Nationalpark Niedersächsiches Wattenmeer

Zwischen Meeresboden und Horizont Wattenmeer

Zwischen Meeresboden und Horizont Wattenmeer

Meeresgrund trifft Horizont

Die Küste der Nordsee ist ungewöhnlich flach. Der Meeresboden fällt teilweise nur wenige Zentimeter pro Kilometer ab. Zweimal täglich trägt die Flut Sand in das Gebiet des Wattenmeeres. Dünen kennzeichnen die Küste, die der Wind aus den feinen Sandkörnchen aus dem bloßgelegten Watt aufbaut. Das Wattenmeer ist nach dem Tropischen Regenwald das zweitproduktivste Ökosystem – nur dieser übertrifft das Wattenmeer an lebendiger Biomasse. Im Wattenmeer leben Kieselalgen, Schnecken, Würmer, Muscheln und Garnelen. Ein typischer Bewohner des Sandwatts ist der Wattwurm, der in einer u-förmigen Röhre unter der Wattoberfläche lebt.
Bis zu 4.000 Tier- und Pflanzenarten sind auf den ungewöhnlich nahrungsreichen Lebensraum Wattenmeer spezialisiert, allein 10–12 Millionen Watvögel, darunter Brandgänse, Eiderenten und Brutvögel aus nordischen Ländern, die sich hier Fettreserven anfressen. Auf den Sandbänken im Wattenmeer sind Seehunde zu beobachten. Typischste Pflanze der Dünen ist der Gewöhnliche Strandhafer, der mit seinem ausgedehnten Wurzelwerk die Dünen befestigt.



Sehenswürdigkeiten Nationalpark Niedersächsiches Wattenmeer


Emden

Ostfriesenmetropole an der Emsmündung

Die größte Stadt Ostfrieslands liegt an der Emsmündung am Nordufer des Dollarts. Um das Jahr 800 entstand hier ein Handelsplatz mit einem Hafen, der im Laufe der Stadtgeschichte große Bedeutung gewann. Im 16. Jahrhundert gehörte Emden neben Genf und Wittenberg zu den bedeutendsten Stätten der Reformation. 1530 ließen sich 300 Erwachsene in der Großen Kirche taufen, ein bis dahin unerhörter Vorgang, der die später blutig verfolgter Täuferbewegung einleitete. Heute ist die Ostfriesenmetropole eher bekannt für ihre Komiker. Otto Waalkes und Karl Dall sind die bekanntesten Bürger der Stadt. Sehenswert sind der Hafen, die Ratsdelft und das Pelzerhaus. Vom Rathausturm hat man einen schönen Rundblick über die mittelalterliche Stadt, die Wallanlagen sind begrünt und laden zu einem autofreien Spaziergang ein.  


Langeoog

Endlose Strände, herrliche Dünen

Die „Lange Insel“ gehört zu den Ostriesischen Inseln im Nordwesten Deutschlands. Sie ist langgestreckt, 20 Quadratkilometer groß und liegt vier Kilometer vom Festland entfernt. Eine Fähre geht von Bensersiel zur Anlegestelle der autofreien Insel. Von dort aus fährt eine Bimmelbahn in sechs Minuten in den Ort. Das gesunde Klima, die langen Sandstrände und die Dünen machen die Insel zu einem beliebten Reiseziel. Von der 21 Meter hohen Melkhörndüne hat man einen schönen Blick auf die Salzwiesen und Vogelschutzgebiete.

Neugierig auf unsere Rundreisen geworden?

Alle Deutschland Rundreisen anzeigen
Nach Oben