St. Goar

Mittelalterliches Fachwerkstädtchen: St. Goar

Mittelalterliches Fachwerkstädtchen: St. Goar

Malerisches Fachwerkstädtchen im Schatten einer mächtigen Rheinburg

Es war am Anfang des 6. Jahrhunderts, als ein junger Priester aus Südfrankreich an den Rhein kam und sich als Eremit in einer Felsenhöhle niederließ. Mit Erlaubnis des Erzbischofs von Trier errichtete Goar eine Herberge für Rheinschiffer und begann sie zu missionieren. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen und sein Grab wurde zur Wallfahrtsstätte. 700 Jahre später schließlich erhielt St. Goar das Stadtrecht. Heute ist das malerische Fachwerkstädtchen Teil des Weltkulturerbes Mittelrhein und liegt im Schatten der Burg Rheinfels.

Zur Website:
www.st-goar.de



Sehenswürdigkeiten St. Goar


Bergstraße

Deutschlands Fruchtgarten an einer Römerstraße

Die Strata Montana, wie die Römer ihre Nord-Süd-Straße zwischen Oberrhein und Odenwald nannten, führt von Darmstadt in Südhessen über Heidelberg bis nach Wiesloch in Nordbaden. Die 68 Kilometer lange historische Straße verläuft heute im wesentlichen auf der Bundesstraße 3. Nach der Bergstraße ist auch ihre liebliche Umgebung benannt. Mildes und sonniges Klima, ein früher Frühling und fruchtbare Lößböden machen die sie zu einem der reichsten Fruchtgärten Deutschlands mit Weinbau, Obst, Mandeln, Edelkastanien und Walnüssen. Aber auch andere mediterrane Pflanzen wie Feigen und Ölbäume gedeihen hier.


Hotzenwald

Vom Armenhaus zum Wanderparadies

Nachdem die Hochrheinbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ging, rückte die Region zwischen St. Blasien und der Alb ins Abseits. Bergbaubetriebe und Eisenhütten wurden unrentabel. Zurück blieben die Bauern, Köhler und Holzfäller. In dieser Zeit kam der Name „Hotzenwald“ auf. Er bezieht sich auf die einfache Tracht der armen Waldleute. „Hotzen“ war der Name für die dreiviertlangen Pluderhosen der Männer. Heute ist der Wald im äußersten Südosten des Schwarzwaldes ein bevorzugtes Urlaubsgebit. Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb ist ein Wanderparadies. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen grandiose Fernsichten über den Hochrhein, den Schweizer Jura bis zu den höchsten Alpengipfeln. 


Loreley

Von Nymphen, Berggeistern und schönen Jungfrauen

Bereits im Mittelalter wurden Zwerge, Nymphen und Berggeister für die gefährlichen Strömungen und die Echos am am 130 Meter hohen Loreleyfelsen verantwortlich gemacht. Die schöne Jungfrau ist jedoch eine Erfindung des Dichters Clemens Brentano. Er schildert Lore Lay als ein Mädchen aus Bacharach, das aufgrund ihrer Schönheit für eine Hexe gehalten wird. Sie soll ins Kloster abgeschoben werden, doch auf dem Weg dorthin stürzt sie sich schließlich aus Liebeskummer von dem nach ihr benannten Felsen in den Rhein. Brentanos Ballade rührte das romantische Gefühl seiner Zeit und war Auslöser weiterer Lorelei-Erzählungen. Weltberühmt wurde das Gedicht von Heinrich Heine, in dem Loreley wie eine antike Sirene die Rheinschiffer mit ihrem Gesang und ihrer Schönheit in ihren Bann zieht, so dass diese in der gefährlichen Strömung am Felsenriffe umkommen.

Mehr Info:
www.loreley-felsen.de


Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fachwerkstädtchen

1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungsarmen in den Niederlanden. Seit Jahrtausenden ist er eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief eingeschnittenes Tal, das zu den schönsten Kulturlandschaften Deutschlands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wechseln mit Weinbergen und malerischen Fachwerkstädten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekanntesten ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieblichem Gesang und goldenen Haar die Schiffer verzauberte, so dass sie in den gefährlichen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampferfahrt von St. Goar nach Kaub.


Rheinsteig

Sagenhafte Burgen, sonnige Weinberge

Der 320 Kilometer lange Fernwanderweg folgt dem Mittelrheintal auf der rechten Seite. In 17 Tagesetappen geht es von Bonn bis Rüdesheim. Als Wegmarkierung dient ein blaues Rechteck mit einem als Flusslauf stilisierten weißen „R“. Von fast jedem Ort am Rhein gibt es Verbindungswege zum Rheinsteig. Am längsten und schönsten ist die 17. Etappen von St. Goarshausen bis nach Kaub. Hier erlebt man das Mittelrheintal in seiner ganzen Pracht. Weinberge, stille Seitentäler und grandiose Aussichtspunkte – allen voran die Loreley – machen die Wandertour einzigartig. (Hin: 21 Kilometer, 6:30 Stunden, auf: 753 Meter, ab: 750 Meter)

Nähere Informationen:
www.rheinsteig.de

Umfulana Route:
www.komoot.de




Reisebeispiele St. Goar

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