit

Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz gehört zu den ältesten Städeten Deutschlands. 38 vor Christus legten die Römer an einer Rheinbiegung das Feldlager Moguntiacum an. 50 Jahre später wurde es Sitz des Befehlshaber für Obergermanien. Im 13. Jahrhundert erlebt Mainz eine Blüte. Seine Erzbischöfe waren Kurfürsten und Reichskanzler. Aus dieser Zeit stammt auch der Dom mit sechs Türmen. Er ist einer der großartigsten Bauwerke seiner Zeit. An der Nordostseite des Domplatzes steht das Gutenberg Haus, wo die erste Druckerwerkstatt der Welt stand. Dort wird auch die Gutenberg-Bibel aufbewahrt, die um 1450 gedruckt wurde. Die verwinkelte Altstadt südlich des Doms lädt zu einem Bummel ein.


Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass

Das romantische Winzerstädtchen liegt zwischen den Weingärten am Fuß der Vogesen. Sein unversehrt erhaltenes Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert ist einzigartig. Besonders an den Sommerwochenenden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rheinischen Renaissance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verstecken sich zahllose Restaurants und Weinstuben. Heute ist die ganze Stadt autofrei und zählt zu den Plus beaux villages de France.


Speyer

Romanischer Kaiserdom am Oberrhein

Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kaiser- und Mariendom ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlands zu errichten. Acht deutsche Kaiser und Könige liegen in der Krypta begraben. Nur wenige Minuten vom Dom entfernt liegt der Judenhof, das ehemalige Judenviertel von Speyer. Von ihm sind noch die Mikwe (das Badehaus) und Teile der Synagoge enthalten.


Taubergießen

Letzter Auenwald am Oberrhein

Als der Rhein noch ein Nebenfluss der Rhone war und ins Mittelmeer mündete, hatten tauende Gletzscher zwischen dem Schwarzwald und den Vogesen einen riesigen See gebildet. Später, nachdem der Rhein sich einen Weg durch den Sperrriegel des Taunus-Gebirges gegraben hatte, wurde der See zu einem Feuchtbiotop mit großen Auwäldern und einem Gewirr von Wasserarmen mit einer extrem vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Als der Oberrhein im 19. Jahrhundert begradigt und gezähmt wurde, blieb von dem Gebiet nur der Taubergießen. Er ist heute mit fast 2.000 Hektar Land das größte Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Mehrere Wanderwege führen durch den „letzten Urwald am Rhein“. Auch Bootsfahrten mit traditionellen Fischerbooten werden angeboten. Ein beliebter Rundweg ist die Sumpfbiberroute (hin und zurück: 13 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 20 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de

Mehr Information:
www.schwarzwald.com


Thannenkirch

Aussichtswanderung zwischen Felsen und Burgen

Die kleine Berggemeinde an der „Route du Bois“ (Holzstrasse) entzückt mit seiner Schnitzkunst und blumengeschmückten Häusern, Plätzen und Straßen. Rundwanderwege führen zu den unterschiedlichsten Naturschauplätzen rund um das Dorf. Viele Besucher kommen im Frühjahr, wenn tausende von Kirschbäumen in Blüte stehen. Eine Tageswanderung führt zu der Felsenlandschaft rund um den Reinholdstein und weiter zur Haut-Koenigsbourg. (hin und zurück: 6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Vitra Design Museum

Museum für moderne Architektur und Design

Das Designmuseum in Weil am Rhein enthält vor allem eine Sammlung zur Möbel- und Innenraumgestaltung, vor allem Stühle und Sessel aus mehreren Jahrhunderten. In dem bemerkenswerten Zweckbau von Frank Gehry werden wechselnde thematische Ausstellungen, Retrospektiven und Workshops aus den Bereichen Architektur und Design angeboten.




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