Fulda

Im Schlosspark von Fulda: Dahliengarten

Im Schlosspark von Fulda: Dahliengarten

Fürstäbte und Hexenprozesse

744 ließ sich ein Schüler von Bonifatius, der Germanien missionierte, am Ufer der Fulda nieder und gründete ein Kloster. Über die Jahrhunderte wurde aus der Einsiedelei eine mächtige Benediktinerabtei, deren Prioren ab 1220 in den Rang von Fürstäbten erhoben wurden. Auch die Siedlung im Schatten Klosters erblühte. 1114 erhielt sie das Stadtrecht. Die Fürstäbte prägten fortan das religiöse Leben von Fulda – nicht nur zum Guten. 1335 stürmten die Bürger Fuldas, mit Billigung der Äbte, das jüdische Viertel und ermordeten 34 Personen. Anfang des 17. Jahrhunderts ernannten die Äbte einen „Malefizmeister“, der innerhalb drei Jahren mehr als 300 Hexen foltern und in Hundekäfigen verbrennen ließ. Hundert Jahre später ließen sie sich ein prachtvolles Stadtschloss im Barockstil bauen, das bis heute das Wahrzeichen der Stadt ist.



Sehenswürdigkeiten Fulda


Burg Hauneck

Ruine auf einem ehemaligen Vulkan

Die Gipfelburg auf dem 524 Meter hohen Stoppelsberg  wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zerstört, nachdem die Ritter von Haune 1397 einen Raubüberfall in Niederhessen organisiert hatten und der dortige Landgraf Rache nahm. Erst 100 Jahre später wurde der Basaltbau wieder aufgebaut und erhielt seine heutige quadratische Form. Vom Bergfried aus hat man einen weiten Blick über die Kuppelrhön. Die Burg ist nur zu Fuß, aber von Oberstoppel aus leicht zu erreichen. Eine schöne Rundwanderung beginnt im Fuldatal und führt über die 20 Millionen alten „Langen Steine“ hinauf und über Ilmesmühle zurück. (hin und zurück: 12 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 429 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Point Alpha

US-Beobachtungsstand an der deutsch-deutschen Grenze

Der US-Beobachtungsstützpunkt an der deutsch-deutschen Grenze steht auf einer Anhöhe und hat einen weiten Blick nach Osten. Was heute wie ein Aussichtspunkt über ein mitteldeutsches Idyll wirkt, spielte während des Kalten Krieges ein bedeutende Rolle. Die NATO ging davon aus, dass, im Falle eines Angriffs durch den Warschauer Pakt, dieser in der sogenannten Fulda Gap beginnen würde. Heute ist Point Alpha eine Gedenk- und Begegnungsstätte, die an die Konfrontation der Machtblöcke und die innerdeutsche Teilung erinnert.

Näheres unter:
www.pointalpha.com




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