Oberrheinebene

Breisach am Oberrhein

Breisach am Oberrhein

Glänzende Städte und naturbelassene Auen

Der Oberrhein reicht vom Rheinknie bei Basel bis zum Rheinknie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-französisch-schweizerische Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwestschweiz, der Südpfalz und einen Teil von Baden. Seit der Steinzeit ist die Ebene zwischen Schwarzwald und den Vogesen eines der wichtigsten Durchgangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systematisch Straßen anlegten. Im Mittelalter verlief hier eine Handelsstraße zwischen Oberitalien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großartige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahrhundert bedrohten unberechenbare Hochwasser jegliche Zivilisation. Erst mit der Begradigung des Rheins im 19. Jahrhundert  wurde das Problem eingedämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Naturschutz gestellt sind.



Sehenswürdigkeiten Oberrheinebene


Bergstraße

Deutschlands Fruchtgarten an einer Römerstraße

Die Strata Montana, wie die Römer ihre Nord-Süd-Straße zwischen Oberrhein und Odenwald nannten, führt von Darmstadt in Südhessen über Heidelberg bis nach Wiesloch in Nordbaden. Die 68 Kilometer lange historische Straße verläuft heute im wesentlichen auf der Bundesstraße 3. Nach der Bergstraße ist auch ihre liebliche Umgebung benannt. Mildes und sonniges Klima, ein früher Frühling und fruchtbare Lößböden machen die sie zu einem der reichsten Fruchtgärten Deutschlands mit Weinbau, Obst, Mandeln, Edelkastanien und Walnüssen. Aber auch andere mediterrane Pflanzen wie Feigen und Ölbäume gedeihen hier.


Colmar

Kunst- und Weinstadt im südlichen Elsass

Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Weinstraße und bezeichnet sich gern als Hauptstadt der elsässischen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhaltenes architektonisches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Prächtige Fachwerkbauten und Renaissancepaläste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzigartige Kunstschätze, allen voran den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Unterlinden-Museum. Die Darstellung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrücklichsten, was die Malerei der Gotik hervorgebracht hat. In der Altstadt gibt es zahllos Wistubs, wo man neben Wein auch elsässische Hausmannskost bekommt.


Haute Koenigsbourg

Festung mit Weitblick über das Oberrheintal

Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Felsen mit phänomenalem Blick über der Oberrheinischen Tiefebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deutschen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämtliche Handelswege des Oberrheingrabens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegenden Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzigartiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touristenattraktionen in Frankreich gehört. 

Nähere Informationen:
www.haut-koenigsbourg.fr


Hotzenwald

Vom Armenhaus zum Wanderparadies

Nachdem die Hochrheinbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ging, rückte die Region zwischen St. Blasien und der Alb ins Abseits. Bergbaubetriebe und Eisenhütten wurden unrentabel. Zurück blieben die Bauern, Köhler und Holzfäller. In dieser Zeit kam der Name „Hotzenwald“ auf. Er bezieht sich auf die einfache Tracht der armen Waldleute. „Hotzen“ war der Name für die dreiviertlangen Pluderhosen der Männer. Heute ist der Wald im äußersten Südosten des Schwarzwaldes ein bevorzugtes Urlaubsgebit. Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb ist ein Wanderparadies. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen grandiose Fernsichten über den Hochrhein, den Schweizer Jura bis zu den höchsten Alpengipfeln. 


Karlsruhe

Barocke Reißbrettstadt

Die ehemalige großherzoglich badische Residenzstadt ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, entschloss sich, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan  von 1715 ist der fächerförmige Grundriss. 32 Straßen strahlen rings um das Schloss und die Parkanlagen aus. Herzstück der Stadt ist bis heute das Schloss. Es beherbergt das Badische Landesmuseum mit Sammlungen aus der Frühgeschichte von Baden und wechselnden Ausstellungen.

Zur Website:
www.karlsruhe.de


Mainz

Bischofsstadt mit glorreicher Vergangenheit

Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz gehört zu den ältesten Städeten Deutschlands. 38 vor Christus legten die Römer an einer Rheinbiegung das Feldlager Moguntiacum an. 50 Jahre später wurde es Sitz des Befehlshaber für Obergermanien. Im 13. Jahrhundert erlebt Mainz eine Blüte. Seine Erzbischöfe waren Kurfürsten und Reichskanzler. Aus dieser Zeit stammt auch der Dom mit sechs Türmen. Er ist einer der großartigsten Bauwerke seiner Zeit. An der Nordostseite des Domplatzes steht das Gutenberg Haus, wo die erste Druckerwerkstatt der Welt stand. Dort wird auch die Gutenberg-Bibel aufbewahrt, die um 1450 gedruckt wurde. Die verwinkelte Altstadt südlich des Doms lädt zu einem Bummel ein.


Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fachwerkstädtchen

1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungsarmen in den Niederlanden. Seit Jahrtausenden ist er eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief eingeschnittenes Tal, das zu den schönsten Kulturlandschaften Deutschlands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wechseln mit Weinbergen und malerischen Fachwerkstädten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekanntesten ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieblichem Gesang und goldenen Haar die Schiffer verzauberte, so dass sie in den gefährlichen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampferfahrt von St. Goar nach Kaub.


Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass

Das romantische Winzerstädtchen liegt zwischen den Weingärten am Fuß der Vogesen. Sein unversehrt erhaltenes Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert ist einzigartig. Besonders an den Sommerwochenenden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rheinischen Renaissance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verstecken sich zahllose Restaurants und Weinstuben. Heute ist die ganze Stadt autofrei und zählt zu den Plus beaux villages de France.


Speyer

Romanischer Kaiserdom am Oberrhein

Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kaiser- und Mariendom ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlands zu errichten. Acht deutsche Kaiser und Könige liegen in der Krypta begraben. Nur wenige Minuten vom Dom entfernt liegt der Judenhof, das ehemalige Judenviertel von Speyer. Von ihm sind noch die Mikwe (das Badehaus) und Teile der Synagoge enthalten.




Weitere Sehenswürdigkeiten Oberrheinebene




Reisebeispiele Oberrheinebene

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