Oderbruch: Sumpfiges Binnendelta zwischen Polen und Deutschland
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Oderbruch

Wasserlandschaft zwischen Polen und Deutschland: Oderbruch

Wasserlandschaft zwischen Polen und Deutschland: Oderbruch

Sumpfiges Binnendelta zwischen Polen und Deutschland

Das Oderbruch ist ein 60 Kilometer langes Binnendelta zwischen Lebus im Süden und Bad Freienwalde im Nordwesten. Bis ins 18. Jahrhundert schlängelte sich die Oder in mehreren Armen durch diese Niederung, die mehrmals im Jahr zu großen Teilen von Hochwasser überflutet wurde, wobei sich auch Verlauf und Bedeutung von Oderarmen änderten. 1747 veranlasste Friedrich II. die Trockenlegung der Sümpfe und die Begradigung des Flusses. Nur auf der Ostseite im heutigen Polen ist das ursprüngliche Feuchtgebiet erhalten.



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Sehenswürdigkeiten Oderbruch

Bad Freienwalde

Sommersitz preußischer Könige und reicher Berliner

Die preußische Königin, Friedericke Luise, Gemahlin von König Wilhelm II., hatte sich den Ort am Rande des Oderbruchs als Sommersitz auserkoren. So erhielt Bad Freienwalde 1798 ein Schloss in klassizistischem Stil. Anfang des 19. Jahrhunderts plante der Landschaftsarchitekt Lenné Hand den Schlosspark. Im ausgehenden 19. Jahrhundert folgten reiche Berliner Bürger – darunter viele jüdische Familien – ihrem König und ließen sich prachtvolle Villen errichten. Eine Heilquelle, die 1683 entdeckt wurde, ist der Grund, warum sich der Ort zu einem staatlich anerkannten Moorheilbad entwickelt hat.

Hohenwutzen

Abgefahrener Polenmarkt

An der Oder haben sich mehrere Polenmärkte angesiedelt. Der größte von ihnen ist der in der kleinen Grenzstadt Osinów Dolny bei Hohenwutzen. Dort kann man alles kaufen – und zwar zu Niedrigstpreisen: Zigaretten, Benzin, Kaffee, Bekleidung aus China, Wurst und Gemüse aus Polen. Daneben gibt es Tattoo-Studios und deutsch-polnische Cafés, Würstchenstände und Kosmetiksalons. Dazu viel gute Stimmung. Wie auf allen Polenmärkten werden die Geschäfte in Euro abgewickelt.

Schiffshebewerk Niederfinow

Ein Aufzug für Schiffe

Das Schiffshebewerk Niederfinow wurde 1934 in Betrieb genommen und ist heute das älteste in Deutschland. Es liegt am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals und überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern. Das Schiffshebewerk besteht aus einer 14.000 Tonnen schweren und mit fünf Millionen Nieten zusammengehaltenen Stahlkonstruktion, die auf Stahlpfeilern steht. Gegründet wurde das Bauwerk mit stahlbewehrtem Beton, der bis zu 22 Meter tief eingebracht wurde. Die Grundplatte ist vier Meter dick.

Über die Neuenhagener Insel

Ausschtsreiche Wanderung auf einer großen Insel in der Oder

Bis 1753 machte die Oder einen großen Bogen westlich um Neuenhagen herum. Dann wurde im Osten ein Kanal gegraben, durch den die Oder bis heute fließt. Doch auch durch den Altarm fließt noch etwas Wasser, sodass eine große Insel entstanden ist. Die Wanderung führt von Schloss Neuenhagen nach Schiffmühle, wo Theodor Fontanes Vater seine letzten Jahre verbrachte. Dort gibt es ein kleines Museum. Weiter geht es zur heutigen Oder nach Hohenwutzen. Auf dem Rückweg kommt man an einem kleinen Badesee vorbei. (hin und zurück: 17 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 110 Meter)



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