Fulda

Im Schlosspark von Fulda: Dahliengarten

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Fürstäbte und Hexenprozesse

744 ließ sich ein Schüler von Bonifatius, der Germanien missionierte, am Ufer der Fulda nieder und gründete ein Kloster. Über die Jahrhunderte wurde aus der Einsiedelei eine mächtige Benediktinerabtei, deren Prioren ab 1220 in den Rang von Fürstäbten erhoben wurden. Auch die Siedlung im Schatten Klosters erblühte. 1114 erhielt sie das Stadtrecht. Die Fürstäbte prägten fortan das religiöse Leben von Fulda – nicht nur zum Guten. 1335 stürmten die Bürger Fuldas, mit Billigung der Äbte, das jüdische Viertel und ermordeten 34 Personen. Anfang des 17. Jahrhunderts ernannten die Äbte einen „Malefizmeister“, der innerhalb drei Jahren mehr als 300 Hexen foltern und in Hundekäfigen verbrennen ließ. Hundert Jahre später ließen sie sich ein prachtvolles Stadtschloss im Barockstil bauen, das bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist.

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