Beilstein: Das „Dornröschen der Mosel“

Beilstein

Wo die Zeit stehen blieb: Beilstein

Wo die Zeit stehen blieb: Beilstein

Das „Dornröschen der Mosel“

Das winzige Dorf mit 140 Einwohnern war im Hochmittelalter einmal eine Stadt, bevor es in der Franzosenzeit Ende des 17. Jahrhunderts in der Bedeutungslosigkeit versank und die Zeit stehen blieb. Bautätigkeiten kamen zum Erliegen, weshalb Beilstein heute eines der am besten erhaltenen historischen Ortsbilder an der Mosel hat. Überragt wird der Ort, der auch Miniatur-Rothenburg oder ‚Dornröschen der Mosel‘ genannt wird, von der Ruine Metternich, die einst dem gleichnamigen Fürstengeschlecht gehörte. Im Juli und August jeden Jahres wird der Beilsteiner Märchensommer ausgerichtet, bei dem das Marionettentheater aus Cochem im Weinbaumuseum Märchen aufführt.



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Sehenswürdigkeiten Beilstein

Burg Eltz

Romantische Burg im dichten Wald

Versteckt im dichten Wald des Eltzbachtals ragen die Mauern einer romantischen Märchenburg auf. Burg Eltz gilt als die deutsche Musterburg. Sie wurde nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM-Schein. Im Jahre 1268 wurde sie unter drei Nachkommen aufgeteilt, die von nun an gemeinsam die enge Burg bewohnten. Jede Linie baute im Laufe der Jahrhunderte ihren eigenen Trakt aus und fügte zahllose Türmchen, Erker und andere Elemente an. Führungen werden angeboten. Man erreicht die Burg zu Fuß von Moselkern aus oder vom Parkplatz oberhalb Müden, bzw. mit dem Auto über Münstermaifeld und Wierschem.

Zur Website:
burg-eltz.de

Abtei Maria Laach

Glanzstück der deutschen Romanik am Vulkansee

Die hochmittelalterliche Klosteranlage liegt an dem größten Vulkansee der Eifel, dem Laacher See. Die Abbatia ad Lacum (Abtei am See) wurde 1093 erbaut. Die Kirche gilt als eines der großartigsten romanischen Bauten auf deutschem Boden. Sie hat nicht weniger als sechs Türme; der prachtvolle Westeingang wird Paradies genannt. Der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert restauriert. 1933 versteckte sich der Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, als „Bruder Konrad“ ein Jahr lang in der Abtei. Er war von den Nazis seines Amtes enthoben worden und wurde schließlich verhaftet.

Bacharach

Mittelalterliches Fachwerkstädtchen im Schatten einer Burg

Victor Hugo notierte während seiner Rheinreise über Bacharach, sie sei „eine der schönsten Städte der Welt“. Hoch über dem Ort thront die mächtige Burg Stahleck aus dem 11. Jahrhundert. Ringsum zieht sich die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist eine der am besten erhaltenen Befestigungen am Mittelrhein. Von den ursprünglich 16 Wehrtürmen sind neun bis heute erhalten geblieben. Der Wehrgang an der Rheinfront ist öffentlich zugänglich. Seinen offenkundigen Reichtum im Mittelalter verdankte Bacharach dem Weinbau und den Stromschnellen am Binger Loch, die größere Schiffe nicht passieren konnten. Die Ware wurde daher im Hafen von Bacharach auf kleinere Schiffe umgeladen.

Boppard

Winzerstadt mit großer Geschichte

Die ehemalige Reichsstadt liegt an einer Rheinschleife, dem Bopparder Hamm. Weinbau auf den umliegenden Bergen prägt den Ort ebenso wie der Tourismus. Die Geschichte geht zurück bis in die Altsteinzeit, wie die 13.000 Jahre alten Steinwerkzeuge belegen, die man 2001 in einer Baugrube gefunden hat. Ursprung der Stadt Boppard ist jedoch ein römisches Kastell namens Bodobriga, das die römisch-germanische Grenze sichern sollte und heute als die am besten erhaltene römische Burg in Deutschland gilt. Die Reste sind im archäologischen Park zu besichtigen. Von der Blüte im Hochmittelalter zeugt die doppeltürmige Severuskirche mit romanischen Wandmalereien. Im Turm der Kurfürstlichen Burg residiert heute das Heimatmuseum.

Calmont

Klettern im steilsten Weinberg Europas

Der Calmont ist der steilste Weinberg Europas. Bereits die Römer pflegten an den sonnigen Steillagen ihre Weinstöcke im warmen Schiefer. Der Name Calmont entstammt wahrscheinlich dem lateinischen „calidus mons“ („heißer Berg“). Diese anspruchsvolle Tour führt von Bremm durch die Weinberge hoch hinauf zum Bremmer Höhenkreuz. Ein Stück geht es auf dem Moselhöhenweg zum Aussichtspunkt Vierseenblick und wieder hinab zur Eller Galgenlay, wonach der Calmont über den Klettersteig zurück zum Ausgangspunkt durchquert wird. Hinter jeder Wegebiegung bieten sich fantastische Panoramablicke in das Moseltal sowie auf den gegenüberliegenden Petersberg und die Klosterruine Stuben. Diese Tour ist kein Sonntagsspaziergang! Sie sollte nur von geübten Wanderern durchgeführt werden, die über festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. (hin und zurück: 5,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 451 Meter)

Cochem

Mittelalterliches Fachwerk, romantische Plätze

Der Ort liegt am Ende des Cochemer Krampens, einem 20 Kilometer langen Moselbogen, der als der schönste Abschnitt der Mosel gilt. Wie viele andere Plätze dort wurde auch Cochem schon von den Römern und Kelten besiedelt. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Altstadt zerstört, heute präsentiert sich Cochem aber als lebendige Kleinstadt mit reicher historischer Bausubstanz und romantischen Plätzen und Gassen. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch wichtige Bauten erhalten. Historische Fachwerkhäuser stehen vor allem am Markt mit seinem Brunnen und dem barocken Rathaus sowie in den Nebengassen. Im Kapuzinerkloster von 1623 residiert heute das Cochemer Kulturzentrum.

Zur Website:
www.cochem.de

Gedeonseck

Klettersteig mit toller Aussicht

Den besten Blick über die große Rheinschleife und die Weinberge des Bopparder Hamm hat man vom Gedeonseck, zu dem von Boppard ein Sessellift fährt. Oben gibt es ein nettes Aussichtslokal. Im Hinterland beginnt einer der größten Wälder von Rheinland-Pfalz, durch den viele Wanderwege führen. Direkt im Steilhang unterhalb des Gedeonsecks wurde ein Klettersteig eingerichtet, der schwindelfreien und gut gerüsteten Wanderern ein Klettererlebnis mit grandiosem Ausblick bietet. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)

Hängebrücke Geierlay

Ein Spaziergang in 100 Metern Höhe

Mit einer Länge von rund 360 Metern verbindet die Hängeseilbrücke die Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg. Bei einem Spaziergang in etwa 100 Metern Höhe bietet sich ein grandioser Ausblick auf die bewaldeten Hänge des Mörsdorfer Bachtals. Über neun Jahre und mit viel ehrenamtlichem Engagement der Anwohner wurde ein Konzept für das imposante Bauprojekt entwickelt, welches schließlich im Jahr 2015 realisiert wurde.
Ein gut befestigter Weg führt von einem etwa vier Kilometer entfernten Wanderparkplatz zur Brücke, die ausschließlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist.

Zur Website:
www.geierlay.de

Loreley

Von Nymphen, Berggeistern und schönen Jungfrauen

Bereits im Mittelalter wurden Zwerge, Nymphen und Berggeister für die gefährlichen Strömungen und die Echos am 130 Meter hohen Loreleyfelsen verantwortlich gemacht. Die schöne Jungfrau ist jedoch eine Erfindung des Dichters Clemens Brentano. Er schildert Lore Lay als ein Mädchen aus Bacharach, das aufgrund ihrer Schönheit für eine Hexe gehalten wird. Sie soll ins Kloster abgeschoben werden, doch auf dem Weg dorthin stürzt sie sich schließlich aus Liebeskummer von dem nach ihr benannten Felsen in den Rhein. Brentanos Ballade rührte das romantische Gefühl seiner Zeit und war Auslöser weiterer Loreley-Erzählungen. Weltberühmt wurde das Gedicht von Heinrich Heine, in dem Loreley wie eine antike Sirene die Rheinschiffer mit ihrem Gesang und ihrer Schönheit in ihren Bann zieht, sodass diese in der gefährlichen Strömung am Felsenriffe umkommen.

Mehr Info:
www.loreley-felsen.de

Marksburg

Inbegriff deutscher Burgenromantik

Die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert thront hoch über dem Rhein auf einem 160 Meter hohen Schieferberg. Sie ist die einzige mittelalterliche Rheinburg, die nie zerstört wurde und daher eine lange, wechselvolle Geschichte hat. Wahrscheinlich hat schon um 1117 eine Burg existiert. Hundert Jahre später war sie jedenfalls im Besitz der mächtigen Familie von Eppstein, die die Marksburg als Zollstation nutzte. Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt die Burg ihr heutiges, hochgotisches Aussehen. Damals wurde die Markuskapelle gebaut, nach der die Burg fortan benannt wurde. Unter Napoleon war die Burg erst Lazarett und später Gefängnis. Kritzeleien von Insassen sind noch heute in der Kapelle zu sehen. Im Jahr 1900 wurde die vernachlässigte Anlage schließlich restauriert. Heute ist die Marksburg ein Inbegriff mittelalterlicher Burgenromantik und Vorbild für zahllose Fantasieburgen.

Moselsteig

Wälder, Weiler, Weinberge

Mit 365 Kilometern Gesamtlänge ist der Moselsteig einer der längsten Fernwanderwege in Deutschland. Er begleitet die Mosel in 24 Tagesetappen von der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz. Der Moselsteig ist extrem abwechslungsreich: Mal führt er durch Wald, mal durch Weinberge, mal am Moselufer entlang, aber auch durch stille Seitentäler oder über aussichtreiche Hangkanten. Zwischendurch kommt man an verfallenen Burgen vorbei und durch uralte Ortschaften, in denen die Zeit stehengeblieben ist. Wer nur eine Tagesetappe gehen möchte, kann sich nach der Wanderung mit Bahn und Bus zum Ausgangspunkt zurückfahren lassen.

Zur Website:
www.moselsteig.de

Neumagener Weinschiff

Nachbau einer römischen Galeere

Das Neumagener Weinschiff ist das Grabmal eines römischen Weinhändlers aus der Zeit um 220 n. Chr. Ein Abguss steht vor der alten Peterskapelle im Ausoniusgarten. Der knapp drei Meter lange Rumpf läuft in einem schnabelförmigen Rammsporn aus und ist mit Augen versehen, was dem Schiffsbug das Aussehen eines Kopfes verleiht. Die Schauseite zeigt 22 Ruder und jeweils acht Männer, deren Oberkörper und Köpfe über Deck sichtbar sind, und dahinter auf jedem Schiff vier große Weinfässer. 2007 wurde das Römerschiff nachgebaut. Die „Stalla Noviomagi“ liegt im Hafen von Neumagen.

Pfalz bei Kaub

Zollburg im Rhein

Die Wasserburg im Rhein gehört neben der Marksburg und der Burg Boppard zu den wenigen unzerstörten und kaum veränderten Burgen im Oberen Mittelrheintal. Sie stammt von Ludwig dem Bayern, der Anfang des 13. Jahrhunderts auch Pfalzgraf und Deutscher Kaiser war. Da er für dieses Amt viel Geld benötigte, ließ er im Rhein ein Zollburg errichten, um vom regen Handelsverkehr auf dem Fluss zu profitieren. Der barocke Turmhelm, der heute das Aussehen prägt, stammt jedoch erst von 1714. Hundert Jahre später, in der Silvesternacht 1813/14, stand die Burg plötzlich im Fokus der Weltgeschichte, als der preußische Feldmarschall Blücher in einer streng geheimen Aktion mit 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und ebenso vielen Kanonen den Rhein bei Kaub überquerte, um die Truppen von Napoléon Bonaparte zu jagen.

Prinzenkopfturm

Aussicht auf eine Moselschleife

Bereits 1818 hat Kronprinz Friedrich-Wilhelm die einzigartige Aussicht über die Moselschleife bei Pünderich genossen. Später wuchsen dort Bäume und die Aussicht geriet in Vergessenheit. Erst seitdem auf dem Prinzenkopf ein 27 Meter hoher Turm steht, kann man wieder den Blick auf die Moselschleife genießen. Anfang und Ende der Schleife sind nur wenige Hundert Meter Luftlinie voneinander entfernt, liegen aber 14 Flusskilometer auseinander.

Reichsburg Cochem

Rittermahle

Hoch über Cochem erhebt sich die größte Höhenburg an der Mosel. Auf einem mächtigem Fels gelegen, ist die Reichsburg mit ihren Erkern und Zinnen ein majestätischer Anblick. Die mittelalterliche Burg gehörte den Kurfürsten von Trier, als sie im pfälzischen Erbfolgekrieg von den Truppen von König Ludwig XIV. zerstört wurde. Im 19. Jahrhundert ließ der ebenso reiche wie verrückte Berliner Kommerzienrat, Louis Ravené, die Ruine im neugotischen Stil restaurieren. Führungen durch die eindrucksvollen Innenräume werden angeboten. Daneben werden freitags und samstags rustikale Rittermahle angeboten. Die sogenannte „Gasterey nach Art der alten Rittersleut“ ist ein geselliger Abend mit einem vierstündigen Programm.

Zur Website:
www.burg-cochem.de

Rheinsteig

Sagenhafte Burgen, sonnige Weinberge

Der 320 Kilometer lange Fernwanderweg folgt dem Mittelrheintal auf der rechten Seite. In 17 Tagesetappen geht es von Bonn bis Rüdesheim. Als Wegmarkierung dient ein blaues Rechteck mit einem als Flusslauf stilisierten weißen „R“. Von fast jedem Ort am Rhein gibt es Verbindungswege zum Rheinsteig. Am längsten und schönsten ist die 17. Etappe von St. Goarshausen bis nach Kaub. Hier erlebt man das Mittelrheintal in seiner ganzen Pracht. Weinberge, stille Seitentäler und grandiose Aussichtspunkte – allen voran die Loreley – machen die Wandertour einzigartig. (Hin: 21 Kilometer, 6:30 Stunden, auf: 753 Meter, ab: 750 Meter)

Nähere Informationen:
www.rheinsteig.de

Spoarkapelle

Pest-Gedenkort an wunderbarer Aussichtsstelle

Nachdem die Pest zwei Jahre in Piesport gewütet hatte, waren 1508 nur noch 16 von insgesamt 98 Piesportern am Leben. Ihr Überleben verdankten sie auch den Dörflern aus der Nachbarschaft, die sie mit Essen versorgten, das an einer vereinbarten Stelle abgestellt wurde. Heute steht dort die Spoarkapelle, zu der ein Kreuzweg durch die Weinlage „Piesporter Goldtröpfchen“ führt. Ein Abstecher dorthin lohnt sich, auch wegen der grandiosen Aussicht auf eine Moselschleife. Unterhalb der Kapelle befinden sich am Moselufer bei Piesport die Überreste einer römischen Kelteranlage.

Traben-Trarbach

Weinstädtchen an der Mittelmosel

Auf halbem Weg zwischen Koblenz und Trier liegt Traben-Trarbach zu beiden Seiten der Mosel. Das 5000-Einwohner-Städtchen hat es mit dem Weinhandel zu Wohlstand gebracht. Davon zeugen die prächtigen Fachwerkhäuser, die großen Weinkeller und einige Jugendstilvillen, wie die Villa Böcking. Die Ruine Grevenburg und das Brückentor sind die Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert ist das Mittelmosel-Museum.

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